Wikipedia

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Wikipedia
Logo Wikipedia
Werbespruch Die freie Enzyklopädie
Beschreibung
Registrierung optional
Sprachen deutsch
Eigentümer Wikimedia Foundation / Wikimedia Deutschland
Urheber Jimmy Wales
Erschienen 2001
Status Online (aktiv)
URL de.wikipedia.org (deutschsprachige Version)

Wikipedia ist eine im Jahre 2001 gegründete kollaborative Online-Enzyklopädie in mehreren Sprachen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Wikipedia vor Alternativen wie PlusPedia, Everipedia und Britannica Marktführer im Bereich der Onlinelexika. Die deutsche Sektion der Wikipedia steht seit einiger Zeit unter scharfer Kritik aufgrund intransparenter, oligarchischer Strukturen und wegen einer Bildung von Seilschaften, die das Massenmedium - vor allem in bestimmten Themenbereichen - auf einen linksradikalen und unfreiheitlichen Kurs trimmt.[1] Das Führungspersonal setzt sich zunehmend aus problematischen Charakteren zusammen und die Zahl der Wikipedia-Opfer nimmt unaufhörlich zu.[2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] 1 Größe und Wettbewerber

Mit derzeit ca. 1,7 Millionen Artikeln ist die deutschsprachige Wikipedia - hinter der englischen Version mit über 5 Millionen Artikeln - die zweitgrößte Wikipedia Ausgabe. Die Wikipedia hat sich nach einer im Auftrag der Zeitschrift Stern erstellten Studie zu einem Leitmedium entwickelt.[3][4][5]

Unabhängige Alternativen zu Wikipedia als Universallexikon im deutschsprachigen Raum sind PlusPedia und Everipedia, die beide straffer moderiert werden und ohne die in Wikipedia üblichen Querelen auskommen.

[Bearbeiten] 2 Gewalt gegen Nutzer und Autoren

"Der Netz-Journalist Stefan Mey hat sich in seinem neuesten Beitrag für das Web-Portal golem.de mit der dunklen Seite der Wikipedia befasst. Er meint: Unter der freundlichen Oberfläche des großen Wissens-Projekts brodelt es gewaltig: Es wird gemobbt, frauenfeindlich, rassistisch, antisemitisch oder homophob gepöbelt und sogar mit physischer Gewalt gedroht. Belästigung im Netz ist kein Randphänomen mehr. Das bestätigt eine Studie des Pew-Forschungszentrums von 2014. Danach haben 40 Prozent der Befragten selbst Belästigungen im Netz erlebt. 73 Prozent kennen jemanden, der Opfer von “Online-Harassment” geworden ist.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Umfrage des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik unter privaten Internetnutzern: 12 Prozent der Internetnutzer, die sich in mindestens einem Sozialen Netzwerk engagierten, gaben 2011 an, Opfer von Mobbing und sexueller Belästigung bezüglich ihrer Person geworden zu sein. Überwiegend waren hiervon weibliche Personen in der Altersklasse von 14 bis 39 Jahren betroffen. Zwar ist Cybermobbing selbst kein Straftatbestand. Beleidigung und Bedrohung aber schon. Viele Täter wähnen sich in der Anonymität im Netz sicher und oft ist ihnen nicht bewusst, dass ihr Verhalten nicht nur verletzend, sondern strafbar ist. 'Im Gegenzug wissen auch viele Betroffene nicht, wie sie sich wehren sollen', so Professor Dr. Wolf Hammann, damals Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes und Landespolizeipräsident von Baden-Württemberg. Auch Wikipedia bleibt nicht verschon von neuen Formen der Gewalt im Netz.

In einer 2015 durchgeführten, nicht repräsentativen Studie mit weltweit 3.845 Teilnehmern hat sich die Wikimedia Foundation erstmals mit diesem Phänomen beschäftigt. 38 Prozent der Teilnehmenden gaben in der Umfrage an, selbst Belästigung auf Wikimedia-Projekten erlebt zu haben (Seite 4 der Studie). Dabei waren Verwüstungen auf der eigenen Benutzerseite oder ein gezieltes Entfernen oder Abwerten von Artikelbearbeitungen, sogenannter Content-Vandalismus, Beschimpfungen (“name calling”) die häufigste Form (Seite 17 und 18 der Studie). Häufig genannt wurden auch 'trolling/flaming'. Sogar 'Revenge Porn' (das Veröffentlichen von Nacktfotos im Netz aus Rache), Hacking oder Gewaltandrohung wurden genannt.

