Habsburger

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Die Habsburger sind ein Adelsgeschlecht, das die Geschichte Österreichs insbeosndere als Habsburger Monarchie sehr weitgehend geprägt hat. Ihren Ursprung haben sie auf der Habsburg, einer mittelalterlichen Burg im Schweizer Kanton Aargau. Noch im Mittelalter eroberten sie sich einen großen Teil des heutigen Österreich, wurden aber gleichzeitig von den Eidgenossen aus der Schweiz vertrieben.

Danach folgten weitere Gebietsvergrößerungen, z.B. konnte nach der erfolgreichen Osmanen-Abwehr im 17. Jahrhundert Ungarn hinzugewonnen werden. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Habsburger gestürzt und die Erste Republik Österreich ausgerufen. 1919 trat das Habsburgergesetz in Kraft.

Bekannte Herrscher waren Rudolf I. von Habsburg (gestorben 1291), der erste habsburgische König des Heiligen Römischen Reichs, sowie, nachdem die HRR-Kaiserkrone 1453 definitv den Habsburgern zugefallen war, ab 1519 Karl V. mit der größten territorialen Ausdehnung des Habsburgerreichs (bis Spanien und Übersee) und gleichzeitigem Kampf gegen Luthers Reformation. Sodann im 18. Jahrhundert die einzige Frau auf dem Habsburger Thron, Maria Theresia und - mit Gründung der sogenannten Donaumonarchie 1867 - Franz Joseph I., der bis 1916 an der Macht war. Aus der Gegenwart ist vor allem Otto von Habsburg bekannt.

1 Zeittafel

  • um 1100: Erste Erwähnung der Grafen von Habsburg mit ihrem Stammsitz im heutigen Schweizer Kanton Aargau
  • 1273, nach dem Reichs-Interregnum: Wahl von Rudolf I. zum König des Heiligen Römischen Reiches
  • 1308: Ermordung König Albrechts nahe seiner Stammburg im Aargau
  • 1415 werden die Habsburger von den Schweizer Eidgenossen aus ihrem Aargauer Stammgebiet vertrieben
  • 1452 wird Friedrich III. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reichs gekrönt. Die Habsburger behalten diese Krone bis 1806.
  • 1519 übernimmt Karl V. die Krone, der das Haus Habsburg zu einem Macht-Höhepunkt führen wird
  • 1521: Zusammentreffen Karls mit Martin Luther, was aber den Konfessionsstreit der Reformation nicht zu lösen vermag.
  • 1556 dankt Karl V. ab und zieht sich in ein Kloster zurück
  • 1683: Zweite Belagerung Wiens durch die Türken. Sie werden durch Reichstruppen entscheidend besiegt. Die Habsburger erhalten als Anerkennung die Königskrone von Ungarn.
  • 1713: Die Pragmatische Sanktion sichert die weibliche Thronfolge in der Wiener Hofburg, falls kein männlicher Nachfahre vorhanden ist. Dies ermöglicht 1745 Maria Theresia die Kaiserinnen-Krönung.
  • 1780 stirbt Maria Theresia, ihr Sohn Joseph II. übernimmt die Macht. Er führt resolut Reformen durch im Sinne des Aufgeklärten Absolutismus. Weil aber das Volk konservativ bleibt, muss sie sein Nachfolger nach seinem Tod 1790 weitgehend wieder zurück nehmen.
  • 1804 Proklamation des Kaisertums Österreich am 11. August
  • 1806 übernimmt Franz II. den Titel Kaiser von Österreich; vier Jahre später heiratet Napoleon Bonaparte zwecks Machterweiterung Marie Louise von Österreich.
  • 1848: Franz Joseph I. wird Kaiser von Österreich und bleibt es bis zu seinem Tod 1916; er führt auf Druck einige liberale Reformen durch.
  • Bei der Schlacht von Königgrätz 1866 verliert Franz Joseph den Kampf mit Preußen um die Vorherrschaft im Deutschen Bund
  • 1867 erfolgt eine Neuorganisation des Habsburger Reichs: Ungarn erhält eigene Regierung und eigenes Parlament, wobei Franz Joseph König von Ungarn bleibt.
  • 1918: Der Erste Weltkrieg ist zu Ende. Am 11. November 1918 verzichtet Kaiser Karl auf Staatsgeschäfte in Österreich
  • 1919: Das Gesetz vom 3. April 1919 betreffend die Landesverweisung und die Übernahme des Vermögens des Hauses Habsburg-Lothringen, später kurz Habsburgergesetz genannt, war praktische die Enteignung. Ebenfalls 1919 wurde das Adelsaufhebungsgesetz beschlossen. Die Habsburger gingen meist ins Exil.
  • 1922: Gründung der Paneuropa-Union durch Richard Coudenhove-Kalergi. In diesem Verein wurde ab den 1930er Jahren Otto von Habsburg aktiv

2 Einzelnachweise und Anmerkungen


3 Literatur

  • Heinz-Dieter Heimann: Die Habsburger - Dynastie und Kaiserreiche, 3., überarb. Auflage, C. H. Beck Wissen, München 2009

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