Schweiz

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Die Schweiz (amtlich Schweizerische Eidgenossenschaft) ist ein Binnenstaat und Alpenland in Mitteleuropa mit über 8 Millionen Einwohnern auf 41'285 km². Das Land grenzt im Norden an Deutschland, im Osten an Österreich und Liechtenstein, im Süden an Italien und im Westen an Frankreich.

Die Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Ein Regierungschef wird im Schweizer politischen System einer halbdirekten Konkordanzdemokratie nicht bestellt.

Hauptstadt ist de facto Bern. Die Schweiz wird aus 26 Kantonen gebildet und grenzt an fünf Staaten: Italien, Frankreich, Deutschland, Liechtenstein und Österreich. Sie ist u.a. Mitglied in den Vereinten Nationen, der OECD und dem Europarat.

1 Kurzinformation[Bearbeiten]

Lage der Schweiz

2 Geschichte[Bearbeiten]

Die Schweiz ist eine Willensnation, die weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit ist. Die Schweiz wurde am 12. September 1848 zu einem Bundesstaat, dessen Wurzeln in einem im Mittelalter gegründeten Staatenbund aus Kantonen liegen.

Siehe Geschichte der Schweiz.

3 Die Schweiz ist berühmt für[Bearbeiten]

4 Politisches System[Bearbeiten]

Bundesstaat mit Betonung auf Föderalismus der Kantone und direkter Demokratie (Volksinitiative und Referendum bei Gesetzen).

Das Bundesparlament besteht aus Nationalrat und Ständerat. Die Regierung ist der Bundesrat, die Judikative das Bundesgericht.

Siehe Politisches System der Schweiz

5 Geographie[Bearbeiten]

5.1 Geographie in Zahlen[Bearbeiten]

Fläche: 41.284 km²
Landwirtschaftliche Nutzfläche 14,813 km² 38 %
Wald 12'522 km² 30,4%
Unproduktive Naturfläche 10'531 km² 25,5 %
Siedlung, Industrie, Verkehr 2'418 5,8 %
Nord-Süd Ausdehnung 220 km
Ost-West Achse 348 km
Höchster Punkt (Dufour-Spitze) im Wallis 4,634 m/M
Tiefster Punkt (Lago Maggiore im Tessin) 193 m/M

5.2 Grenzen[Bearbeiten]

Nördlicher Nachbar ist Deutschland, östliche Nachbarn sind Liechtenstein und Österreich. Südlicher Nachbar ist Italien, westlicher Nachbar ist Frankreich.

5.3 Geographische Gliederung[Bearbeiten]

Die Schweiz gliedert sich in fünf geographische Räume, die klimatisch grosse Unterschiede aufweisen:

den Jura,
das Mittelland,
die Voralpen,
die Alpen und
die Alpensüdseite.

5.4 Kantone[Bearbeiten]

Die Schweiz ist trotz ihrer geringen Größe in 26 Kantone aufgesplittert. Der Anschluss an die EU wurde mit Volksabstimmungen verhindert, wobei die Schweiz mittlerweile dem Schengen Abkommen ebenfalls über Volksabstimmung beigetreten ist. Die Kantone haben gewisse politische Autonomie und können dort in eigener Kompetenz regeln, was sie ebenfalls mit direkter Demokratie tun.

Regionen in der Schweiz (nicht offiziell definiert aber gebräuchlich):

Im Schweizer Bundesstaat werden drei Kantone aus historischen Gründen als Halbkanton bezeichnet und erhalten nur je 1 von 46 Ständeratssitzen zugeteilt.

5.5 Politische Struktur: Die Gemeinden[Bearbeiten]

Auch hier gilt in Form der Gemeindeversammlungen oder bei den Städten Volksabstimmungen die direkte Demokratie.

Siehe Gemeinden der Schweiz

6 Lebensstandard[Bearbeiten]

Die Schweiz hat einen hohen Lebensstandard. Die Lebenshaltungs-Kosten sind ca. 20 Prozent höher als etwa in Deutschland.
Landeswährung ist der Schweizer Franken


7 Geologie[Bearbeiten]

Die geologische Struktur der Schweiz ist im Wesentlichen das Ergebnis einer Plattenkollision Afrikas und Europas während der letzten Jahrmillionen mit auch der Alpenfaltung.

Die Alpen bestehen im Kern aus Granit, der Jura ist ein junges Faltengebirge aus Kalkstein.

8 Gewässer[Bearbeiten]

9 Rohstoffe[Bearbeiten]

Die Schweiz besitzt wenig Rohstoffe.

Abgebaut werden Kies, Kalk (Jura), Ton, Granit (Graubünden, Tessin) und Salz (Rheinfelden, Bex). Kohle, Uran und Erdöl sind bisher nur in Spuren gefunden worden.

Mehrere Minen, die in der Vergangenheit Eisenerz (Sargans, Fricktal, Stechelberg), Asphalt (Travers), Kupfer (Zinal) oder Gold (Gondo) lieferten, wurden mittlerweile geschlossen.

