Wolfgang Huber
| Beruf | deutscher evangelisch-lutherischer Theologe und Altbischof | |
| Persönliche Daten | ||
| Geburtsdatum | 12. August 1942 | |
| Geburtsort | Straßburg | |
Wolfgang Huber (* 12. August 1942 in Straßburg) ist ein deutscher evangelischer Theologe[1].
Inhaltsverzeichnis |
1 Werdegang
- Bis November 2009 hatte er das Amt des Bischofs der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz inne
- Von November 2003 bis Oktober 2009 war Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland.[2]
- Er gilt als Vordenker in ethischen Fragen[3].
- 1972 habilitierte er sich in Heidelberg für Systematische Theologie.
- 1966 promoviert
- Von 1960 bis 1966 Studium der evangelische Theologie in Heidelberg, Göttingen und Tübingen
- Von 1948 bis 1960 Schulbesuch
2 Leben
- Seit 2010 ist er Fellow des Stellenbosch Institute for Advanced Study (STIAS) in Südafrika. [4]
- Er hat zwei Enkel.
- Er hat drei erwachsene Kinder
- Seit 1966 ist er verheiratet mit der Grundschullehrerin und Autorin Kara Huber
- Er ist lebte in Falkau im Schwarzwald sowie in Freiburg im Breisgau auf.
- Er hat fünf Brüder
- Sein Vater war der im NS-Deutschland führende Staatsrechtslehrer Ernst Rudolf Huber
3 Auftritte
- Am 29.06.2011 waren Matthias Bloechle, Sonja Werner, Peter Hintze, Guildo Horn, Wolfgang Huber und Ulla Schmidt Gäste bei Hart aber fair. Das Thema der Sendung lautete: "Vom Kinderwunsch zum Kind nach Wunsch - ist nur gesundes Leben lebenswert?".[5]
- Am 13.03.2011 waren Norbert Röttgen, Takahiro Shinyo, Ranga Yogeshwar, Wolfgang Huber, Wolfgang Herles und Sigrid Klausmann-Sittler Gäste bei Anne Will. Thema der Sendung lautete: "Katastrophe in Japan - der mögliche Super-GAU und die Folgen".[6]
- Am 14.10.2010 waren Cem Özdemir, Fadi Saad, Wolfgang Huber, Aiman Mazyek, Markus Söder und Michael Schmidt-Salomon zu Gast bei Maybrit Illner. Das Thema der Sendung lautete: "Kreuzzug 2010 - Gehört der Islam wirklich zu Deutschland?"[7] [8]
4 Auszeichnungen und Ehrenmitgliedschaften
- 2009: Verdienstorden des Landes Berlin
- 2009: Vordenkerpreis der Plansecur-Unternehmensgruppe
- 2009: Europäischer Kulturpreis für Theologie
- 2008: Ehrendoktor der Christlichen Akademie in Warschau
- 2008: Agricola-Medaille der Lutherischen Kirche von Finnland
- 2007: Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland
- 2007: Schirmherr des Deutschen Kinderpreises[9]
- 2007: Hermann-Ehlers-Medaille des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU
- 2007: Ehrenmitglied von Hertha BSC
- 2006: Ludwig-Wolker-Plakette des Deutschen Olympischen Sportbunds
- 2006: Ehrenmitglied des Johanniterordens
- 2005: Die Goldene Feder der Bauer-Verlagsgruppe
- 2004: Ehrenmitglied des Rotary-Clubs Berlin-Kurfürstendamm
- 2003: Kreuzpfadfinder der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands
- 1999: Comenius-Preis
- 1995: Honorarprofessor der Ruprecht-Karls- Universität Heidelberg sowie der Humboldt Universität zu Berlin
- 1982: Theodor-Heuss-Preis (gemeinsam mit der Kammer der EKD für öffentliche Verantwortung)
5 Neuere Veröffentlichungen (Auswahl)
- 2010: Wenn ihr umkehrt, wird euch geholfen. Oder: Anmerkungen zur globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise, Frankfurt / Main
- 2010: Das Netz ist zerrissen und wir sind frei. Reden, Frankfurt/Main
- 2010: Gottes Wort halten, Liebe üben und demütig sein. Predigten, Frankfurt/Main
- 2009: Die Liebe in der Wahrheit. Die Sozialenzyklika “Caritas in veritate” Papst Benedikts XVI. Ökumenisch kommentiert von Wolfgang Huber und anderen, Freiburg/Breisgau
