Synonyme für die Zwölf Stämme Israels

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Gelobtes Land des Judentums

Es gibt verschiedene Synonyme für die Zwölf Stämme Israels. Die Pflege jüdischer Stammlinien erfolgte über die jüdische Namenskodierung mittels Synonyme für die Zwölf Stämme Israels. Diese Kodierung erfolgte auf verschiedenen Wegen:

Eines der Probleme bei einer Zuordnung ist, dass zum einen etliche Synonyme für die ursprünglichen zwölf Stämme nicht bekannt sind oder aus heutiger Sicht nicht mehr korrespondieren. Der Grund ist, dass die jüdischen Synonyme einem stetigen Wandlungsprozess unterlagen. Dieses bedeutet, dass viele der Synonyme teilweise nicht mehr wissenschaftlich eindeutig den Stämmen zugeordnet werden können.

Beispiele solcher Zuordnungen zeigen die folgenden Bilder:

Eine grundlegende Zuordnung der Stammlinien ist die Trennung der sepharadischen und aschenasischen Stammlinie, wobei sich diese in Zentraleuropa überschneiden (siehe Hauptstammlinien des euröpäischen Judentums).

1 Grundlagen[Bearbeiten]

1.) Maulbeer-Feigezeit (~60.000 bis ~30.000 v. Chr.); 2. und 3.) Dattelzeit (~30.000 v. Chr); 4.) Granatapfel-Feige-Weintraubezeit (vor 10.000 v. Chr.); 5.) Landwirtschhaftliche Erschließung von Kanaan durch die Nachfahren von Abraham (?)

Die Sesshaftwerdung der Menschheit bedingte, innerhalb einer Sippe das Aufgaben verteilen werden. Grund hierfür war, dass nach der Erschließung der ersten Zuckerressource, der Maulbeer-Feige in Äthiopien (60.000 bis 30.000 v. Chr.), durch die Erschließung der zweiten Zuckerressource, der Dattel in Äthiopien (ab. 30.000 v. Chr.), die Aufgaben innerhalb einer Sippe, den späteren Stämmen, fest zugeteilt wurden.

Aufgrund der Tatsache, dass in den biblischen Quellen immer wieder die Zahl Zwölf, aber auch die Zahl Sechs, erwähnt wird, werden dieses zuerst 6 und dann 12 Aufgaben gewesen sein, die den Stämmen zugewiesen wurden. Um die Organisationsform, der Einteilung in Aufgaben für dauerhaft zu fixieren, musste dieses religiös geschehen. Die Manifestierung der 6-er und später der 12-er Organisationsstruktur.[1]

--> siehe auch Mythologische Bedeutung der Zahl Zwölf

Zum Beispiel zeigen biblische Überlieferungen, dass verschiedene religiöse Zentren genannt werden. Während der Wüstenwanderungen war es der "Berg Gottes" (2. MOSE 3:1; 2. MOSE 18:5; 2. MOSE 5:1-3; 2. MOSE 8:23-24), wie auch die große Oase in Kadesch-Barnea (5.M 1:46, 4. MOSE 13:3,26). Des Weiteren werden verschiedene Plätze in Kanaan genannt zu denen gepilgert wurde. Dieses war Pniel (1. MOSE 32:24-32), Bethel (1. MOSE 28:10-22; 1. MOSE 35:1-15, RICHTER 20:26-28) und Beerseba (1. MOSE 21:33; 1. MOSE 46:1-4; AMOS 5:5; AMOS 8:14). Nach der Bibel errichtete Jakob des Weiteren in Sichem einen Altar (1. MOSE 33:18-20), um den sich die Zwölf Stämme Israels versammelten.

Ähnliche Formen der 6er oder 12er Organisation sind aus Kleinasien, Griechenland und Italien bekannt. "In Griechenland wurden solche Gruppen "Amphiktyonie" genannt, von abgeleitet, das "um ... herum wohnen" bedeutet und die Versammlung oder das Lagern um ein zentrales Heiligtum herum bedeutet. Nach einer bestimmten Ordnung und Reihenfolge war es jedem Stamm zugewiesen, einen Dienst zur Bereitung und Erhaltung des Heiligtumes zu verrichten. Die amphiktyonischen Mitglieder veranstalteten zu festlichen Gelegenheiten Pilgerreisen zum gemeinsamen religiösen Zentrum. Das genaue Maß der Übereinstimmung zwischen der Amphiktyonie der griechischen Welt und der Zwölferstruktur der Stämme Israels zeigt, dass diese 12er Organisationsstruktur tief verwurzelt war."[2]

Die Grundlage zur Aufteilung von Aufgaben an Sippen war wahrscheinlich, der Anbau der Dattel, weil die Ressource Wasser effektiv genutzt werden musste. Dies bedingte, dass einer Sippe eine bestimmte Aufgabe zugeteilt wurde. Hinweise der sechs und der zwölf Aufgaben können die Synonyme für die Zwölf Stämme Israels sein. Diese Aufgaben werden oder können die folgenden Aufgaben gewesen sein. Des Weiteren, dass diese Einteilung in der Frühphase der Epoche der Dattelzeit erfolgte.[3][4][5][6]

2 Zuordnung von Synonymen[Bearbeiten]

Die Rangfolge der Stämme erfolgte über die Gruppierung bei Wikipedia.