Ein sehr wichtiger Rohstoff der Schweiz ist die Wasserkraft, die mit Speicherkraftwerken und Laufkraftwerken zwei Drittel des Schweizer Elektrizitätsbedarfs deckt.

Siehe auch Liste der Speicherseen in der Schweiz

10 Wald[Bearbeiten]

30 Prozent der Landoberfläche der Schweiz ist bewaldet.

In den Alpen dominieren Nadelhölzer: (Tannen, Fichten, Lärchen, Arven. Die Wälder in den Alpen haben wichtige Funktionen als Lawinenschutz (Bannwald) und Hochwasserschutz (der Wald fängt die Regenmenge auf und gibt sie nur langsam wieder ab).

Im Mittelland, im Jura und auf der Alpensüdseite unterhalb von 1000 Metern wachsen Laubmischwälder und Laubwälder.

Im Tessin gibt es als regionale Besonderheit ausgedehnte Kastanienwälder, die in früheren Zeiten eine Hauptrolle bei der Ernährung der Bevölkerung spielten.

11 Landwirtschaft[Bearbeiten]

Die Schweiz ist zwar bekannt für ihren Käse und hat oft noch den Ruf eines Bauernlandes, aber tatsächlich arbeiten noch weniger als fünf Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft.

Die landwirtschaftliche Produktion ist regional sehr unterschiedlich. In den Voralpen, Alpen und im Jura dominiert Viehzucht und Milchwirtschaft, im Mittelland Getreide-, Kartoffel- und Rübenanbau, in der Ostschweiz und im Wallis Obst. Exportiert wird in erster Linie Hartkäse (Emmentaler, Greyerzer (Gruyère), und Sbrinz.

In der Schweiz dominiert in der Landwirtschaft die integrierte Produktion. Der biologische Anbau ist stark im Wachsen. Es gibt keinen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzensorten.

Die Schweiz ist auch ein Weinland: nur in Uri und Appenzell Innerrhoden gibt es keinen Weinanbau, aber ansonsten hat jeder Kanton Reben. Besondere wirtschaftliche Bedeutung hat der Rebbau am Genfersee, Neuenburgersee, und Bielersee und im Wallis und Tessin.

12 Wirtschaft[Bearbeiten]

(Quelle: UBS)

  • Bruttoinlandsprodukt: 536 Milliarden Franken (2009)
  • Verschuldung des Bundes pro Kopf der Bevölkerung: 14'200 Franken (2009)
  • Tertiärer Wirtschaftssektor: Banken, Versicherungen und Tourismus.
  • Industrie: Chemie, Pharmazeutik und Medizintechnik, Maschinenbau, Uhrenindustrie, Elektrotechnik und Elektronik

13 Verkehr[Bearbeiten]

Die Schweiz hat eines der dichtesten Autobahnnetze und eines der dichtesten Eisenbahnnetze der Welt. Der Gotthard-Basistunnel der NEAT ist der längste Eisenbahntunnel weltweit.

Siehe auch Liste der Schweizer Eisenbahnen

14 Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Mehr oder weniger fiktive Schweizer:

  • Wilhelm Tell - eine Sagengestalt, vom deutschen Nationaldichter Friedrich Schiller als Freiheitskämpfer berühmt gemacht
  • Heidi - eine Romanfigur der Schweizer Schriftstellerin Johanna Spyri, bekannt aus Film und Fernsehen rund um den Erdball, eine Autobahnraststätte und ganze Region in der Ostschweiz nennt sich heute gar nach ihr Heidiland.
  • Betty Bossi - wenn sie 40 Jahre jünger wäre, könnte man die Kochlehrerin der Nation, die Betty Bossi als bestes Beispiel eines Schweizer Avatars zitieren, eine wahrhaft sagenhafte Gestalt, die den Schweizerinnen das Kochen und Haushalten schon in der dritten Generation beibringt. Betty Bossi geht mit der Zeit, ist auch in TV und in Web mit Crossover-Küche präsent und statt wie früher nur Schlichtes, preiswertes Selbstgemachtes, verkauft sie mit ihrem Starimage heute auch noch Convenience food bei einem Grossverteiler.

15 Bücher über die Schweiz[Bearbeiten]

  • Jürg Altwegg: Ach, du liebe Schweiz - Essay zur Lage der Nation - NAGEL & KIMCHE - 2002 - ISBN 3-312-00291-5 - Jürg Altwegg, Kulturkorrespondent der FAZ, analysiert und porträtiert die Schweiz und ihre Bewohner.
  • Thomas Küng: Gebrauchsanweisung für die Schweiz Piper 2002, ISBN 3-492-27507-9
  • Albert Uderzo: Asterix bei den Schweizern. Delta Verlag 2002. ISBN 3-770-400-16X


16 Siehe auch[Bearbeiten]

17 Weblinks[Bearbeiten]

18 Einzelnachweise[Bearbeiten]

19 Init-Quelle[Bearbeiten]

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20 Andere Lexika[Bearbeiten]