- 2009: Der christliche Glaube. Eine evangelische Orientierung, 5. Aufl. Gütersloh
- 2009: Von den Grenzen der Erkenntnis und der Unbegrenztheit des Glaubens. Ein Streitgespräch zwischen Wolfgang Huber und Wolf Singer, Berlin
- 2009: Die Mauer ist weg. Ein Lesebuch, herausgegeben von Wolfgang Huber, Frankfurt am Main
- 2009: Religion, Politik und Gewalt in der heutigen Welt, in: Karl Kardinal Lehmann (Hg.), Weltreligionen – Verstehen, Verständigung, Verantwortung, Frankfurt/Main
- 2008: Die Verantwortung eines Unternehmers, in: P. May u.a. (Hg.), Familienunternehmen heute, Jahrbuch 2008, Bonn
- 2008: Habermas in protestantischer Tradition, in: Michael Funken (Hg.), Über Habermas, Darmstadt
- 2008: Die Verfassungsordnung für Religion und Kirche in Anfechtung und Bewährung. Zusammen mit Christian Waldhoff und Udo die Fabio, Münster
- 2007: Im Geist der Freiheit. Für eine Ökumene der Profile, Freiburg
- 2007: Position beziehen. Das Ende der Beliebigkeit, Lahr
- 2007: „Der Mensch ist zur Arbeit geboren wie der Vogel zum Fliegen...“. Hat das protestantische Arbeitsethos noch eine Zukunft?, in: Die neue Frage nach der Arbeit, Wittenberg
- 2006: Familie haben alle. Für eine Zukunft mit Kindern, Berlin
- 2006: Gerechtigkeit und Recht. Grundlinien christlicher Rechtsethik, 3. Aufl. Gütersloh
- 2006: Dietrich Bonhoeffer Auswahl, 6 Bände, herausgegeben von Christian Gremmels und Wolfgang Huber, Gütersloh
- 2006: Wissenschaft verantworten. Überlegungen zur Ethik der Forschung, Göttingen
- 2006: Vertrauensberufe im Rechtsstaat, in: Anwaltsblatt, 8+9
- 2005: Der Staat und die Religionen, Bonn 2005 und Erfurt
- 2005: Vertrauen erneuern. Eine Reform um der Menschen willen, Freiburg/Breisgau
- 2005: Woran dein Herz hängt. Bischofsworte in bewegter Zeit, Gütersloh
- 2005: Die jüdisch-christliche Tradition, in: Hans Joas / Klaus Wiegandt (Hg.), Die kulturellen Werte Europas, 2. Aufl. Frankfurt/Main
- 2004: Vor Gott und den Menschen. Wolfgang Huber im Gespräch mit Stefan Berg, Berlin: Wichern
- 2004: Verfassung ohne Gottesbezug? Zu einer aktuellen europäischen Kontroverse. Gemeinsam mit Helmut Goerlich und Karl Kardinal Lehmann, Leipzig
- 2002: Der gemachte Mensch. Christlicher Glaube und Biotechnik, Berlin 2002
- 1999: Kirche in der Zeitenwende. Gesellschaftlicher Wandel und Erneuerung der Kirche, 3. Aufl. Gütersloh
6 Andere Literatur
- "Freiwillige vor!" - Außenansicht von Wolfgang Huber in Süddeutsche Zeitung zum Thema Wehrdienst und freiwilliger sozialer Dienst [2]
- "Meister der Zentralperspektive" - Wolfgang Thielmann porträtiert Wolfgang Huber in Rheinischer Merkur, Ausgabe vom 5. August 2010 [3]
- "Das Glas ist doch halb voll" - Wolfgang Huber über Wirtschaft und Moral im "Welt"-Interview vom 9. Juli 2010 [4]
- Der tadellose Protestant. Immer freundlich, immer korrekt, immer klug - Wolfgang Huber prägte sein Amt durch maßvoll linke Ansichten und hartnäckige Sachlichkeit. In: Die Zeit Nr. 18, 23. April 2009, S. 7. [5]
- "Gewählter Glücksfall", Steffen Reiche über Wolfgang Huber in der Märkischen Allgemeine Zeitung, 5. November 2009 [6]
- "Konflikt und Konsens", Karl Kardinal Lehmann über Wolfgang Huber im Tagesspiegel, 25. Oktober 2009 [7]
- "Aus dem Kirchenschlaf gerissen", in: Die Zeit, 22. Oktober 2009 [8]
- "Huber ist moralische Instanz geworden", Horst Köhler über Wolfgang Huber [9]
- „Wenn eure Kinder morgen fragen.“ Wilfried Köpke im Gespräch mit Wolfgang Huber, Margot Käßmann und Manfred Kock (2005)
