Volker Beck

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Volker Beck (Begriffsklärung) aufgeführt.
Profil.png Profil: Beck, Volker
Beruf deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), MdB
Persönliche Daten
12. Dezember 1960
Stuttgart


Volker Beck (* 12. Dezember 1960 in Stuttgart) ist Mitglied des Deutschen Bundestags aus Köln,und war bis 2016 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion und Mitglied im Parteirat von Bündnis 90/Die Grünen. Im März 2016 wurde Volker Beck mit der harten Droge Crystal Meth erwischt. Er legte daraufhin alle Parteiämter nieder. Ob er dafür ins Gefängnis muss ist noch unklar. Der Bildleser Floriano di Rimini meinte dazu auf Bild.de:

"Ich sage, zum Glück haben sie ihn nur damit erwischt und nicht mit Kindern!" [1]

Peter Arzberger meinte auf Facebook dazu:

"Einmal ALLES richtig gemacht Herr Beck. Die meisten werden Sie nicht vermissen." [2]
Auch der von Volker Beck angezeigte türkischstämmige Bestsellerautor Akif Pirinçci äußerte sich (siehe Bild) auf Facebook zu dessen Drogenkonsum und wünschte ihm gute Besserung.
Facebookpost von Akif Pirinçci zu Volker Becks Drogenkonsum.

Rainer Traubenzucker postete auf Facebook zu Becks Drogenkonsum u.a.:

"Beck Du bist eine Schande für Deutschland und für die deutsche Politik. Den Jugendlichen wird gepredigt nehmt keine Drogen und dieser Beck als Politiker ist ein gutes Vorbild wie man es nicht machen soll. Beck verschwinden sie aus der deutschen Politik und die Äußerung, dass Sie im Bundestag bleiben wollen war ein schlechter Witz. Verschwinden sie ich kriege das Kotzen wenn ich sie sehe oder ihren Namen höre!!!!!!!!!!!" [3]

Seine enttäuschten Fans äußern sich mitunter betroffen im Stil als ob Volker Beck bereits verstorben sei. Da sind die Leute "traurig und betroffen", und schreiben u.a. "Danke für alles", "ein trauriger Tag", "du wirst sehr fehlen" und "der Respekt für deine Leistungen wird bleiben". [4]

Die Bild titelte kurz und knackig: "Grüner mit Hitler-Droge erwischt!" [5]

Sein Kollege Winfried Kretschmann von den Grünen distanzierte sich von Beck, und sprach von einem "schweren Fehlverhalten".

Auch Katrin Göring-Eckardt kritisierte Beck und meinte u.a.:

"Crystal Meth ist eine harte und gefährliche Droge und sie ist verboten. Das hat mit liberaler Drogenpolitik nichts zu tun."

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Uhl legte Beck nahe, nach seinen Ämtern auch sein Bundestagsmandat niederzulegen: "Volker Beck hat bei uns Kollegen immer sehr hohe moralische Maßstäbe angelegt", sagte Uhl dem Tagesspiegel: "Das möge er jetzt bitte auch bei sich selbst tun" [6]

Svatomír Jebavý meinte auf Facebook zu Becks Rücktritt:

"Wieder eine Drecksau weniger, verbleiben noch paar andere Perverse." [7]

Markus Frohnmaier von der AfD meinte:

"Zu den Nachwirkungen von Chrystal Meth gehören unter anderem Wahnvorstellungen. Im Nachhinein ergibt alles Sinn."

1 Vita

Volker Beck wurde am 12. Dezember 1960 in Stuttgart geboren. Sein Vater war ein mittelständischer Unternehmer aus dem Sudetenland, seine Mutter stammteaus Sachsen. Beck wuchs in materiell privilegierten Verhältnissenin Sindelfingen auf.[8] Nach dem Abitur (1980) und Zivildienst studierte er an der Universität Stuttgart Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik (ohne Abschluss).[8]

Anfang der 1980er Jahre beteiligte sich Volker Beck in der Friedensbewegung, 1985 trat er der Partei Grünen bei, für deren Bundestagsfraktion er 1987-1990 als Schwulenreferent arbeitete. Seine Homosexualität verbarg Beck nie und setzte sich früh für die rechtliche Gleichstellung von schwulen und lesbischen Paaren mit heterosexuellen Paaren ein. Vom „Bundesverband Homosexualität“ trat dann 1990 dem „Lesben- und Schwulenverband in Deutschland“ (LSVD) bei, dessen Sprecher er 1991-2004 war.


1.1 Arbeitsgemeinschaft Schwule und Päderasten

Die Gesetzentwürfe der ersten Grünen Bundestagsfraktion aus dem Jahr 1985 (Bundestagsdrucksache 10/2832 vom 4. Februar 1985), sahen vor, im Zuge der Entkriminalisierung von Homosexualität auch gleich den Schutz minderjähriger Jungen und Mädchen vor sexuellem Mißbrauch aufzuheben. Beck schrieb 1988 in dem Buch „Der pädosexuelle Komplex“, „eine Entkriminalisierung“ pädosexueller Handlungen an Kindern sei „dringend erforderlich“.[9] Im gleichen Buch äußert er sich weiter „Als Etappenziel kann hier nur eine Versachlichung der Diskussion um das Problem der Pädosexualität vorgeschlagen werden. Als strafrechtliche Perspektive wäre hier z.B. eine Novellierung ins Auge zu fassen, die einerseits das jetzige „Schutzalter“ von 14 Jahren zur Disposition stellt ...“ (Zitatende) Aufschlußreich ist auch noch folgendes Zitat aus dem gleichen Buch: „Allein eine Mobilisierung der Schwulenbewegung für die rechtlich gesehen, im Gegensatz zur Pädosexualität völlig unproblematische Gleichstellung von Homo- und Heterosexualität, durch die Streichung des §175 StGB und für die Rechte der Homosexuellen wird das Zementieren eines sexualrepressiven Klimas verhindern können - eine Voraussetzung, um eines Tages den Kampf für die zumindest teilweise Entkriminalisierung der Pädosexualität aufnehmen zu können.“ (Zitatende) Quellen :

