Kultur

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Kultur (von lateinisch cultura = Bearbeitung [des Ackers]; [geistige] Pflege, Ausbildung) bezeichnet im weitesten Sinne das von Menschen in ihrem Handeln Hervorgebrachte. Die Kultur wird oft auch als Gegensatz zur Natur gesehen, die vom Menschen nicht geschaffen wurde, und ist meist Forschungsgegenstand der Geisteswissenschaft. Zur Kultur gehören im geistigen Bereich Sprache, Religion und Ethik, aber auch die Form der Familie und der Erziehung, des Staates und des Rechts, sowie Kunst, Musik, Architektur und Philosophie. Zur Kultur gehören sowohl die Endprodukte, zum Beispiel die Bauwerke der Architektur, als auch die Prozesse des Hervorbringens der verschiedenen Kulturinhalte und -modelle (Normensysteme, Zielvorstellungen) und entsprechender individueller und gesellschaftlicher Lebens- und Handlungsformen. Besondere Bedeutung für die Herausarbeitung des Kulturbegriffs hatten im deutschen Sprachraum zum Beispiel Immanuel Kant und Johann Gottfried Herder. Nach allgemeinem Verständnis werden von der Kultur andere Bereich des menschlichen Lebens wie Wissenschaft und Technik getrennt gesehen, da es hier kaum kulturelle Unterschiede gibt. Im engeren Sinn werden als Kultur alle Gemeinsamkeiten einer Gesellschaft, einer Gruppe oder eines Landes zusammengefasst, in denen sich diese Gesellschaft, Gruppe oder dieses Land von anderen unterscheidet.

Im Bereich der Kunst, Musik und Literatur wird manchmal auch der Begriff Hochkultur - im Gegensatz zur Alltagskultur - verwendet, um besondere künstlerische Darbietungen wie Theater, Opern, Musicals oder Romane von einfacheren Formen der Kultur, etwa der sogenannten Unterhaltungsmusik abzugrenzen.

In der Biologie und Medizin bedeutet Kultur die Anzucht von Mikroorganismen sowie von Gewebezellen in besonderen Gefäßen und Nährmedien. In der Land- und Forstwirtschaft ist Kultur die Bezeichnung für eine neu angelegte Saat oder Pflanzung.

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