Gefragt nach konkreten Erfahrungen schilderten die teilnehmenden Nutzer teils erschreckende Erfahrungen. Sie berichten von Morddrohungen oder vom Anlegen einer Porno-Webseite auf den Nutzernamen des Opfers. Andere Nutzer berichten von herablassenden und beleidigenden Kommentaren (viele krasse Beispiele auf Seite 27 der Studie). Ein Nutzer aus dem deutschsprachigen Bereich berichtete sogar von Telefonterror: 'Direkt nach Speichern eines jeden Edits in der WP klingelte tagelang (auch nachts) das Telefon'.

Auch Leonhard Dobusch, renommierter Organisationsforscher unter anderem an der Universität Innsbruck, kommt in Stefan Meys Golem-Artikel zu Wort: Er glaubt, dass das Problem nicht unbedingt Wikipedia-spezifisch sei, sondern eher ein typisches Phänomen solcher Communities: 'Schrankenlose Offenheit bedeutet auch Offenheit für destruktive Mitglieder, die zwar in der Minderheit sind, aber dennoch das gesamte Klima vergiften. Eine zentrale Stärke der Wikipedia, ihre völlige Offenheit für Beiträge, wird im Kontext von Belästigungen und problematischer Kultur zur Achillesferse.' Bei Wikimedia Deutschland wird das Thema leider noch sehr stiefmütterlich behandelt. Auf dem Blog des Vereins findet sich gerade einmal ein Artikel, der sich (aus feministischer Sicht) mit Cybermobbing befasst. Abgesehen davon findet das Thema - zumindest öffentlich - nicht satt. Dabei braucht das Thema genau das: Öffentlichkeit."[6]

[Bearbeiten] 3 Seilschaften

Daneben gibt es zunehmend kritische Stimmen, die der Ansicht sind, dass die Wikipedia in die Hände von verschiedenen Interessensgruppen und Seilschaften abrutscht. Schwere Formen undemokratischer, linker bis linksradikaler (antideutsch-anarchistischer) Meinungsfabrikation werden zunehmend nachgewiesen. Die universitäre Forschung lehnt Wikipediaartikel als seriöse Arbeitsmittel und Quellen generell ab.[7][8]

„Wikipedia-Inhalte sind mit Vorsicht zu genießen. Das Prinzip der „Schwarm-Intelligenz“ führt in der Praxis zu Ehrverletzungen und Unwahrheiten.“[9]

Nach einem stetigen Wachstum in den ersten Jahren geht nun die Anzahl der Autoren stark zurück. [10] Die Arbeitsgruppe Wiki-Watch an der Viadrina Universität Frankfurt (Oder) hat die schweren Mißstände bei Wikipedia zum Gegenstand ihrer Arbeit gemacht, um Wikipedia-Opfern zu helfen, deren Zahl mit jedem Monat zunimmt.[11] Insbesondere die Tatsache, dass die Führungsstrukturen von Wikipedia "personell problematisch besetzt sind" sei Anlass zu großer Sorge hinsichtlich einer Meinungsmanipulation durch eine Wissensoligarchie durch Personen, die sich aus bekennenden Anarchisten, ehemaligen Stasikadern und ähnlichen Strukturen rekrutieren. Diese hätten Wikipedia imzwischen fest im Griff, so der Blog Wiki-Watch.[12]

2013 berichtete bereits als einer der ersten Herr P.M. Seiter sehr ausführlich bei den "Deutschen Wirtschafts Nachrichten" und das größte Schweizer Magazin "Die Weltwoche" über schwere Missstände bei Wikipedia.[13] Auch Heise,Telopolis und Russia Today berichteten 2015.[14] Im Jahr 2015 wies die Süddeutsche Zeitung Gerhard Sattler im mehrheitlich von ihm erstellten Wikipediaartikel Massaker von Katyn 130 fachliche, teils schwerwiegende Fehler nach.[15] Speziell der Dokumentarfilm Die dunkle Seite der Wikipedia zeigte an konkreten Beispielen Misstände auf. Es gibt auch starke Indizien dafür, dass Aktivisten von Wikipedia andere offene Medien zu unterwandern versuchen. So ist auch Pluspedia fortwährend Ziel einer systematischen Unterwanderung durch Krawallaccounts, welche die Seriosität der Pluspedia diskreditieren sollen.[16]