  • Der Pädosexuelle Komplex. Handbuch für Betroffene und ihre Gegner. Berlin/Frankfurt 1988, S.266
  • Das Strafrecht ändern? Plädoyer für eine realistische Neuorientierung der Sexualpolitik. Volker Beck,(Foerster Verlag - ISBN 3922257666)

1.2 Positionen

  • Beck fordert, trotz der teilweise starken homophober Tendenzen in den islamischen Verbänden, der grundsätzlichen Ablehnung von Homosexualität im Islam sowie der Strafbarkeit von homosexuellen Handlungen nach islamischem Recht, den Islam in Deutschland rechtlich anerkennen. Eine Vereinbarung zwischen Staat und Verbänden über die Errichtung einer repräsentativen Vertretung aller Muslime in Deutschland soll erreicht werden. „Die fehlende rechtliche Anerkennung des Islam in Deutschland verletze die Religionsfreiheit der in Deutschland lebenden Muslime und ihren Anspruch auf Gleichberechtigung in der Religionsausübung“.[10]
  • „Der deutschen Industrie mußten Beine gemacht werden, damit sie ihre Verantwortung für dieses Kapitel der deutschen Wirtschaftsgeschichte überhaupt annimmt. ... Da ist es nur fair und gerecht, denjenigen, die diese Gewinne erarbeitet haben, davon etwas zurückzugeben. ... Man muß der Industrie jede Mark aus der Nase ziehen.“ Jüdische Allgemeine vom 09.12.1999
  • Nach Kritik an einem Gedenktag nur für deutsche Vertriebene, kann sich Beck einen [internationalen] Gedenktag vorstellen: „Es muß ein Tag sein, der allen Vertriebenen und Flüchtlingen gewidmet ist.“ Man müsse genauso an polnische Bürger erinnern, die aus der Ukraine und Weißrussland vertrieben worden seien, betonte Beck. Auch der heutigen Vertriebenen aus dem Sudan müsse gedacht werden. [11]

2 Privates

Volker Beck ist schwul, was er bei allen sich erbietenden Anlässen für politische Zwecke zu nutzen versucht. Sein „Ehemann“, der französische Diplom-Kaufmann und ehemalige Generaldirektor von Madaus France, Jacques Teyssier starb mit 53 Jahren, im Juli 2009, an Krebs.[12] Er ist aus der evangelischen Kirche ausgetreten.

3 Mitgliedschaften

4 Ehrungen

2006: Tolerantia-Preis der polnischen Stiftung für Gleichberechtigung

  • 2006: Zivilcourage-Preis des Berliner „Christopher Street Day“ (CSD)
  • 5. Juli 2008: Das „Schwule Netzwerk NRW“ zeichnete Beck mit der „Kompassnadel“ aus, die auch als „Schwuler Oskar“ bezeichnet wird.

5 Auftritte


6 Links und Quellen

6.1 Einzelnachweise

  1. [1]
  2. [2]
  3. [3]
  4. [4]
  5. [5]
  6. [6]
  7. [7]
  8. 8,0 8,1 Munzinger-Archiv GmbH, 2009
  9. ef-magazin, 14. April 2010: Papst-Vertrauter Bertone weist auf Zusammenhang zwischen Homosexualität und Missbrauch hin
  10. Islam in Deutschland rechtlich anerkennen, volkerbeck.de, 26. September 2006
  11. Frankfurter Rundschau, August 2010: Beck (Grüne) für Gedenktag für Vertriebene und Flüchtlinge
  12. Grünen-Politiker Volker Beck - Sein Ehemann starb an Krebs, express.de, 26. Juli 2009
  13. "Unruhen am Bosporus - Die Türkei am Scheideweg?" - Phoenix, 10. Juni 2013
  14. Armutseinwanderung aus der EU - Gefahr für Wohlstand und sozialen Frieden? - Phoenix, 25. Februar 2013
  15. Zum Wohl des Kindes? Adoptionsrecht für Homosexuelle - Phoenix, 20. Februar 2013
  16. Erschöpfter Papst, erschöpfter Glaube - ZDF, 14. Februar 2013
  17. Allah statt Grundgesetz - warum werden junge Muslime radikal? - ARD, 24. Oktober 2012
  18. Hitlers „Mein Kampf“ im Klassenzimmer – man wird doch wohl noch lesen dürfen? - ARD, 2. Mai 2012
  19. Die Koran-Aktion - Viel Lärm um nichts? - Phoenix, 17. April 2012
  20. Ob Billigsex oder Edelpuff: Schafft Prostitution ab! - ARD, 13. März 2012
  21. Maischberger-Talk zu Prostitution - Ein Königreich für echte Fakten! - Der Spiegel, 14. März 2012 - Autor: Christoph Twickel
  22. "MAISCHBERGER" - Huren zwischen Sklavenhandel und Wellness-Puff - Die Welt, 14. März 2012 - Autorin: Caroline Stern
  23. MAISCHBERGER-TALK - Schluss mit Puff? - GÄSTE STREITEN: SIND PROSTITUIERTE SKLAVEN ODER DIENSTLEISTER? - bild, 14. März 2012 - Autor: Christoph Küppers
  24. Benedikt in Berlin - Hat uns der Papst noch was zu sagen? - ZDF, 22. September 2011


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