Geschichte der Zuwanderung nach Österreich

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Die Geschichte der Zuwanderung nach Österreich erstreckt sich über mehrere Jahrhunderte.

1 Details

  • Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sah sich Österreich mit großen Flüchtlingsbewegungen konfrontiert. Dies waren zuerst von den Sowjets brutal aus ihren angestammten Wohngebieten vertriebene Volksdeutsche.
  • Eine zweite Flüchtlingswelle gab es nach dem vom Sowjetmilitär brutal niedergenüppelten Volksaufstand der Ungarn im Jahr 1956.
  • Auch aus der Tschechei und Polen kamen 1968/1969 und 1980/1981 Flüchtlinge.
  • Die meisten zogen allerdings von Österreich weiter in andere europäische Länder.
  • Ab den 1960er Jahren kamen auch Gastarbeiter aus der Türkei und Jugoslawien ins Land. Mit der Türkei wurde 1964 ein Anwerbeabkommen geschlossen. Auch mit Spanien und Jugoslawien wurden solche Abkommen geschlossen.
  • Im Jahr 1973 wurde wegen der Ölkrise ein Anwerbestop erlassen.
  • Im Jahr 1973 betrug der Ausländeranteil im Land 4,1 %.
  • Eine einschneidende Änderung ergab sich für Österreich mit dem Zusammenbruch des Ostblocks im Jahr 1990.
  • Seine geografische Lage als Drehscheibe zwischen West-, Ost- und Südosteuropa machte das Land zum temporären und auch dauerhaften Ziel großer Migrationsstöme aus den genannten Gebieten.
  • Zuerst kamen Flüchtlinge aus der DDR, die allerdings gleich weiter zogen.
  • Dann kamen Tschechen, Slowaken Ungarn und Slowenen, und später auch Menschen aus den anderen osteuropäischen Ländern.
  • Zu Beginn der 1990er Jahre flüchteten dann viele Menschen vor dem jugoslawischen Bürgerkrieg aus Slowenien, Kroatien, Bosnien und Serbien nach Österreich.
  • Als erstes europäisches Land verabschiedtete Österreich im Jahr 1993 ein Zuwanderungsgesetz. Seitdem werden jährlich Zuwanderungsquoten für verschiedene Migrantengruppen festgelegt. Diese werden nach den wirtschaftlichen Interessen Österreichs und nicht nach humaitären Gesichtspunkten festgelegt.
  • Am 1. Januar 2011 lebten 927.612 Ausländer in Österreich. Dies entspricht einem Anteil von 11 % der Gesamtbevölkerung.
  • Die Deutschen sind mit 146.392 Personen die stärkste Ausländergruppe. Danach folgen Serben, Montenegriner, Kosovaren und Türken.
  • Traditionell sieht sich Österreich nicht als Einwanderungsland. Die Einwanderung hat nur dem eigenen wirtschaftlichen Vorteil zu dienen. Die Migrationspolitik hat das Ziel, die bereits im Land befindlichen Ausländer zu integrieren und einen weiteren Zuzug so gut es geht zu verhindern.
  • Außer Luxemburg verfügt kein anderes Land über einen derart hohen Ausländeranteil. Eine daraus folgende Sichtweise auf das eigene Land als Einwanderungsland wird aber von der Mehrheit der Österreicher abgelehnt. Das Wort "Einwanderung" ist eher negativ belegt. So heißt ein neues Gesetz zur Einwanderung auch nicht "Einwanderungsgesetz" sondern "Aufenthaltsgesetz".
  • Im Jahr 2002 wurde die Zuwanderung weitgehend auf wichtige Schlüsselkräfte für die Wirtschaft begrenzt.
  • Seit 2003 müssen Einwanderer in Österreich eine Integrationsvereinbarung unterschreiben, und sich dazu verpflichten an Deutschkursen teilzunehmen. Bei Nichtteilnahme kommt es zu Konsequenzen für die Betroffenen bis zum Entzug des Niederlassungsnachweises.
  • Niederlassungsbewilligungen werden zuerst nur für ein Jahr erteilt, können aber verlängert werden. Nach fünf Jahren Aufenthalt im Land und Nachweis eines regelmäßigen Einkommens kann der Ausländer eine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung erhalten. [1]
  • Bis 1998 galt die Regel, dass man nach zehn Jahren Aufenthalt die Staatsbürgerschaft erhalten konnte. Allerdings musste man dafür die berufliche und persönliche Intergration nachweisen. Die zweite Bedingung wurde im Jahr 2005 gestrichen. Mit diesen zehn Jahren hat Österreich eine der längsten Fristen in ganz Europa (Niederlande 5 Jahre, Deutschland 8 Jahre, Großbritannien 3 Jahre). [2]
  • In den letzten Jahren kommt es in Österreich verstärkt zu Ausländerfeindlichkeit und Rassismus. So meinte die EU-Austrittspartei - Mit uns bleibt Öster-"reich" u.a.:
"Die EU-Austrittspartei ist für massive Zuwanderungsbeschränkungen in Österreich. Anders wird der soziale Friede in Österreich nicht aufrechtzuerhalten sein. Der österreichische Steuerzahler darf durch Zuwanderung nicht der „Dumme“ sein. Die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft sollte frühestens nach 10 Jahren Hauptwohnsitz in Österreich + gute Integration + gute Deutschkenntnisse + Bekenntnis zu Österreich möglich sein." [3]

2 Links und Quellen

2.1 Siehe auch

2.2 Weblinks

2.2.1 Bilder / Fotos

2.2.2 Videos

2.3 Quellen

2.4 Literatur

  • Harald W. Lederer: Migration in Europa - Daten und Hintergründe, Lucius & Lucius Verlag, Stuttgart, 2004

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