Neue Rechte

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Der Begriff Neue Rechte bezeichnet eine politische Ideenströmung, die sich gleichermaßen gegen neomarxistische und neo-nationalsozialistische Kräfte richtet. Weitere Merkmale sind: Antiegalitarismus, Kritik an Überfremdung und eine positive Rezeption der Ideen der Konservativen Revolution. Es wird aber auch öfters insbesondere durch Linksextremisten, wie in der deutschsprachigen Wikipedia, als politischer Kampfbegriff verwendet, um die Gegner zu brandmarken.

1 Taktik

Die Neue Rechte nutzt gezielt die Masche, Vergewaltigungen zu erfinden, um Unruhe zu stiften. [1]

2 Einschätzung Dieter Steins

Der Chefredakteur des politisch rechten Wochenblattes "Junge Freiheit", Dieter Stein, kam in seinem Buch "Phantom Neue Rechte" zu dem Ergebnis, daß es sich bei der Neuen Rechten um einen Kampfbegriff der politischen Linken handle.

3 "Das Parlament" (HG: "Deutscher Bundestag"):

In einem Aufsatz für die Wochenzeitung "Das Parlament" (HG: "Deutscher Bundestag") schreibt R. Eckert unter der Überschrift: "Kulturelle Homogenität und aggressive Intoleranz. Eine Kritik der Neuen Rechten" folgendes:

„Als Antithese zur Neuen Linken wurde ab 1969 die Neue Rechte von dem französischen „Rechtsintellektuellen“ Alain de Benoist begründet. Seine zahlreichen Schriften sind auch in Deutschland aufgegriffen worden. (1) Die Idee einer Neuen Rechten findet heute vor allem im Umkreis der Wochenzeitung „Junge Freiheit“, der Monatsschrift „Sezession“, der Schriftenreihe „Antaios“, des „Instituts für Staatspolitik“ und des Onlinemagazins „Blaue Narzisse“ Niederschlag, wobei der Begriff „Neue Rechte“ selbst kontrovers ist. (2) Die Begriffspolitik läuft darauf hinaus, sowohl den Begriff „konservativ“ als auch den Begriff „rechts“ zu besetzen und sich „vor jeder Ablenkung ins ‚Liberalkonservative‘, ‚Freiheitlich-Konservative‘, ‚Kulturkonservative‘, ‚Wertkonservative‘“ (3) zu bewahren. „Was spricht eigentlich dagegen, sich ‚rechts‘ zu nennen, da wo das Rechte, das Richtige gedacht, gewollt, getan wird?“ (4) 1994 verließen nach einem Streit über den „Leuchterreport“ Armin Mohler, Andreas Molau und Götz Meidinger die „Junge Freiheit“. Seither grenzen diese und das Institut für Staatspolitik sich gegen den Nationalsozialismus und seine Traditionswahrer, gegen Antisemiten und Geschichtsrevisionisten ab und orientieren sich am konservativen Widerstand gegen Hitler, wie er für sie durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg repräsentiert wird. (5)

Vertreter der Neuen Rechten sind rechtsradikal, weil die universelle Geltung der Menschenrechte infrage gestellt wird, sie sind aber nicht notwendig rechtsextrem im Sinne eines Angriffs auf die Verfassungsordnung, wenn man das Verfassungsgerichtsurteil vom 25. Mai 2005, das der ehemalige Bundesanwalt Alexander von Stahl zugunsten der „Jungen Freiheit“ erkämpft hat, zu Grunde legt. (6) Die Übernahme der politischen Philosophie Carl Schmitts begründet aber Zweifel daran, ob die Menschenwürde jenseits ethnischer Grenzen von ihnen so gewahrt wird, wie es dem Grundgesetz entspräche. (7) Indem sie die „positiven“ Seiten der deutschen Geschichte wie des Preußentums betonen und die Verbrechen anderer Völker thematisieren, (8) wollen sie Deutschland von der „Vergangenheitsbewältigung“ befreien und zu einer „selbstbewussten Nation“ machen.
(...)
(1) Vgl. Armin Mohler, Vorwort, in: Alain de Benoist, Kulturrevolution von rechts, Krefeld 1985, S. 9–12.
(2) Vgl. Institut für Staatspolitik (Hrsg.), Die „Neue Rechte“. Sinn und Grenze eines Begriffs, Albersroda 2003.
(3) Karlheinz Weißmann, Der konservative Katechismus, in: Sezession, (2009) 29, S. 36.
(4) Ebd.
(5) Vgl. Götz Kubitschek, 20 Jahre Junge Freiheit, Albersroda 2006, S. 194–206.
(6) Vgl. Roland Eckert, Extremismus und kein Ende: zur Dynamik von Radikalisierung, in: R. Egg (Hrsg.), Extremistische Kriminalität. Kriminologische Zentralstelle, Wiesbaden 2006, S. 107–126.
(7) Vgl. Wolfgang Gessenharter, Der Schmittismus der „Jungen Freiheit“ und seine Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz, in: Stephan Braun/Ute Vogt (Hrsg.), Die Wochenzeitung „Junge Freiheit“, Wiesbaden 2007, S. 77–94.
(8) Vgl. Alexander Ruoff, Verbiegen, Verdrängen, Beschweigen, Münster 2001.

Roland Eckert: aus: "Das Parlament" (HG: "Deutscher Bundestag"): "Kulturelle Homogenität und aggressive Intoleranz. Eine Kritik der Neuen Rechten"[2]


4 Links und Quellen

4.1 Siehe auch

4.2 Weblinks

4.2.1 Bilder / Fotos

4.2.2 Videos

4.3 Quellen

4.4 Literatur

4.5 Naviblock

4.6 Einzelnachweise

  1. "Es geht darum, Unruhe zu stiften"Erfundene Vergewaltigungen: Wie Lügner Stimmung gegen Flüchtlinge machen
  2. "Das Parlament" (HG: "Deutscher Bundestag"): "Kulturelle Homogenität und aggressive Intoleranz. Eine Kritik der Neuen Rechten"
  3. http://www.fr-online.de/rhein-main/afd-hessen-klage-gegen-neuen-afd-vorstand,1472796,30841684.html
  4. https://www.antifainfoblatt.de/artikel/udo-ulfkotte-und-der-kopp-verlag
  5. http://www.bnr.de/category/stichworte/udo-ulfkotte
  6. https://antinazi.wordpress.com/2008/10/10/ulfkotte-giordano-ahadi-in-trauter-kooperation/
  7. Neue Rechte, nicht nationalsozialistisch



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