Geschichte der Judenverfolgung im Mittelalter/ Spätmittelalter Teil 1

Aus PlusPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Zeitstrahl-Mittelalter PP.png
Zeitstrahl-Fruehmittelalter PP.png
Zeitstrahl-Hochmittelalter I.png
Zeitstrahl-Hochmittelalter II.png
Zeitstrahl-Spaetmittelalter I.png
Zeitstrahl-Spaetmittelalter II.png
Zeitstrahl-Spaetmittelalter III.png




1 Das Spätmittelalter (1250 - 1600 n. Chr.) (Teil I)[Bearbeiten]

Überlieferungen aus der Zeit des Spätmittelalters [1] sind jetzt, auch Dank des Buchdruckes, vermehrt erhalten.

1250 - 1299


1.1 Ein berühmter jüdischer Minnesänger mit "Judenhut"[Bearbeiten]

Zeitstrahl-Spaetmittelalter I.png

Im zweiten Drittel des 13. Jahrhunderts wirkte mit Süsskind von Trimberg der einzig bekannte eventuell jüdische Spruchdichter und Minnesänger. Geboren wurde er möglicherweise auf Burg Trimberg bei Hammelburg oder in dem ebenfalls den bis zum Ende des 14. Jahrhunderts urkundlich belegten Herren von Trimberg gehörendem Elfershausen im jetzigen Unterfranken. Erhalten sind nur 12 Spruchlieder in mittelhochdeutscher Sprache in denen manche Forscher biblisch-rabbinische Anklänge erkannt haben wollen. Ein Bild in der Manesseschen Liederhandschrift zeigt ihn eventuell in vornehmer Kleidung mit Judenhut. [2][3][4][5]

1.2 Papst Innozenz IV droht Strafen an, wenn Christen den Juden Blutbeschuldigung vorwerfen[Bearbeiten]

1253 erneuert Papst Innozenz IV. seine Bulle von 1247. Er droht darin Strafen, bis hin zur Exkommunikation an, wenn jüdische Blutbeschuldigungsvorwürfe[6] laut werden. Er verbot auch das Schänden jüdischer Friedhöfe.[4][7][8]

1.3 König Premsyl Ottokar II. (Böhmen und Mähren) schafft rechtsverbindliche Grundlagen für die Juden[Bearbeiten]

In Böhmen und Mähren schafft König Premsyl Ottokar II. im Jahr 1254 verbindliche Rechtsgrundlagen[8] für die Juden:

„Die Urkunde enthält folgende Bestimmungen: Im Rechtstreite mit einem Juden darf ein Christ allein nicht Zeugenschaft ablegen, sondern es muss noch ein Jude als Zeuge dabei sein; im Streite um ein Pfand, von welchem der Jude behauptet, dass er um dasselbe durch unglücklichen Zufall kam, genügt ein einfacher Eid des Juden; ebenso bei der Berechnung der Zinsen vom Pfände; es wird bestimmt, was der Jude als Pfand annehmen kann; in Rechtsstreitigkeiten der Juden untereinander sind dieselben von der Gerichtsbarkeit der Gemeindeämter ausgenommen und vor das Gericht des Königs oder der Kammer gewiesen; ferner wird bestimmt, wie viel ein Christ für die Verwundung oder Tötung eines Juden als Strafe zahlen soll; was für ein Zoll von den Juden verlangt werden soll; was für ein Zoll von den Juden verlangt werden soll; welche Strafe für die Verwüstung ihres Friedhofes verhängt wird; wie der Ungehorsam der Juden vor Gericht zu ahnden ist. Weitere Bestimmungen betreffen: die Verwundung eines Juden durch einen Juden, die Eidesleistung, die geheime Ermordung oder Verwundung eines Juden, die Competenz des Judenrichters, den Besuch der Judenhäuser, die Zinsen, die Entführung eines Judenkindes, das Verbot der Belangung eines Juden an seinem Feiertage vor Gericht, die gewaltsame Wegnahme der dem Juden übergebenen Pfänder; die Gerichtshandlung gegen Juden soll in ihrer Schule gehalten werden; die Juden dürfen nicht beschuldigt werden, dass sie Christenblut geniessen; die gerichtsverhandlung gegen einem Juden, wenn er der Ermordung einen Christenkind beschuldigt wird.“

Gottlieb Bondy: Zur Geschichte der Juden in Böhmen, Mähren und Schlesien von 906 bis 1620, HG: Gottlieb Bondy, Prag 1906; ebd. S. 17ff.; Abschn. 24
s.a.: "Geschichte der Judenverfolgung im Mittelalter/ Böhmisches Reich (bis 1400)#1254"

1.4 Der Talmud wird zensiert - in England werden Juden verfolgt - Juden werden mit hohen Steuern belastet[Bearbeiten]

1263 kommt es in Spanien zu Talmudverboten, später zu Zensuren "anstößiger" Stellen. Die Zensur wird 1265 zurückgezogen.[8][9]

1264 werden mehrere hundert englische Juden und viele Mitglieder ihrer Führungselite Opfer einer Verfolgung in London. [10] Ihnen wurde Ritualmord vorgeworfen.