Hans-Olaf Henkel schreibt im Handelsblatt: "Im Internet ist die Pressefreiheit besonders bedroht. Neuerdings ist Wikipedia das Schlachtfeld perfider Anschläge auf die Pressefreiheit. Ideologen geht es dabei nicht mehr nur um Einflussnahme auf Presseorgane, sondern um ihre Vernichtung."[17]

[Bearbeiten] 4 Vom Lexikon zur Meinungsmaschine

Patrick M. Seiter arbeitete zu Recherche-Zwecken langjährig an Wikipedia mit und tätigte hierbei über 1000 Edits. Seine Resultate berichteten die "Deutschen Wirtschaftsnachrichten":

"Wikipedia entstand in Deutschland 2004. Es wurden tolle Ideen kombiniert. Eine Enzyklopädie von allen für alle. Freies Wissen, immer und überall verfügbar, top aktuell. Das Konzept ging auf, die Seite wurde zu einer der größten im Netz, wurde zu einer Instanz und lehrte den Brockhaus das Fürchten. Egal ob Schüler, Student, Bürger oder Journalist: Wer heute etwas wissen will, schaut zuerst auf Wikipedia. Was bei Wikipedia steht, wird hinlänglich als Fakt betrachtet, gilt als zitierfähig und man glaubt ihr recht unbefangen. Der Satz „das steht aber bei Wikipedia“ hat längst Einzug in den Alltag gefunden. Was die ersten Jahre gut funktionierte, wird nun in immer größerem Stil missbraucht. Im Laufe der Jahre merkte man, wie sehr Wikipedia Meinung macht, und verschiedenste Strömungen begannen, dies für die eigenen Interessen zu nutzen. Dies sehen wir heute im großen Stil. Der Begriff „Schwindelpedia“ macht die Runde.

!m Netz verbreiten sich immer mehr Namen wie „Schwindelpedia“ oder „Wikilügia“. Keine Frage, wenn man etwas über ein einfaches Thema wie über den gemeinen Feldhasen, den Bodensee oder das London Symphonie Orchester wissen möchte ist man noch immer recht gut aufgehoben bei Wikipedia. Anders sieht es hingegen bei brisanten Themen aus. Personen werden diffamiert und mit Kritik überhäuft andere werden „schön geschrieben“. Kritik findet wenig bis gar nicht statt. Gleiches gilt für viele weltanschauliche, politische, wissenschaftliche, ideologische, religiöse und eine Vielzahl anderer Bereiche. Hier ist die Objektivität, Freiheit, Unabhängigkeit und die differenzierte Betrachtung nahezu gänzlich auf der Strecke geblieben. Meinungen werden gezielt unterdrückt, verfälscht, verändert und man schreibt sich die Welt wie sie gefällt.

So funktioniert die Meinungsmache. Das Prinzip ist relativ simpel. Alle lesen aber nur ein verschwindet geringer Teil der Nutzer auf Wiki arbeitet an der Entstehung mit. Und ein noch ein viel kleinerer Teil der Nutzer sind sogenannte Power-User, also alte Hasen, die nahezu ihre ganze Freizeit dort verbringen. Jeder kann dort theoretisch Änderungen vornehmen aber die aller wenigsten tun dies. Wenn ein Leser, der dort nicht zu dem eingeschworenen Kreis der Power-User gehört, eine Änderung vornimmt wird diese sehr kritisch beäugt. Gefällt die Änderung eines einfachen Nutzers einem dieser Power-User nicht hat der „Neue“ quasi nicht den Hauch einer Chance. Seine Änderung wird einfach entfernt. Der Unterschied zwischen ideologischen Themen und Alltäglichem ist hier stark spürbar. In belanglosen Themen geht man noch nett, fair und nachsichtig miteinander um. Bei ideologisch behafteten Artikeln merkt man schnell, dass hier eine ganz andere Gangart herrscht. Vorgeschobene Gründe finden sich für so einen Power-User im umfangreichen aber doch oft schwammig formulierten Regelwerk leicht. Im Zweifel verwendet man eine persönliche Wertung und erklärt die Änderung einfach für nicht wichtig genug, die Quelle für unzureichend, oder schreibt nur allgemein, dass diese Änderung nicht den Regeln entsprechen würde, ohne zu verraten, welche Regel denn verletzt worden sei.

