Unbegrenzte Zuwanderung oder Grenzen dichtmachen (Meinungsartikel von Benutzer Pfitzi)

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In diesem Artikel von Benutzer Pfitzi geht es um die Frage, ob Zuwanderung unbegrenzt sein sollte oder begrenzt werden sollte. Grenzenlose Zuwanderung oder Grenzen dichtmachen?. Die Aussagen des Artikels sind eventuell nicht die anderer Pluspedianer, und beanspruchen auch keinen absoluten Wahrheitsgehalt.
Flüchtlinge vor Lampedusa - Sollen wir alle, die meisten, viele, einige nur wenige oder gar keine von ihnen aufnehmen?
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1 Ausgangsfrage

Angesichts der Flüchtlingskrise wird von vielen Menschen die Frage gestelt, warum nicht jeder Mensch nach Deutschland kommen darf. Die Partei Die Grünen, Die Linke oder auch Teile der SPD sind gegen jegliche Begrenzung des Zuzugs. Nach ihnen darf es keine Obergrenze geben, und selbst gegen die Ausweisung von Wirtschaftsflüchtlingen wehrt man sich mit Händen und Füßen. Auch wird gewünscht, dass der Einwanderer möglichst schnell (oder besser noch sofort) alle Rechte der Einheimischen zugestanden bekommt, und großzügig gefördert und subventioniert wird.
Der vorbestrafte Lutz Bachmann, Anführer der Pegida-Bewegung, engagiert sich besonders vehement gegen eine Zuwanderung von Flüchtlingen.
Einwanderer die in Deutschland kriminell geworden sind, sollten natürlich auch nicht abgeschoben werden, weil sie ja in Deutschland schon Wurzeln geschlagen haben könnten. Wer, wie z.B. die CSU oder AfD, nur eine begrenzte Zuwanderung möchte, gilt sehr schnell als fremdenfeindlicher Rassist.

Es stellen sich also folgende grundsätzlichen Fragen:

  • Darf eine Gesellschaft sich dem Zuzug von Fremden überhaupt verwehren?
  • Darf man im Land befindlichen Einwanderern gewisse Rechte der "Einheimischen" vorenthalten?
  • Darf man Zuwanderer später auch wieder ausweisen?
  • Wer muss sich wem anpassen? Die Zuwanderer der Zielgesellschaft oder die Zielgesellschaft den Zuwanderern?
  • In welchem Ausmaß sollte man im Land befindliche Einwanderer fördern und unterstützen?

Man könnte ja argumentieren: "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren" (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte). Warum soll nicht jeder Mensch überall leben können? Eine Unterscheidung der Menschen nach Ethnie/Nationalität ist doch willkürlich, diskriminierend und rassistisch. Müssen wir nicht jeden Menschen aufnehmen und ihn bestmöglich fördern, unterstützen und subventionieren? Muss man nicht nach dem Text aus Beethovens 9. Sinfonie ("Seid umschlungen, Millionen! ... Alle Menschen werden Brüder, wo dein sanfter Flügel weilt.") handeln und jeden Menschen nach dem Motto "Kein Mensch ist illegal!" aufnehmen? Gebieten nicht unsere christlich-abendländischen Werte eine unbegrenzte Aufnahme von Migranten? Sind nicht alle Kulturen der Welt gleichwertig, und muss eine Gesellschaft deshalb nicht alle kulturellen Gepflogenheiten von Zuwanderern tolerieren? Sind Fremdenfurcht und Vorbehalte gegenüber Fremden nicht ein Merkmal vormoderner, primitiver Gesellschaften, das wir großteils überwunden haben und weiter bekämpfen sollten? Ist der Mensch nicht grundsätzlich gut und kann nicht jeder mit jedem (egal voher er stammt) friedlich und in Harmonie zusammenleben?

2 Historische Betrachtung

Hilfreich ist ein Blick zurück in die Geschichte der Menschheit. Wie ist der Mensch in den letzten Jahrtausenden mit dieser Frage umgegangen?

Wie ist der Steinzeitmensch "Fremden", d.h. Menschen anderer Sippen, begegnet? Hat er den Fremden zum Grillen in seine Höhle eingeladen oder hat er ihm gleich die Keule über die Rübe gezogen? Mangels historischer Dokumente können wir diese Frage nicht beantworten.

2.1 Antike

Die Minderwertigkeit des Fremden und daraus folgend Fremdenfeindlichkeit ist bei den Alten Ägyptern sogar religiös verankert. Allein Ägypten repräsentiert die von den Göttern gewollte Weltordnung (ma`at), die Wahrheit und Gerechtigkeit beinhaltet. Alles andere außerhalb wird vom Ägypter als Unordnung bzw. Chaos (isfet) wahrgenommen. Der Fremde ist für die Ägypter der Unzivilisierte bzw. Wilde und potentielle Feind. Die Sprachen der Fremden werden gegenüber dem Ägyptischen als "verdreht" betrachtet, da sie von der wahren Sprache der Götter abweichen. Diskriminierende Stereotype wie die Feigheit, Hinterhältigkeit oder Dummheit der Nubier oder Asiaten sind für den Ägypter selbstverständlich. [1] Die Gleichsetzung des Fremden mit Tieren ist weit verbreitet.
Bereits in der Steinzeit stellte sich dem Menschen die Grundsatzfrage: "Lade ich den Fremden freundlich zum Grillen in meine Höhle ein, oder ziehe ich ihm lieber gleich prophylaktisch die Keule über den Schädel?"
Das ägyptische Wort für Kriegsgefangene (seqer-anch) bedeutet z.B. "Lebender, zu Erschlagender" Es gab allerdings auch Fälle gelungener Integration: Immer gerne gesehen waren natürlich (wie auch bei der deutschen Wirtschaft heute) billige Sklaven für die Arbeit. Manchmal wurden Gefangene auch freigelassen oder sogar von Ägyptern adoptiert. Manch einem war danach auch sozialer Aufsteig möglich. In der Ramessidenzeit stammten viele hohe Beamte aus dem Ausland oder waren Nachkommen von Fremden. Generelle Wertschätzung genossen fremde Handwerke und Künstler, die Ferigkeiten mitbrachten die in Ägypten gebraucht wurden. Es wurden mitunter auch Kinder hochgestellter Persönliichkeiten aus fremden Ländern in Ägypten ausgebildet. [2] Als Fazit kann man feststellen: Bei genereller Fremdenfeindlichkiet waren Einwanderer nur erwünscht, wenn man von ihnen (ob als Sklave, qualifizierte Handwerker oder Künstler) profitieren konnte.

Die Israeliten waren (nachdem Jahwe und Moses den Juden ins Gewissen geredet hatten und ihnen gutes Benehmen beigebracht hatten) zwar etwas weniger ablehnend gegenüber dem Fremden als in den Nachbarreichen (Babylonien, Ägypten, usw.), jedoch gab es nie ein prinzipielles Recht auf Einwanderung für Jeden oder gar eine rechtliche Gleichstellung des Fremden mit den einheimischen Juden. Einzelne Fremde wurden vor allem als Fremdlinge und als Ausländer bezeichnet. Fremdling meint dabei einen Schutzbürger oder Immigranten mit ethnisch fremder Herkunft, der sich auf Dauer in Israel niedergelassen hat. Er hat nicht den Status eines Israeliten, genießt aber besonderen Schutz und wird in unterschiedlichem Ausmaß in die israelitische Volks- und Kultgemeinschaft integriert. Ein Ausländer hat dagegen keinen Sonderstatus mit besonderen Schutz- und Förderungsmaßnahmen. Das Alte Testament bietet verschieden Ratschläge zum Umgang mit den verschiedenen Gruppen von Fremden. [3] [4] Die Bücher Esra und Nehemia empfehlen eher Abgrenzung. Das Buch Esra wendet sich z.B. gegen Mischehen (Esra 10 1 und 10, 2: "Ja, wir haben unserem Gott die Treue gebrochen; wir haben fremde Frauen aus der Bevölkerung des Landes geheiratet. Doch auch jetzt gibt es noch Hoffnung für Israel: Wir wollen jetzt mit unserem Gott einen Bund schließen und uns verpflichten, dass wir alle fremden Frauen samt ihren Kindern wegschicken nach dem Rat meines Herrn und aller, die das Gebot unseres Gottes fürchten." [5]). Das Buch Ruth plädiert eher für Integration. Auch Moses spricht sich gegen jegliche Form der Einwanderung aus und meint u.a.: "Die Ammoniter und Moabiter sollen nicht in die Gemeinde des HERRN kommen, auch nicht ihre Nachkommen bis ins zehnte Glied; sie sollen nie hineinkommen." (Dtn 23,4-7 ) Eine Wilkommenskultur war das damals also nicht gerade.