Nummer Stammlinie (Zuordnung erfolgte nach der deutschen jüdischen Kodierung) heutige Synonyme[7] Aufgabe Bemerkung
1 Ruben Wasser Landwirtschaft mit Bewässerungstechnik Frühe Epoche der Dattelzeit (wahrscheinlich ab 30.000 v. Chr.):[8] Bei der Bewässerung von Datteln werden bis heute uralte Techniken der Bewässerungstechnik angewendet. In vielen frühen Hochkulturen, wie in Ägypten, Mesopotamien oder Persien konnte durch intensive Anwendung von Bewässerungstechniken die landwirtschaftliche Produktion so deutlich gesteigert werden, dass auch eine merkliche Zunahme der Bevölkerung möglich war. Mitunter wird argumentiert, dass die erheblichen zu bewerkstelligenden Arbeiten zur Errichtung der Bewässerungssysteme einen wesentlichen Impuls zur Bildung organisierter gesellschaftlicher Strukturen bildeten. Nach dem Stand der Ur- und Frühgeschichte geht man davon aus, dass z. B. der Ursprung des persischen Bewässerungskanälsystems, welches schon recht komplex ist, auf das Jahr 6. Jahrhundert v. Chr. datiert werden kann.
2 Simeon Gebäude Handwerker später Gebäudeerrichtung Die ersten Gebäude sollen nach archäologischer Erkenntnis in Mesopotamien errichtet worden sein (9.600 v. Chr. 5500 v. Chr.). Laut der Forschung waren dieses Windschirme, Schilf- und Reisighütten. In einigen Fällen auch Gebäude aus Steinen.
3 Levi Bundeslade / Zehn Gebote Religion Priester
4 Juda Löwe Musiker = Fest (Kultur) Herrschaft leitet sich über Festlichkeiten in einen Zentrum ab, nicht zu verwechseln mit dem religiösen Zentrum
5 Dan Schlange Mediziner medizinische Hinweise sind auch die Synonyme Skorpion (Gift) und der Drache
6 Naftali Hirsch Jäger
- - - - -
7 Gad Zelt Hirten später Nomaden, für die wichtigsten Haustiere waren für die ersten jungsteinzeitlichen Hirten waren Schafe und Ziegen. Es wird angenommen, dass zunächst durch Treibjagd in Gehege getriebene Tiere dort quasi als lebender Vorratsspeicher gehalten wurden, bevor sie in menschlicher Obhut verblieben und zu Haustieren wurden. Durch Funde zum Teil kilometerlanger Absperrungen im heutigen Jordanien und Syrien sind solche Massenjagden der entsprechenden Kulturen archäologisch belegt.
8 Ascher Dattel + Gefäß Dattelbau Lagerung der Zuckerressource Dattel in Gefäßen, aber das Synonyme Lamm ist seid dem Mittelalter das Synonyme des Stammes Ascher in Heligen Römischen Reiches[9]
9 Issachar Lastesel Warenaustausch später Händler
10 Sebulon Schiff Fischer später Seefahrer
11.a Josef / (Ephraim) Landwirtschaft Domestizierte Tiere wie z. B. Ochse (wahrscheinlich ab 10.000 v. Chr.)
11.b Josef / (Manasse) Landwirtschaft Domestizierte Pflanzen wie z. B. (Granatapfel, Feige, Weintraube, etc.), Epoche Granatapfel-Feige-Weintraube-Zeit, (wahrscheinlich ab 10.000 v. Chr.)
12 Benjamin Wolf  ? Domestizierung des Wolfes (Hund). Die ältesten bisher bekannten Knochenfunde von Wölfen mit Merkmalen der Domestizierung sind maximal etwa 40.000 Jahre alt.[10] Da zum Beginn der Domestikation die phänotypische Ähnlichkeit mit dem Wolf groß war, ist die Beurteilung fossiler Funde aufgrund anatomischer Merkmale schwierig.[11] Im Jahre 2013 wurde die DNA des bereits 1975 gefundenen fossilen Wolfsschädels mit hundetypischen Merkmalen aus der Razboinichya-Höhle im Altai-Gebirge publiziert, dessen Alter mittels Radiokohlenstoffdatierung auf 33.000 v. Chr. bestimmt worden war.[12] Damit liegt die älteste DNA eines Wolfsschädels mit Domestikationsmerkmalen vor. Diese zeigt eine größere genetische Übereinstimmung mit heutigen Hunden als mit Wölfen.[13]

Die Einteilung zeigt, dass Aufgaben einzelnen Sippen bzw. Stämmen zu geordnet werden können. In wie weit diese valide sind, kann beim Stand der Wissenschaft nicht gesagt werden.

