Linkslastigkeit in Wikipedia

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Als Linkslastigkeit in Wikipedia wird eine in Wikipedia verbreitete Tendenz bezeichnet, die politische Rechte negativ und die politische Linke (von kulturellen Linken bis zu offenen Linksextremisten) positiv darzustellen. Bei dieser unten näher belegten Linkslastigkeit handelt es sich offenbar um ein Phänomen der deutschsprachigen Wikipedia. In anderssprachigen Wikipedia-Versionen existiert eine solche Verzerrung zugunsten der politischen Linken und zuungunsten der politischen Rechten überhaupt nicht oder in weitaus gering ausgeprägter Form. Daher bezieht sich dieser Artikel auch allein auf die derzeitigen Zustände innerhalb der deutschsprachigen Version. Der Artikel stellt keine Fundamentalkritik der Wikipedia dar, sondern bietet einen Überblick über die linkslastigen Verzerrungen im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich der deutschsprachigen Version.

1 Hintergründe

Das politische Weltbild vieler Autoren im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich der deutschsprachigen Wikipedia.
Obwohl Wikipedia von seinen Gründern als freie und neutrale Enzyklopädie konzipiert worden war, hat sich die deutschsprachige Version jedoch teilweise zu einer Informationsplattform für den Kampf gegen Rechts entwickelt.[1] In keiner anderen Sprachversion der Wikipedia gibt es so viele Artikel über den Rechtsextremismus, wie in der deutschsprachigen.[2][3] Dabei bemühen sich linke, selbsternannte "Rechtsextremismus-Experten" unter den Wikipedia-Autoren stets darum, so viele Vetreter der politischen Rechten wie möglich in die Nähe des "Rechtsextremismus" zu rücken. Als Belege dienen ihnen dafür die Veröffentlichungen verschiedener linker bis linksextremer Kampf-Gegen-Rechts- und Antifa-Initiativen, Organisationen, Medien, Denkfabriken und Aktivisten. Besonderer Beliebtheit als Quellen erfreuen sich hierbei die Publikationen des Journalisten Anton Maegerle (SPD) und des kommunistischen Politikwissenschaftlers Christoph Butterwegge.

Die gegenwärtige ideologische Verzerrung der Wikipedia ist ein Ergebnis der in der bundesdeutschen Öffentlichkeit vorherrschenden "politischen Dextrophobie". Die für die Meinungsbildung wichtigen Organisationen, Anstalten und Institutionen (Presse, öffentlich-rechtliches Fernsehen), Hochschulen) werden in Deutschland bis heute zu einem Großteil von den Vertretern der 68er-Generation dominiert, welche die Bundesrepublik so nachhaltig beeinflußt hat, wie keine andere soziale Bewegung.[4][5] Während in den deutschen Medien über rechtsextreme Gewalttaten nahezu täglich berichtet wird, wird die linksextreme Gewalt weitgehend ausgeblendet und ist auch kaum Thema in der Forschung[6] (obwohl laut Verfassungsschutz die linksextreme Gewalt gegen tatsächliche oder vermeintliche Rechtsextremisten mehr als doppelt so hoch ist, wie die rechtsextreme Gewalt gegen tatsächliche oder vermeintliche Linksextremisten).[7] Als Grund für diese Schieflage in der Berichterstattung der deutschen Öffentlichkeit vermutet der Politikwissenschaftler und Zeithistoriker Klaus Schroeder:

„Ich fürchte, in den Augen vieler linker Wissenschaftler und Politiker kämpfen auch extrem Linke für eine "gute Sache", andere haben schlicht Angst.“[6]

Weil der Linksextremismus von der deutschsprachigen Forschung wenig untersucht wird, fehlt Autoren, die in Wikipedia versuchen, über dieses Thema zu schreiben, in aller Regel oft die entsprechende, wissenschaftliche Literatur als Grundlage. Daher sind sie gezwungen, englischsprachige Literatur zu verwenden, weil diese über mehjr Informationen zum Linksextremismus verfügt.[8]

2 Messen mit zweierlei Maß

Autoren der linksextremen und gewalttätigen Antifa sind in der Wikipedia immer gern gesehen.
„Alles, was nicht links ist, war aus Sicht der radikalen Linken schon immer rechtsradikal.“ - Gerhard Löwenthal,[9] .