Die Alten Griechen betrachteten Menschen anderer Kulturen eher mit Skepsis, es sei denn, sie hatten besondere Fähigkeiten von denen man profitieren konnte. Bei den Bewohnern der griechischen Polis unterschied man Menschen mit Bürgerrecht, Metöken bzw. xenoi (ortsansässige freie Fremde ohne das lokale Bürgerrecht), Periöken (Umwohnende der Polis) und Sklaven. Als Personenverbandsstaat umfasste jede Polis nur die vollberechtigten, volljährigen männlichen Bürger (Politen) als Teilhaber an der Herrschaft. Frauen, Kinder, Metöken und vorübergehend in der Stadt als Touristen weilende Ausländer sowie Unfreie waren vom Vollbürgerrecht und damit von jeder Beteiligung an der Selbstverwaltung ausgeschlossen. [6] [7] Ein Anrecht auf Einwanderung oder gar volle Bürgerrechte für Einwanderer gab es im antiken Griechenland nie.

Die Römer unterschieden sehr wohl zwischen sich (den römischen Bürgern) und den Fremden (graeci, barbari, usw.). Den Barbaren (Germanen, Kelten, usw.) wurde generell jegliche Kultur abgesprochen. Sie standen irgendwo zwischen Tier und Mensch. Generell galten alle Fremden und auch die gesamte Provinzbevölkerung in den eroberten Gebieten als Peregrine (Fremde). Man konnte zwar irgendwann auch römischer Bürger werden, aber das war ein langer Weg. Dafür musste man vorher z.B. jahrzehntelangen Militärdienst leisten [8] (das kann man z.B. im Spielfilm King Arthur aus dem Jahr 2004 sehen). Die Römer nahmen Fremde meist nur dann in ihre Reihen auf, wenn sie von ihnen profitieren konnten. So füllte man die Armee mit Menschen aus entfernten Gebieten des Reiches auf, weil die Römer selber keine Lust mehr hatten den Militärdienst abzuleisten. Es gab auch ein Bürgerrecht zweiter Klasse (civitates sine suffragio), ein eingeschränktes Bürgerrecht ohne Wahlrecht, aber mit Kriegsdienstpflicht nach dem Motto "Wer Pflichten hat muss noch lange keine Rechte haben". In der Spätzeit des Römischen Reiches bot man Fremdvölkern dann die Besiedlung von Randregionen des Reiches an, welche dort die Grenze vor Barbareneinfällen zu beschützen hatten. Das Motto der Römer war: "Fremde nur integrieren, wenn wir (die Römer) davon Vorteile haben."

2.2 Mittelalter

Die mittelalterliche Gesellschaft war in mancher Hinsicht erstaunlich mobil. Einige Forscher vertreten sogar die Ansicht, dass die Ausmaße der Migration damals sogar größer waren als heute. In manchen Städten scheint der Anteil der Neubürger bis zu 20 oder 30 Prozent betragen zu haben. Ein jährlicher Zuzug von Fremden um die 1% (das entspräche ungefähr einer Rate von jählich 30.000 bis 40.000 Einwanderen im heutigen Berlin) konnte damals durchaus erreicht werden. Allerdings beziehen sich diese Werte auf eine deutlich geringere durchschnittliche Migrationsdistanz als bei der heutigen Massenmigration, die oft über Tausende von Kilometern und bis auf andere Kontinente reicht. Um 1300 lag die durchschnittliche Migrationsdistanz bei lediglich 100 Kilometern, und um das Jahr 1500 bei nur noch 80 Kilometern. [9]

Im christlichen Mittelalter duldete man Minderheiten wie die Juden nur widerwillig so lange wie man von ihnen profitieren konnte. Wurden sie einem lästig verfolgte man sie wie bei dieser Talmudverbrennung in Paris im Jahr 1242.
Dennoch begegnete man dem Fremden im Mittelalter meist mit Skepsis und/oder offener Ablehnung bzw. Feindschaft. Juden und Muslime waren nur in Maßen geduldet, und mitbestimmen durften sie schon gar nicht. Gegenüber den Juden kam es immer wieder zu brutalen Pogromen und Vertreibungen. Selbst innerhalb eines Landes war die Migration im Hoch- und Spätmittelalter reglementiert. Man konnte z.B. nicht einfach so vom Dorf in die Stadt umziehen. Vorher musste man einen Bürgereid leisten, Bürgergeld zahlen, Bürgen stellen, Grund- oder Hausbesitz oder eine Rente vorweisen und andere von Stadt zu Stadt unterschiedliche Nachweise erbringen, dass man sich einbürgern/integrieren wollte. [10] Für spezialisierte Fachkräfte wie z.B. Schreiber oder Ärzte wurde dieser Prozess vereinfacht. [11] In ländlichen Regionen wäre man nie auf die Idee gekommen, z.B. Menschen aus einem 100 Kilometer entfernten Dorf in größerer Menge aufzunehmen, nur weil diese z.B. wegen einer schlechten Ernte oder Kriegswirren an Leib und Leben bedroht sind.

In frühen Mittelalter dominierte die Migration in Gruppen. Häufig kam es vor, dass die Migranten sich nach Abschluss ihrer Einwanderung gewaltsam als Herrscher über die Vorbevölkerung etablierten. Die Migration Einzelner war eher die Aussnahme. Im Hoch- und Spätmittelalter dagegen bildeten Migrationen großer Gruppen über weite Entfernungen eine Ausnahmeerscheinung. Die Migration wurde jetzt stärker von den jeweiligen Herrschern geregelt. Man unterschied zwischen drei Gruppen: den Einheimischen, den dauerhaft ansässigen Auswärtigen (utwendic) und den befristet anwesenden Durchreisenden. Migranten (utwendic) blieben meist über Generationen hinweg als Migranten erkennbar, und ihnen wurden weniger Rechte zugestanden als den Einheimischen. Bei Bedarf konnte man sie auch ausweisen. So ließ der französische König im Jahr 1320 alle Italiener ausweisen, unabhängig davon ob einer sich etwas hatte zu schulden kommen lassen oder nicht. [12]

Es gab im Mittelalter allerdings auch vereinzelt Beispiele eines gelungenen multikulturellen Zusammenlebens. Auf Sizilien betrieben die Normannen und Staufer eine relativ tolerante und moderne Politik, so dass dort Christen, Byzantiner und Araber in gegenseitigem Respekt zusammenlebten. Obwohl die Muslime Sondersteuern zahlen mussten, durften sie z.B. vor Gericht auf den Koran schwören und öffentlich Ramadan feiern. Ein wichtiger Grund für diese Toleranz war, dass die neuen christlichen Herrscher auf die fortgeschrittene Handwerkstechnik und Verwaltungstechnik der Araber nicht verzichten konnten. Aber bereits nach kurzer Zeit war es vorbei mit Multikulti. Friedrich II. ging militärisch gegen die Muslime vor und ließ zwischen 1224 und 1245 die muslimische Bevölkerung Siziliens nach Lucera in Nordapulien deportieren. [13] Im Gebiet der Moldau lebten Angehörige unterschiedlichster Ethnien und Konfessionen relativ friedlich miteinander. Die verschiedenen ethnischen Gruppen genossen anscheinend annähernd gleiche Rechte. Georg Reicherstorffer berichtet z.B. in seiner nach 1534 entstandenen Chorographia Moldaviae:

"In diesem Land leben unter der Herrschaft der Vojvoden verschiedene Sekten und Religionen und Völker miteinander, wie beispielsweise Ruthenen, Polen, Serben, Armenier, Bulgaren und Tataren, und schließlich Sachsen aus Siebenbürgen, ohne dass sie wegen ihrer unterschiedlichen Riten und Dogmen miteinander in Streit geraten würden. Und jede Sekte oder Volksgruppe folgt ihrem Ritus und ihrem Gesetz nach eigenem Gutdünken. (...) Die Armenier werden als Unterthanen angesehen, wie die Bürger und Kaufleute in anderen Städten und Flecken der Moldau, und bezahlen dem Fürsten denselben Tribut." [14] [15]

In den islamischen Gebieten war man damals gegenüber Fremden (Juden und Christen) etwas toleranter als im Abendland. Deshalb flohen z.B. viele Juden aus christlichen Gebieten in den muslimischen Herrschaftsbereich. Eine Gleichberechtigung des Fremden nach heutigem Verständnis gab es aber auch dort nie. Ungläubige (Dhimmi) mussten eine extra Kopfsteuer zahlen, durften keine Waffen führen, mussten oft besondere Farben oder Kleidungsstücke tragen und durften zwecks Demütigung anstatt Pferden nur Esel reiten. Außerdem war es erlaubt, dass Muslime sie schlagen ohne dass sie sich wehren durften. Schlug ein Ungläubiger mal zurück, wurde ihm die Hand abgehackt oder er wurde gleich hingerichtet. Die Zeugenaussage eines Ungläubigen galt nicht gegen Muslime, und diese erhielten für Vergehen an einem Dhimmi nur die halbe Strafe.