3 Bekannte Synonyme[Bearbeiten]

Die Synonyme in der Literatur sind sehr umfangreich. Zudem zeigt sich, dass die heutigen bekannten Synonyme je nach Kulturkreis sich unterscheiden. Des Weiteren kann davon ausgegangen werden, dass viele Synonyme falsch einen Stamm der Zwölf Stämme Israels zugeordnet wurden. Ob aber eine valide Zuordnung von jüdischen Synonymen für einen Stamm erfolgen kann, ist zu bezweifeln. Somit können die eingestellten Listen mit jüdischen Synonymen nur verdeutlichen, dass die Zuteilung von jüdischen Synonymen nicht valide ist.

--> siehe auch Zwölf Stämme Israels

--> siehe auch Jüdische Namenskodierung

--> siehe auch Die Edelsteine der Zwölf Stämme Israels

--> siehe auch Die Tierkreiszeichen der Zwölf Stämme Israels

4 Kritische Bewertung[Bearbeiten]

Grundlage der Zuweisung von jüdischen Synonymen kann die mythologische Bedeutung von Zahlen sein, sowie die vorgestellte Defintion von zugewiesen Aufgaben für Stämme. Des Weiteren sollten die Möglichkeit bestehen, über die zwölf Tierkreiszeichen, die Zuweisungen weiter zu validieren. Nach dem Stand der Wissenschaft fanden spätestens ab dem zweiten Jahrtausend v. Chr. im Alten Ägypten als Tagewählkalender Berücksichtigung, nach gleichem Prinzip auch in Mesopotamien. Deutungen gehen zudem davon aus, dass in der altägyptischen Spätzeit (etwa 664–332 v. Chr.) eine erfolgte Verschmelzung der ägyptischen mit den babylonischen Tierkreiszeichen erfolgte. Trotzden wird sich zeigen, dass eine valide Zuordnung von Synonymen nicht für alle Stämme Israels erfolgen kann.

5 Literatur[Bearbeiten]

6 Weblinks[Bearbeiten]

7 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die 12 Stämme Israels[1] Christian Assemblies International, abgerufen am 12. Februar 2017
  2. Die 12 Stämme Israels[2] Christian Assemblies International, abgerufen am 12. Februar 2017
  3. ISRAEL'S SYMBOLS And HERALDRY[3] http://asis.com, abgerufen am 12. Februar 2017
  4. William F. Dankenbring[file:///C:/Users/rober/AppData/Local/Temp/quest-for-the-12-tribes.pdf] The QUEST for the 12 Tribes of Israel!, abgerufen am 12. Februar
  5. Synonyme für die Zwölf Stämme Israels[4], abgerufen am 12. Februar 2017
  6. Brady Stephenson [5] The Twelve Tribes, abgerufen am 12. Februar 2017
  7. jüdische Prinitsymbole [6] abgerufen am 16. Februar 2017
  8. Wasser Perlen Datteln - Das Aflaj-Bewässerungssystem und das Fort von Bahrein 1/2[7] Youtube, abgerufen am 12. Februar 2013
  9. JÜDISCHE SYMBOLIK AUF DEM FRIEDHOF [8] abgerufen an 5. Februar 2017
  10. G. Larson et al.: Rethinking dog domestication by integrating genetics, archeology, and biogeography. In: PNAS, Band 109, S. 8878–8883, 2012 DOI: 10.1073/pnas.1203005109
  11. S.J. Crockford, Y.V. Kuzmin: Comments on Germonpre et al., Journal of Archaeological Science 36, 2009 „Fossil dogs and wolves from Palaeolithic sites in Belgium, the Ukraine and Russia: osteometry, ancient DNA and stable isotopes“ and Germonpre, Lazkickova-Galetova, and Sablin, Journal of Archaeological Science 39, 2012 „Palaeolithic dog skulls at the Gravettian Predmosti site, the Czech Republic“ In: Journal of Archaeological Science, Band 39, S. 2797–2801, 2012 doi: 10.1016/j.jas.2012.04.033
  12. Nikolai D. Ovodov u. a.: A 33,000-Year-Old Incipient Dog from the Altai Mountains of Siberia: Evidence of the Earliest Domestication Disrupted by the Last Glacial Maximum. In: PLoS ONE 6(7), 2011 doi:10.1371/journal.pone.0022821
  13. A.S. Druzhkova, O. Thalmann, V.A. Trifonov, J.A. Leonard, N.V. Vorobieva et al.: Ancient DNA Analysis Affirms the Canid from Altai as a Primitive Dog. In: PLoS ONE, Band 8(3), 2013 doi:10.1371/journal.pone.0057754