Rechts (Politik)

Aus PlusPedia
(Weitergeleitet von Politische Rechte (Politik))
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tea-Party-Bewegung

Als Politische Rechte wird ein Teil des Politischen Spektrums bezeichnet, das konservative, liberale, nationalistische, völkische, (neo)-faschistische und (neo)-nationalsozialistische Kräfte umfasst. Die Gemeinsamkeit inhaltlich (ideell-weltanschaulich) teilweise untereinander sehr different gearteten Kräfte dieses Teils des politischen Spektrums besteht darin die bestehenden Herrschaftsverhältnisse- und ordnungen sowie die dazugehörigen Normen und Werte entweder zu bewahren (konservieren), zu vertiefen bzw. zu restaurieren oder auch zu revolutionieren, also nachhaltig zu modifizieren. Die unterschiedlichen Strömungen der politischen Rechte fassen Ungleichheiten und Unterschiede in verschiedensten Kontexten als wünschenswert, gegeben oder als grundsätzlich unabänderlich auf.

1 Geschichte

Die Unterscheidung zwischen „politisch links“ und „politisch rechts“ geht auf die Französische Nationalversammlung zurück – die „linksorientierten“ Abgeordneten strebten eine revolutionäre Ausrichtung an, während die „rechtsorientierten“ Abgeordneten sich an einem monarchistischen Staatsaufbau orientierten. In den nachfolgenden Jahrzehnten schoben sich „gemäßigte Konservative“, „Liberale“, „Demokraten“ und „Sozialisten“ als Mitte zwischen die äußeren Flügel, die auf der rechten Seite von den "Ultraroyalisten" und auf der linken Seite von der „Extremen Linken" (extrême gauche) gebildet wurden.

Während der Weimarer Republik fanden sich die staatstragenden Parteien im Rahmen einer Parlamentarischen Demokratie zwischen dem extremen linken Flügel, der von den Kommunisten gebildet wurde und dem extremen rechten Flügel, der zuerst von der Deutschen Arbeiterpartei und sodann nach Umbenennung von der NSDAP gebildet wurde.

Der gemäßigt linke Flügel bestand aus der USPD und der gemäßigt rechte aus der rechtsliberalen Deutschen Volkspartei (DVP) und der rechtskonservativen DNVP.


Die eigentliche Mitte wurde von der Sozialdemokratischen Partei (SPD), dem katholischen "Zentrum" (Z), der "Liberalen Deutschen Demokratischen Partei" (DDP) und der "Bayerischen Volkspartei" (BVP) gebildet.[1]


Heutzutage stehen sich die Ansichten zur Strukturierung der politischen Landschaft unvermittelt gegenüber: Die einen werden nur zwei Kategorien benutzen und zwischen einem linken – oder sogar revolutionären – Sozialismus auf der einen Seite und einem rechten Faschismus auf der anderen Seite unterscheiden, wobei die Liberalen und Konservativen zu den Rechtsparteien und die Nationaldemokraten (NPD) zu den Rechtsextremisten gezählt werden.


Wer Begriffe als sozialhistorische Produkte anerkennt, wird weiter von dem Konzept einer politischen Mitte ausgehen, die von den Freien Demokraten (FDP), den Christdemokraten (CDU) und den Christsozialen (CSU) gebildet wird, während die Nationaldemokraten (NPD), die Front National und die British National Party (BNP) der politischen Rechten zugeordnet werden. Verbotene Parteien auf der linken als auch rechten Seite erhalten dann das Adjektiv „extrem“, d.h. „Linksextremisten“ und „Rechtsextremisten“

2 Siehe auch

3 Weblinks

4 Einzelnachweise

  1. Die politische Mitte – Kennzeichen und Veränderungen

5 Andere Lexika