2.3 Neuzeit

Man könnte nun meinen, dass sich dann mit der europäischen Aufklärung die Aufnahmebereitschaft gegenüber Fremden verbesserte. War aber nicht so! Zwar wurden extreme Maßnahmen wie Sklaverei oder Körperstrafen in der westlichen Welt allmählich abgeschafft und man ließ u.a. wegen der Förderung des globaler werdenden Handels oder zur Besiedlung relativ menschenleerer Territorien von Zeit zu Zeit mal eine gewisse, oft auf bestimmte Gruppen begrenzte Einwanderung zu, aber ein Recht auf grenzenlose Einwanderung oder gar volle Bürgerrechte gab es nie. Fremde waren meist nur dann erwünscht wenn man sie brauchte. So holte der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688) Hugenotten, Polen, Holländer und andere Volksgruppen nur deshalb in sein Land, um sein rückständiges, verartmtes und primär landwirtschlich geprägtes Territorium durch ausländische Fachkräfte ökonomisch vorwärts zu bringen.
Auch die USA ließen lange keine oder nur sehr wenige Chinesen und Osteuropäer in ihr Land. Einwanderer aus Mitteleuropa waren dagegen weiterhinf willkommen.

Auch in der Neuzeit war die Aufnahme von Flüchtlingen nur ein Gnadenakt des Souveräns und kein allgemein verbrieftes Recht. So sah der sächsische Kurfürst Johann Georg I. im Jahr 1619 die Sicherheit seines Landes durch die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen gefährdet. Es erging der Befehl, sowohl innerhalb als auch außerhalb Dresdens keine Fremden länger als zwei Tage beherbergen zu lassen. Auch die politischen Flüchtlinge, die in den Folgemonaten die kursächsische Grenze überschritten, wurden in Dresden abgewiesen. Alle anderen Einwanderer hingegen benötigten eine kurfürstliche Aufnahmegenehmigung und hatten von den Magistraten insbesondere auf ihre Emigrationsmotive hin gründlich überprüft zu werden. [16] Vielleicht liegt darin eine der historischen Ursachen, dass man auch heute noch in und um Dresden relativ ablehnend gegenüber Zuwanderern eingestellt ist.

Wer im 19. Jahrhundert auswanderte, hatte keine große Hilfe des Gastlandes zu erwarten, und musste zur Genehmigung seiner Einwanderung oft erst beweisen, dass er selber für seinen Lebensunterhalt aufkommen kann. So berichtete z.B. ein im Jahr 1871 ein deutscher Weberm der nach Russland ausgewandern wollte folgendes:

"In der Verzweiflung, wie ich mich, mein Weib und meine 5 Kinder ohne Vermögen und Arbeitsverdienst in den drückenden Zeiten der Teuerung ehrlich sollte durchbringen können, entschloss ich mich vor einem 3/4 Jahr zur Auswanderung nach Russland. Nachdem wir uns bis 36 Meilen hinter Warschau fortgesetzt hatten, wurden wir an der russischen Grenze zurückgewiesen, weil ich mich über den Besitz des nach einer neuerlich erst ergangenen Verordnung zur Ansiedlung erforderlichen Vermögens nicht legitimieren konnte. Da ich auch in Polen keine Unterkunft fand, so musste ich wieder in meine verlassene Heimat zurückziehen, wo mir zwar von den Ortsvorstehern der Aufenthalt wieder gestattet, hingegen von allen Inwohnern gleich zu erkennen gegeben wurde, dass sie für den Unterhalt meiner Familie nicht Rat zu schaffen wüssten." [17]
Auch in den von Multikulti-Freunden gerne als Beispiel für liberale Einwanderung und gelungene Intergration gefeierten USA wurde der Zuzug nachdem das Land etwas dichter besiedelt war schnell beschränkt. 1882 wurde der Chinese Exclusion Act, der chinesische Arbeiter von der Einwanderung ausschloss, verabschiedet. Er wurde erst 1943 aufgehoben. Danach galt für chinesische Immigranten bis 1965 die Quotenregelung von 1924. Sie erlaubte nur 105 chinesische Neuimmigranten pro Jahr. 1921 wurde die Einwanderung zum ersten Mal einer Quote unterworfen (Emergency Quota Act). Drei Jahre darauf folgte der Immigration Act von 1924. Die in beiden Gesetzen beschlossenen Quoten sollten die Einwanderung aus Süd- und Osteuropa zugunsten der Einwanderung aus Nord- und Westeuropa eindämmen und ganz allgemein den weißen Charakter der Bevölkerung sichern. Dazu wurde die Zahl der Neuwanderer pro Land auf 2% des Anteils an der Bevölkerung von 1890 begrenzt. Die Integration von Einwanderern in den USA konnte nur unter Inkaufnahme schwerer sozialer Missstände, Unruhen und Gewalttätigkeiten umgesetzt werden. Konflikte zwischen den einzelnen Einwanderergruppen (Engländer, Iren, Italiener, Deutsche, Osteuropäer, usw.) waren über Jahrhunderte an der Tagesordnung und forderten immer wieder Todesopfer. So kam es 1855 zu den sogenannten Chicago Beer Riots zwischen englischen und deutschen Einwanderern, und im Rahmen der Philadelphia Bible Riots von 1844 zwischen katholischen Iren und protestantischen Engländern wurden Häuser und Kirchen in Brand gesetzt und etliche Personen getötet. [18]
In den USA funktionierte Integration nur unter Inkaufnahme von schweren Konflikten, wie bei den Philadelphia Bible Riots von 1844 zwischen katholischen Iren und protestantischen Engländern, bei denen u.a. die katholische St. Michaels Church von Protestanten in Brand gesetzt wurde

Die Kanadier förderten zwar ab 1869 die Einwanderung mit einem Einwanderungsgesetz, weil ihr dünn besiedeltes Land dringend Arbeitskräfte benötigte, allerdings hatte die Regierung schon damals die gesetzliche Möglichkeit, die Einwanderung von Armen, Kranken und behinderten Menschen zu verhindern. Als das Land dann dichter besiedelt war, verkündete der kanadische Premierminister Mackenzie King im Jahr 1947 in einer Rede, dass es Einwanderern nicht möglich sein sollte, "den Charakter unserer Bevölkerung grundlegend zu ändern". Das Einwanderungsgesetz aus dem Jahr 1952 ermächtigte die Regierung, Personen, die aufgrund ihrer Staatsbürgerschaft, ihrer ethnischen oder geografischen Herkunft, ihrer sozialen Klasse, Berufszugehörigkeit, ihres Lebenswandels oder ihrer "möglichen Unfähigkeit, sich zu assimilieren" als ungeeignet erachtet wurden, nur einschränkt oder überhaupt nicht zuzulassen. Dafür wurde eine Liste mit bevorzugten Herkunftsländern aufgestellt. Um heute dauerhaft nach Kanada auszuwandern, braucht man eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung (Permanent Residence Status), die nicht jeder erhält. Als Bewertungskriterium dient ein Punktesystem, das verschiedene Fähigkeiten und Qualifikationen wie Berufserfahrung, Sprachkenntnisse, Alter oder Anpassungsfähigkeit mit Punkten berücksichtigt. [19] [20]

