Liste rassistischer Gesetze und Handlungen des NS-Staates

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Die Liste rassistischer Gesetze, Verordnungen und Handlungen des NS-Staates enthält in Form einer Zeittafel (Chronologie für den Zeitraum 1933 bis 1945) rassistische Gesetze, Verordnungen, Erlasse und andere Akte staatlicher Stellen auf Reichs- und Länderebene (auch der Reichsgaue) und von Vasallenstaaten des NS-Regimes, die der Vorbereitung von Verfolgungsmaßnahmen, von Verbrechen gegen die Menschlichkeit, insbesondere der Shoah (europaweiter Judenmord) und des Porajmos, an Teilen der Zivilbevölkerung vor und während des Zweiten Weltkriegs dienten.

1 1933

  • 22. März 1933: In Dachau bei München entsteht das erste auch offiziell so genannte „Konzentrationslager“ der SA für NS-Gegner und Juden.
  • 1. April 1933: Erster Boykott gegen jüdische Geschäfte im Deutschen Reich.
  • 21 April 1933: Das KZ Kislau bei Mannheim war früher eine Strafanstalt und ist bis zum 1. April 1939 dem badischen Innenministerium unterstellt.
  • Juni 1933: Teile der Emslandlager, die drei ersten Lager waren das KZ Neusustrum, KZ Börgermoor und das KZ Esterwegen, werden von der SA für politische „Schutzhäftlinge“ errichtet. Nach der Auflösung der ersten beiden Lager als KZ im April 1934 und des Lagers Esterwegen im August/September 1936 dienen sie und vier inzwischen neu errichtete Lager von 1934–1945 als Strafgefangenenlager der Reichsjustizverwaltung.
  • Oktober 1933: Das KZ Bad Sulza wird bis zum 1. August 1937 in Bad Sulza betrieben (Thüringer Innenminister, zunächst SA-Wachmannschaft)

2 1934

  • 27. Dezember 1934: Das KZ Columbia-Haus in Berlin-Tempelhof von der SS (als Hilfspolizei des Innenministers) als Konzentrationslager genutzt. Es besteht offiziell bis zum 5. November 1936.

3 1935

  • 15. September 1935: Verkündung der "Nürnberger Rassegesetze". Dazu die juristischen Kommentare 1936: "Artfremden Blutes sind in Europa regelmäßig nur die Juden und die Zigeuner".

4 1936

5 1937

  • 1937 und 1938: Berufsverbote für Selbständige und Beamte. Auflage der "Rassensondersteuer" bei der Lohnsteuer von als Sinti und Roma eingestuften Personen, "da die Zigeuner gewisse rassische Ähnlichkeiten mit den Juden aufweisen" (Parteikanzlei der NSDAP).

6 1938

  • Im Rahmen der Aktion „Arbeitsscheu Reich' (ASR) werden im April und Juni 1938 bei zwei Verhaftungswellen über 10.000 Personen als sogenannte „Asoziale“ in Konzentrationslager verschleppt.
  • Juni 1938: Tausende von Sinti und Roma werden in KZs eingesperrt.
  • 26. August 1938: Nach dem "Anschluss" Österreichs koordinieren Gestapo und SS die erzwungenen Auswanderungen von Juden über eine „Zentralstelle“ in Wien.
  • 1. Oktober 1938: Reichssicherheitshauptamt – Übernahme der NS-"Zigeunerpolizeistelle" München in das Reichskriminalpolizeiamt (ab 27.9.1939 Amt V des Reichssicherheitshauptamte/RSHA) unter Leitung von SS-Oberführer Arthur Nebe, dem nun auch Ritter untersteht. Die Gestapo zieht das bei den Deportationen geraubte Vermögen der Sinti und Roma ein. Die Deportation der Juden und "Zigeuner" führt Adolf Eichmann im Amt IV. B2 4 durch.
  • 9. November 1938: Mit der von den Nazis so genannten "Kristallnacht", dem Novemberpogrom 1938, die dem Mordanschlag eines siebzehnjährigen polnischen Juden auf einen deutschen Diplomaten in Paris folgt, ziehen die Nazis reichsweit einen von staatlicher Seite geduldeten bzw. unterstützen Pogrom auf: offiziell werden 91 Juden ermordet, ca. 30.000 inhaftiert, unzählige Synagogen, Geschäfte und Wohnungen ausgeraubt und zerstört. Man geht heute von mindestens 400 Todesopfern allein in der Pogromnacht aus. Darin sind Selbsttötungen und schwere Körperverletzungen mit Todesfolge enthalten. Heute wird die Gesamtzahl von 1.406 vollständig zerstörten Synagogen und Betstuben zugrunde gelegt, ebenso weitere 7.500 Gebäude mit jüdischen Nutzern.
  • 8. Dezember 1938: Himmlers "Runderlaß": Es sei "die Regelung der Zigeunerfrage aus dem Wesen der Rasse heraus in Angriff zu nehmen". Die "Feststellung" der "Zigeuner"-Zugehörigkeit treffe das RSHA aufgrund Ritters "Rassegutachten".
  • Das Konzentrationslager Flossenbürg liegt nahe an der Grenze zum Sudetenland. Es besteht von 1938 bis 1945.

