Antisemitismus

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Das umfreiche, illustrierte Buch „Antisemitismus der Welt in Wort und Bild. Der Weltstreit um die Judenfrage.“ dokumentiert eine deutsche Sichtweise aus dem Jahre 1935

Antisemitismus ist eine rassistische und religiöse Ideologie, die sich gegen die semitischen Völker richtet: Dies betrifft vor allem Juden aber auch Aramäer, Araber und Berber. Die Gründe für diese Ideologie liegen zunächst in der allgemeinen Ablehnung gegenüber fremden Menschen und werden verstärkt durch die äußere Erscheinung, andere Sitten und Gebräuche, aber auch durch die Religion bis hin zum Fremdenhass. Seit dem 19. Jahrhundert und der sich entwickelnden Rassenlehre war mit dem Begriff Antisemitismus vor allem Judenfeindlichkeit gemeint; in neuerer Zeit ist jedoch wieder zu beobachten, dass die gleichen Verhaltensweisen (Stereotypen) auch gegenüber Menschen aus der Arabischen Welt als Rassismus und gegenüber Muslimen zusätzlich religiös motiviert auftreten. Die Ausdrucksweisen des Antisemitismus reichen von harmlos klingenden Meinungsäußerungen bis hin zu gewalttätigen Ausschreitungen.

Der Antisemitismus ist entgegen einer vielfach verbreiteten Meinung keine Ideologie, die nur im politisch rechten Spektrum verbreitet ist.[1] Es gibt umfangreiche Literatur, welche belegt, dass auch die politische Linke gegen den Zionismus und die Existenz des Staates Israel Argumente anführt. Diese Argumente gipfeln teilweise in Vergleichen zwischen dem Nationalsozialismus und der heutigen Politik des Staates Israel. So wird etwa auch von linken Politikern der Staat Israel als rassistisch bezeichnet, antijüdische Aktivitäten in der Arabischen Welt werden heimlich oder offen unterstützt. Dies wird unter anderem von der Jüdischen Allgemeinen kritisiert.[2]

Bereits im Mittelalter wurden Juden als fremdartiges Volk angesehen, dass innerhalb der Städte in eigenen Vierteln, den sogenannten Ghettos, wohnen musste. Entsprechend gab es auch zahlreiche Judenverfolgungen (Pogrom). Die zum Beispiel in der Wikipedia verbreitete Behauptung, den Juden habe „mit der Konversion zum Christentum stets die Integration in die herrschende Kultur offen“ gestanden,[3] widerspricht den Forschungsergebnissen der Geschichtswissenschaft. Vielmehr war es so, dass sich in Europa viele Juden durch die christliche Taufe vor einer Verfolgung zu schützen versuchten.

Nach der Zeit des Nationalsozialismus ist der Antisemitismus verstärkt Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Zu den bekannten Forschern gehören Wolfgang Benz und Daniel Goldhagen.

1 Siehe auch[Bearbeiten]

Antisemitismus in islamischen Ländern

2 Literatur[Bearbeiten]

Robert Körber, Theodor Pugel (Herausgeber): Antisemitismus der Welt in Wort und Bild, Dresden 1935

3 Einzelbelege[Bearbeiten]

  1. Broders Abrechnung mit linkem Antisemitismus
  2. http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/10506
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Antisemitismus_(bis_1945)#Definition