Man nutzt seine bessere Kenntnis der Plattform und die eigene „Reputation“ um den Neuen auszubügeln. Gerne benimmt man sich auch mal wie ein Admin, obwohl man keiner ist. Schließlich hat man selbst 5.000 Edits, ist wichtig und ein Neuer hat nichts zu melden. Die meisten Nutzer lassen sich so ganz einfach abwimmeln. Machst du Probleme, hol ich meine Freunde ist das Motto. Wenn sich mal einer nicht gleich abwimmeln lässt, gibt es noch zahlreiche Möglichkeiten für den Power-User, weitere Schritte zu unternehmen. Eine starke Waffe ist das Netzwerk. Im Zweifel kontaktiert man einfach heimlich zwei bis fünf andere, gleichgesinnte Power-User per Email und lässt diese die eigene Bewertung der Änderung bestärken und prügelt quasi gemeinsam auf den Neuen ein. Diese Verbindungen sind teilweise in den langen Jahren der täglichen stundenlangen Nutzung entstanden. Man kennt sich. Teilweise wurden diese Netze sogar vorab geschlossen um manchmal sogar bezahlt, um gezielt Einfluss nehmen zu können, und die öffentliche Meinung in die gewünschte Richtung zu lenken. Gern holt man dann noch einen persönlich bekannten Admin dazu und lässt diesen dann den finalen Schuss setzen. Schließlich sind alle anwesenden fünf Power-User vermeintlich unabhängig voneinander zu einer ähnlichen Einschätzung gekommen und der Neue ist schon mal ohnehin grundsätzlich etwas suspekt. Hiermit ist der Fall dann spätestens erledigt. In der Praxis bedeutet das, dass man nur drei bis fünf Leute benötigt, die dort viel Zeit verbringen, die Regeln und Struktur gut kennen – und schon bekommt man nahezu alles in die Wikipedia hinein bzw. heraus.

Wenn man eventuell sogar ein Netzwerk von 10-30 solcher Power-User mit der gleichen oder einer ähnlichen Ideologie hat, spätestens dann ist gibt es nahezu keinerlei Halten mehr. Der Feind liest mit. Es gibt zahlreiche Gruppierungen, die sowohl alle Artikel beobachten, denen gegenüber sie positiv eingestellt sind, und die alles daran setzen, diese möglichst gut aussehen zu lassen. Kritik wird so minimal wie irgend möglich gehalten. Man lässt sie nur zu, wenn etwas derart eindeutig ist, dass man es nicht wegdiskutieren kann ohne aufzufallen. Jede Änderung in diesen Artikeln wird sofort und genau geprüft und bei nicht-Gefallen entweder ganz entfernen oder zumindest abgeschwächt, wenn die Sachlage zu eindeutig ist, um eine Löschung halbwegs schlüssig zu begründen. Ähnlich engagiert „kümmert“ man sich auch im Lager des vermeintlichen Widersachers um dessen Erscheinungsbild. Auch hier beobachten sie die immer gleichen Artikel mit Adleraugen.

Sie entfernen oder ändern neue Einträge umgehend entsprechend der eigenen Ideologie ab. Hier wird versucht, positive Aspekte abzuändern, zu verhindern, zu löschen oder umzudeuten und möglichst viel negative Meinungen und Kritik zu platzieren bzw. berechtigte Kritik aufzublasen und deutlich schärfer zu formulieren als es angebracht wäre. Manches ist gleich, anderes ist gleicher. Auch wird in beiden Fällen immer gerne den Einsatz von Quellen debattiert. Klassisches Beispiel: Findet eine unerwünschte Änderung statt, die nicht in das eigene Bild passt, wird auch schon mal ein Artikel aus einer der größten Zeitungen Deutschlands mit spitzfindigen, vorgeschobenen Gründen kurzerhand für zu schwach, nicht relevant oder ähnliches erklärt. Wenn hingegen eine Änderung stattfindet, die man begrüßt, ist man extrem großzügig, verzichtet ganz auf Quellen, oder es genügt dann auch ein gänzlich unbekannter Blog. Selbstverständlich geht dies nur in einem gewissen Rahmen, eine gewisse Grenze darf hierbei nicht überschreiten werden. Es gilt, sich geschickt unter dem Radar zu halten.

