Russland

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Russland
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Karte von Westrussland und Osteuropa.

Russland (russisch Россия [rɐˈsʲijə], Transkription "Rossija", auch Russische Föderation) ist der, gemessen an der Fläche, größte Staat der Erde. Russland reicht von Polen bis nach Japan und Alaska, hat dabei aber nur rund 140 Millionen Einwohner (Vergleich: Deutschland 82 Mio., Japan 120 Mio., USA 350 Mio., Indien 1200 Mio., Volksrepublik China 1400 Mio). Das Gebiet östlich des Uralgebirges, der asiatische Teil Russlands, ist nur dünn besiedelt, beherbergt jedoch große Mengen an Bodenschätzen.

1 Details

Die Hauptstadt des Landes ist Moskau. Als weiteres wichtiges Zentrum gilt Sankt Petersburg, das zwischen 1712 und 1918 die russische Hauptstadt war und eine architektonische und kulturelle Brücke Russlands nach Westeuropa bildet. St. Petersburg hieß außerdem von 1914 bis 1924 Petrograd und danach bis zur Auflösung der Sowjetunion Leningrad.

Verwaltungstechnisch ist Russland in sog. Föderationssubjekte, d.h. vor allem Republiken mit eigener Verfassung und weniger autonome Oblaste (Regionen) ohne Verfassung, nur mit einer Satzung eingeteilt; hinzu kommen die autonomen Städte Moskau, St. Petersburg und neuerdings als Spezialfall Sewastopol auf der völkerrechtlich nicht anerkannten Krim-Annexion.

Zwecks Aufsicht über diese Föderationssubjekte gibt es ferner sieben sog. Föderationskreise. Dieser Staatsaufbau ist sehr komplex, wobei es zu berücksichtigen gilt, dass Russland das flächenmässig bei weitem grösste Land der Welt ist.


Das heutige Russland entwickelte sich aus dem Großfürstentum Moskau, einem Teilfürstentum des früheren ostslawischen Reiches Kiewer Rus, zu einem über einhundert Ethnien zählenden Vielvölkerstaat, wobei ethnische Russen heute ca. 81 Prozent der Bevölkerung ausmachen.

Birkenwald an der Grenze zwischen Polen und der russischen Oblast Kaliningrad

2 Neuere Geschichte

Russland erlebte zu Anfang des 20. Jahrhunderts drei Revolutionen. Die erste Revolution war die als der "St. Petersburger Blutsonntag" in die Geschichte eingegangene, faktisch gescheiterte, Revolution von 1905 mit der Schaffung der Duma (Parlament), welche de jure jedoch wenig Macht hatte und dem Zaren, dass heißt dem russischen Kaiser, teils nur beratend zur Seite stand.

Die zweite Revolution war die Februarrevolution im Jahr 1917 mit der Abdankung des Zaren sowie der damit eingehergehenden Gründung der Republik und die dritte der damaligen Revolutionen war die Oktoberrevolution, auch noch während des Ersten Weltkriegs im Jahr 1917, welche die Machtübernahme der Bolschewiki Lenins zur Folge hatte. Lenin beendete sofort die Teilnahme am Weltkrieg und schloss einen Separatfrieden mit dem Deutschen Reich. Nachdem vorher schon eine "Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik" (RSFSR) bestanden hatte, gründeten die Bolschewiki nach den Wirrungen des Russischen Bürgerkrieges schließlich 1923 die Sowjetunion (UdSSR).

Die heutige Russische Föderation ist der Nachfolgestaat der nach Glasnost und Perestroika Michail Gorbatschows von Boris Jelzin in den 1990ern aufgelösten kommunistischen Sowjetunion, die zuvor noch das Terrorregime Josef Stalins und den für das Land enorm verlustreichen Zweiten Weltkrieg durchzustehen hatte. Russland ist Atommacht und ständiges Mitglied des UN-Weltsicherheitsrates. Nach der Erholung von der postkommunistischen Transformationskrise der 1990er Jahre und dank eines hohen Öl- und Gaspreises (Russlands wichtigster Wirtschaftszweig) wurde Russland die nach Kaufkraftparität sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt. Inzwischen ist das Land aufgrund zahlreicher Kriege und eines niedrigeren Ölpreises wieder etwas ärmer geworden.

Seit vielen Jahren ist Präsident Vladimir Putin der starke Mann Russlands, welcher das Land in eine Art Demokratur geführt hat.

3 Siehe auch