Wenn eine Organisation, ein Medium oder eine Person rechtsextrem ist, wird dies stets bereits im Einleitungssatz erwähnt. Ist eine Organisation, ein Medium oder eine Person jedoch linksextrem, gelten völlig andere Maßstäbe. Hierbei wird die linksextreme Ausrichtung erst später erwähnt, so dass sie im Fließtext untergeht. Auch wird sie durch verschiedene Formulierungen heruntergespielt und verharmlost. Bei einem linksextremen Medium ist dann beispielsweise die Rede von einer "linkextremistischen Beeinflussung", während auch nur die geringste Nähe eines Mediums zum Rechtsextremismus, in der Regel die Einstufung als "Rechtsextremes Medium" zur Folge hat. Autoren, die versuchen, dieselben Maßstäbe für linksextreme Medien wie für Rechtsextreme anzuwenden, haben damit praktisch nie Erfolg und riskieren nicht selten eine Benutzersperre ihres Accounts.

Zur politischen Einschätzung tatsächlicher oder vermeintlicher „Rechter“, werden in Wikipedia-Artikeln nicht selten Medien aus dem linksextremen Spektrum zitiert oder als Quelle verlinkt. Wenn allerdings jemand versucht, die linksextreme Ausrichtung dieser Medien im Artikeltext zu erwähnen, wird das mit einem immer wiederkehrenden Dauerargument verhindert: „Das gehört hier nicht rein, weil die Seite einen eigenen Artikel hat.“ Der Verweis auf den Linksextremismus gilt dann als „unneutral“ und „unnötig“. Damit soll verhindert werden, dass die linksextreme Ausrichtung zahlreicher als „seriös“ geltender Antifa-Medien einer breiten Öffentlichkeit bekannt wird. Werden dagegen, wenn überhaupt, Medien aus dem rechten Spektrum in einem Artikel zitiert oder verlinkt, ist es genau umgekehrt: Hier muss die rechte Ausrichtung immer erwähnt werden, egal ob gemäßigt oder extrem. Diesen Verweis zu unterlassen, gilt dann als „unneutral“ und kann verschiedene Repressalien, wie Vandalismusmeldung und Benutzersperre, nach sich ziehen. Das Argument „Das gehört hier nicht rein, weil die Seite einen eigenen Artikel hat“ gilt hier nicht.

Typisch ist die unterschiedliche Berichterstattung über die Junge Freiheit einerseits und die linksextremistischen Medien andererseits. Obwohl der heutige Konsens in der Forschung ist, dass die Junge Freiheit kein rechtsextremes Medium ist, sondern - so Verfassungsschutz Bayerns „[a]ngesichts der Tatsache, dass als Interviewpartner oder Autoren fast ausschließlich Personen aus dem demokratischen Spektrum fungieren, [...] in der Gesamtschau als rechtskonservatives Blatt am rechten Rand des demokratischen Spektrums einzuordnen“ sei[10], wird schon in der Einleitung des Artikels über die Junge Freiheit ohne jeglichen Beleg, wovon dieser Konsens folge, die parteiische Formulierung präsentiert, die Politikwissenschaftler ordnen sie „mehrheitlich als zentrales Sprachrohr der Neuen Rechten sowie als Medium mit „Scharnier-“ oder „Brücken“-Funktion zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus ein.“[11] Anders wird es bei eindeutig linksextremistischen Medien gehandelt, wie der durch den Verfassungsschutz beobachteten, kommunistischen Tageszeitung junge Welt, bei der die Erwähnung bzw. Einordnung durch den Verfassungsschutz als linksextrem ständig aus der Einleitung gelöscht wird.[12]