7 1939

  • 24. Januar 1939: Gründung der Berliner "Reichszentrale für jüdische Auswanderung" unter Heydrich.
  • 30. Januar 1939: Im Reichstag droht Hitler für den Fall eines neuen Weltkriegs mit der "Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa".
  • 1. September 1939: nach dem militärischen deutschen Überfall auf Polen ermorden SS-Einsatzgruppen bis Mai 1940 hinter der Front über 60000 Polen und Juden.
  • 1. September 1939: Datum des Ermächtigungsschreibens A. Hitlers:
    "Adolf Hitler Berlin, den 1. September 1939
    Reichsleiter Bouhler und
    Dr. med. Brandt
    sind unter Verantwortung beauftragt, die Befugnisse namentlich zu bestimmender Ärzte so zu erweitern, daß nach menschlichem Ermessen unheilbar Kranken bei kritischter Beurteilung ihres Krankheitszustandes der Gnadentod gewährt werden kann.
    gez.: Adolf Hitler"

    Das Datum gilt historisch als Beginn der NS-Euthanasie ("T4-Aktion") (siehe auch Oktober 1939).

  • 21. September 1939: Heydrich lässt alle Juden Polens in städtische Gettos „konzentrieren“ und weist auf ein geheimes "Endziel" hin.
  • Oktober 1939: Hitler genehmigt schriftlich den Massenmord an geistig Behinderten. Bis Mitte 1941 fallen der Euthanasie-Aktion 70.000 Kranke zum Opfer. Ab Januar 1940 werden dabei erstmals Gaswagen eingesetzt
    (siehe auch 1. September 1939).
  • 12. Oktober 1939: Deutschland annektiert Teile Westpolens und bildet im Restgebiet das so genannte Generalgouvernement, in das Juden, Polen und Zigeuner aus Deutschland und den annektierten Gebieten deportiert werden.
  • 23. November 1939: Alle Juden im so genannte Generalgouvernement müssen den "Gelben Stern" an der Kleidung tragen.
  • 21. September 1939: Besprechung des Amtschefs der Sicherheitspolizei und der Leiter der Einsatzgruppen unter Vorsitz Heydrichs zur Vorbereitung der Deportation der "restlichen 30.000 Zigeuner" aus dem Reichsgbiet nach Polen.
  • 17. Oktober 1939: Himmlers so genannter "Festschreibungserlaß" ordnet die Internierung der Sinti und Roma in „besonderen Sammellagern“ an.

8 1940

  • 30. Januar 1940: Konferenz Heydrichs mit SS-Führern zur Deportation von "sämtlichen Juden der neuen Ostgaue und 30.000 Zigeunern aus dem Reichsgebiet und der Ostmark als letzte Massenbewegung in das Generalgouvernement.".
  • Februar 1940: Die massenhafte und systematische Deportation von Juden aus dem "Altreich" ins so genannte Generalgouvernement beginnt in Stettin.
  • 24. März 1940: Göring ordnet einen vorübergehenden Stopp der Judendeportationen nach Polen wegen überfüllter Gettos an.
  • 27. April 1940: Himmler befiehlt den Bau eines KZ in Auschwitz. (20. Mai 1940: Der erste Häftlingstransport erreicht das KZ Auschwitz I)
  • 12. Oktober 1940: Befehl zur Errichtug des Warschauer Gettos. Es wird am 15. November abgeriegelt.

