Junge Freiheit

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Junge Freiheit
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Beschreibung Wochenzeitung
Sprache Deutsch
Verlag Junge Freiheit Verlag GmbH & Co
Erstausgabe Mai/Juni 1986
Erscheinungsweise wöchentlich / freitags
Verkaufte Auflage 30.000 (2016) Exemplare
Chefredakteur Dieter Stein
Herausgeber Junge Freiheit Verlag GmbH & Co
Weblink jungefreiheit.de
Artikelarchiv 1997 ff.
ISSN 0932-660X

Die Junge Freiheit ist eine überregionale und schnell wachsende deutsche Wochenzeitung für Politik und Kultur, die sich als nationalliberales bzw. klassisch konservatives Medium begreift. Im politischen Spektrum steht sie so weit rechts, wie die tageszeitung (taz) links steht. Als eine der wenigen deutschen Medien wird sämtlicher Inhalt der Jungen Freiheit selbst produziert und nicht von Agenturen zugekauft.

1 Beschreibung

Die Gründung der Zeitung erfolgte 1986 von Dieter Stein in Freiburg im Breisgau im Umfeld des Burschenschaftmilieus. Laut eigenen Aussagen ist die Wochenzeitung "eine der letzten überregionalen, verlagsunabhängigen Zeitungen Deutschlands", welche '"wirtschaftliche, politische und publizistische Freiheit" zu ihren wesentlichen Grundprinzipien zähle. Sie stehe in der Tradition des klassischen Journalismus und leiste "einen Beitrag zur Vergrößerung der Vielfalt und Lebendigkeit der demokratischen Meinungsbildung und verteidigt die Presse- und Meinungsfreiheit gegen wirtschaftliche und politische Einflußnahme". Eines ihrer Ziele ist es "die große kulturelle und geistige Tradition der deutschen Nation in Ehren" zu halten und so "die politische Emanzipation Deutschlands und Europas und die Bewahrung der Identität und der Freiheit der Völker der Welt" zu fördern.

Das breite politische Spektrum der Wochenzeitung von nationalliberal bis konservativ spiegelt sich in der großen Bandbreite ihrer Autoren, Gastautoren, sowie von Wissenschaftlern und Politikern welche von der "Jungen Freiheit" tiefgehende Interviews gaben. Einige wenige Beispiele hierfür sind u.a. Egon Bahr, Ignatz Bubis, Charlotte Knobloch, Ephraim Kishon, Vera Lengsfeld und Focus-Gründer Helmut Markwort.

Die Zeitung wurde zu Unrecht in Berichten des Landesamts für Verfassungschutz in Nord-Rhein-Westfalen als rechtsextreme Publkation aufgeführt. Die Junge Freiheit klagte gegen die Erwähnung in den Verfassungsschutzberichten und wird seitdem nicht mehr dort aufgeführt. Anwalt der Jungen Freiheit war damals der ehemalige Generalbundesanwalt Alexander von Stahl (FDP).[1] Die Zeitschrift Der Spiegel wertete die Gerichtsentscheidung als "historischen Sieg für die Pressefreiheit"[2]

2 Positionen

Das Blatt wird von Kritikern als rechtsextrem verunglimpft. Tatsächlich ist die Junge Freiheit spätestens seit Beginn der 2010er Jahre konservativ bis nationalliberal. Rechtsextreme Positionen finden sich nicht, insbesondere nicht im Ressort "Politik". Zu den USA und Russland nimmt die Junge Freiheit beidseits eine skeptisch-neutrale Haltung ein. Hinsichtlich der Partei AfD steht die Junge Freiheit dezidiert auf der Seite des moderaten, bürgerlich-konservativen Flügels und unterstützt diesen publizistisch. Zur Pegida-Bewegung gab es divergierende Artikel, in einem wurde Pegidia als "Aufstand der Anständigen" bezeichnet, im gegensätzlichen Sinn zu Gerhard Schröders Aufstand der Anständigen. Diese Haltung findet sich jedoch keineswegs durchgehend. Der Vorwurf des Rechtsextremismus lässt sich bei der Jungen Freiheit mithin weder nachweisen noch aufrechterhalten.[3]

3 Link

4 Literatur

  • Götz Kubitschek: 20 Jahre Junge Freiheit - Idee und Geschichte einer Zeitung, Verlag Edition Antaios, 2006

5 Einzelnachweis

  1. Volltext der Entscheidung
  2. Rudolf Augstein: Der Spiegel, Ausgaben 27-30, Spiegel-Verlag, 2005, S. 148
  3. http://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2014/aufstand-der-anstaendigen/