3 Sehr kurzer Abschnitt, kein eigener Artikel über Deutschenfeindlichkeit

Während es in der englischsprachigen Wikipedia einen sehr umfangreichen und mit zahlreichen wissenschaftlichen Quellen belegten Artikel über Deutschfeindlichkeit gibt,[13] existiert ein solcher in der deutschsprachigen Version nicht.[14] Es gibt nur einen sehr kurzen Abschnitt,[15] welcher im Hauptartikel Deutsche untergebracht ist und sich vorwiegend mit der Vergangenheit (Kolonialismus, Erster Weltkrieg) und einigen Nebensächlichkeiten (z.B. den Ressentments im deutschsprachigen Nachbarland Schweiz) beschäftigt. Im Hinblick auf die neuere Zeit wird nur der französische Intellektuelle Bernard-Henri Lévy kurz zitiert, ohne den Zusammenhang für den Leser weiter zu erklären. Auch die mögliche gegenwärtige Deutschenfeindlichkeit in Frankreich und ihre Erscheinungsformen bleiben ein Rätsel. (Stand 27. Dezember 2017) Die seit dem 19. Jahrhundert bestehende Erbfeindschaft zwischen Deutschland und Frankreich, die erst nach 1945 durch die Diplomatie unter Konrad Adenauer überwunden werden konnte und zum Grundwissen Geschichte gehört, scheint bei Wikipedia nicht bekannt zu sein. Selbst unter dem Stichwort Erbfeindschaft ist dazu nichts zu finden.[16]

In Analogie zum Fehlen eines Artikels über Deutschenfeindlichkeit, gibt es in der deutschsprachigen Wikipedia ebenfalls keinen Artikel über Rassismus gegen ethnische Europäer ingesamt - Europäerfeindlichkeit oder antiweißen Rassismus- während es sowohl in der italienisch- als auch in der französischsprachigen Wikipedia einen umfangreichen und bereit referenzierten Artikel über anti-weißen Rassismus gibt.[17][18]

4 Fehlende Kategorie Linksextremismus

Während es in der deutschsprachigen Wikipedia eine beachtliche Fülle an Unterkategorien zum Thema Rechtsextremismus gibt,[19] gibt es dort keine einzige Kategorie zum Thema Linksextremismus.[20] Zwar wurde in der Vergangenheit mehrmals versucht, eine solche Kategorie zu erstellen, jedoch wurde sie daraufhin immer wieder gelöscht.[20] Als Begründung diente immer wieder die Behauptung, dass es „keine objektivierbare Definition von Linksextremismus“ gebe.[20] Dieser Behauptung kann die eindeutige Definition des bundesdeutschen Verfassungsschutzes entgegen gehalten werden:

Linksextremisten richten ihr politisches Handeln an revolutionärmarxistischen oder anarchistischen Vorstellungen aus. Sie wollen die bestehende Staats- und Gesellschaftsordnung abschaffen und durch ein sozialistisches bzw. kommunistisches System oder eine „herrschaftsfreie“ anarchistische Gesellschaft ersetzen. In gesellschaftspolitischen Diskursen und sozialpolitischen Auseinandersetzungen versuchen sie, demokratische Protestpotenziale für ihre systemüberwindenden Ziele zu instrumentalisieren. Die von Linksextremisten angewandten Aktionsformen reichen von offener Agitation bis hin zu klandestin vorbereiteten sowie situativen Gewalttaten.[21]

Anders als in der deutschsprachigen Wikipedia, gibt es in der Englischsprachigen eine umfangreiche Kategorie zum Thema Linksextremismus.[8]

5 Etablierung allgemeiner Definitionen für umstrittene Begriffe

Im Artikel Rechtsextremismus in der deutschsprachigen Wikipedia wird die Tatsache verschleiert, dass die Definition des Begriffes teilweise umstritten und uneinheitlich ist. Die in der Literatur vorfindbaren Definitionen des Begriffs, die von Autor zu Autor in Sinn und Umfang variieren, und das international unterschiedliche Begriffsverständnis wird dem Leser vorenthalten. Stattdessen wird dem Leser eine sehr breit-gefasste Definition des Begriffs ohne angegebene Quelle geliefert. Damit wird nicht nur die Wikipedia-Regel über das Verbot jedweder Theoriefindung verstoßen, sondern dem Leser eine womöglich von den Wiki-Autoren selbst erfundene Definition als allgemeingültige Definition des Begriffs Rechtsextremismus präsentiert.