1273 bis 1291 herrschte Rudolf von Habsburg. Er zwang die Juden zu hohen Steuerabgaben. Rabbi Meir ben Baruch, er wurde um 1215 in Worms geboren und lebte vierzig Jahre lang in Rothenburg, plante 1286 nach Israel auszuwandern. Ob dieses mit den hohen Steuern zusammengehangen hat, ist nicht eindeutig geklärt.[11][12]

1.5 Judenverfolgungen in München und in Bacharach ("Der heilige Werner")[Bearbeiten]

180 Juden, so die Geschichtsschreibung fielen einem Pogrom in München im Jahre 1285 zum Opfer.[13][14] Wieder ging es um einen Ritualmord.
Eine alte Frau soll auf einer Folter gestanden haben, daß sie ein Kind gestohlen und den Juden verkauft habe.[15]

1287 erschütterte ein weiterer angeblicher Ritualmordfall die mittelalterlichen Orte am Rhein.
In Oberweichsel einem Teil des Ortes Bacharach, soll ein 16jähriger den juden zum Opfer gefallen sein:
Am Gründonnerstag des Jahres 1287 soll er erschlagen (nach anderer Überlieferung mit Stichwunden übersät) aufgefunden worden sein.
Zweifelhaften Zeugenaussagen nach, soll sein Blut von Juden für das Passah-Fest benötigt worden sein. Andere Quellen berichten, daß er an den Füßen aufgehängt wurde, damit die Juden in den Besitz der Hostie gelangen, welche er geschluckt habe. Seine Leiche soll in den Rhein geworfen worden sein, wo sie gefunden wurde.
Die beschuldigten Juden wurden nicht lange befragt, sechsundzwanzig Juden wurden ohne Prozess ermordet.
Die jüdischen Gemeinden des Umlandes empörten sich und wandten sich an den Kaiser Rudolf von Habsburg (1218 -1291). Dieser war von der Unschuld der Juden überzeugt. Er legte den Mördern eine Geldbuße auf und befahl den Leichnam des Werner zu verbrennen.
Seinem Befehl wurde nicht Folge geleistet. Im Gegenteil: Man errichtete für den ermordeten Werner eine Kapelle, denn viele Christen pilgerten nach Bacharach, sein Leichnam wurde verehrt. Bis in das Jahr 1963 feierte man das Fest des heiligen Werner.[16][17][18][14][19]

1.6 Hosteinfrevelvorwürfe[20] in Paris[Bearbeiten]

Einige Jahre später, 1290, gab es in Paris die erste Verfolgung der Juden.[21]. Johannes von Tilrode (gest. 1298), berichtet davon:
Ein Jude habe einer christlichen Magd für 10 Pfund Silber eine geweihte Hostie gekauft. Die Judengemeinde habe diese Hostie dann mit Messer bearbeitet. Sie ließ sich nicht zerstören. Erst mit einem großen Messer konnte die Hostie zerteilt werden. Dabei sei Blut geflossen. Anschließend seien die Stücke in heißes Wasser geworfen worden, worauf sie sich in ein Stück Fleisch verwandelten. Johannes berichtete, daß durch dieses Wunder viele Augenzeugen sich zum Christentum bekehrt haben.[22][14]
Im gleichen Jahr vertreibt König Eduard I. von England alle Juden aus seinem Herrschaftsbereich.[14]

