Josef Stalin

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Stalin liest ein Werk von Lenin
Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin, DDR 1953

Josef Stalin (eigentlich: Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili, 18. Dezember 1878 - 5. März 1953)[1] war 1922–1953 Parteichef der Kommunistischen Partei Russlands (bis 1925) bzw. der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU, ab 1925) und damit de facto Diktator (Generalsekretär, ab 1952 Erster Sekretär).

1 Familie

Stalin war Georgier. Er war zweimal verheiratet, zuerst mit der frühverstorbenen Ketewan Swanidse, Mutter seines Sohnes Jakow Dschugaschwili, ab 1919 mit Nadeschda Allilujewa. Seine zweite Frau, die Mutter von Wassili Stalin (1921–1962) und Swetlana Allilujewa (1926-2011), zog 1932 den Freitod einem Leben an seiner Seite vor.

Jakow Jascha Dschugaschwili, sein Sohn aus erster Ehe, geriet in deutsche Kriegsgefangenschaft. 1942 verlor sich seine Spur in Lübeck. 1950 wollte Stalin wissen, wo sein Grab ist und setzte eine hohe Geldprämie dafür aus.[2] Später konnte ermittelt werden, dass er 1943 im Konzentrationslager Sachsenhausen starb.

2 Politik

In der Sowjetunion errichtete Stalin eine totalitäre Diktatur. Er ließ im Rahmen politischer „Säuberungen“ mehrere Millionen vermeintlicher und tatsächlicher Gegner verhaften, in Schau- und Geheimprozessen zu Zwangsarbeit verurteilen oder hinrichten sowie Millionen weiterer Sowjetbürger und ganze Volksgruppen besetzter Gebiete in Gulag-Strafarbeitslager deportieren. Viele wurden dort ermordet oder kamen durch die unmenschlichen Bedingungen ums Leben. Mit dem 1939 in Moskau abgeschlossenen Hitler-Stalin-Pakt wurden die Interessensphären zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion voneinander abgrenzt und Polen aufgeteilt.[3] 1940 ließ er seinen Rivalen Leo Trotzki durch einen Agenten in Mexiko ermorden. Da die Säuberungen auch die Rote Armee betrafen und eine hohe Zahl ihrer Kommandeure ermordet wurden, war die Rote Armee sehr schlecht auf den Überfall durch die Deutschen am 22. Juni 1941 vorbereitet.

Ein weiteres Stalin-Verbrechen war der Holodomor genannte zwangskollektivistische Eingriff in der Ukrainischen Sowjetrepublik, die dort zu einer schweren Hungersnot führte.

3 Siehe auch

4 Einzelnachweise

  1. 1879-1953 - Josef W. Stalin. In: LeMO:Lebendiges virtuelles Museum Online. Deutsches Historisches Museum, nach 8. Mai 1945:Haus der Geschichte, Gemeinschaftsprojekt. Abgerufen am 28. August 2010.
  2. Jakob Dschugaschwili. In: DER SPIEGEL 44/1950, Personalien. SPIEGEL ONLINE GmbH, 01. November 1950, S. 36.: „Als Leutnant geriet Jascha in deutsche Kriegsgefangenschaft. Die letzte Spur (1942) verlor sich in Lübeck. Vater Stalin möchte nun wenigstens wissen, wo Jaschas Grab ist. Wer es melden kann, bekommt eine hohe Geldprämie“. Abgerufen am 28. August 2010. (200 kB).
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Stalin

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