Ebenfalls verschwiegen wird die Abhängigkeit der Definition des Begriffs Rechtsextremismus und sein Verständnis vom politischen Standpunkt des Verwenders; damit wird auch die Funktion des Begriffs als politische Kampfvokabel zur Stigmatisierung politischer Gegner unterschlagen. Der Rechtsextremismus-Begriff wird auch als abwertendes Etikett von linksgerichteten Gruppen gebraucht, um damit alles zu belegen, was von ihrer jeweiligen eigenen Weltanschauung abweicht.

Im Gegensatz dazu werden alle „linken“ und sozialistischen Parteien in die Kategorie Arbeiterbewegung einsortiert, so dass automatisch z.B. alle Mitglieder der SED, einer erwiesenermaßen diktatorischen Partei, ganz im Sinne der marxistischen Ideologie als „Personen der Arbeiterbewegung“ bewertet werden. Dies bedeutet, dass die reine Mitgliedschaft in einer Partei, unabhängig von der tatsächlichen politischen Ausrichtung der Person und ihren Aktivitäten, schon eine Auszeichnung im Sinne der linken Ideologie ist.

6 Diffamierung von nicht-linksextremistischen Benutzern

In der deutschsprachigen Wikipedia sind Beutzer, die nicht links bzw. linksextrem ausgerichtet sind oft Benachteiligung, verbaler Gewalt, Diffamierung und Mobbing ausgesetzt. Dies geschieht mit dem Gutheißen der dortigen Administration. Ein hervorragendes Beispiel bietet hier wieder der Umgang mit der kommunistischen Zeitung junge Welt. Nicht nur werden Hinweise zur Grundgesetzfeindlichkeit und linksextremistischen Orientierung des Mediums systematisch aus der Einleitung des Artikels entfernt[22][23][24], sondern werden auch Nutzer, die auf Quellen basierend auf diese Tatsache verweisen, als "Nazis" oder "Brauntrolle" diffamiert[25], ohne dass die Betroffenen auch nur annähernd etwas Rechtsextremes geschrieben hätten,[26] und am Ende gesperrt.

Der User Fröhlicher Türke, der diesen Nutzer grob beschimpft hat, wurde natürlich nicht gesperrt, sondern der Nutzer, der es wagte mit Verweis auf den entsprechenden Verfassungsschutzbericht die Junge Welt als linksextrem einzuordnen. Einwände von anderen Nutzern zu solchem Verhalten werden administrativ gelöscht[27].

7 Missbrauch der Wikipedia zu politischen Zwecken

Gerhard Sattler (Wikipedist und Klavierlehrer) ist Kandidat*in Nr. 24 der Partei ÖkoLinX für die Europawahl 2019.[28]. Zentrale Figur dieser Partei ist wiederum Ditfurth (s.o.). Das Wahlprogramm bezeichnet „den Kapitalismus” als Ursache des Klimawandels und verspricht, mit der Beseitigung desselben das Klima zu retten. Weitere Punkte sind legale Abtreibung, Migrationsförderung bzw. Asyl für alle und allgemein der Kampf gegen „Rechts”. Schlagworte wie „feministisch”, „antifaschistisch” und „Seenotrettung” werden propagiert, Politiker anderer Parteien als „Rechtspopulist*innen”, ”Rechtsradikale” und „Nazis” bezeichnet. Auch wird konstatiert, Deutschlands Reichtum beruhe „auf Arisierung, Kriegen und Kolonialismus”.[29]