7 Einzelnachweise
- ↑ Website Wolfgang Huber
- ↑ EKD: Rat Wahlergebnisse
- ↑ Huber Vordenker 2009
- ↑ [1]
- ↑ Vom Kinderwunsch zum Kind nach Wunsch - ist nur gesundes Leben lebenswert? - WDR, 29. Juni 2011
- ↑ Katastrophe in Japan - der mögliche Super-GAU und die Folgen - Das Erste 13. März 2011
- ↑ Kreuzzug 2010 Gehört der Islam wirklich zu Deutschland? - ZDF, 14. Oktober 2010
- ↑ ZDF „Maybrit Illner“ Fünf Gäste für ein Halleluja - Focus, 15. Oktober 2010
- ↑ Der Deutsche Kinderpreis. World Vision Deutschland, 2007. Archiviert vom Original am 2010-07-12. Abgerufen am 12. Juli 2010. (PDF)
8 Weblinks
- Website Wolfgang Huber: www.wolfganghuber.info
- Wolfgang Thielmanns Porträt "Meister der Zentralperspektive" über Wolfgang Huber im Rheinischen Merkur, 5. August 2010
- Wolfgang Huber im "Welt"-Interview über Wirtschaft und Moral, 9. Juli 2010
- Podcast eines Bayern 2-Interviews mit Wolfgang Huber „Eins zu Eins - Der Talk“, 29. Juni 2010
- EKD Website über Wolfgang Huber
- „Nicht der gleiche Gott“, FOCUS-Interview über die Grenzen des Dialogs zwischen Christen und Muslimen, 22. November 2004
- Wolfgang Huber über seine PDS-Äußerungen, Neues Deutschland, 13. Mai 2005
- Ausführliches Interview mit Wolfgang Huber im Bayerischen Rundfunk, 21. Juni 2005 (PDF-Datei)
- Zusammenleben mit Muslimen in Deutschland - Gestaltung der christlichen Begegnung mit Muslimen - Eine Handreichung des Rates der EKD, Gütersloh 2000 (PDF-Datei; 531 kB)
- Klarheit und gute Nachbarschaft - Christen und Muslime in Deutschland - Eine Handreichung des Rates der EKD, Hannover 2006 (PDF-Datei; 385 kB)
- Zum Konzept "Ökumene der Profile"
- Briefwechsel Wolfgang Huber - George Land: Gerechter Krieg (April 2003)
- Literatur von und über Wolfgang Huber im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Ratsvorsitzende der EKD:
Theophil Wurm (1945–1949) |
Otto Dibelius (1949–1961) |
Kurt Scharf (1961–1967) |
Hermann Dietzfelbinger (1967–1973) |
Helmut Claß (1973–1979) |
Eduard Lohse (1979–1985) |
Martin Kruse (1985–1991) |
Klaus Engelhardt (1991–1997) |
Manfred Kock (1997–2003) |
Wolfgang Huber (2003–2009) |
Margot Käßmann (2009–2010) |
Nikolaus Schneider kommissarisch (seit 2010)
Vorsitzende des Kirchenbundes der DDR:
Albrecht Schönherr (1969–1981) |
Werner Krusche (1981–1982) |
Johannes Hempel (1982–1986) |
Werner Leich (1986–1990) |
Christoph Demke (1990–1991)
Reinold von Thadden | Richard von Weizsäcker | Gertrud Osterloh | Heinz Zahrnt | Kurt Sontheimer | Helmut Simon | Klaus von Bismarck | Richard von Weizsäcker | Erhard Eppler | Wolfgang Huber | Eleonore von Rotenhan | Helmut Simon | Erhard Eppler | Erika Reihlen | Ernst Benda | Rainer Meusel | Barbara Rinke | Martin Dolde | Elisabeth Raiser | Eckhard Nagel | Reinhard Höppner | Karin von Welck
9 Andere Lexika
- Gast bei hart aber fair
- Gast bei Anne Will
- Gast bei Maybrit Illner
- Seiten mit defekten Dateilinks
- Christlicher Sozialethiker
- Systematischer Theologe
- Evangelischer Bischof (20. Jahrhundert)
- Evangelischer Bischof (21. Jahrhundert)
- Evangelischer Theologe (20. Jahrhundert)
- Evangelischer Theologe (21. Jahrhundert)
- Leiter einer evangelischen Landeskirche (21. Jahrhundert)
- Hochschullehrer (Marburg)
- Hochschullehrer (RKU Heidelberg)
- Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
- Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband
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- Person (Straßburg)
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