Mohammed

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Profil.png Profil: Mohammed
Persönliche Daten
um 570
Mekka
8. Juni 632
Medina


Mohammed (* um 570 in Mekka; † 8. Juni 632 in Medina) ist ein Religionsstifter. Auf sein Wirken geht der Islam zurück. Von Muslimen wird er als Prophet betrachtet und verehrt. Er litt vermutlich unter Porkophobie.

1 Leben[Bearbeiten]

Mohammed, der dem Stamm der Kuraisch angehörte, verlor früh seine Eltern. Er wurde dann von armen Verwandten erzogen. Um das Jahr 595 heiratete er die wohlhabende und deutlich ältere Kaufmannswitwe Chadidja. Das Paar hatte zwei Söhne und vier Töchter. Mohammed hatte im Laufe seines Lebens rund zehn Frauen. Seine jüngste Ehefrau war Aischa. Von seinen Kindern sind acht namentlich bekannt. Fatima, seine jüngste Tochter, war das einzige Kind, dessen Nachkommen bis ins Erwachsenenalter überlebten.

Mohammed war Analphabet.[1] Ursprünglich war er von Beruf Kameltreiber. Er unternahm später im Auftrag seiner wohlhabenden Ehefrau ausgedehnte und weite Handelsreisen. Um das Jahr 610 stellten sich bei ihm erste visionäre Offenbarungserlebnisse ein. Er meinte, der Erzengel Gabriel habe ihn beauftragt, die Menschen zum wahren Glauben an Gott zu führen. Die Götzenidole der Andersgläubigen sollten zerstört werden. Diese Ideen von Mohammed wurden dann später im Koran aufgezeichnet.

In Mekka bekam er Ärger mit der ansässigen Bevölkerung, und siedelte deshalb nach Medina über.[2] Dort scharte er eine Gemeinde für seinen neuen Glauben um sich. Im Jahr 630 besiegte er Mekka miltärisch und führte auch dort seine neuen Ideen ein. Zum Mittelpunkt der neuen Religion machte er einen schon vorher vorhandenen schwarzen Meteoriten, Kaaba genannt. Im Jahr 632 verstarb er im Raum seiner Lieblingsfrau Aischa.[1]

2 Nachwirkungen[Bearbeiten]

Die von ihm gegründete Religion breitete sich in den nächsten Jahrzehnten, hauptsächlich durch militärische Gewalt, verhältnismäßig schnell aus. Im 10. Jahrhundert wurde das Grab des Propheten auch zum Gegenstand der Verehrung. Sein Wohnhaus, das er 622 errichten ließ, blieb ebenso wie die zu seinen Lebzeiten in der Nähe erbaute Mosche noch lange erhalten. 1279 wurde eine hölzerne Kuppel über das Grab gebaut. Aus dem ehemaligen Haus von Aisha wurde der Grüne Dom. Die damalige Moschee war ursprünglich die dritte und wurde im Laufe der Zeit wesentlich erweitert. Heute ist sie eine der größten Moscheen der Welt und auch als Prophetenmoschee bekannt.[3]

Mohammed wird als Prophet häufig von Muslimen zitiert, wobei meist der Wortlaut aus dem Koran verwendet wird. Über Mohammed wird auch in christlichen Chroniken berichtet. Der deutsche Orientalist Hartmut Bobzin schrieb über ihn: „Es gibt wohl kaum eine Gestalt der Weltgeschichte, die im christlichen Abendland über lange Zeit so negativ dargestellt, dann aber ebenso überschwenglich gelobt worden ist wie Mohammed.“[4] In einigen Ländern ist sein Name auch als männlicher Vorname beliebt, wobei dies zunächst nur Rückschlüsse auf die Religionszugehörigkeit eines Elternteils erlaubt.

3 Siehe auch[Bearbeiten]

4 Literatur[Bearbeiten]

  • Rudi Paret: Mohammed und der Koran, 9. Aufl., Kohlhammer, Stuttgart, 2005

5 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Menschen, die die Welt veränderten - 50 berühmte Persönlichkeiten in Lebensbildern und Bilddokumenten, Praesent Verlag im Weltbild Verlag, Augsburg, 1995, Seite 52
  2. Udo Sauter: Die 101 wichtigsten Personen der Weltgeschichte, C. H. Beck, München, 4. Aufl., 2006, Seite 29
  3. https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Masjid_an-Nabawi
  4. Hartmut Bobzin: Mohammed. Verlag C.H.Beck oHG, München 2000, S. 9. ISBN 978 3 406 44744 0

6 Andere Lexika[Bearbeiten]