Sattler hat, verstoßend gegen die Statuten von Wikipedia, nicht nur den Artikel zu seiner Partei geschrieben (zu etwa 86%), sondern im Gegenzug auch den Artikel der Partei AfD in einer Weise geändert, um dem politischen Gegner zu schaden. Entsprechende Beschwerden auf der Diskussionsseite des ÖkoLinX-Artikels wurden vom Wikipedia-Admin „Jivee Blau” zensiert, d.h. entfernt.[30]

Bereits der kleinste Verdacht auf die Nähe eines Autors zur politischen Rechten kann in Wikipedia Grund für eine unbeschränkte Benutzersperre sein. Es stellt jedoch kein Problem dar, wenn sich ein Autor auf seiner Benutzerseite offen zur autonomen Antifa und zum Linksextremismus bekennt,[31] seine ideologische Befangenheit zugibt[31] und die Verwendung sogenannter Sockenpuppen zur Umgehung von Sperren eingesteht.[32] und sein Verhältnis zur Bundesrepublik Deutschland und zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung im Zusammenhang mit Bildern ausgebrannter Autos bei gewalttätigen Krawallen beschreibt.[31]

8 Stalinismus-Verharmlosung und Gebrauch neostalinistischer Literatur als Quelle

Auch wenn die meisten linken bis linksradikalen Politaktivisten der Wikipedia eher Anhänger kulturell-linker Ideologien sind oder verschiedene postmoderne Varianten der marxistisch-leninistischen Umsturztheorien befürworten, genießen in der deutschsprachigen Wikipedia allem Anschein nach selbst Josef Stalin und seine Anhänger große Beliebtheit. So wurde der Benutzer Freisinniger Demokrat durch den Admin Otberg gesperrt, nachdem der Benutzer versucht hatte, Kurt Gossweiler[33], einen offenen Neostalinisten und Leugner stalinistischer Massenverbrechen, aus einigen Artikeln als „Quelle“ zu entfernen[34]. Für WP-Linke ist der neostalinistische Geschichtsverfälscher Gossweiler aber ein Idol.

Stalin liest ein Werk von Lenin. Selbst Apologeten und Anhänger des Massenmörders Josef Stalin erfreuen sich unter einigen linken Politaktivisten Beliebtheit, und deren Werke werden als seriöse Quellen angesehen.

Es sei (Anna-Liese) „egal was der inzwischen zu Stalin“ schreibe, denn „zu bestimmten Aspekten der Faschismusforschung “ habe Gossweiler „Grundlagenwerke“ geschrieben[35]. Ihr sekundierte die bekannte linkextreme Politaktivistin Bunnyfrosch –die ihre Nutzerseite mit Bildern eines RAF-Anschlages schmückt, diesen Anschlag öffentlich begrüßt (Vgl. Bildunterschrift), und als einen „stolzen Sozialparasiten“ bezeichnet. Bunnyfrosch behauptet allen Ernstes, Gossweiler sei „ein international beachteter historiker klick wenn du ihn pauschal entfernst gehörst du gesperrt““[36], und nannte zum Beweis ihrer These einen Link auf das wissenschaftliche Online-Archiv Journal STORage (JSTOR). Dieser Link zu JSTOR - [1] - hat zwar keinen einzigen Treffer (!) für Gossweiler – JSTOR referiert altstalinistische Makulatur ebeso wenig wie es Holocaustverleugner referiert – dennoch wurde Benutzer Freisinniger Demokrat durch Admin Otberg unbeschränkt gesperrt. Auch der Administrator Mautpreller engagiert sich gegen die "rechte Gefahr", und revertiert die Löschung der Schrift Reichswehr, Kapital und NSDAP 1919 - 1924 (Berlin [Ost], 1982)[37].

