Theodor W. Adorno

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Profil.png Profil: Adorno, Theodor W.
Namen Wiesengrund-Adorno, Theodor Ludwig (wirklicher Name)
Beruf Soziologe, Philosoph und Musikwissenschaftler
Persönliche Daten
11. September 1903
Frankfurt am Main
6. August 1969
Visp, Schweiz


Theodor W. Adorno (* 1903 in Frankfurt am Main; † 1969 in Visp, Schweiz) war ein deutscher Philosoph, Soziologe und Musiktheoretiker.

1 Leben und Werk

Er studierte Philosophie und Musik, 1931-1933 lehrte er als Privatdozent an der Frankfurter Universität. Anschließend lebte er 1934-1949 als Emigrant in England und den USA, war Dozent in Oxford, Princeton und Berkeley. Seit 1949 lehrte er in Frankfurt am Main Soziologie und Philosophie; gleichzeitig mit Max Horkheimer leitete er das Institut für Sozialforschung.

Adornos philosophische Schriften, seine dialektische Wissenschafts-, Sozial- und Musikkritik sind von Hegel, Karl Marx, Sigmund Freud und Walter Benjamin beeinflusst. Er kritisierte insbesondere, dass alles der Berechenbarkeit und Verwertbarkeit unterworfen wird (Kritik an der Erstarrung der modernen Industriegesellschaft). Kritik ist für Adorno vor allem Kritik an sich abschließenden Systemen. In seinen ideologiekritischen Schriften wendet er sich gegen Phänomenologie, Existenzphilosophie und Neupositivismus. Seine 1961 begonnene Auseinandersetzung mit Popper über Methodenprobleme der Sozialwissenschaft wurde durch Habermas und H. Albert fortgesetzt.

Die von Adorno und Horkheimer vertretene Kritische Theorie bzw. Frankfurter Schule wirkte stark auf die Studentenbewegung (68er) und die Neue Linke, die ihn später jedoch kritisierte.

Adorno setzte sich stark für die Zwölftonmusik ein und war Thomas Manns musikalischer Berater bei der Abfassung des "Doktor Faustus".

2 Schriften

  • Kierkegaard, 1933
  • Dialektik der Aufklärung, 1947 (mit Horkheimer)
  • Philosophie der Neuen Musik, 1949
  • The authoritarian personality, 1950 (Mitautor)
  • Minima Moralia, 1951
  • Versuch über Wagner, 1952
  • Dissonanzen, 1956
  • Noten zur Literatur I, II, III – 1958, 1961, 1965
  • Sociologica II, 1962 (mit Horkheimer)
  • Einleitung in die Musiksoziologie, 1962
  • Der getreue Korrepetitor, 1963
  • Drei Studien über Hegel, 1963
  • Quasi una fantasia, 1963
  • Moments musicaux, 1964
  • Jargon der Eigentlichkeit, 1964
  • Negative Dialektik, 1966
  • Ohne Leitbild, 1967
  • Alban Berg, 1968
  • Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie, 1969
  • Komposition für den Film, 1969 (mit H. Eisler)