9 1941

  • 1. März 1941: Himmler besucht Auschwitz und befiehlt den Bau des Großlagers Birkenau, das ein Jahr später als Vernichtungslager eröffnet wird.
  • 26. März 1941: Heydrich berichtet Göring über seine Pläne zur "Lösung der Judenfrage", die auch Hitler genehmigt.
  • 20. Mai 1941: In einer RSHA-Weisung ist von der "unmittelbar bevorstehenden Endlösung" die Rede.
  • 22. Juni 1941: Mit dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion beginnen Massenexekutionen an Juden durch Einsatzkommandos unter Befehl Heydrichs. Im Sommer und Herbst kommt es zu Massakern an Hunderttausenden von Juden, so in Wilna, Kaunas, Kamenez-Podolsk, Lwow und Witebsk. Allein die Einsatzgruppe D ermordet bis Ende August in Bessarabien (heute Teil Rumäniens) über 160.000 Menschen.
  • 2. Juli 1941: Heydrich gibt detaillierte Befehle zur Ermordung von Juden und kommunistischen Funktionären in der Sowjetunion.
  • 15. Juli 1941: Himmler lässt den "Generalplan Ost" für massive Bevölkerungsverschiebungen zugunsten einer deutschen Besiedlung der eroberten Gebiete erstellen.
  • 31. Juli 1941: Göring beauftragt Heydrich mit Vorbereitungen zur "Gesamtlösung der Judenfrage im deutschen Einflussgebiet in Europa".
  • 1. September 1941: Der Judenstern wird als zwangsweise Kennzeichnung im Deutschen Reich eingeführt.
  • 3. September 1941: Erste Massentötung mit dem Gas Zyklon B an 900 russischen Kriegsgefangenen im KZ Auschwitz.
  • 18. September 1941: Himmler berichtet, Hitler wolle bis Ende 1941 alle verbliebenen Juden aus dem "Altreich" nach Osten abschieben.
  • 29./30. September 1941: In der Schlucht von Baby Jar erschießt ein deutsches Einsatzkommando über 33.000 Kiewer Juden.
  • 10. Oktober 1941: Besprechung "über die Lösung der Judenfrage" und "die zu evakuierenden Zigeuner" in der Tschechoslowakei, im sog. Protektorat Böhmen und Mähren, zwischen den SS-Führern Heydrich, Frank, Eichmann und Günther.
  • 12. Oktober 1941: Beim "Blutsonntag von Stanislau" in Ostgalizien werden 12.000 Juden erschossen.
  • 13. Oktober 1941: Himmler beauftragt den SS-Offizier Odilo Globocnik mit dem Aufbau von Vernichtungslagern im so genannten Generalgouvernement.
  • 15. Oktober 1941: Mit 20.000 Juden aus dem Reichsgebiet beginnt der große "Abschub" nach Osten. Weitere 35.000 folgen im November.
  • 23. Oktober 1941: Ausreiseverbot für alle Juden im gesamten deutschen Machtbereich. (vgl. Festschreibungserlass bei Sinti u Roma)
  • 25. Oktober 1941: Eichmann genehmigt den Einsatz mobiler Gaswagen zu Mordaktionen im Osten. Ab November erhalten Einsatzgruppen in Russland Gaswagen, zuerst in Minsk.
  • 1. November 1941: Baubeginn des Vernichtungslagers Belzec.
  • 29./30. November 1941: 14.000 einheimische und 1.000 Berliner Juden werden im Rumbula-Wald bei Riga erschossen.
  • 8. Dezember 1941: Zum erstenmal werden im Vernichtungslager Chelmno (Kulmhof) in Polen Gaswagen eingesetzt, die von Experten des "Euthanisie"-Programms betrieben werden. Dieses erste Vernichtungslager befindet sich etwa 130 km östlich von Poznan (dt: Posen) und nordwestlich von Lódz (Lodsch). Das Vernichtungslager wird hauptsächlich zwischen Dezember 1941 und März 1943 als Vernichtungsstätte benutzt, danach geräumt und nochmals im Sommer 1944 zur Ermordung von Juden des so genannten Ghettos Litzmannstadt verwendet.
  • 12. Dezember 1941: Nach der Kriegserklärung an die USA betont Hitler seinen Willen zur "Vernichtung des Judentums". Vier Tage später spricht Generalgouverneur Hans Frank von der geplanten Ausrottung von 3,5 Millionen Juden im so genannten Generalgouvernement. Dies alles unter strengster Geheimhaltung.