In Israel wird Einwanderung nach Rassezugehörigkeit (die Grünen und die SPD würden so was in Deutschland rassistisch nennen) geregelt. Im Gesetz heißt es u.a. "Jeder Jude hat das Recht, als Einwanderer nach Israel zu kommen." Man darf auch einwandern wenn man nach den Regeln des orthodoxen Rabbinatsgerichts zum Judentum konvertiert ist. [21] Für Nichtjuden ist die Erteilung einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung an bestimmte Auflagen (eine feste Arbeitsstelle, eine ausreichend hohe Kapitaldecke, keine Vorstrafen, usw.) geknüpft. [22] Nichtjuden können nach freiem Ermessen des Innenministers frühestens nach drei bis fünf Jahren Aufenthalt im Land die Staatsbürgerschaft erhalten. Auch die Heirat mit einem jüdischen Partner ändert in Israel nichts an der Rassezugehörigkeit, die für die Einwanderung entscheidend ist. Gemäß dem Gesetz über Staatsangehörigkeit und Einreise nach Israel können Palästinenser, die israelische Staatsbürger heiraten, weder einen Aufenthaltsstatus noch die israelische Staatsangehörigkeit erhalten. [23] Israel geht rigoros mit illegalen Einwanderern um. Sie können bis zu einem Jahr ins Gefägnis gesteckt werden, und müssen im Anschluss unbefristet in ein abgelegenes Internierungslager in der Negevwüste. 2014 wurde das Gesetz ein wenig liberalisiert. Der Gefängnisaufenthalt ist nun auf drei Monate und der anschließende Lageraufenthalt auf 20 Monate beschränkt. [24] [25]

Australien lässt nur Menschen einwandern, die ihre Gesellschaft ökonomisch vorwärts bringen können und Englisch beherrschen. Dafür gibt es ein 120-Punktesystem, dass Faktoren wie Schul- und Berufsabschluss, Berufserfahrung, Alter, Vorliegen eines konkreten Stellenangebots, Ersparnisse, Unterstützung durch schon in Australien lebende Verwandte, sowie das Niveau der Englischkenntnisse berücksichtigt. [26] Gegen illegale Einwanderer wird konsequent vorgegangen. In einem an Flüchtlinge gerichteten Video der Regierung heißt es u.a.:

"Wenn ihr ohne Visum in unser Land kommt, wird Australien niemals eure Heimat werden – es gibt keine Ausnahmen: Familien mit Kindern, Kinder ohne Begleitung, auch wenn sie gebildet oder begabt sein sollten – es wird keine Ausnahme geben." [27]

Die australische Marine patrouliert in den Gewässern zwischen Indonesien, Papua-Neuguinea und Australien, und stoppt alle Boote mit Flüchtlingen und schickt sie zurück. Wenn Flüchtlingsboote nicht mehr seetauglich sind, werden die Insassen in Rettungsboote verfrachtet und zurückgeschickt. [28]

Fazit: Selbst in unserer Gegenwart gibt es auf der ganzen Welt außer Deutschland kein einziges Land, dass dem Einwanderer eine grenzenlose Einwanderung (auch noch illegal und ohne Grenzkontrollen und/oder Registrierung) und sofortige Zugestehung aller Bürgerrechte bzw. Einbürgerung gestattet.

2.4 Kulturen außerhalb Europas

Außerhalb Europas gab es auch nie ein bedingungsloses Grundrecht auf Einwanderung für jeden Menschen.

China grenzte sich über Jahrhunderte teilweise hermetisch gegen alles Fremde ab. In den Augen der Chinesen waren Ausländer fremde Teufel (yángguǐzi) [29] und haarige Monster mit üblem Atem. Angehörige fremder Kulturen galten als "Barbaren" ohne jegliche Zivilisation und Kultur. Diplomatische Kontakte oder gar Handelsbeziehungen mit ihnen waren aus chinesischer Sicht überflüssig. [30] Am unbeliebtesten waren die Mongolen im Norden (Nordbarbaren), die man für Tiere und Teufel hielt. Ein zeitgenössischer Text illustriert dies:

"Sie sind wie Vögel und Tiere. Sie sind Wölfe, die keine Nachsicht verdienen. Sie sind auf Gewinn aus, haben das Gesicht von Menschen, aber die Seele von Tieren und leben in menschenunwürdigen Sümpfen und Salzwüsten. Die nördlichen Stämme sind unmusikalische, farbenblinde, heimtückische Teufel." [31]

Man folgte Ideen, die heute z.B. Horst Seehofer propagiert, und errichtete über Jahrhunderte hinweg die über 20.000 Kilometer lange Chinesische Mauer, um die Nordvölker abwehren, was aber dann doch nichts nützte. Die Mongolen aus dem Norden umgingen die Mauer und eroberten China. In China durfte ab dem frühen 17. Jahrhundert zwar christlich missioniert werden, als allerdings die Missionare die religiösen Traditionen der Chinesen nicht mehr achteten, (1742/44 untersagte Papst Benedikt XIV. zum Christentum konvertierten Chinesen die Beibehaltung einiger ihrer tradierten Riten, wie vor allem der konfuzianischem Ahnenverehrung) wies der chinesische Kaiser die Missionare ruck zuck aus und begann die chinesischen Christen zu verfolgen. [32] Im kommunistischen China war über Jahrzehnte hinweg sogar die Binnenmigration streng reglementiert und großteils verboten. Sofern ländliche Arbeiter in der Lage waren, für ihren Lebensunterhalt selbst zu sorgen, wurde ihnen nun der Aufenthalt in kleineren Städten gestattet. Selbst Opfern von Naturkatastrophen sollte es nicht erlaubt sein, als Migranten Arbeit zu suchen. Erst 1995 wurden Regelungen zur zeitweiligen Aufenthaltsgenehmigung von ländlicher Bevölkerung in Städten eingeführt, die auf eine Legalisierung des Status der Migranten in den Städten zielten. Bettler und Obdachlosen konnten weiterhin jederzeit in ihre ländlichen Heimatorte abgeschoben werden. [33]

Zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert scheint eine rege wechselseitige Migration von Menschen zwischen Japan und Korea sowie dem chinesischen Festland bestanden zu haben. Die Einwanderer brachten u.a. verbesserte Techniken der Metallbearbeitung, der Miltärtechnik und Bewässerungstechnik sowie der Seidengewinnung mit. Auch die Ausbreitung des Buddhismus ab dem 6. Jahrhundert geht wohl auf Migrationsbewegungen zurück. Nach dem 8. Jahrhundert ist dann allerdings keine umfangreiche Migration nach Japan mehr belegbar. Obwohl z.B. vom 12. bis 14. Jahrhundert eine rege Handelstätigkeit der Japaner mit Südostasien belegbar ist, war die Migration von Fremden nach Japan sehr stark eingeschränkt. [34] Das Land isolierte sich später dann zunehmend. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts versuchten die Portugiesen in Japan wirtschaflich Fuß zu fassen und christlich zu missionieren.
Unter dem Shogun Tokugawa Ieyasu (1543-1616) wurde das Christentum in ganz Japan verboten und die portugiesischen Händler und Missionare ausgewiesen
Doch dies endete bald. Im Jahr 1639 wurde die Ausweisung der Portugiesen und der Missionare verfügt. Japan schloss sich dann bis Mitte des 19. Jahrhundert vor allem Fremden hermetisch ab. [35] Europäer, die auf eigene Faust nach Japan einzureisen versuchten, mussten mit Todesstrafe oder lebenslanger Inhaftierung rechnen. Im 19. Jahrhunderts forderten die Europäer, dass Japan mit ihnen freien Handel treiben müsse. Dagegen streubten die Japaner sich lange, und wurden schließlich 1853 von den USA mit Waffengewalt zum Handel gezwungen. Unter dem Slogan "Verehrt den Kaiser, vertreibt die Barbaren" bildete sich dann im Volk eine Widerstandsbewegung. [36] [37]

Auch in Tibet hielt man nicht viel von Migration. Wie aus dem Buch/Film Sieben Jahre in Tibet bekannt, durfte man als Ausländer das Land erst gar nicht betreten. Heute sind die Tibeter durch die massive Einwanderung von Chinesen vom Volkstod bedroht.