Es handelt sich also nicht nurr einen neutralen Artikel zu engagieren, wird von linken Administratoren sofort gesperrt. Der bekannte Meinungsterror der Gutmenschen. Kritik daran findet man hier: [2] und hier [3], sogar von Hans-Olaf Henkel [4]. Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang, dass ausgerechnet der Nutzer Bürgerlicher Humanist (man beachte die orwell'sche Namensgebung!), der mit dubiosen Quellen die Einstufung der ef als "neurechts" rechtfertigen will, zur selben Zeit die durch den Verfassungsschutz als linksextremistisch eingeordnete Zeitung junge Welt verteidigt, indem er Belege für die Grundgesetzfeindlichkeit der Zeitung als angeblich "ungeeignet" diskreditiert.[38]

9 Ausschluss rechtsgerichteter Autoren durch Sperren und Sichtungsrechtevergabe

Beim kleinsten Verdacht, rechts des Wikipedia-Mainstreams zu sein, wird der Nutzer sofort gesperrt. So wurde der Account Rechtslibertärer Freidenker[39] nach einem einzigen Edit mit der Begründung „ungeeigneter Benutzername“ gesperrt. Der Benutzer Verfassungspatriotischer Freigeist[40] wurde sogar ohne einen einzigen Edit gesperrt. Offene Politaccounts linksextremer Ausrichtung sind dabei selbstverständlich offenbar erwünscht.

In der deutschsprachigen Wikipedia werden Artikel oder Artikeländerungen neuer Autoren erst akzeptiert, nachdem sie „gesichtet“ wurden.[41] Dass Beiträge eines Autors automatisch gesichtet werden und keiner fremden Sichtung mehr bedürfen, geschah zunächst nach wenigstens 50 Bearbeitungen innerhalb von zwei Monaten automatisch. Autoren besaßen nach zwei Monaten und 200 Bearbeitungen auch die erforderlichen aktiven Sichtungsrechte, so dass sie Artikel anderer Autoren sichten können. Wenn das Sichtungsrecht der jeweiligen Stufe noch nicht errreicht ist, kann dies auf Antrag und von Administratoren nach deren eigenem Ermessen vergeben werden.[41] Diese Regelung wurde Anfang Mai 2008 in der deutschsprachigen Wikipedia eingeführt und inzwischen etwas angepasst.[42] Das abgestufte System versetzt nun nach Meinung von Kritikern die linken und linksextremen Autoren in die Lage, Inhalte besser kontrollieren zu können. Weil ein Großteil der politisch linksorientierten Autoren nach Meinung einiger Kritiker zur Administratorenschaft gehört, haben sie bei der Sichtungsrechtvergabe erheblichen Einfluss. Die linken Autoren unter den Administratoren disziplinieren die ausgewählten Autoren in ihrem Sinne, indem sie ihnen jederzeit das Sichtungsrecht wieder entziehen können. Politisch rechtsorientierten Autoren sind deswegen in der deutschsprachigen Wikipedia nur sehr selten anzutreffen, sodass eine Ausgeglichenheit zwischen links und rechts nicht existiert. Aufgrund dieser Maßnahmen ist es in der deutschsprachigen Wikipedia sehr schwer, linkslastige Artikel neutraler zu gestalten. Nicht ausgeschlossen wird, dass links- und rechtsextreme Autoren gleichermaßen klug die Lücken des Systems nutzen, um auch ihr Gedankengut unbemerkt einzuschleusen.