10 1942

  • Januar 1942: 5.000 Sinti und Roma aus dem Ghetto von Lodz werden im Vernichtungslager Kulmhof in Vergasungswagen ermordet. Alle ostpreußischen Sinti- und Romafamilien, meist Bauern mit Höfen und Vieh, werden in das KZ Bialystok und von dort 1943 nach Ausschwitz deportiert.
  • März 1942: Im KZ Auschwitz II-Birkenau werden im Quarantänelager für Männer (und im Frauenlager seit 16. August 1942) Häftlinge inhaftiert. Die Gaskammer im Roten Haus ist ab März 1942 betriebsbereit
  • 29. August 1942: Aufzeichnung der deutschen Militärverwaltung in Serbien: Dort sei mit Hilfe von Vergasungswagen die "Judenfrage und die Zigeunerfrage gelöst".
  • 14. September 1942: Reichsjustizminister Thierack protokolliert zur Besprechung mit Goebbels: "Hinsichtlich der Vernichtung asozialen Lebens steht Dr. Goebbels auf dem Standpunkt, daß Juden und Zigeuner schlechthin vernichtet werden sollen. Der Gedanke der Vernichtung durch Arbeit sei der beste." Am 18. September 1942 erörtert Thierack mit Himmler, Streckenbach und anderen SS-Führern die Durchführung des Programms in SS-Unternehmen, deutschen Rüstungsbetrieben und in den Konzentrationslagern.
  • 28. Oktober 1942 wird von der IG Farben AG und der SS das so genannte „Lager Buna“, das Konzentrationslager Monowitz, für die Zwangsarbeit durch die KZ-Häftlinge in Betrieb genommen.
  • 16. Dezember 1942: Himmlers "Auschwitz-Erlaß" für die Deportationen von 22.000 Sinti und Roma aus Europa, davon die letzten 10.000 aus dem Reichsgebiet, in den als "Zigeunerlager" bezeichneten Abschnitt des KZ Auschwitz-Birkenau ab März 1943.
  • 20. Januar 1942: Auf der Wannsee-Konferenz stimmt Heydrich mit den Ressorts der Reichsregierung seine Pläne zur "Endlösung" durch Vernichtung von bis zu elf Millionen europäischen Juden (am Ende waren es faktisch etwas über sechs Millionen) ab. Neben der physischen Vernichtung befürwortet er den allmählichen Tod durch Zwangsarbeit.
  • 20. Februar 1942: Die Vierjahresplanbehörde Görings stellt fest, dass seit Beginn des Russland-Feldzugs 2,5 Millionen von 3,9 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen gestorben sind. Sie wurden Opfer eines geplanten Massenmords durch Hunger, Krankheit und Kälte.
  • 6. März 1942: Eichmann kündigt die dritte Welle der Deportationen aus dem Reich (5.5000 Juden) an. Am 17. März hält der erste Deportationszug im Vernichtungslager Belzec.
  • 1. Mai 1942: Heydrich genehmigt nachträglich den Mord an 100.000 Juden im Warthegau.
  • Anfang Mai 1942: Nach einem Besuch Heydrichs in Minsk werden die "Judenaktionen" in Weißrussland intensiviert. Bis August sind 55.000 Menschen tot. Außerdem kommen im Lager Maly Trostinez im Mai 26.000 deutsche Juden ums Leben.
  • 4.-15. Mai 1942: In Chelmno werden 11.000 im Herbst nach Lodz deportierte Juden vergast. Im Mai sterben Zehntausende polnischer Juden in den Gasanlagen von Belzec und Sobibor.
  • 5. Mai 1942: Erstmals werden in Auschwitz-Birkenau alle Juden eines Bahntransports aus Ost-Oberschlesien sofort nach der Ankunft in den Gaskammern ermordet.
  • 10. Juni 1942: Als "Vergeltung" für den Mord an Heydrich macht die SS (als deutsche Polizei) den tschechischen Ort Lidice dem Erdboden gleich, tötet alle Männer und verschleppt Frauen und Kinder.
  • 24. September 1942: Außenminister Ribbentrop ordnet an, die Judenevakuierung aus Südosteuropa zu beschleunigen.
  • 28. Oktober 1942: Erstmals werden Juden aus dem "Musterlager" Theresienstadt nach Auschwitz deportiert und dort vergast.
  • 29. Dezember 1942: Himmler meldet Hitler, bei der "Bandenbekämpfung" im Osten seien von August bis November 362.000 Juden exekutiert worden.

