Südafrika

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Südafrika
Hauptstadt Pretoria
Staatsform föderative Republik
Amtssprachen Afrikaans, Englisch, 9 weitere afrikanische Sprachen
Währung Rand (R)
Einwohner ca. 55 Mio.
Fläche 1,2 Mio. km²
Religion 79,8 % Christen; 1,5 % Muslime, 15,1 % ohne Angabe

Südafrika ist ein Staat an der Südspitze Afrikas. Die Republik Südafrika hat drei Hauptstädte. Während die Regierung in Pretoria residiert, tagt das Parlament in Kapstadt und das Oberste Berufungsgericht befindet sich in Bloemfontein. Die größten Städte Südafrikas sind Kapstadt (englisch: Cape Town) im Südwesten und Johannesburg im nordöstlichen Kernland. Englisch ist die Verkehrssprache des Landes, daneben sind Afrikaans und neun afrikanische Sprachen offizielle Amtssprachen.

Kapstadt bei Nacht

1 Geografie

Angrenzende Länder sind Namibia und Botsuana, Simbabwe, Mosambik und Swasiland. Im Süden und Osten grenzt das Land an den Indischen Ozean, im Südwesten und Westen an den Atlantischen Ozean. Innerhalb von Südafrika befindet sich das selbstständige Königreich Lesotho. Staatlich ist Südafrika in neun Provinzen gegliedert.

Die Südafrikanische Union auf einer historischen Landkarte

2 Geschichte

Zunächst war das Land kaum besiedelt. In den vergangenen Jahrhunderten wanderten sowohl Entdecker aus Europa, Afrikaner aus nördlicheren Regionen des Kontinents und auch eine beträchtliche Zahl Inder ein. Keineswegs trafen europäische Entdecker auf ein bereits nennenswert genutztes Siedlungsgebiet. Das britische Empire hatte als Kolonialmacht Einfluss auf die Geschicke des sich bildenden Staates. Die europäischstämmigen Südafrikaner unterteilten sich in eine englisch sprechende und dem britischen Empire treue Gruppe sowie eine niederländischstämmige Gruppe, die "Buren", die eine aus dem Niederländischen angelehnte Sprache namens "Afrikaans" sprechen. Bis 1910 gab es kriegerische Auseinandersetzungen zwischen englischsprachigen und afrikaanssprachigen Weißen. Im Jahre 1931 wurde Südafrika souverän, wobei die Vorherrschaft der Buren sich durchsetzte. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte Südafrika an der Seite der westlichen Alliierten. 1945 wurde die Rassentrennung (Apartheid) eingeführt, welche die schwarze und weiße Bevölkerung voneinander separieren sollte. Die politische Macht lag exklusiv in den Händen der Weißen, vornehmlich der Buren, die mit polizeistaatlicher Repression regierten. Aufgrund einer mehrfach höheren Geburtenrate der farbigen Bevölkerung wurden die Weißen zur immer kleineren Minderheit im Land, und das System der Apartheid begann zu wackeln. Diverse Versuche das Problem zu lösen, etwa durch die Gründung rein "schwarzer" Staaten (Homelands) innerhalb Südafrikas, scheiterten an der Weigerung der farbigen Bevölkerung, die inzwischen zur übergroßen Mehrheit geworden war; auch internationale Sanktionen wurden gegen die Apartheidpolitik des Landes verhängt. Die Hauptfigur des Befreiungskampfes war Nelson Mandela. 1994 kollabierte das "weiße" Südafrika westlicher Prägung schließlich, und die Macht ging an die schwarze Bevölkerungsmehrheit über. Seitdem ist Südafrika teils geprägt von Misswirtschaft, Korruption und damit zusammenhängenden wirtschaftlichen Problemen. Dennoch sind die Kapregion um Kapstadt und die angrenzenden Weinbaugebiete nach wie vor ein beliebtes Urlaubsziel.

3 Ereignisse

  • Südafrika war im Jahr 2010 Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft, die gut organisiert ablief.

4 Reiseberichte

5 Siehe auch