Geschichte der Kroaten in Österreich

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Die Adria - Eines der kroatischen Siedlungsgebiete seit dem 7. Jahrhundert.

Die Geschichte der Kroaten in Österreich reicht vom 7. bis in das 21. Jahrhundert. Die Kroaten in Österreich sind sehr gut integriert und genießen auch Minderheitenschutzrechte.

1 Vom 7. bis zum 16. Jahrhundert

  • Obwohl die Kroaten schon relativ früh ein Nationalgefühl entwickelt haben, lebten sie seit alters her zumeist unter fremder Herrschaft in Gebieten, welche großteils im Schnittpunkt rivalisierender Großmächte lagen.
  • Im 7. Jahrhundert besiedelten Kroaten den Raum zwischen Adria, Balkan und den Südostausläufern der Alpen.
  • Der Großteil ihres Siedlungsgebietes (außer dem südlichen Teil, der unter byzantinischen Einfluss geriet) fiel im 11. Jahrhundert Herrschaft der ungarischen Krone.

2 Habsburger Herrschaft

Auch dicke Wehrmauern wie diese bei Ilok an der Donau konnten die Kroaten nicht vor dem türkischen Ansturm im 16. Jahrhundert schützen, so dass sie sich freiwillig der habsburgischen Herrschaft unterstellten und teilweise in das Burgenland migrierten.
  • Die Kroaten wurden später, wie ganz Europa, schwer von den Türken bedrängt und brutal unterdrückt. Im Jahr 1527 suchten sie vor den Türken Schutz, und wählten den Habsburger Kaiser Ferdinand I. zu ihrem König.
  • Während der Türkenkriege im 16. Jahrhundert flohen viele Kroaten in das österreichische Burgenland.
  • Im 19. Jahrhundert entstand dann eine kroatische Nationalbewegung. Die Gründung eines eigenen Staates konnten die Kroaten nicht erreichen.
  • Zu dieser Zeit lebten circa 50.000 Kroaten im Burgenland.

3 Nach 1918

  • 80% der Kroaten aus dem Burgenland wurden 1918 österreichische Staatsbürger.
  • Zwischen den Weltkriegen kam es im Burgenland nicht zu Germanisierungskampagnen wie in anderen österreichischen Gebieten.
  • Kroaten waren auch in öffentlichen Ämtern und der Verwaltung gut vertreten.
  • Während der NS-Zeit wurden kroatische Vereine und Organisationen aufgelöst. Zur Verfolgung von Kroaten kam es aber nicht, da die Nazis die Kroaten eher als Verbündete sahen.
  • Nach 1945 erließ Österreich vorbildliche Minderheitenschutzbestimmungen für die Kroaten.
  • Diskriminierung gibt es praktisch nicht, und die Kroaten gelten als angesehene und gut integrierte Staatsbürger.
  • Aufgrund der zunehmenden Mobilität sind viele Kroaten aus dem Burgenland nach Wien oder in andere Städte, bzw. das Ausland migriert.
  • Ab 1966 setzte aufgrund eines akuten Arbeitskräftemangels in Österreich der Gastarbeiterzuzug von Kroaten ein.
  • Im Rahmen des jugoslawischen Bürgerkrieges in den 1990er-Jahren kamen etwa 13.000 Flüchtlinge von Kroatien nach Österreich, von denen die meisten aber schon bald nach Kroatien zurückkehrten.
  • Heute leben zusätzlich zu den 30.000 Burgenlandkroaten (sie werden nicht dazugezählt, das sie als autochthone Volksgruppe anerkannt sind) circa 70.000 bis 100.000 Kroaten in Österreich. Sie sind damit die sechstgrößte Minderheit des Landes. Die meisten dieser 70.000 bis 100.000 Kroaten besitzen die kroatische Staatsbürgerschaft. [1]

4 Links und Quellen

4.1 Siehe auch

4.2 Weblinks

4.2.1 Bilder / Fotos

4.2.2 Videos

4.3 Quellen

4.4 Literatur

  • Klemens Ludwig: Ethnische Minderheiten in Europa, C.H. Beck, München, 1995, Seite 160 bis 163

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