10 Rezeption in den Medien

Vera Lengsfeld schrieb Dezember 2012 im Bayernkurier, dass es „in unserer vielfältigen Presselandschaft nur zwei libertäre Printmedien, die Wochenzeitung Preußische Allgemeine Zeitung und die Zeitschrift eigentümlich frei gebe. Diese seien jedoch „offenbar zwei zu viel für gewisse, ideologisch gefestigte, linke Wikipedia-Administratoren und Autoren“, beide Medien werden mit „Verbissenheit [...] mit dem Mittel der negativen Etikettierung verunglimpft. Ihrer Auffassung nach werde eigentümlich frei offen verleumdet indem den Betreibern vorgeworfen wird, eine angebliche Querfront-Strategie unter Einbeziehung "national-konservativer Kräfte" zu verfolgen.“ Der Leser solle vermuten, „dass sich hinter den Verleumdungen der Autoren noch viel mehr „rechtes“ Gedankengut und Handeln verbirgt.“ In jüngster Zeit haben die Zeitungen die Welt, die Süddeutsche und der Focus „eigentümlich frei eindeutig und zutreffend als »radikal liberal« oder »libertär« eingestuft, wenn auch sie der Zeitschrift ein fehlendes Maß an „politischer Korrektheit attestierten.“ Positive Einträge wie der des FDP-Politiker Christian Lindner der sich auf eigentümlich frei bezog, als auch die Interviews von Lindner wie auch dasjenige des Generalsekretärs der FDP Dirk Niebel mit der Zeitschrift sind bald wieder verschwunden. Besonders auffällig schien der Autor 188.192.23.17, „der noch unter einem halben Dutzend anderen Namen bei Wikipedia aktiv ist und offenbar nichts anderes tut, als ihm nicht genehme Beiträge zu löschen und seine offenbar linke Weltsicht als allein gültige darzustellen.“ Gespannt „darf man sein“, so Frau Lengsfeld, über die Reaktion von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, welcher von André Lichtschlag einen Brief erhielt mit der Bitte, „sich dafür einzusetzen, dass eine Handvoll linker Dogmatiker nicht länger den Ruf seiner Enzyklopädie im deutschsprachigen Raum ruiniert.“[43]

11 Wissenschaftliche Kritik an der Infiltration der deutschsprachigen Wikipedia durch linke Ideologen

Die Linkslastigkeit der Wikipedia erfuhr Kritik von Personen unterschiedlicher Couleur. So thematisierte der linksliberale[44] Publizist und Männerrechtsaktivist Arne Hoffmann, zusammen mit dem liberalen Bildungsforscher Michael Klein,[45] wiederholt die Einflussnahme (linker und feministischer) Ideologen innerhalb der deutschsprachigen Wikipedia. Beide wandten sich mit einem offenen Brief an den Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, in welchem sie eine feindliche Übernahme der Wikipedia durch Ideologen und eine Entwicklung der Enzyklopädie zu einer Quelle für ideologisch verbrämte Fehlinformationen kritisierten.[46][47]