Das vormoderne Indien war stark von Einwanderungs- und Eroberungswellen geprägt, die im späten Altertum und Mittelalter einen stark destruktiken Charakter annahmen. Die indische Reaktion auf Einwanderung und Fremdherrschaft in vormoderner Zeit reichte von Antipathie und Ablehnung über Indifferenz bis hin zu Aufnahmebereitschaft für fremde Einflüsse. Insbesondere die Brahmanen entwickelten früh Mechanismen der Abgrenzung und des Ausschlusses. Man argumentierte, dass enger Kontakt oder gar Mischehen rituelle Unreinheit verursachten. Für kulturell andersartige Stämme mit anderer Sprache bürgerte sich der Begriff mleccha ein. [38] Im frühen 8. Jahrhundert begann dann die arabische bzw. islamische Infiltration/Eroberung Indiens, die im Laufe der nächsten Jahrhunderte Millionen von Toten forderte. Inzwischen bezeichnet man die Greueltaten der islamischen Invasoren als größten, allerdings von der Öffentlichkeit verdrängten Holocaust der Geschichte. [39] Eine Verbindung mit dem Hinduismus oder eine Verschmelzung mit dem Islam blieb unmöglich, und so entstand der große Gegensatz der beiden unversöhnbaren Religionen Hinduismus und Islam, der bis heute zu schweren Gewalttätigkeiten führt. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts migrierten Millionen von Menschen aus Bangladesch illegal nach Indien. Dies führte zu schwersten Konflikten mit der einheimischen Bevölkerung. So kam es im Jahr 1983 im indischen Bundesstaat Assam zu einem Gemetzel zwischen muslimischen Einwanderern und alteingesessenen Hindus, dem zwischen 2.000 und 10.000 Menschen zum Opfer fielen. Die autochthone Bevölkerung gründete das sogenannte Assam Movement, um sich gegen die Überfremdung durch Einwanderer zu wehren.

Gegen eine staatlich verordnete Binnenmigration in Indonesien (Transmigrasi) gab es massivste Widerstände der einheimischen Bevölkerung. Ab 1969 siedelte die indonesische Regierung Millionen von Menschen von den überbevölkerten Hauptinseln Java und Bali auf dünner besiedelte Außeninseln um. Dadurch kam es auf verschiedenen Inseln zu bewaffneten Konflikte zwischen den muslimischen Javanern und den ursprünglich dort beheimateten, teilweise christlichen Ethnien. Besonders auf Papua wurde die die indigene Bevölkerung dadurch immer mehr zur Minderheit im eigenen Land. Die Folgen dieses Migrationsexperiment führte zu bis heute anhaltenden Unruhen mit Tausenden von Toten. [40]

Fast ohne Kontakt mit der übrigen Menschheit entfalteten sich die Kulturen in Nord- und Südamerika, im Inneren Afrikas und großen Teilen der pazifischen Inselwelt. Über das Verhalten dieser Kulturen gegenüber Einwanderern in vorkolonialer Zeit lässt sich mangels Quellen wenig aussagen. [41] Im 20. Jahrhundert wendete man in Afrika seine Agressionen, nachdem man den gemeinsamen Feind der "weißen" Kolonialherren Ende der 1960er-Jahre besiegt hatte, bald gegen andere Völker und Ethnien. Xenophobie und der Ausschluss von Bevölkerungsgruppen wurde immer alltäglicher. Fremdenfeindlichkeit gegenüber den "afrikanischen Brüdern und Schwestern" im eigenen Land und den Nachbarländern, die es auch in kolonialer und vorkolonialer Zeit schon gab, gewann immer mehr Raum. Es kam verstärkt zur Abwehr von Zuwanderern auch wenn diese zum Teil schon seit Generationen im Lande lebten. Fremde, die vorübergehend als günstige Arbeitskräfte akzeptiert werden, wie z.B. die Burkinabé in der Elfenbeinküste oder die Mosambikaner in Südafrika, sind dennoch gesellschaftlich kaum akzeptiert, und können, selbst wenn ihre Familien schon seit Generationen im Gastland leben, schnell wieder ausgestoßen und verfolgt werden. In Südafrika kam es z.B., nachdem man erstmal das Apartheidssystem der "Weißen" abgeschüttelt hatte, relativ schnell zu teilweise auch blutigen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen "schwarzen" Bevölkerungsgruppen. Auf starke Ablehnung stoßen in Afrika auch Einwanderer aus dem asiatischen Raum. [42]

2.5 Naturvölker

Bei indigenen Völkern und Stämmen war und ist es auch nicht üblich, in größerem Umfang Menschen aus anderen Stämmen aufzunehmen. Wenn fremde Gruppen im eigenen Territorium auftauchen, versucht man sie meist mit Waffengewalt wieder zu vertreiben. Fremde werden i.a. nur selten in die Gemeinschaft aufgenommen. Man kennt das aus dem Film Der mit dem Wolf tanzt. Hier möchte ein zivilisationsmüder weißer US-Soldat (gespielt von Kevin Costner) bei den Indianern leben. Die Indianer nehmen ihn aber nicht sofort mit offenen Armen auf. Es reicht nicht aus, nett mit einem Wolf zu spielen oder sich Indianerfedern aufzusetzen, um von den Indianern als Indianer akzeptiert zu werden. Kevin Costner muss zuerst die Sprache der Indianer lernen, und sich auf der Büffeljagd und im Kampf bewähren (Anm.: Solche Bewährungsproben fehlen in heutigen Integrationskursen. Dort sitzt man seine Unterrichtsstunden ab und muss nie etwas des Gelernten unter Beweis stellen). Erst nach einiger Zeit, und nachdem er sich als mit der Kultur der Indianer vertraut erwiesen hat, wird er ein voll akzeptiertes Stammesmitglied. [43]
Dieser friedliche Sonnenuntergang auf der Inselgruppe der Andamanen im Indischen Ozean täuscht! Der dort wohnhafte Stamm der Sentinelesen setzt schon seit Jahrhunderten die Vorstellungen von Frauke Petry konsequent um, und beschießt jeden Fremden der ihrem Strand zu nahe kommt mit Pfeilen.

Ein Ethnologe berichtete z.B. von einem für ihn schokierendem Erlebniss mit einem indigenen Urwaldstamm. Eines der Stammesmitglieder erzählte im nach einem Jagdausflug, dass im Fluss ein Mensch ertrunken sei. Der Ethnologe fragte, ob den niemand dagewesen wäre um zu helfen. Der Eingeborene erzählte ihm, dass schon viele Stammesmitglieder am Ufer gestanden und zugeschaut hätten. Es wäre leicht gewesen, dem Ertrinkenden zu helfen, was man aber nicht für nötig erachtet habe, da dieser einem fremden Stamm angehörte. Im brasilianischen Urwald ist es oft Glückssache, ob man als Fremder von einem Eingeborenenstamm freundlich begrüßt oder gleich getötet wird. Der Psychoanalytiker und Ethnologe Mario Erdheim schreibt dazu u.a.:

"Von den sehr kriegerischen brasilianischen Yanomami-Indianern berichtet ein Ethnologe, was geschieht, wenn man als Fremder diesen Stamm besucht. Man kommt an mit dem Kanu, nähert sich dem Dorf, und da stehen alle Männer und zielen mit dem Pfeilbogen auf den Fremden - bis einer der Männer ihn zu sich ruft. Von dem Moment an ist dieser für den Fremden verantwortlich. Wenn sich niemand bereit erklärt, für ihn die Verantwortung zu übernehmen, wird er getötet." [44]

In traditionellen Gesellschaften gibt es im Prinzip nur zwei Möglichkeiten des Umgangs mit dem Fremden: Vertreibung bzw. Tötung oder vollständige Assimilation, bei der der Fremde seine eigene Kultur total aufzugeben hat. Der Soziologe Rudolf Stichweh drückt das folgendermaßen aus:

"Gesellschaften welche die Fremdheit des Fremden und die daraus resultierende Kontingenz erkennen, werden motiviert sein, die Fremdheit und Kontingenz möglichst schnell aus der Welt zu schaffen. Die Tötung oder Wegweisung des Fremden ist dann eine schnell zu realisierende Option. Die hauptsächliche Alternative besteht darin, den Fremden in einer Weise in die eigene Gesellschaft zu inkorporieren, dass man die Fremdheit vollständig zum Verschwinden bringt. Man erfindet Reinigungsriten, die auf fremde Kontingenz zielen, vollzieht Adoptionen, die rückstandslose Zugehörigkeit produzieren sollen, ohne dass die Herkunft des Adoptierten noch erinnert werden darf." [45]

Dieses historisch bewährte Prinzip der kulturellen Anpassung des Fremden an die Zielgesellschaft stellen heute in Deutschland viele Menschen und Parteien um 180 Grad auf den Kopf, und vertreten die eigenartige Forderung, dass der Zuwanderer sich nicht kulturell zu integrieren habe oder der Einheimische sich sogar dem Fremden anzupassen habe. Fast alle deutschen Parteien (außer der CSU und Teilen der CDU) vertreten z.B. die Ansicht, dass eine Anpasassung der Zuwanderer an die Zielgesellschaft, die über Minimalanforderungen wie das Akzeptieren des Grundgesetzes hinausgeht, nicht nötig sei, und aus Gründen kultureller Toleranz auch nicht eingefordert werden dürfe. [46] Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hat z.B. die Deutschen aufgefordert, sich an Asylbewerber anzupassen. Er meinte u.a.:

