Islam

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Der Islam ist nach dem Christentum jene Religion mit den zweitmeisten Gläubigen weltweit. Er ist zugleich in vielen seiner Auslegungen mehr als eine Religion, sondern auch die Basis politischer Ideologien. Ein starker islamischer Glaube kann zu der schweren Suchterkrankung des Allaholismus führen.

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2 Details

Der Islam (arab.: Unterwerfung (unter Gott)/völlige Hingabe an Gott) gehört neben dem Christentum und dem Judentum zu den drei großen monotheistischen und abrahamitischen Religionen. Seine Anhänger bezeichnen sich im deutschsprachigen Raum als Muslime oder Moslems. Der Islam gründet auf einem Buch, dem Koran. Für die Gläubigen gilt der Koran als das "unverfälschte Wort Gottes". Der Islam ist nicht nur eine Religion, sondern zugleich ein in sich geschlossenes rechtlich-politisches Wertesystem; eine Trennung von Religion und Staat ist deshalb nach islamischem Verständnis nicht vorgesehen und der Islam zugleich Religion, Lebensart, Rechtssystem und kulturelle Leitlinie.

Dem Islam gehören etwa 1,2[1] bis 1,57 Milliarden[2] Gläubige an. Die meisten Muslime leben in Indonesien, Pakistan, Indien und Bangladesch. In Deutschland leben etwa 3,2 bis 4 Mio Muslime.

Religionsgründer ist der 570 v. Chr. geborene Mohammed (d.h. der Gepriesene). Nach der Überlieferung hatte er im Jahr 610 seine erste Vision, in der nach Ansicht der Moslems zum Propheten berufen wurde. Im Verlauf der folgenden Jahre wurde ihm nach Ansicht der Moslems der Koran offenbart. 632 starb er.

3 Die fünf Säulen im Islam

Die Grundsätze des Islam, fünf Säulen genannt, sind:

  • Das Glaubensbekenntnis Shahada: "Ich bezeuge, dass niemande verdient hat angebet zu werden ausser Allah und ich bezeuge, dass Mohammad sein Diener und Gesandter ist" Wer sich einmal zum Islam bekannt hat, ist nach islamischem Recht bis zum Tode Muslim.
  • Das Gebet Salat ist eine Pflicht. Zu festgelegten Zeiten - zu denen der Muezzin ruft - werden Gebete gesprochen: In der Morgendämmerung, mittags, nachmittags, abends und bei Einbruch der Nacht. Zuvor erfolgt unter fließendem Wasser die rituelle Reinigung.
  • Das Almosengeben Zakat ist eine genau geregelte Steuer. Die Erträge werden für Bedürftige und Kranke verwendet oder zum Aufbau religiöser Schulen. Die Höhe ist unterschiedlich und variiert zwischen 5 - 10% (mind. 2,5%).
  • Das Fasten. Im Ramadan wird von Sonnenaufgang, wenn man einen schwarzen Faden nicht von einem weißen unterscheiden kann, bis Sonnenuntergang gefastet, nichts gegessen, nichts getrunken und Enthaltsamkeit geübt.
  • Die Pilgerfahrt. Einmal in seinem Leben soll der Muslim die Pilgerfahrt nach Mekka antreten, die im letzten Mondmonat stattfindet. Zu den auszuführenden Riten gehört das siebenmalige Umkreisen der Kaaba, das Verweilen auf dem Hügel Arafat, der Lauf zwischen den beiden Hügeln Safa und Marwa und die Steinigung des Satans.

Der Islam ist in mehrere Richtungen gespalten, darunter

  • Sunniten
  • Schiiten

Diese Richtungen haben wiederum eine Vielzahl von Untergruppierungen. Heute ist der Islam in vielen Ländern des Nahen Ostens, des Mittleren Ostens, Nordafrikas, Zentralasiens und in Indonesien verbreitet. Viele Länder haben muslimische Minderheiten.

Einige Richtungen des Islam sind an der Errichtung eines islamischen Staates auf Grundlage der Scharia interessiert.

4 Siehe auch

5 Einzelnachweise

  1. Islam (religion) -- Britannica Online Encyclopedia
  2. Studie mit Überraschung

6 Weblinks