Übertreibt man es, riskiert man die Aufmerksamkeit der anständigen Wikipedianer auf sich zu ziehen. Hier ist Erfahrung gefragt, verfügt man über diese, ist es jedoch ein Leichtes, sich unerkannt in den Grauzonen zu tummeln. In monatelanger Recherche gelang es unserem Informanten, eine Vielzahl von Fällen zu durchleuchten und zu recherchieren. Die offene und transparente Struktur macht dies theoretisch möglich. Praktisch hingegen wird dies viel zu wenig genutzt da zu zeitaufwendig. Auch fehlt ein Bewertungssystem für User, dass gewisse Muster und Häufungen einfacher und auf einen Blick aufzeigen und Verdachtsmomente liefern würde. Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen. Wenn sich ein neuer User über einen alt eingesessenen beschwert, und diesem ideologische Motivation oder Regelverletzung vorwirft, wird meist sehr schnell abgefertigt. Es gibt zwar die Möglichkeit, sogenannte Vandalismus-Meldungen zu machen. Diese dienen aber eigentlich nur dazu um Anfänger abzustrafen und User, die aus Spaß ganze Artikel löschen oder anderswie sehr offensichtlich ihr Unwesen treiben.

Kontakt zu Admins herzustellen und Probleme ausführlich zu besprechen ist kaum möglich. Es muss schnell gehen und sehr offensichtlich sein. Für Fundamentales und Zeitaufwendiges fühlt sich niemand zuständig. Wenn sich Power-User nicht besonders dumm anstellen, dann genießen sie weitestgehend Narrenfreiheit. Sollte doch mal etwas sein, kommt das Netzwerk zur Hilfe. Der neue oder der Gelegenheitsnutzer ohne Netzwerk haben dagegen kaum ein Chance. Das Problem beginnt spätestens dann, wenn Hunderte oder gar tausend dieser vereinzelten Beschwerden gegen diesen Power-User kommen, ohne dass hier Zusammenhänge erkannt werden. Bei vereinzelten Beschwerden eines unbekannten Nutzers gegen einen alten Hasen könnte man die Leichtigkeit noch verstehen. Kommt es aber wieder und wieder vor, sollte dies den anderen alten Hasen irgendwann zu denken geben. Genau dies passiert nicht.

Es wird nahezu jeder Fall für sich behandelt, und keiner weiß, ob es die erste oder die tausendste Beschwerde bezüglich dieses Sachverhaltes war. Die Wikipedia-Aufsicht geht fast ausschließlich gegen relativ neue unerfahrene Nutzer vor. Alt eingesessene, die dann auch noch einige weitere alte Hasen gut kennen, müssen sich schon sehr ungeschickt anstellen um ernsthaft Probleme zu bekommen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es aufgrund der Undurchsichtigkeit sehr viel Zeit in Anspruch nehmen würde, die 10.000 Bearbeitungen eines Power-Users genau zu durchleuchten. Was man nicht in 5-10 Minuten sieht, bleibt verborgen. Meist nimmt man sich kaum eine Minute. Genau hier fehlen gewisse Mechanismen – Bewertungssysteme oder Nutzer-Logbücher, in die viel mehr eingetragen wird. Mechanismen, die einem auf den ersten Blick aufzeigen, ob ein Power-User eben erst fünfmal eine Beschwerde hatte oder ob man sich ständig aufs Neue über ihn beschwert. Beziehungsweise was ihm in diesen Beschwerden vorgeworfen wurde. So, und ähnlich funktioniert die Meinungs-Maschine Wikipedia heute.

