Geisteswissenschaft

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Der Begriff Geisteswissenschaft bezieht sich traditionell auf die Erforschung des menschlichen Denkens und Geistes. Nach heutigem Verständnis gehören alle Wissenschaften dazu, die nicht mit rein naturwissenschaftlichen Methoden arbeiten, aber durchaus naturwissenschaftliche Arbeitsweisen als Vorbild nehmen. Dazu gehört insbesondere, dass sich Erkenntnisse zum Beispiel durch Versuche und Beobachtungen in einer anderen Umgebung nachvollziehen lassen. Der Begriff geht in Deutschland im wesentlichen auf den Philosophen Wilhelm Dilthey zurück. Dementsprechend gehören Psychologie und im weitesten Sinne alle Sozialwissenschaften dazu. Auch Philosophie und Theologie werden hierzu gerechnet.

In der Diskussion führt ein unterschiedliches Verständnis von Methoden und Arbeitsweisen in den Geisteswissenschaften oft dazu, dass Theorien in Zweifel gezogen werden. Dies führte zu einer Vielzahl von unterschiedlichen Richtungen zum Beispiel in den Sozialwissenschaften. Außerdem haben viele Geisteswissenschaften eigene Definitionen, Methoden und Systeme, die sich einer rein „naturwissenschaftlichen“ Überprüfung entziehen. Als Reaktion darauf haben sich auch immer wieder neue Wissenschaftsgebiete entwickelt wie etwa die Religionswissenschaft, die unabhängig von unbestimmten Glaubensrichtungen wissenschaftlich anerkannte Methoden entwickelt hat.

Eine Übersicht der Wissenschaftsbereiche