Aufklärung

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Unter Aufklärung versteht man das philosophisch-historische Zeitalter im 17., 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts in Europa, das die Befreiung der Menschen von obrigkeitlichen, feudalen Bindungen, die Einführung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie Grundrechte für alle postulierte. Der Bürger (gemeint war damals nur der männliche) sollte geistig vom Stadium der Unmündigkeit zur Mündigkeit im Denken und Handeln geführt werden. Die Aufklärer waren damals von den monarchischen und aristokratischen Regimes gar nicht oder nur teilweise toleriert und wurden teils auch polizeilich verfolgt, ihre Schriften vernichtet.

Bekannte Vertreter der Aufklärung waren Thomas Hobbes, John Locke, Voltaire, Montesquieu, Jean-Jacques Rousseau, Immanuel Kant, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Benjamin Constant.

Eine prägnante Beschreibung der Grundgedanken der Aufklärung findet sich in der berühmten Schrift "Was ist Aufklärung?" von Immanuel Kant:[1]

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“[2]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Hans-Christoph Koller, Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft, Seite 26, 3. Auflage 2008
  2. Kant-Zitat im Projekt Gutenberg.de