12 Siehe auch

13 Weblinks

14 Zum Weiterlesen

15 Einzelnachweise

  1. auf dem YouTube Kanal KenFM etwa ab Minute 11
  2. Wikipedia: Portal:Rechtsextremismus
  3. Wikipedia:WikiProjekt_Rechtsextremismus
  4. Focus: Die Gegen-68er, 08.10.1995
  5. Blick nach links mit geschlossenen Augen. Schieflage bei der Wahrnehmung extremistischer Tendenzen, Focus nr 46 (1996).
  6. 6,0 6,1 "Widerstand" gegen alles Mögliche. Falsche Verharmlosung: Linker Extremismus und linke Gewalt
  7. Verfassungsschutzbericht 2011, S. 31 & 37 (Politisch motivierte Kriminalität (PMK)).
  8. 8,0 8,1 Englischsprachige Wikipedia: Category:Far-left_politics
  9. Junge Freiheit, 40/00 29. September 2000, Gespräch mit Gerhard Löwenthal
  10. Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Florian Ritter SPD Bayerischer Landtag, Drucksache 15/3832 vom 9. August 2005 (PDF)
  11. http://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Freiheit
  12. http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Junge_Welt&diff=109469211&oldid=109469177
  13. Die englischsprachige Version der Wikipedia hat dagegen keine Probleme den Komplex der Deutschfeindlichkeit im Artikel "Anti-German sentiment" auf 10 Seiten darzustellen.
  14. Fehlender Artikel "Germanophobie" in der deutschsprachigen Wikipedia
  15. https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche#Deutschenfeindlichkeit
  16. https://de.wikipedia.org/wiki/Feindschaft
  17. Vergl. Artikel Racisme antiblanc in der französischsprachigen Wikipedia
  18. Vergl. Artikel 'Razzismo contro i bianchi' in der italienischsprachigen Wikipedia
  19. Wikipedia: Kategorie:Rechtsextremismus
  20. 20,0 20,1 20,2 Wikipedia: Kategorie:Linksextremismus
  21. Deutscher Verfassungsschutzbericht 2011, S. 118 (Linksextremismus).:
  22. Benutzer Bürgerlicher Humanist entfernt die Einordnung als linksextrem
  23. Benutzer Fröhlicher Türke entfernt die Einordnung als linksextrem
  24. Benutzer Emma7stern entfernt die Einordnung als linksextrem
  25. Der Benutzer Fröhlicher Türke diffamiert Benutzer Cem Istafan als „Brauntroll“
  26. Alle Beiträge von Cem Istafan
  27. Admin -jkb- löscht die Frage, was soll in den Beiträgen von Cem Istafan falsch gewesen sein
  28. http://www.oekologische-linke.de/dl/dl.pdf Sattler in unterster Zeile, viertes kleines Bild
  29. https://www.abgeordnetenwatch.de/sites/abgeordnetenwatch.de/files/oekolinx_wahlprogramm_eu2019.pdf ÖkoLinX-Selbstdarstellung
  30. http://wikihausen.de/2019/05/22/breaking-news-zusatzmaterial-zu-24-wikihausen-hinweis-auf-interessenkonflikt-des-gerhard-sattler-wird-geloescht/ wikihausen
  31. 31,0 31,1 31,2 Benutzerseite von Benutzer Ulitz
  32. Wikipedia:Vandalismusmeldung/Alt38
  33. Gossweiler sieht in der „Überwindung des Antistalinismus“ eine „wichtige Voraussetzung für die Wiederherstellung der kommunistischen Bewegung“
  34. Vandalismusmeldung bezüglich der Löschung und Wiedereinfügung von Gossweilers Machwerken
  35. Anne-Liese, Version vom 28. April 2014, 21:50 Uhr
  36. Bunnyfrosch, Version vom 28. April 2014, 21:57 Uhr
  37. Mautpreller fügt die Gossweiler-Schundliteratur wieder ein: Version vom 28. April 2014, 21:52 Uhr
  38. Kommentar vom Benutzer Bürgerlicher Liberaler zu solchen Doppelstandards - http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Diskussion:Eigent%C3%BCmlich_frei&diff=prev&oldid=111033445 - der Beitrag wurde natürlich unverzüglich gelöscht.
  39. https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Rechtslibert%C3%A4rer_Freidenker
  40. https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Verfassungspatriotischer_Freigeist
  41. 41,0 41,1 Wikipedia:Gesichtete Versionen/Rechtevergabe Wikipedia:Gesichtete Versionen/Rechtevergabe
  42. https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Gesichtete_Versionen#Sichterstatus
  43.  Vera Lengsfeld, Bayernkurier (Horst Seehofer, Vorsitzender der Christlich-Sozialen Union) (Hrsg.): Das Märchen von der freien Enzyklopädie. Wie linke Aktivisten Wikipedia-Einträge inhaltlich manipulieren – Von Vera Lengsfeld. Nr. 51, Christlich-Soziale Union in Bayern e. V., München 22. Dezember 2012 (online auf: bayernkurier.de).
  44. Der Fall Eva Herman. Hexenjagd in den Medien. Lichtschlag 2007, S. 6.
  45. Wissenschaftsblog: „Deutsche Wikipedia wird als Plattform von Ideologen missbraucht“ in: eigentümlich frei (20. August 2012)
  46. Arne Hoffman u. Michael Klein: Feindliche, ideologische Übernahme: Deutsche Wikipedia droht im Desaster zu enden.(Offener Brief an Jimmy Wales). www.siencefiles.org. 29. Juli 2012
  47. Kevin Fuchs, Arne Hoffmann und Michael Klein: Aufruf für eine ideologiefreie Wikipedia.www.siencefiles.org. 18. August 2012

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