"So wie die Flüchtlinge ihre Lebensgewohnheiten ändern müssen, werden auch wir es tun müssen. Unser Wohlstand und die Weise, in Frieden zu leben, werden sich ändern." [47] [48]

Die Sentinelesen, ein im Regenwald lebendes Volk von Jägern und Sammlern, auf der zur indischen Inselkette der Andamanen gehörenden North Sentinel Island, dass noch fast gar keinen Kontakt mit mit der Außenwelt hatte, befolgt schon seit Jahrhunderten die Ratschläge von Frauke Petry in Bezug auf den Umgang mit Fremden. Früher war es Sitte der Insulaner, die Körper ihrer getöteten Feinde zu zerschneiden und ins Feuer zu werfen. Die Angehörigen des Sentinelesen-Stammes lassen sich bis heute praktisch überhaupt nie mit Fremden ein. Besucher werden mit einer besonderen Art von Willkommenskultur bedacht, und mit einem tödlichen Pfeilhagel begrüßt. Wenige Tage nach dem Erdbeben im Indischen Ozean im Jahr 2004 wurde ein Hubschrauber der über die Insel flog von den Sentinelesen mit Pfeilen beschossen. Im Jahr 2006 wurden zwei Fischer erschossen, die der Insel zu nahe gekommen waren. Geschenke, wie z.B. Kokosnüsse, Bananen, Reis, Stoff und Eisenwaren, welche die indische Regierung machte und am Strand ablegte, wurden gleich wieder ins Wasser geworfen. [49] [50] Damit übertreffen die Sentinelesen in punkto Fremdenfeindlichkeit sogar noch die radikalsten Pegida-Anhänger in Dresden.

Dass die Einwanderung europäischer Siedler der nord- und südamerikanischen Urbevölkerung nicht gut bekommen ist (siehe den Roman Der letzte Mohikaner oder Karl Mays Winnetou-Romane) ist hinlänglich bekannt und muss nicht näher ausgeführt werden. Dennoch hier ein Beispiel: Von den ursprünglich drei bis fünf Millionen Indianern Brasilens, die bei der Entdeckung des Landes im Jahr 1500 dort ansässig waren, lebten um das Jahr 1910 nur noch ungefähr 500.000. [51]

2.6 Fazit der historischen Betrachtung

Politiker wie Sigmar Gabriel, Angela Merkel, Claudia Roth oder Katrin Göring-Eckardt fordern und fördern eine unbegrenzte Zuwanderung ohne sich die langfristigen Folgen dieser Zuwanderung für die Gesellschaft klar zu machen.
Es hat wohl niemals seit der Mensch seßhaft geworden ist und gesellschaftliche Strukturen ausgebildet hat eine menschliche Gemeinschaft/Gesellschaft gegeben, in der sich jeder Fremde ohne jegliche Beschränkungen oder Vorbedingungen einer anderen Gesellschaft anschließen konnte. Und wenn man sich einer Gesellschaft anschließen durfte, wurden einem die Gesamtheit der Rechte der alteingesessenen Bewohner erst nach einem langen Prozess gewährt. Einwanderung war und ist meist unerwünscht, und wird nur praktiziert, wenn die Gesellschaft in die der Fremde einwandert sich von dessen Anwesenheit Vorteile verspricht. Die Integration fremder Bevölkerungsgruppen, besonders wenn unterschiedliche Religionszugehörigkeiten existieren, war in der Geschichte fast nie ohne schwere, oft auch gewalttätige Konflikte möglich. Die Vorstellung einer harmonisch und friedlich verlaufenden Integration erweist sich bei einer Betrachtung der Menschheitsgeschichte als naives und gefährliches Wunschdenken. Wohl deshalb gibt es auch in der Gegenwart kein Land auf der ganzen Welt außer Deutschland, dass jedem Menschen ein bedingungsloses Recht auf Einwanderung garantiert. Auch ist es in der Menschheitsgeschichte immer der Zuwanderer, der sich der Zielgesellschaft anzupassen hat und nicht umgekehrt. Toleranz gegenüber fremden Sitten und Gebräuchen ist eher die große Ausnahme. Der Ethnologe Irenäus Eibl-Eibesfeld hat die ganze Problematik treffend auf den Punkt gebracht und meinte u.a.:
"Höchst problematisch ist dagegen die Einwanderung Kulturferner und der Aufbau der von einigen Utopisten so eifrig propagierten multikulturellen Immigrationsgesellschaft. Sie führt ganz sicher zu Konflikten! Dafür gibt es genügend Beispiele und zwar aus aller Welt. Xenophobie und Territorialität gehören zu den Universalien. [52] (...) Daß die [53] die Leute von der Mayflower durchgefüttert haben, war ihr größter Fehler." [54]

3 Was kann man daraus folgern?

Nun kann man zu diesem geschichtlichen Rückblick auch sagen: Scheiß drauf! Das beweisst für die Gegenwart gar nichts. Da haben die Menschen eben Tausende von Jahren alles falsch gemacht. Millionen von Menschen und alle Gesellschaften der Vergangenheit haben sich geirrt und gemein und brutal gehandelt. Wir Heutigen sind die modernste, humanste und beste Zivilisation aller Zeiten und machen alles besser als unsere Vorfahren. Claudia Roth, Katrin Göring-Eckardt, Sigmar Gabriel und Mutti Merkel sind mit ihrer Befürwortung einer grenzenlosen Einwanderung klüger als alle Menschen in den Jahrtausenden vor ihnen. Wer nicht jeden Migranten aufnehmen möchte ist ein Rassist oder gar Schlimmeres.

Man kann aber auch erwägen, ob die Tausenden von Gesellschaften seit der Neolithischen Revolution nicht gute Gründe hatten, sich gegen einen zu straken Zuzug von Fremden abzuschirmen. War das vielleicht ein bewährtes Vorgehen, um die Stabilität des eigenen gesellschaftlichen Systems zu sichern? Wussten diese Menschen vielleicht, dass eine Gesellschaft ein sensibles, und leicht beschädigbares Gebilde ist, welches auf sehr vielen historisch entstandenen Faktoren (Traditionen, religiösen Überzeugungen, Verhaltensnormen, Tabus, Gesetze und traditionelle Bindungen wie Familie, Sippe, Zunft, usw.) beruht, und das durch allzu starke und schnell auftretende fremde Einflüsse in Ungleichgewicht geraten oder sogar kollabieren kann?

Ist nicht eine Gesellschaft wie jedes andere lebendige System zu betrachten? Ein biologisches System ist einerseits nie ganz gegenüber seiner Umwelt abgeschlossen. Es tauscht Energie und Materie mit seiner Umwelt, und kann ohne diesen Austausch nicht leben. Allerdings gibt es dabei immer eine klare Grenze zwischen Innen und Außen. Durch einen Systemrand grenzt sich das System von seinem Umgabungsmilieu ab. Die interne Organisation des Systems selber aber ist geschlossen und bleibt solange es lebt relativ konstant. Die Aufnahmefähigkeit von fremden Elementen hat immer eine Grenze, bei deren Überschreiten das System überfordert ist und letztendlich erkrankt. In der Biologie sind diese Tatsachen unbestritten. So besitzen nahezu alle Organismen Mechanismen, die eine unkontrollierte Aufnahme fremder genetischer Elemente (Viren, Phagen oder Plasmide) verhindern, um ihr eigenes genetisches Material zu schützen. [55] Das sind Naturgesetze, die man auch nicht unter Berufung auf Humanität, Mitmenschlichkeit, Multikulturalität oder christliche Überzeugungen ungestraft außer Kraft setzen kann.
Jede Zelle stellt wie eine Gesellschaft ein in Innen und Außen abgrenzbares, eigenständiges und selbsterhaltendes System dar. Sie ist in der Lage, Nährstoffe aus der Umwelt aufzunehmen und die darin gebundene Energie durch Stoffwechsel für sich nutzbar zu machen, ist aber als interne Organisation geschlossen.

Die Einwanderung von unqualifizierten Personen/Gruppen wurde im Laufe der Menschheitsgeschichte von der Zielgesellschaft fast immer abgelehnt. Erwünscht waren meist nur Migranten mit besonderen technisch-handwerlichen, künstlerischen oder anderen Fähigkeiten, an denen in der Zielgesellschaft Bedarf bestand. Den Menschen war im Gegensatz zu den heutigen deutschen Politikern noch klar, dass Zuzug unqualifizierter Personen in größerem Umfang der Zielgesellschaft zwangsläufig ökonomisch schadet. Auch gab es keinerlei Unterstützung für in der Zielgesellschaft in Not geratene Einwanderer, da dies die öffentlichen Kassen zusätzlich belastet. Können wir von den Menschen früherer Jahrhunderte, denen die grundlegenden ökonomischen Aspekte von Migration anscheinend noch klarer waren als manchem heutigen Politiker oder Wirtschaftswissenschaftler, nicht noch einiges lernen?