Es ist nicht nur traurig, dass eine solch tolle Idee durch relativ kleine Fehler eine derartige Bruchlandung hinlegen konnte. Die eigentliche Tragik liegt in dem Einfluss, der daraus auf unsere Gesellschaft entsteht. Dies ist äußerst bedenklich, wenn nicht sogar gefährlich. Was aus Propaganda, Meinungsmache und fehlender Opposition alles entstehen kann, hat die Geschichte ja bereits mehrfach gelehrt. Auf eine Anfrage zu diesem Problem reagierte Wikipedia mit einer relativ gelangweilten, nichtssagenden Standardantwort. Wir dürfen gespannt sein, ob Wikipedia wie bislang Augen und Ohren vor diesem Problem verschlossen hält oder noch kurz vor Schluss die Kurve bekommt. Unser Informant, der sich nun sechs Monate ausführlich in die Wikipedia-Welt eingearbeitet hat, sieht dies leider eher als unwahrscheinlich an. Zu festgefahren seien die Strukturen, eine gewisse Ignoranz unter den Admins und der Kerngruppe sei nicht zu verkennen. Gerade auch weil die hellsten Köpfe eben weder Zeit noch Lust haben, jeden Tag viele Stunden dort Änderungen vorzunehmen und dies eher die zweite oder gar dritte Garde ist, die dort den Ton angibt. Drum gilt unter Kennern auch der Spruch - traue keinem Nutzer mit mehr als fünf Edits pro Woche. Es lässt sich weiter nicht verleugnen das aus diesem und ähnlichen Gründen viele einstige Gründungsmitglieder der Wikipedia bereits den Rücken gekehrt haben. So raten Experten: Seien Sie kritisch, glauben Sie Wikipedia nicht blind, suchen Sie Alternativen und drücken Sie die Daumen."

[Bearbeiten] 5 Wiki Immunity

Wikimedia haftet nicht für Inhalte (13.04.2010): Das Landgericht Hamburg hat zugunsten von Wikimedia Deutschland e.V. entschieden, dass Wikimedia nicht für die Inhalte der Wikipedia haftbar gemacht werden kann (s. Wiki-Immunity. Ein ehemaliger Politiker aus Hamburg hatte geklagt und verlangt, dass der Artikel samt Diskussion über ihn gelöscht wird und Wikimedia ihm ein Schmerzensgeld in Höhe von 5000 Euro zahlt. Obwohl Wikimedia durch das Urteil nicht für die Inhalte haftbar gemacht werden kann, wurde die Versionshistory des Artikels gelöscht.[18][19][20][21][22]

Der deutschen Wikipedia wird kritisch entgegengehalten, deutsches Recht systematisch zu umgehen und sich nicht an dieses zu halten. Dies gilt besonders für Artikel über Personen. Rechtliche Aktionen bis hin zu Klagen sind nach Angaben von Wiki-Watch praktisch unmöglich, da sich die deutsche Version von Wikipedia hinter der rechtlich immunen Wikimedia Foundation "versteckt" und sich so der deutschen Gerichtsbarkeit effektiv entzieht. In der Rechtswissenschaft spricht man inzwischen bereits von "Wiki Immunity", also der Immunität der Wikipediaautoren vor jeder juristischen Greifbarkeit. Dieses Phänomen zeige sich besonders bei Personen welche von Mainstream Meinungen abweichen. Personen die unangenehme Meinungen vertreten werden hier gehäuft Opfer von unsachlich, nicht enzyklopädischen und einseitigen Artikeln zu Ihrer Person. In vielen Fällen wäre dies nach Deutschem Recht so nicht möglich (Beleidigung / Rufschädigung). Da Wikipedia sich hinter der gerichtlich verneinten Störerhaftung der Wikimedia Foundation versteckt, besteht praktisch keine Handlugsmöglichkeit gegen solche Fälle vorzugehen.[23]

