Archäologie

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Archäologie (dtsch: Altertumskunde) ist die Lehre früherer Kulturtätigkeit des Menschen. durch Rekonstruktion der Umweltbedingungen und der Gesellschaftsordnung, hauptsächlich durch ihre physikalischen Überbleibsel wie etwa Siedlungsreste, Keramik, Münzen, usw.

Die ältesten Spuren der Menschheit sind ausschließlich durch die Methoden der Archäologie zugänglich, und werden in der sogenannten Vorgeschichte erfasst.

Die Archäologen interessiert ausschließlich der Zeitabschnitt, der von den ersten Steinwerkzeugen vor etwa 2,5 Millionen Jahren bis in die nähere Gegenwart reicht. Dabei werden Erkenntnisse zu Umwelt, Klima, Ernährung oder Alter von Funden zur Rekonstruktion vergangenen Kulturen erfasst. Als Quelle dienen dabei die materiellen Hinterlassenschaften (Artefakte) des Menschen und werden durch Rekonstruktion der Umweltbedingungen und der Gesellschaftsordnung, hauptsächlich jedoch durch ihre physikalischen Überbleibsel wie etwa Siedlungsreste, Keramik, Münzen, usw. zusammen gestellt.

In den Stadtkulturen und Staaten treten zu den archäologischen Daten auch meist erste schriftliche Quellen der Frühgeschichte auf und verbindet somit beide zu einem möglichst vollständigen Bild. Alle Kulturen, die uns umfangreiche schriftliche Aufzeichnungen hinterlassen haben, werden in der Geschichtswissenschaft behandelt.

Die Archäologie hat sich dabei weltweit zu einem Verbund unterschiedlichster theoretischer und praktischer Fachrichtungen und Forschungen entwickelt und arbeitet eng mit Historikern zusammen.

1 Fachliche Gliederung[Bearbeiten]

Bekannte archäologische Teildisziplinen sind zum Beispiel:

  • Prähistorische Archäologie, Vor- und Frühgeschichte befasst sich mit einem Zeitraum, welcher mit den ersten Steingeräten vor etwa 2,5 Millionen Jahren beginnt und mit der Völkerwanderungszeit, Römische Kaiserzeit, frühes Mittelalter und den ersten Schriftquellen endet.
  • Provinzialrömische Archäologie, ist in der Schnittstelle zwischen der Ur- und Frühgeschichte und der Klassischen Archäologie angesiedelt. Mit den Methoden der Ur- und Frühgeschichte sind die römischen Provinzen Ziel der Forschung.
  • Klassische Archäologie, liegt in den Hinterlassenschaften der antiken Welt. Wie der Griechen, Etrusker und Römer in historischer Zeit (etwa zwischen dem 2. Jahrtausend v. Chr. und dem 5. Jahrhundert n. Chr.
  • Mittelalterarchäologie oder Archäologie des Mittelalters, beginnt etwa 9. Jahrhundert und endet theoretisch mit dem Übergang zur Neuzeitarchäologie (ca. 16. Jahrhundert). Im Unterschied zur prähistorischen Archäologie arbeitet sie in einem Zeitraum, über den in zunehmendem Maße auch Schriftquellen vorliegen.
  • Industriearchäologie, befasst sich als Teil der Neuzeitarchäologie mit der Erforschung frühindustrieller Anlagen wie etwa Eisenwerken oder Porzellanmanufakturen.

Die folgenden Disziplinen stellen geografische Schwerpunkte dar:

Die Ägyptologie befasst sich mit dem antiken Ägypten (etwa 3. Jahrtausend v. Chr. bis 4. Jahrhundert n. Chr.)
  • Vorderasiatische Archäologie widmet sich den alten Kulturen des Nahen Ostens, im wesentlichen das Gebiet der Türkei, des Iraks, des Irans, Syriens, Libanons, Israels und Jordaniens Babylon, Assyrien aber auch mit den Nachfolgestaaten. Der untersuchte Zeitraum reicht vom 11. Jahrtausend vor Chr. bis zum 7. Jahrhundert n. Chr.
  • Keltologie, eine interdisziplinäre Kulturwissenschaft, die unter anderem auch archäologische Quellen und Methoden zum Erkenntnisgewinn nutzt. Sie beschäftigt sich mit den verschiedenen keltischen Kulturen Europas und Kleinasiens von etwa der Spätbronzezeit bis zur Gegenwart.

2 Siehe auch:[Bearbeiten]

3 Weblinks[Bearbeiten]

  • farch.net FORUM ARCHAEOLOGIAE - Zeitschrift für klassische Archäologie

4 Init[Bearbeiten]

Benutzer:Arqueólogo

5 Init-Quelle[Bearbeiten]

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6 Andere Lexika[Bearbeiten]