Bruttoinlandsprodukt

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Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist ein volkswirtschaftlicher Maßstab für die Bewertung der Wirtschaftskraft eines Staates. Es gibt den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen an, die als Endprodukte hergestellt wurden, wobei alle Vorleistungen (zum Beispiel Lieferungen aus dem Ausland) abgezogen werden.

Die Aussagekraft des BIP bezüglich der Wirtschaftsleistung eines Staates ist begrenzt, da zum Beispiel nur geldwerte Leistungen erfasst werden. Vor allem Produktionen und Dienstleistungen, die nicht buchungsmäßig (zum Beispiel in der Bilanz eines Wirtschaftsunternehmens) erfasst werden, bleiben unberücksichtigt. Dies betrifft insbesondere Arbeiten innerhalb der Familie, die Kindeserziehung durch die Eltern, teilweise auch die Selbstversorgung in der Landwirtschaft.

Zwar gibt es internationale Maßstäbe für die Berechnung, doch sind aufgrund unterschiedlicher Erfassungsmethoden in den einzelnen Staaten die veröffentlichten Zahlen oft nicht vergleichbar. Das gilt vor allem für die Unterschiede zwischen Industrieländern und der Landwirtschaft in Entwicklungsländern. Dennoch wird das Bruttoinlandsprodukt eines Staates vom Internationalen Währungsfonds verwendet, um die Staatsschuldenquote zu berechnen. Innerhalb Europas oder anderen Teilen der Welt mit einer relativ homogenen Wirtschaftsstruktur sind jedoch durchaus brauchbare Vergleiche möglich.

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