Einwanderer waren in früheren Zeiten umso weniger erwünscht je mehr sie der Kultur der Zielgesellschaft fern standen. Eine der wichtigsten Barrieren der Einwanderung war dabei immer eine andere Religionszugehörigkeit bzw. andere Konfession innerhalb der selben Religion. Den Menschen war wohl klar, dass Integration umso weniger funktioniert je kulturferner und anderen Religionen zugehörig die zu integrierenden Migranten sind. Das lässt den Schluss zu, dass Ansichten wie z.B. die des AfD-Politikers Jörg Meuthen ("Ich fände es zum Beispiel eine überlegenswerte Sache, wenn wir zunächst einmal die sehr hohe und ständig steigende Zahl, verfolgter Christen mit einer gewissen Priorität bei uns aufnähmen. Denn christliche Flüchtlinge passen schließlich mehr zu unserer Kultur" [56]) weniger von pauschaler Fremdenfeindlichkeit, als von Realismus und den Erfahrungen der Menschheit in den letzten Jahrtausenden geprägt sind.

Die Integration in die Zielgesellschaft musste in allen Gesellschaften der letzten Jahrtausende immer und ausschließlich von den Einwandernden geleistet werden. Es gab keine kostenlosen Sprach- und Integrationskurse und auch keine Erleichterungen/Konzessionen oder größeres Entgegenkommen der Zielgesellschaft gegenüber den Einwanderern. Den Menschen war früher wohl noch bewusst, dass man die Integrationsmotivation und Leistungsbereitschaft von Einwanderern schwächt, wenn man ihnen ohne Gegenleistungen zu fordern alles auf dem Silberbrett serviert und in den Hintern schiebt.

Fremdenfurcht und die Ablehnung des Fremden sind verhaltenspsychologische Grunddispositionen des Menschen, die wohl angeboren sind und sich auch durch erzieherische Maßnahmen zu mehr Toleranz und Humanität nur unwesentlich ändern lassen. Das hat nicht nur die Psychologie, die vergleichende Verhaltenspsychologie (Ethologie) und Ethnologie schon seit Jahrzehnten belegt, sondern es zeigt sich auch als durchgehendes Muster in der Geschichte der Menschheit. Wenn der Anteil der Fremden in einer Gesellschaft größere Ausmaße annimt, kommt es fast schon naturgesetzlich immer zu verstärkten Vorurteilen und ablehnendem Verhalten gegenüber den Fremden, zu Diskriminierungen und vereinzelten Gewalttaten und bei andauerndem Zuzug von Migranten schließlich zu gewalttätigen Pogromen gegen die Einwanderer. Wer, wie Die Grünen, die LINKE und SPD sowie die Regierung Merkel, diese unveränderlichen Grunddispositionen des Menschen in naiver Weise ignoriert und eine unbegrenzte Einwanderung zulässt oder sogar noch fördert, hat in Konsequenz als Worst Case massivste Gewaltausbrüche und bürgerkriegsähnliche Zustände zu verantworten. Damit tragen Merkel & Co. indirekt eine Mitschuld am Erfolg der AfD und Pegida sowie an jeder in Deutschland brennenden Flüchtlingsunterkunft.

Wussten die Menschen vergangener Zeiten besser als Merkel & Co., dass man an einem funktionierenden gesellschaftlichem System besser nur langsam vorsichtige Änderungen vornehmen sollte, und dann abwarten und die Folgen auf ihre Systemverträglichkeit prüfen sollte, bevor man radikale und irreversible Änderungen vornimmt? Ist es nicht höchst leichtsinnig und gesellschaftlich unverantwortlich, innerhalb eines Jahres 1-2 Millionen Flüchtlinge aufzunehmen, und ohne abzuwarten ob und wie die Integration funktioniert, im nächsten Jahr gleich weitere Millionen aufzunehmen und außerdem noch einen großzügigen Familliennachzug in Millionenhöhe zu gewähren? Wenn erst mal 5 Millionen Flüchtlinge aus fremden Kulturkreisen (vor allem Muslime aus dem Maghreb, dem Nahen Osten und Schwarzafrika) in Deutschland sind, und man dann merkt, dass die Integration doch nicht funktioniert und die gesellschaftlichen Strukturen inklusive der inneren Sicherhiet zerbröseln, ist es zu spät. Dann kann man nichts mehr reparieren und es gibt auch kein "Ersatzdeutschland vor 2015" auf Lager, mit dem man das zugrunde gerichtete Deutschland ersetzen könnte. Dann ist Schicht im Schacht und es kommt entweder zu brutalen Pogromen gegen die Zuwanderer und ihre Vertreibung oder über dem Reichtstag in Berlin weht eine Fahne mit dem muslimischen Halbmond Hilal und der deutsche Schweinebraten wird verboten!