11 1943

  • Januar 1943: Eine neue Mordwelle beginnt mit der Vernichtung von 10.000 Bewohnern des Gettos in Lwow (dt: Lemberg).
  • Februar/März 1943: Erste Deportationen von Juden aus Nordgriechenland nach Auschwitz.
  • 19. April 1943: Statistiker Richard Korherr berichtet, die Zahl der Juden im erweiterten Reichsgebiet habe sich von 1933 bis 1943 "um 3,1 Millionen Köpfe vermindert".
  • 16. Mai 1943: In vierwöchigen Kämpfen hat die SS den jüdischen Aufstand im Warschauer Ghetto niedergeschlagen. Die 56.000 Überlebenden werden ins KZ Treblinka gebracht.
  • 19. Mai 1943: Berlin wird als "judenfreie" Stadt proklamiert.
  • 21. Juni 1943: Himmler befiehlt Auflösung der Gettos im Baltikum und in Weißrussland; ihre Bewohner kommen in Vernichtungslager.
  • 6. Oktober 1943: In Reden vor NS-Führern in Posen nennt Himmler die "Ausrottung" der Juden eine stolze Aufgabe des NS-Staats.
  • 19. Oktober 1943: Die "Aktion Reinhardt", die seit 1942 fast zwei Millionen Menschen vernichtet hat, wird formell abgeschlossen. Bis Ende November werden drei Vernichtungslager der "Aktion Reinhardt" (Belzec, Sobibor und Treblinka) aufgelöst.

12 1944

  • 27. April 1944: Beginn der Deportation von 380.000 ungarischen Juden. Davon werden etwa eine Viertelmillion in Auschwitz vergast.

13 1945

  • Während der sukzessiven Rückeroberung der von NS-Deutschland besetzten Gebiete nähern sich die alliierten Truppen auch den Vernichtungslagern. Mittels Gewaltmärschen treiben die Deutschen auf der Flucht auch die vollkommen geschwächten Lagerinsassen vor sich her, was eine grosse Zahl weiterer Todesfälle zur Folge hat.

14 Siehe auch

Chronologie zu den NS-Konzentrationslagern und NS-Vernichtungslagern und anderen Formen von Massen- und Völkermord durch das NS-Regime

15 Medien

15.1 Literatur

  • Götz Aly, Wolf Gruner, Susanne Heim, Ulrich Herbert, Hans Dieter Kreikamp, Horst Möller, Dieter Pohl, Hartmut Weber (Hrsg.): Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 - 1945, Bd. 1: Deutsches Reich 1933-1937, Oldenbourg Verlag, München, 2007, 811 Seiten. ISBN 3-486-58480-4, Rezensionen bei perlentaucher.de (Ein kommentierter Quellenabdruck von 320 Dokumenten. Weitere Bd. in Vorbereitung)
  • Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. 9 Bände. C. H. Beck, München 2005–2009. ISBN 978-3-406-52960-3 (Rezension)
  • Danuta Czech: Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939-1945. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1989 (1958 1. A.), ISBN 3-498-00884-6
  • Alfred Gottwaldt, Diana Schulle: Die "Judendeportationen" aus dem Deutschen Reich, 1941-1945: eine kommentierte Chronologie. Wiesbaden, Marix, 2005. ISBN 3-86539-059-5 u. ISBN 978-3-86539-059-2 (Daten der meisten "Judentransporte" aus dem "Großdeutschen Reich" werden zusammengestellt und kommentiert.)
  • Israel Gutman u. a. (Hrsg.): Ha-Entsiklopedya shel ha-Shoah (hebr.: האנציקלופדיה של השואה), Jerusalem: Yad Vashem; Tel Aviv: Sifriat Poalim Publishing House, 1990. 6 volumes. ISBN 965-04-2085-1 (zugleich The Encyclopedia of the Holocaust, New York: Macmillan, 1990. ISBN 0-02-896090-4.)
  • Raul Hilberg: The Destruction of the European Jews. Chicago, Quadrangle, 1961. (First Edition) - ; 2nd ed. 1967; 3rd ed. bei Holmes & Meier, New York 1973; 4th ed. 1985
  • Eugen Kogon: Der SS-Staat. Das System der deutschen Konzentrationslager. Alber, München 1946 (zuletzt: Heyne, München 2004, ISBN 3-453-02978-X)
  • Johannes Tuchel: Die Inspektion der Konzentrationslager 1938-1945. Edition Hentrich, Berlin, 1994, ISBN 3-89468-158-6
  • Joseph Walk: Das Sonderrecht für die Juden im NS-Staat, Berlin 1996, ISBN 3825218899
  • Leni Yahil: Die Shoa. (Original: ha-Sho'ah, Goral Jehudei Europa, 1932-1945. Schocken Jerusalem, 1987), Büchergilde Gutenberg, Frankfurt am Main, deutsch nach der Auflage von 1990 (Appar. überprüft und Zitate übersetzt von L. Yahil)

15.2 Filme

  • Shoah (Film), 1985, Regie: Claude Lanzmann

15.3 Weblinks

15.4 Init-Quelle

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15.5 Weblinks

16 Andere Lexika

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