Europa-Universität Viadrina

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Die Europa-Universität Viadrina ist eine Universität in der brandenburgischen Stadt Frankfurt (Oder). Die Universität ist eine Neugründung, sieht sich jedoch in der Tradition der "Brandenburgischen Universität Frankfurt", die von 1506 bis 1811 existierte. Sie wurde 1991 im Kontext des Neuaufbaus der Bildungsinfrastruktur im Land Brandenburg neu geschaffen. Die Viadrina steht für einen auf die Geistes- und Sozialwissenschaften konzentrierten Fächerschwerpunkt, der nicht dem Umfang einer Volluniversität klassischen Zuschnitts entspricht. Dennoch besitzt sie hat das Promotions- und Habilitationsrecht. Im Jahre 2008 wurde die Änderung der Rechtsform der Viadrina in eine Stiftungsuniversität beschlossen.[1] Die Universität ist auch Heimat von Wiki-Watch, einem Forschungsprojekt zur Online-Enzyklopädie Wikipedia und eine Hilfsadresse für Wikipedia-Opfer.

1 Europabezug[Bearbeiten]

Hinsichtlich ihrer Ausrichtung legt die Viadrina ihren Schwerpunkt auf Osteuropa, insbesondere auf das benachbarte Polen. Die Viadrina hält weltweit zu vielen Universitäten intensive Kontakte (u.a. nach Russland, Amerika, Afrika oder Australien). Im Lehrangebot wirkt sich dieser Schwerpunkt im Angebot von mehrsprachigen Studiengängen aus, in Studierendenaustauschen, internationalen Lehrveranstaltungen sowie der Sprachausbildung nach europäischen Standards.[2]

2 Standorte[Bearbeiten]

Die Viadrina ist Teil der Stadt Frankfurt (Oder). Lehrgebäude und Wohnheime der Viadrina sind direkt in der Stadt, direkt an der Oder und in der Nähe der Grenzbrücke zu Polen (Ostbrandenburg) gelegen. Neben mehreren Studentenwohnheimen in der Stadt selbst, steht den Studenten der Viadrina die Möglichkeiten offen, Wohnheime im ostelbischen Teil Frankfurts zu beziehen, der infolge des Zweiten Weltkriegs von der Frankfurter Kernstadt abgetrennt wurde und mit dem Namen Słubice heute unter polnischer Verwaltung steht. Viele Studentenwohnheime sind dank einer Tram mit der Universität verbunden.[3]

3 Universitätspräsidenten[Bearbeiten]

  • Knut Ipsen (1991–1993)
  • Hans Weiler (1993–1999)
  • Gesine Schwan (1999–2008)
  • Gunter Pleuger (2008–2014)
  • Alexander Wöll (seit Oktober 2014)

4 Quellen[Bearbeiten]

  1. Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder (Hrsg.): Denkschrift der Europa Universität Viadrina Frankfurt/Oder.
  2. Gundula Hiller: Interkulturelle Kommunikation zwischen Deutschen und Polen an der Europa-Universität Viadrina: Eine empirische Analyse von critical incidents. Frankfurt am Main, 2007
  3. Pyritz,Schütt: Die Viadrina. Eine Universität als Brücke zwischen Deutschland und Polen. Europa-Universität Viadrina. Berlin, 2009