Papst

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Dieser Artikel behandelt das Leitungsamt der Römisch-Katholischen Kirche; zu anderen Bedeutungen siehe Papst (Begriffsklärung).

Der Papst (auch Heiliger Vater oder Santo Padre gennannt) ist ein Titel für das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und des Vatikan. Als Erzbischof von Rom hat er das Papstamt inne und gilt als Nachfolger des Apostels Petrus, welchen Jesus beauftragt hat, die Kirche zu leiten. Die Päpste werden beim sogenannten Konklave[1] gewählt.

1 Biblische Herleitung des Petrusamtes

Der Apostel Simon Petrus wurde von Jesus dazu erwählt, seine Kirche zu behüten und für sie zu sorgen. Diese Beauftragung wird in der römisch-katholischen Kirche als Gründung des apostolischen, päpstlichen Hirtenamtes gesehen. Das Bibelzitat dazu lautet: „Ich (Jesus) aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“[2]

2 Päpste

Das Papstamt war zunächst nicht unumstritten, der Bischof von Rom musste sich zuerst - vor allem auch gegen die damals noch dazu gehörenden Patriarchen der Ostkirche - seine Vorrangstellung kirchenpolitisch erkämpfen. Als erster allgemein mehr oder weniger anerkannter Papst gilt Leo I., der von 440 bis 461 amtierte.

Der weltlichen Gewalt, den Kaisern und Königen, war der Papst lange Zeit untergeordnet. Zunächst freiwillig, aber dann hat als erster Papst Gregor VII. im 11. Jahrhundert den sakralen Charakter des weltlichen Herrschers nicht mehr anerkannt. Im Rahmen des Investiturstreites forderte er auch vom HRR-Kaiser Heinrich IV. u.a. die Abgabe des Einsetzungsrechtes für geistliche Ämter, vor allem für Bischöfe. Erst nach seinem Tod wurde dies 1122 mit dem Wormser Konkordat teilweise erfüllt. Viele weltliche Herrscher haben sich dann aber im Verlauf der Geschichte wieder nicht mehr daran gehalten, z.B. der französische König, der sogar den Papstsitz im 14. Jahrhundert nach Einkerkerung von Papst Bonifatius VIII. von Rom nach Avignon verlegte und nur noch französische Päpste zuließ. Das führte nach einigen Jahrzehnten zum Schisma (Kirchenspaltung) Avignon-Rom.

Seit 13. März 2013 ist Franziskus I. Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.[3] Er ist der erste Jesuit und Lateinamerikaner im Petrusamt. Sein Vorgänger war Joseph Ratzinger. Er trat als erster Papst überhaupt (aus gesundheitlichen Gründen) zurück.

3 Weitere Konflikte

Nicht alle christlichen Konfessionen erkennen den Papst als legitimen Nachfolger des Apostels Petrus an, was in der Geschichte immer wieder zu Konflikten geführt hat, etwa bei der Abspaltung der orthodoxen Ostkirchen im 11. Jahrhundert sowie dann bekanntlich bei der Reformation.

Im 19. Jahrhundert entzündete sich in einigen europäischen Staaten im Rahmen des Kulturkampfes der bislang letzte große Konflikt: Die weltliche Gewalt weigerte sich damals, das päpstliche Unfehlbarkeitsdogma anzuerkennen.

4 Quelle

dtv-Atlas Weltgeschichte, Band 1 und 2

5 Weblinks

6 Einzelnachweise

  1. Erklärung in einem Video, Dauer 4:31 Minuten
  2. Das Evangelium nach Matthäus, Kapitel 16
  3. Premium:Jorge Mario Bergoglio

7 Init-Quelle

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