1.7 Das "Rintfleisch-Pogrom"[Bearbeiten]

In Deutschland zieht 1298 ein Mann namens Rintfleisch.[23] mit seinem Gefolge in Franken umher, um jüdische Bürger zu ermorden. Ausgangspunkt der Verfolgung war wieder einmal Gerücht über einen Hostienfrevel[20][24][25]
Insgesamt sind, laut dem Nürnberger Memorbuch, einem alten Toten-Gedenkbuch, 3.441 namentlich bekannte ermordete Juden aus 44 Städten bekannt,[26] es sollen jedoch, so andere Quellen, an die 5.000 Menschen gewesen sein, die er ermordete.[27] In Rothenburg ob der Tauber, Würzburg, Nördlingen, Bamberg und Nürnberg wurden alle jüdischen Gemeinden ausgerottet. Der Habsburger König Albrecht I. ließ Rintfleisch schließlich festnehmen und aufhängen. Die Städte, in denen Juden getötet worden waren, wurden zu Geldstrafen an den König verurteilt.[28]

Prof. Dr. H. Graetz beschreibt in seinem 1914 erschienen Buch die Ereignisse wie folgt:

„...
Es hieß, die Juden des Städtchens Röttingen (in Franken) hätten eine Hostie geschändet und sie in einem Mörser zerstoßen; daraus sei nun Blut geflossen. Ein Edelmann dieses Ortes, namens Rindfleisch, nahm sich der angeblich geschändeten Hostie an, gab vor, er sei vom Himmel berufen worden, das verfluchte Geschlecht der Juden vom Erdboden zu vertilgen, und sammelte den leichtgläubigen, verdummten Pöbel um sich, als Helfer zu seinem blutigen Beginnen. Er und seine Schar überlieferten zuerst die Mitglieder der Gemeinde Röttingen dem Feuertode (April 1298). Von hier aus zog die Rotte der Judenschlächter unter Rindfleischs Anführung von Stadt zu Stadt, nahm Gesinnungsgenossen in ihre Reihen auf und amchte alle Juden nieder, die ihr in die Hände fielen, es sei denn, daß sie sich zum Christentume bekehrten. Rindfleisch, von verwegenem Blute und falscher Begeisterung getrieben, zwang förmlich die Bürger der Städte gegen ihre jüdischen Mitbewohner zu wüten. Die große Gemeinde Würzburg wurde vollständig aufgerieben (24. Juli). In Nürnberg hatten sich die Juden zuerst in die Burg geflüchtet, aber auch da angegriffen, setzten sie sich mit Hilfe menschlich gesinnter Christen zur Wehr, unterlagen natürlich zuletzt und wurden sämtlich totgeschlagen (1. August). Ascheris Verwandter und Studiengenosse Mardochai Ben-Hillel, der ein sehr geschätztes rabbinisches Sammelwerk angelegt hatte, fiel in Nürnberg mit seiner Frau und fünf Kindern als Märtyrer. Viele Eltern, welche fürchteten, daß ihre Kinder aus Todesfurcht nicht standhaft im Glauben bleiben würden, warfen sie mit eigenen Händen in die Flammen und stürzten sich nach. In bayern entgingen nur die Gemeinden von regensburg und Augsburg dem Gemetzel.
Die blutige Verfolgung unter Rindfleischs Führung wälzte sich von Franken und Bayern nach Östereich, raffte über hundertvierzig Gemeinden und über 100 000 Juden hin und dauerte beinah ein halbes Jahr. Sämtliche Juden Deutschlands zitterten und waren auf den sicheren Untergang vorbereitet. Es wäre in der Tat dahingekommen, wenn der Bürgerkrieg in Deutschland nicht durch den Tod des Kaisers Adolf und die Wahl Albrechts zu Ende gegangen wäre. Der zweite habsburger, welcher den gestörten Landfrieden kräftig wieder herstellte, zog diejenigen, welche sich an den Juden vergangen hatten, zur Rechenschaft und legte den dabei beteiligten Städten Strafgelder auf. Er tat es aus dem Grunde, weil er durch den Verlust seiner Kammerknechte und ihrer Habe an seinem Fiskus Einbuße erlitten habe. Von den unter dem Schrecken getauften Juden kehrten die meisten zum Judentum zurück; wie es scheint, hatten der Kaiser und auch die Vertreter der Kirche dabei ein Auge zugedrückt.
...“

Prof. Dr. H. Graetz: "Volkstümliche Geschichte der Juden in drei Bänden - Zweiter Band. Von der zweitmaligen Zerstörung Jerusalems unter Kaiser Vespasian bis zu den massenhaften Zwangstaufen der Juden in Spanien. Fünfte Auflage, Leipzig 1914"; ebd. Seite 540f.


