Ken Jebsen

Aus PlusPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ken Jebsen (* 29. September 1966 in Krefeld) ist ein deutscher Journalist. Nach einer Kontroverse um seine Person wurde er 2011 als Moderator beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) entlassen und ist seither ist er als freischaffender Reporter und Betreiber seiner Website KenFM tätig.

Ken Jebsen
Coin Übrigens: Die PlusPedia ist NICHT die Wikipedia.
Wir sind ein gemeinnütziger Verein, PlusPedia ist werbefrei. Wir freuen uns daher über eine kleine Spende!

1 Vita

Angeblich lautet sein bürgerlicher Name Moustafa Kashefi.[1] In einem Interview bestreitet er dies.[2] Sein Nachname sei vom Mädchennamen seiner Mutter abgeleitet.[3] Der Sohn einer Deutschen und eines Iraners sammelte seine ersten journalistischen Erfahrungen bei einem kleinen Privatsender in Reutlingen. Sein Nickname dort war "Keks" und seine Beiträge bei den Hörern sehr beliebt. Jebsen wechselte dann direkt zum Fernsehsender "Deutsche Welle TV", wo er als Fernsehreporter tätig wurde. Im Jahr 1994 war Jebsen Moderator der "Mondscheinshow", die für kurze Zeit bei ZDF ausgestrahlt wurde. Es folgten Tätigkeiten beim Radiosender Fritz und dessen Vorgängerstationen Radio 4U des "SFB" als Radioreporter. Er moderierte bei Radio Fritz zusammen mit Volker Wieprecht "Die Radiofritzen" Show. Ab 1999 moderierte er Kooperation mit Steffen Hallaschka, Wigald Boning, Tommy Wosch und Arzu Bazman die Pro7 "MorningShow". Ab 2001 moderierte Ken Jebsen schließlich für die von ihm produzierte Radioshow "KenFM" für den "Radio Frizz" des Rundfunks Berlin-Brandenburg. Nach zehn Jahren "on air" entschloß sich der RBB, Ken Jebsen zu entlassen, da ihm Hass auf Juden vorgeworfen worden war, was Jebsen von sich wies. Nach der Trennung vom RBB verlegte Jebsen seine Sendung kurzerhand ins Internet, was ihm auch mit großem Zuspruch gelang. Auf seinem Kanal werden in regelmäßigen Abständen "KenFM im Gespräch" und zu aktuellen Anlässen "KenFM über", sowie Telefon­interviews veröffentlicht.

2 Jebsen und Wikipedia

In einem Interview auf dem Kanal KenFM mit Markus Fiedler hat Ken Jebsen die PlusPedia als Alternative zur Wikipedia empfohlen, da Wikipedia derart von Interessengruppen durchsetzt sei, dass er sie als inzwischen als unbrauchbar betrachte. PlusPedia sei eine freiheitliche Alternative.[4] Fiedler stimmte dieser Einschätzung bei der Präsentation seines neuen Dokumentarfilms zu. 2015 und in den Folgejahren unterstützte Ken Jebsen den Wikipedia-Kritiker Markus Fiedler und positioniert sich öffentlich gegen die deutsche Wikipedia als Ausgabe der US-amerikanischen Onlineplattform. Wörtlich sagte Jebsen auf seinem YouTube-Kanal "KenFM":

„Die Wikipedia hat sich vor allem in Deutschland zu einem Diffamierungswerkzeug entwickelt. Die Wikipedia ist als neutrale Quelle nicht mehr zu retten. Wer auf sie verlinkt, macht sich lächerlich. Schuld daran ist ein überschaubarer Personenkreis, der von einer Besessenheit getrieben ist, wie man das sonst nur von Scientology kennt“(Quelle: Video auf Youtube)[5]

3 Kritik an KenFM

Beim Rundfunk Berlin Brandenburg wurde ihm zum Schluss Antisemitismus vorgeworfen. Jebsen streitet diesen Vorwurf ab und bezeichnet seine politische Orientierung selbst als „mitte-links“. Zweifelsohne ist er jedoch ein Kritiker Israels.[6] Laut Tagesspiegel schrieb Jebsen einem Hörer Anfang November 2011 in einer E-Mail, er wisse, dass Edward Bernays „den Holocaust als PR erfunden“ habe. Auch Propagandaminister Joseph Goebbels habe dessen Buch gelesen und entsprechende Kampagnen umgesetzt.[7] Henryk M. Broder veröffentlichte Jebsens E-Mail vollständig auf seiner Website Die Achse des Guten und gab an, der Empfänger habe sie ihm weitergeleitet.[8]

Der Medienwissenschaftler John David Seidler widmet Jebsen in seiner Dissertation über die Geschichte von Verschwörungstheorien als Geschichte der Medien einen eigenen Abschnitt, in dem er neben dessen Behauptungen zu den Anschlägen vom 11. September 2001 auch seine Aussagen zu Medien und namentlich dem Internet analysiert.

4 Weblinks

5 Andere Lexika




6 Einzelnachweise

  1. Ronald Galenza, Kerstin Topp und Philip Meinhold (Hrsg.): "An, laut, stark! Fritz – Das Buch zum Radio." Berlin 2003
  2. Ken Jebsen und Mathias Bröckers: Der Fall Ken Jebsen oder Wie Journalismus im Netz seine Unabhängigkeit zurückgewinnen kann. Der Macher von KenFM im Gespräch mit Mathias Bröckers. Frankfurt/Main: Fiftyfifty 2016, ISBN 978-3-946778-00-4, S. 151ff. u. S. 166.
  3. http://www.tagesspiegel.de/meinung/radio-moderator-ken-jebsen-ich-weiss-dass-ich-hoeher-getaktet-bin/5813468.html
  4. KenFM im Gespräch mit: Markus Fiedler ("Zensur")
  5. Statement in den ersten 90 Sekunden des Beitrags. Überprüft am 25.02.2017
  6. Morgenpost Bericht
  7. Antisemitismusvorwurf gegen Fritz-Moderator Ken Jebsen. Abgerufen am 26. August 2019.
  8. Henryk M. Broder: „ich weis wer den holocaust als PR erfunden hat“ Achgut.com, 6. November 2011

Diesen Artikel melden!
Verletzt dieser Artikel deine Urheber- oder Persönlichkeitsrechte?
Hast du einen Löschwunsch oder ein anderes Anliegen? Dann nutze bitte unser Kontaktformular

PlusPedia Impressum
Diese Seite mit Freunden teilen:
Mr Wong Digg Delicious Yiggit wikio Twitter
Facebook




Bitte Beachte:
Sämtliche Aussagen auf dieser Seite sind ohne Gewähr.
Für die Richtigkeit der Aussagen übernimmt die Betreiberin keine Verantwortung.
Nach Kenntnissnahme von Fehlern und Rechtsverstößens ist die Betreiberin selbstverständlich bereit,
diese zu beheben.

Verantwortlich für jede einzelne Aussage ist der jeweilige Erstautor dieser Aussage.
Mit dem Ergänzen und Weiterschreiben eines Artikels durch einen anderen Autor
werden die vorhergehenden Aussagen und Inhalte nicht zu eigenen.
Die Weiternutzung und Glaubhaftigkeit der Inhalte ist selbst gegenzurecherchieren.


Typo3 Besucherzähler - Seitwert blog counter
java hosting vpn norway