Jüdische Witze mit Synonymen

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Shnurrahon Katzelson beim Studium der Tora

Jüdische Witze mit Synonymen zeigen, dass viele einen Bezug zu den Zwölf Stämmen Israels haben. Zugleich sind Witze eine leichte Möglichkeit, sich in die Gedankenwelt des Judentums, die für viele Menschen fremd ist, hineinzuversetzen und Verständnis für die Religion zu entwickeln.

1 Beispiele

  • Kohn (Kohanim = Hoher Priester) gibt an der Post ein Telegramm an seinen Geschäftsfreund Grün (Stamm Simeon) auf: 'Akzeptiere Ihre Offerte. Brief folgt. Hochachtungsvoll Kohn. Der Schalterbeamte gibt den freundlichen Rat "Hochachtungsvoll könnten Sie eigentlich weglassen." Worauf Kohn, verwundert: "Nanu, woher kennen Sie den Grün?"
  • Kohn beklagt sich bei Grün: Er habe einen Delikatessenladen in einer Straße voller Delikatessenläden eröffnet, links davon habe Blau (Stamm Issachar) seinen Delikatessenladen, rechts Mandelstamm (Mandel = Stamm ?). Beide Geschäfte florieren, nur zu ihm gehe niemand einkaufen. „Na, ist doch ganz einfach: Lass dir beim Standesamt einen andern Namen geben“, schlägt ihm Grün vor, „Nennst dich halt Haupteingang!“ (Anspielung auf die Sitte christlicher Beamter, den Juden, die lange gar keine Familiennamen trugen, zwangsweise möglichst lächerliche Namen zu geben.)
  • Grüns ältester Sohn ist, um eine Katholikin heiraten zu können, zum christlichen Glauben konvertiert. Da einem frommen jüdischen Vater nichts Schlimmeres passieren kann, versinkt Grün in tiefe Depression und sperrt sich in seine Kammer. Dennoch geht die Tür auf und ein alter Mann mit weißem Bart tritt ein. Es ist Gott: „Warum weinst du, Grün?“ – „Soll ich denn nicht weinen, mein Sohn hat sich taufen lassen!“ – „Aber Grün, meiner doch auch!“ – „Ja, und was soll ich jetzt machen?“ – „Mach’s wie ich: Mach ein neues Testament!“
  • Hitlerzeit. Kohn zu Levy (Stamm Levi): "Weißt Du den Unterschied zwischen Hitler und einem Leberkranken ?" - "Nu?" "Der eine ist leberleidend, der andere leider lebend."
  • Kohn und Levy sitzen im Wiener Caféhaus und lesen Zeitungen. Sagt Kohn: "Schau - der Ätna ist ausgebrochen!" Levy: "Wer ist der Ätna?" Kohn: "Das ist ein Vulkan in Italien, der Feuer speit."Levy, nachdenklich: "Ist das für uns Juden gut oder schlecht?"
  • Mandelstamm hat eingebrochen. Er steht vor Gericht. "Eines verstehe ich nicht", sagt der Richter," in der Wohnung lagen unverschlossene Wertgegenstände umher. Wieso haben Sie nur solchen wertlosen Krempel mitgenommen?" Der Einbrecher bitter: "Herr Richter, ich halte es nicht mehr aus! Meine Frau hat mir wirklich schon genug zugesetzt deswegen - und jetzt fangen Sie auch noch damit an!"
  • Der Kohn gibt Auskunft über sein Sexualleben, der Grün braucht ein Mittel für seine Potenz, der (Finkel)stein (Stamm Isaak?) erzählt was im Beichtstuhl, der Levi hat zwei Schwestern, die für ihn sorgen, der Moische (Moses) verständigt sich per Zeichenblock, der Herr Wastl (Stamm ?) glaubt, er ist witzig, Moses (Moses) hadert mit Gott und zum Schluss gibt’s noch eine Gebrauchsanweisung.
  • Zwei Juden gehen in eine Ausstellung impressionistischer Kunst. Vor einem der Gemälde bleiben sie stehen und diskutieren lange darüber, ob es nun ein Landschaftsbild oder ein Portrait sei. Da sie sich nicht einigen können, gehen sie zurück zur Kasse, um einen Ausstellungskatalog zu kaufen. In demselben suchen sie das Bild. Es hat den Titel "Mandelbaum an der Riviera". Sagt der eine Jude zum anderen: "Siehst Du, ich hab' Dir doch gleich gesagt, das ist ein Portrait!"
