Stasi

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Das Ministerium für Staatssicherheit (kurz: Stasi) war der Geheimdienst der DDR. Es wurde 1950 unter maßgeblicher Beteiligung des sowjetischen Geheimdienstes KGB (damals MGB genannt) gegründet. 1956 hatte die Stasi rund 16.000 Mitarbeiter, ihre Zahl stieg bis 1989 auf 91.000. Daneben wurden im Laufe der Zeit rund 200.000 sogenannte Inoffizielle Mitarbeiter angeworben, die teilweise freiwillig, teilweise aber auch auf politischen Druck hin Informationen über ihre Mitbürger und ihr persönliches Umfeld lieferten. Die Aktivitäten der Stasi erstreckten sich weit über das Gebiet der DDR hinaus. Insbesondere Westdeutschland war Tätigkeitsfeld im Rahmen verdeckter Beobachtungen. In der Zeit des Kalten Krieges wurden gezielt auch Mitglieder linksextremer Organisationen angesprochen und zur Spionage motiviert. Es gelang der Stasi, Kontakt zu einzelnen Personen bis in führende Positionen von westdeutschen Parteien, teilweise auch im Hauptquartier der NATO zu halten.

Bekannte Fälle sind (Auswahl):[1]

1 Organisation[Bearbeiten]

Ähnlich wie in der BRD gab es zunächst fünf MfS-Länderverwaltungen (LV), die aber 1952 aufgelöst wurden. Auch die Deutsche Grenzpolizei war der Stasi unterstellt. Im Gegensatz zu den Nachrichtendiensten anderer Staaten wurde die Stasi zentralistisch organisiert. Statt eigener Ämter - wie etwa die drei westdeutschen Nachrichtendienste Bundesnachrichtendienst, Militärischer Abschirmdienst und Bundesamt für Verfassungsschutz - gab es mehrerere Hauptabteilungen und ein Netz von regionalen Organisationen mit polizeilichen Befugnissen, vergleichbar etwa dem System der Gestapo in Deutschland 1933-1945.

Leiter des Ministeriums waren:

2 Weblinks[Bearbeiten]

http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/handwoerterbuch-politisches-system/202071/ministerium-fuer-staatssicherheit

3 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bekannte Mitarbeiter in der Bundesrepublik Deutschland