Walter Scheel

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😃 Profil: Scheel, Walter
Beruf Politiker (FDP), Bundespräsident der BRD (1974–1979)
Persönliche Daten
8. Juli 1919
Höhscheid bei Solingen
24. August 2016
Bad Krozingen im Schwarzwald


Walter Scheel (* 1919 in Höhscheid, † 2016 in Bad Krozingen) war ein deutscher Politiker (FDP).

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1 Werdegang

2 Kritik

1977 wurde Scheel kritisiert, weil er behauptet hatte, es sei kein legitimes Mittel von Bürgerinitiativen, den Bau von Kernkraftwerken mit friedlichen Mitteln zu verhindern.[1] Er hatte sich diesbezüglich bei einer Verleihung des Theodor-Heuss-Preises in München geäußert.[2] Zu seiner Mitgliedschaft in der NSDAP machte er widersprüchliche Angaben.[3][4] In einem Interview sagte er sogar, ein Soldat der Wehrmacht habe kein NSDAP-Mitglied sein dürfen.[5]

3 Privates

Scheel kam in Höhscheid (heute: Solingen-Höhscheid) als Sohn eines Stellmachers zur Welt; er ist evangelischer Konfession. Nach dem Abitur auf dem Gymnasium Schwertstraße absolvierte Scheel eine Banklehre. Ab 3. September 1939 leistete er Kriegsdienst. Nach 24-jähriger Ehe starb seine erste Frau Eva Charlotte geb. Kronenberg (1921–1966). Aus dieser Ehe ging Scheels erstes Kind Ulrich hervor. Von 1969 bis zu ihrem Tod im Jahr 1985 war er mit Mildred Scheel (1932–1985) verheiratet. Sie brachte die Tochter Cornelia Scheel mit in die Ehe. Mildred Scheel war Begründerin der Deutschen Krebshilfe. Aus dieser Ehe ging 1970 Andrea-Gwendoline Scheel hervor, der Sohn Simon Martin Scheel wurde 1971 aus Bolivien adoptiert. Seit 1988 ist Walter Scheel mit Barbara geb. Wiese verheiratet. Das Ehepaar lebte von 2001 bis 2008 in Berlin und zog Anfang 2009 nach Bad Krozingen. Ob Scheel Mitglied einer Freimaurerloge war, wie immer wieder behauptet wird, lässt sich aus seriösen Quellen nicht feststellen.[6][7]

4 Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)

5 Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Formeln deutscher Politik. 1968.
  • Warum Mitbestimmung – und wie?, 1970.
  • mit Karl-Hermann Flach und Werner Maihofer: Die Freiburger Thesen der Liberalen. Rowohlt, Hamburg 1972, ISBN 3-499-11545-X
  • Hoch auf dem gelben Wagen – Schallplatte, 1974
  • Vom Recht des Anderen – Gedanken zur Freiheit. 1977.
  • Die Zukunft der Freiheit - Vom Denken und Handeln in unserer Demokratie. Econ Verlag, 1979.
  • Wen schmerzt noch Deutschlands Teilung?, 1986.
  • mit Otto Graf Lambsdorff: Freiheit in Verantwortung, Deutscher Liberalismus seit 1945. Bleicher 1988, ISBN 3-88350-047-X
  • mit Jürgen Engert: Erinnerungen und Einsichten. Hohenheim-Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-89850-115-9
  • mit Tobias Thalhammer: Gemeinsam sind wir stärker - Zwölf erfreuliche Geschichten über Jung und Alt Allpart Media, Berlin 2010, ISBN 978-3-86214-011-4

6 Literatur

  • Hans-Roderich Schneider: Präsident des Ausgleichs. Bundespräsident Walter Scheel. Ein liberaler Politiker. Vlg. Bonn aktuell, 1975, ISBN 3-87959-045-1
  • Walter Henkels: … aber der Wagen der rollt. Walter Scheel anekdotisch. Econ Verlag.
  • Hermann Otto Bolesch: Typisch Scheel. Geschichten, Anekdoten, Pointen. Bertelsmann.
  • Hans-Dietrich Genscher (Hrsg.): Heiterkeit und Härte: Walter Scheel in seinen Reden und im Urteil von Zeitgenossen. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1984, ISBN 3-421-06218-8
  • Jürgen Mittag: Vom Honoratiorenkreis zum Europanetzwerk. Sechs Jahrzehnte Europäische Bewegung Deutschland. In: 60 Jahre Europäische Bewegung Deutschland. Berlin 2009, S. 12–28. Online
  • Walter Scheel/Tobias Thalhammer: Gemeinsam sind wir stärker. 12 erfreuliche Geschichten über Jung und Alt, Allpart Media 2010, ISBN 9783862140114

7 Weblinks

 Wikiquote: Walter Scheel – Zitate (Deutsch)
 Commons: Walter Scheel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

8 Einzelnachweise

  1. Rundbrief der Bürgerinitiative Umweltschutz in Hannover vom Februar 1977
  2. Bericht in Die Welt am 12. Februar 1977
  3.  Carstens: „Ich habe so dunkle Erinnerungen“. In: Der Spiegel. Nr. 46, 1978, S. 21–23 (Online).
  4. Kurt Becker: Die Schatten der Vergangenheit. In: Die Zeit. Nr. 47/1978.
  5. Scheel: Verständnis für Horst Köhler. In: Neue Osnabrücker Zeitung, 14. Juni 2010 (online).
  6. https://freimaurer-wiki.de/index.php/Rezension:_Franjo_Terhart:_Freimaurer
  7. Robert Minder: Freimaurer Politiker Lexikon, StudienVerlag 2016, Seite 241

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