Deutlich wird dies vor allem an Artikeln über Politiker der etablierten Parteien in welchen sich wenig bis keine Kritik an der Person findet, wohingegen in Artikeln zu Personen etwas umstrittener Parteien sehr viel, teilweise großteils kritische Stimmen eingeflochten werden. Teilweise ist der Unterpunkt Kritik größer als der übriege Artikel. Hier werden gezielt zu manchen Personen teilweise ausschließlich positive Pressemitteilungen eingearbeitet und bei anderen Personen ausschließlich negative. So entsteht hier oft ein gänzlich unausgewogenes und einseitiges Bild. Auch die Transparenz ist äusserst undurchsichtig. User schreiben mit Pseudonymen und was ein User in der Vergangenheit getan hat oder mit welchen anderen Usern er befreudet ist, ist nahezu nur für Insider und mit aufwendiger Recherche teilweise zu ergründen. Inzwischen sind die Namen zahlreicher Oversight und Administratoren sowie ihre Methoden bekannt und eine große Tageszeitung plant angeblich für 2017 eine Enthüllung.[24]

Weiter wird Wikipedia Vetternwirtschaft vorgeworfen. Der Kreis der "Heavy User" ist sehr überschaubar, jeder kennt jeden und wer nicht dazugehört hat im Zweifel nichts zu melden. Auch der Vorwurf der gezielten Manipulation durch kleine Gruppen und Seilschaften wird immer wieder Laut. Der Kreis der Heavy User soll sich auf ca. 500 Beschränken. Bildet sich hier eine interne Interessensgemeinschaft von nur fünf bis zehn Usern ist eine gezielte Maipulation möglich. Diese Phänomene sind inzwischen Teil wissenschaftlicher Forschung.[25]

[Bearbeiten] 6 Zum Weiterlesen

[Bearbeiten] 7 Weblinks

[Bearbeiten] 8 Einzelnachweise

  1. Danisch: Politisch-Ideologische Filterung in der Wikipedia (2012)
  2. Katrin McClean: Die Gesinnungswächter der Wikipedia
  3. Stern.de Artikel: "Wikipedia schlägt Brockhaus"
  4. Chip.de "Wikipedia schlägt Brockhaus"
  5. Statistiken zur Wikipedia
  6. Wiki-Watch Blog: Wiki-Mobbing: Die dunkle Seite der Wikipedia. Von Falke, 1. Juli 2016
  7. "neuraltherapie-blog.de (Imke Plischko, Ärztin): "Crashkurs Wikipedia": Dr. Marius Beyersdorff erklärt, wie Wikipedia "funktioniert" und teilweise von Interessengruppen missbraucht wird."
  8. "Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH: 16.08.2007: Wikipedia in der Kritik - Die Entwurzelung des Wissens"
  9. "neuraltherapie-blog.de (Imke Plischko, Ärztin): Wikipedia-Kritik: Neuraltherapie wird sachlich falsch und tendenziös dargestellt"
  10. "n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH: Samstag, 05. Januar 2013 - Nach der Einführung neuer Standards - Wikipedia verliert Autoren"
  11. Hilsangebot für Wikipedia-Opfer
  12. http://blog.wiki-watch.de/
  13. http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/04/wikipedia-wir-machen-meinung/ Wirtschafts Nachrichten Wikipedia : Wir machen Meinung
  14. https://www.youtube.com/watch?v=JeUX4ob81s8 Russia Today
  15. http://www.sueddeutsche.de/kultur/wikipedia-ueber-hundert-fehler-super-1.2784114 Süddeutsche : Wikipedia: Mehr als hundert Fehler
  16. Bericht
  17. [http://www.handelsblatt.com/meinung/kolumnen/kurz-und-schmerzhaft/henkel-trocken-pressefreiheit-unter-beschuss/7313250.html Hans-Olaf Henkel: Pressefreiheit unter Beschuss. In: Handelsblatt 29. Oktober 2012
  18. Heise-Artikel: "LG Hamburg: Keine Störerhaftung für Wikimedia Deutschland"
  19. "Blogeintrag bei Wikimedia: Landgericht Hamburg entscheidet für Wikimedia Deutschland"
  20. "Blog von Wikimedia-Rechtsanwalt Thorsten Feldmann: LG Hamburg verneint Störerhaftung des Wikimedia Deutschland e.V. für Inhalte der Online-Enzyklopädie Wikipedia"
  21. "Blog von Wikimedia-Rechtsanwalt Thorsten Feldmann: Das Urteil als PDF-Datei" (ca. 990 kB)
  22. "Kommentar von Fefe"
  23. Hilfsseite für Betroffene
  24. Bericht
  25. Studie

[Bearbeiten] 9 Siehe auch

[Bearbeiten] 10 Andere Lexika




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