Junge Welt

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Die junge Welt (jW) ist eine linksradikale deutsche Tageszeitung. Sie wird durch den Verfassungsschutz als eines der wichtigsten Printmedien der linksextremistischen Szene eingeordnet, die heutzutage orthodox-kommunistische Positionen vertritt.[1]

In der DDR hatte die Junge Welt als Zentralorgan der staatlich gelenkten Massenorganisation FDJ eine große Bedeutung, d.h. sie hatte eine Auflage von mehreren Millionen Exemplaren und war die auflagenstärkste Tageszeitung der DDR.

Seit der deutschen Wiedervereinigung hat sie große Schwierigkeiten, sich in der Konkurrenz vieler linksorientierter Zeitungen zu behaupten. Sie versucht die Interpretation des Marxismus-Leninismus in dem Sinn fortzusetzen, wie es von der Staatsdoktrin der DDR vorgegeben war. Nach eigenen Angaben hatte sie Februar 2008 eine Auflage von ca. 17.000 Exemplaren.[1]

Wegen Interpretationsfragen der linken Ideologie kam es 1997 zum Austritt einiger Redakteure, welche seitdem eine neue Zeitung, "jungle World" herausgeben, welche den sogenannten „undogmatischen“ Linken bzw. der „linksautonomen“ Szene zugerechnet wird.

1 Verschiedenes und Triviales

Als staatstragendes Medium war die junge Welt in das Überwachungssystem der DDR eingebunden (siehe Stasi). Deshalb befinden sich immer noch eine große Anzahl ehemaliger "Inoffizieller Mitarbeiter" und Agenten des Ministeriums für Staatssicherheit unter den Redakteuren und Mitarbeitern,[2][3] unter anderem:

  • Chefredakteur Arnold Schölzel (Deckname André Holzer)
  • Peter Wolter, ehemaliger Ressortleiter Innenpolitik, wurde als Westjournalist für die Weitergabe von Informationen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.
  • Rainer Rupp (Deckname Topas) arbeitet als Autor für die Zeitung
  • Till Meyer (Deckname Waldorf) war auch eine Zeit lang Autor.

2 Einordnung durch Verfassungsschutz

Im Jahre 1998 fasste der Verfassungsschutz[4] die politische Haltung des Blattes folgendermaßen zusammen: "Das Spektrum der Redakteure und Autoren spannt sich von Anhängern der DKP und KPF (Kommunistische Plattform) der PDS über frühere Unterstützer deutscher linksterroristischer Organisationen bis hin zu ehemaligen Inoffiziellen Mitarbeitern des MfS und 'Kundschaftern des Friedens'".

3 Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Verfassungsschutzbericht 2009. S. 149 ff. Abgerufen am 15. Mai 2011.
  2. Sichtbare Front“. In: Spiegel Online. 10. Juli 2006. Abgerufen am 15. Mai 2011.
  3. http://www.welt.de/politik/article787242/Die_schoene_junge_Welt_der_Stasiveteranen.html. In: Die Welt. 31. März 2007. Abgerufen am 15. Mai 2011.
  4. Verfassungsschutzbericht 1998, s. 133

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