4 Links und Quellen

4.1 Siehe auch

4.2 Weblinks

4.2.1 Videos

4.3 Literatur

4.4 Einzelnachweise

  1. Jürgen Zeidler: Fremde im Alten Ägypten - Zur kulturellen Konstruktion von Fremdheit; in Ulrike Riemer und Peter Riemer: Xenophobie – Philoxenie / Vom Umgang mit Fremden in der Antike, Franz Steiner Verlag, Stuttgart, 2005, S. 33, 34, 37 und 41
  2. Jürgen Zeidler: Fremde im Alten Ägypten - Zur kulturellen Konstruktion von Fremdheit; in Ulrike Riemer und Peter Riemer: Xenophobie – Philoxenie / Vom Umgang mit Fremden in der Antike, Franz Steiner Verlag, Stuttgart, 2005, S. 46 bis 48
  3. Das wissenschaftliche Bibelportal der Deutschen Bibelgesellschaft
  4. Georg Steins: Grundlagen einer Migrationsethik im Horizont christlicher Sozialethik
  5. Die Bibel in der Einheitsübersetzung
  6. Martin Dreher: Athen und Sparta, C. H. Beck, 2. Aufl., München, 2012, S. 118 ff.
  7. Eckart Schütrumpf: Die Analyse der Polis durch Aristoteles, Verlag B. R. Grüner, Amsterdam, 1980, S. 37 ff.
  8. Werner Eck: Zur Bedeutung von Gesetz(en) und Recht für die Identität Roms und seiner Bürger; in Eberhard Bons, Jörg Frey, Friedhelm Hartenstein, Bernd Janowski, Matthias Konradt und Werner H. Schmidt: Identität und Gesetz - Prozesse jüdischer und christlicher Identitätsbildung im Rahmen der Antike, Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, 2014, S. 29 bis 50
  9. Sylvia Hahn: Historische Migrationsforschung, Campus Verlag, FGrankfurt a. M., 2012, S. 72 bis 74
  10. Bruno Koch: Integration von Neubürgern in die Städte des späten Mittelalters; in Mathias Beer, Martin Kintzinger und Marita Krauss: Migration und Integration - Aufnahme und Eingliederung im historischen Wandel, Franz Steiner Verlag, Stuttgart, 1997, S. 75 bis 77
  11. Migration und Fremdsein damals
  12. Harald Kleinschmidt: Menschen in Bewegung - Inhalte und Ziele historischer Migrationsforschung, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2002, S. 46, 47 und 52 bis 56
  13. Fiona Ehlers: Das Glück vor tausend Jahren
  14. Krista Zach: "Von den übrigen Einwohnern der Moldau" - Überlegungen zum Begriff des "Fremden" in der neueren Geschichte der Moldau; in Konrad Clewing, Oliver Jens Schmitt und Edgar Hösch: Südosteuropa - Von vormoderner Vielfalt und nationalstaatlicher Vereinheitlichung, Oldenbourg Verlag, München, 2005, S. 183
  15. Anm.: Eine spätere Quelle aus dem Jahr 1716 berichtet von weiteren in der Region lebenden Volksgruppen, wie Griechen, Albanern, Kosaken, Russen, Ungarn, Juden und Zigeunern.
  16. Frank Metasch: Die Einwanderung und Integration von Exulanten in Dresden während des 17. und 18. Jahrhunderts
  17. Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg: Migration
  18. Zachary M. Schrag: Nativist Riots of 1844
  19. Entwicklung der Einwanderung und der Einwanderungspolitik seit dem 19. Jahrhundert
  20. Nach Kanada auswandern - Voraussetzungen zum Arbeiten
  21. [1]
  22. www.reiselexikon.de
  23. www.focus-migration.hwwi.de/Israel
  24. Neues Einwanderungsgesetz in Israel - Verfassungsbeschwerde angekündigt
  25. Kurz vor Auflösung - Knesset beschließt Einwanderungsgesetz
  26. Australiens 120 Punkte-System
  27. Schock-Kampagne - So wehrt sich Australien gegen Flüchtlinge
  28. Christoph Sydow: Umgang mit Bootsflüchtlingen - Das trügerische Vorbild Australien
  29. Wiktionary
  30. www.zdf.de
  31. Cornelia Hermanns: Von Kaisern und Barbaren - Der Bau der Großen Chinesischen Mauer
  32. Arthur F. Utz: Variationen des Modernismus
  33. Migrations- und Urbanisierungspolitik - Priorität wirtschaftlichen Wachstums
  34. Michael Borgolte: Migrationen im Mittelalter - Ein Handbuch, Akademie Verlag GmbH, Berlin 2014, S. 39 bis 41
  35. Patrick Ziltener: Regionale Integration in Ostasien - Eine Untersuchung der historischen und gegenwärtigen Interaktionsweisen einer Weltregion, Springer VS, Wiesbaden, 2013, S. 91 bis 96
  36. Manfred P. Emmes: Die Aussenpolitiken der USA, Japans und Deutschlands im wechselseitigen Einfluß von der Mitte des 19. bis Ende des 20. Jahrhunderts, LIT, Münster, 2000, S. 93 ff.
  37. Daniel Scherrer: The Last Samurai - Japanische Geschichtsdarstellung im populären Kinofilm, Diplomica Verlag, GmbH, Hamburg, 2009, S. 35 bis 39
  38. Michael Borgolte: Migrationen im Mittelalter - Ein Handbuch, Akademie Verlag GmbH, Berlin 2014, S. 67 und 68
  39. Islamic India: The biggest holocaust in World History… whitewashed from history books auf www.jewsnews.co.il
  40. Christopher R. Duncan: Die neue Existenzberechtigung - Transmigration, Wiederansiedlung und interne Zwangsvertreibung in Indonesien
  41. Sylvia Hahn: Historische Migrationsforschung, Campus Verlag, FGrankfurt a. M., 2012, S. 16
  42. Dirk Kohnert: Neuer Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit in Afrika
  43. Anm.: Das selbe Prinzip kann man im Spielfilm The Last Samurai mit Tom Cruise beobachten. Tom Cruise lebt dort lange bei den Samurai in den Bergen. Voll in die Gemeinschaft aufgenommen wird er aber erst nach langer Zeit, und nachdem er die Mentalität und Philosophie der Samurai voll verinnerlicht hat und den Kampf mit dem Samuraischwert gut beherrscht. Er muss sich also zu 100% der dort herrschenden Leitkultur anpassen und seine neu erworbenen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Eine Duldung von Fremden die sich keinen Millimeter integrieren/anpassen wollen, stur auf den Sitten und Gebräuchen ihrer Heimatkultur bestehen und sogar eventuell noch gegen das Gastland und seine Gesetze und Sitten hetzen (wie z.B. manche islamischen Hassprediger die unbehelligt in Deutschland leben) hätte es weder bei den Indianern noch den Japanern jemals gegeben.
  44. Mario Erdheim: Fremdenangst kennt jede Kultur
  45. Rudolf Stichweh: Von der Soziologie des Fremden zur Soziologie der Indifferenz - Zur Zugehörigkeit des Fremden in Politik und Gesellschaft
  46. Anm.: Die FDP bekennt sich z.B. zum Multikulturalismus. Einwanderer sollten z.B. auch in ihren Muttersprachen gefördert werden. Eine kulturelle Anpassungsleistung fordert die FDP den Einwanderern nicht ab. Es reiche das unverbindliche Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. (Berthold Löffler: Integration in Deutschland - Zwischen Integration und Multikulturalismus, Oldenbourg Verlag, München, 2011, S. 244 und 245) Leitbild der Partei Die Linke ist z.B. der individuelle Rechtsanspruch eines jeden Menschen auf Einwanderung und Niederlassung in Deutschland. Gefordert wird auch ein Wahlrecht für alle. Die Aufnahmegesellschaft müsse die verschiedenen Lebensstile und Kulturen der Einwanderer als gleichwertig akzeptieren und tolerieren, und Abstand nehmen von Forderungen nach Assimilation, da diese einen kulturellen Identitätsverlust für die Einwanderer bedeute. Die Partei sieht keine Notwendigkeit für ein gemeinsames Wertefundament und erachtet selbst die Akzeptanz des Grundgesetzes durch den Zuwanderer nicht als erforderlich. Wer von Migranten ein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung verlange, trete den Individualismus und Pluralismus mit Füßen. (Berthold Löffler: Integration in Deutschland - Zwischen Integration und Multikulturalismus, Oldenbourg Verlag, München, 2011, S. 245 und 246) Auch die Partei Die Grünen fordert eine multikulturelle Gesellschaft. Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) akzeptiert als Integration nur das, was sie als Minderheit unter Integration versteht. Integration habe nichts mit kultureller Anpassung zu tun. (Berthold Löffler: Integration in Deutschland - Zwischen Integration und Multikulturalismus, Oldenbourg Verlag, München, 2011, S. 251 ff.) Einzig die CSU besteht noch auf einem Vorrang der deutschen Leitkultur, und schreibt u.a.: "Wer in Deutschland leben will, muss sich auch nach unserer Alltagskultur richten." (Berthold Löffler: Integration in Deutschland - Zwischen Integration und Multikulturalismus, Oldenbourg Verlag, München, 2011, S. 239) Die SPD lehnt Integration de facto ab und möchte den Integrationsbegriff "überwinden". In ihrem Regierungsprogramm 2013 – 2017 heißt es u.a.: "Wir setzen uns für ein gleichberechtigtes gesellschaftliches Miteinander in Vielfalt ein. Integrationspolitik neu zu denken heißt letztendlich auch, den Begriff der Integration zu überwinden und durch den selbstverständlichen gesellschaftspolitischen Anspruch auf Teilhabe und Partizipation zu ersetzen. (...) Vielfalt verstehen wir als eine Zukunftsressource unserer offenen Gesellschaft. Rechtliche Gleichstellung und Chancengerechtigkeit sind die Grundlagen einer solchen Gesellschaft. Unser Ziel ist es, dass die kulturelle, weltanschauliche und religiöse Vielfalt innerhalb unserer rechtsstaatlichen und sozialstaatlichen Grundordnung in Politik und Verwaltung, Wirtschaft, Kunst und Kultur selbstverständlich mitgedacht wird." (SPD - Das wir entscheidet. - Das Regierungsprogramm 2013-2017, S. 58) Von einer kulturellen Anpassungsleistung die man den Zuwanderern abverlangt ist im Partieprogramm ebensowenig etwas zu lesen wie vom Vorrang christlich-abendländischen Werte oder der Forderung nach einem Bekenntnis der Zuwanderer zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und dem Grundgesetz.
  47. Etliche Katholiken drohen nach Overbeck-Predigt mit Austritt
  48. „Wir werden unsere Lebensgewohnheit ändern“
  49. Die Sentinelesen - das isolierteste Volk der Welt
  50. Sita Venkateswar: Die Andaman-Insulaner
  51. Hans-Jürgen Prien: Indianerpolitik und katholische Mission in Brasilien im 19. und 20. Jahrhundert
  52. Berliner Debatte INITIAL 2/1992 / Ist der Mensch paradiesfähig? - Antworten / Irenäus Eibl-Eibesfeldt
  53. Anm.: Hier meint Eibesfeldt die Indianer der nordamerikanischen Ostküste.
  54. Irenäus Eibl-Eibesfeldt: In der Falle des Kurzzeitdenkens, Piper, München, 1998, S. 194
  55. Rolf Wagner und Ümit Pul: Mikrobielles "Immunsystem" - Abwehr gegen Fremd-DNA durch das bekterielle CRISPR/Cas-System; in BIOspektrum, Juni 2011, Volume 17, Issue 4, Seite 393
  56. In der Sendung von Maybrit Illner - Talkgäste greifen AfD an - "Wenn wir sowas machen, zündeln wir"

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