  • Grün trifft Rose(n)zweig (Stamm Ruben) vor dem Rundfunkgebäude. - Mensch, Rosenzweig, was machst du denn hier? - M-mmmm-mich u-u-um d-die Ste-e-e-elle als A-aaansager bew-bewwww-orben. - Und- haben sie dich genommen? - N-n-nein, aa-alles A-aa-antisemiten d-d-dort ...
  • Es hat lange gedauert, bis sich (Silber)zweig entschlossen hat, zu seinen Verwandten zu fahren. Und jetzt, ganz atemlos, kommt er auf dem Bahnhof angerannt -und der Zug ist weg. - Na - fragt ihn Kohn, der auf dem Bahnhof wartet, mitfühlend. - Ist dir der Zug vor der Nase weggefahren? - Nebbich - keucht Silberzweig. Werde ich ihn verscheucht haben
  • Kohn und Shamuel (Stamm?) gehen durch die Stadt. Ein Vogel fliegt über die beiden hinweg und erleichtert sich dabei. Kohn wird dabei voll auf den Kopf getroffen. Voller Ärger sieht er zum Himmel und meint zu Shamuel: - Schau dir das an, und für die anderen singense...
  • Der Chefredakteur der größten Tel Aviver Zeitung ist ein wichtiger Mann. Alle hofieren ihn. Nun erscheint er in der Oper. - Du, Kohn - sagt Moische - Sehe ich deinen Chefredakteur mit einer jungen, hübschen Dame. Ist es seine Frau? - Nebbich, wo denkst du hin? - antwortet Kohn - Das ist die heutige Abendbeilage.
  • Moische und Kohn, Geschäftspartner, gehen zusammen abends zur Synagoge. Fünf Schritte von der Synagoge bleibt Moische plötzlich stehen und sagt: - Au, au, au, au! - Was hast du denn? - fragt Kohn. - Au, habe ich vergessen den Tresor abzuschließen - jammert Moische. - Macht nichts - sagt Kohn - wir sind ja beide hier.
  • Isaac Rose(nbaum), kommt zum Re(b)be und fragt ihn um Rat, weil er seine Frau mit seinem Prokurist auf dem Sofa im Hinterzimmer seines Büros erwischt hat. Der R(eb)be rät: "Schmeiß raus den Prokurist!" Nein, sagt Rose(nbaum), der weiß von meiner Steuerhinterziehung. Dann schmeiß raus deine Frau, schägt der Re(b)be vor. Das geht nicht, dann ist meine Reputation hinüber, gibt Rose(nbaum) zu bedenken. Da weiß der Re(b)be keinen Rat mehr. Wochen später treffen sie sich wieder. Na, hast du gelöst dein Problem, will der R Re(b)be wissen. Rose(nbaum),: Alles OK. "Hast du geschmissen raus den Prokurist?" "Nein!", "Hast du geschmissen raus deine Frau?" "Nein!". "Ja, was hast du gemacht?". Da grinst Rose(nbaum), und sagt: "Ich habe geschmissen raus das Sofa!"
  • Re(b)be(leben) (Stamm Manasse), Ihr sagt, Gottes Auge sieht überall hinein - auch in meinen Keller? Ja, auch in deinen Keller. Oj, Re(b)be, schon verloren! Ich hab' gar keinen Keller.“
  • Kohn hat Gewissensbisse, so geht er zum Rabbiner: "Re(b)be(leben) , wie kann ich die Sache in Ordnung bringen?" "Du musst dich bei ihm entschuldigen!" "Geht es nicht anders? "Nein." "Ja, und kann man das auch telefonisch machen?" "Eigentlich schon." Kohn ruft Grün an: "Ist dort das Wasserwerk?" "Nein, ich bin Grün." "Entschuldigen sie bitte."
  • Wie ist Ihr Name? Samuel Rose(nbaum). Was ist Ihr Beruf? Ich bin Kantor in der Synagoge. Und Ihre Konfession? Dreimal dürfen Sie raten, Herr Richter.
  • "Mojsche, was soll eigentlich das 'P' im Namen Haman?" - "Im Namen Haman ist doch gar kein 'P' drin!" - "Wieso ist kein 'P' im Namen Haman?" - "Was soll denn ein 'P' im Namen Haman!?" - "Das frag ich doch!"

2 Siehe auch

3 Literatur

4 Weblinks

5 Einzelnachweise