Zum nächsten Artikel

2 Einzelnachweise und Quellen[Bearbeiten]

  1. Anm. des Hauptautors: Eigentlich endet das Spätmittelalter mir der Reformation Martin Luthers. Ich möchte hier etwas darüber hinaus gehen, weil auch in der nachreformatorischen Zeit Juden teilweise massiv verfolgt wurden.
  2. "Heidelberger historische Bestände - digital: Große Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse) - Zürich, 1305 bis 1340 Seite: 355r" (zeigt das Bild. Eine Seite weiter beginnen seine Spruchlieder.)
  3. "Biographisch Bibliografisches Kirchenlexikon: SÜSSKIND VON TRIMBERG"
  4. 4,0 4,1 Michael Kühntopf: "Juden, Juden, Juden Band I - Jüdische Chronik - bis 07. November 1862"; ISBN 978-3-8334-8628-9; S. 224f.
  5. Nachum Tim Gidal: "Die Juden in Deutschland von der Römerzeit bis zur Weimarer Republik"; ISBN 3-89508-540-5; S. 49
  6. Ritualmord (auch Blutbeschuldigung genannt):
    Juden sollen, besonders um die Osterzeit herum christliche Jungen entführt und geschlachtet haben, um deren Blut zu trinken. Erstes namentlich bekanntes Opfer soll 1144 William aus Norwich gewesen sein. In Deutschland ist eines der bekanntesten die Geschichte um den 16jährigen Werner aus Oberweichsel (Bacharach):
    Am Gründonnerstag des Jahres 1287 soll er erschlagen (nach anderer Überlieferung mit Stichwunden übersät) aufgefunden worden sein. Zweifelhaften Zeugenaussagen nach, soll sein Blut von Juden für das Passah-Fest benötigt worden sein. Andere Quellen berichten, daß er an den Füßen aufgehängt wurde, damit die Juden in den Besitz der Hostie gelangen, welche er geschluckt habe. Seine Leiche soll in den Rhein geworfen worden sein, wo sie gefunden wurde.
    Die beschuldigten Juden wurden nicht lange befragt, sechsundzwanzig Juden wurden ohne Prozess ermordet.
    Die jüdischen Gemeinden des Umlandes empörten sich und wandten sich an den Kaiser Rudolf von Habsburg (1218 -1291). Dieser war von der Unschuld der Juden überzeugt. Er legte den Mördern eine Geldbuße auf und befahl den Leichnam des Werner zu verbrennen.
    Seinem Befehl wurde nicht Folge geleistet. Im Gegenteil: Man errichtete für den ermordeten Werner eine Kapelle, denn viele Christen pilgerten nach Bacharach, sein Leichnam wurde verehrt. Bis in das Jahr 1963 feierte man das Fest des heiligen Werner.
    Quelle: "Ökumenisches Heiligenlexikon: Werner von Oberwesel (von Bacharach)"
    Im Jahr 2001 brachte man an der Kapelle eine Tafel mit dem Text eines Gebetes Papst Johannes XXIII. an:

    „Wir erkennen heute, daß viele Jahrhunderte der Blindheit unsere Augen verhüllt haben, so daß wir die Schönheit Deines auserwählten Volkes nicht mehr sehen und in seinem Gesicht nicht mehr die Züge unseres gestorbenen Bruders wiedererkennen.
    Wir erkennen, daß ein Kainsmal auf unserer Stirn steht. Im Laufe der Jahrhunderte hat unser Bruder Abel in dem Blute gelegen, das wir vergossen, und er hat Tränen geweint, die wir verursacht haben, weil wir Deine Liebe vergaßen.
    Vergib uns den Fluch, den wir zu Unrecht an den Namen der Juden hefteten.
    Vergib uns, daß wir Dich in ihrem Fleische zum zweitenmal ans Kreuz schlugen.
    Denn wir wußten nicht, was wir taten.“

    "Verein für die Geschichte der Stadt Bacharach und der Viertäler e.V.: Bacharach und die Geschichte der Viertälerorte - Leseprobe: Die Wernerkapelle"

    Bis in die heutige Zeit wird immer wieder ein Bezug zwischen Juden und Ritualmorde hergestellt. Zuletzt im Januar 2010, als an der Kölner (Papplakat-)Klagemauer vom Betreiber ein Hetz-Plakat aufgehängt wurde. Dieses zeigte einen an einem Tisch sitzenden Mann, der mit Gabel und Messer ein totes ausgeblutetes palästinensisches Kind zerstückelt. Der Brustlatz des Mannes schückt ein blauer Davidstern.
    Quelle: "Zentralrat der Juden in Deutschland: Ritualmord - Kölner Plakat greift in die Rüstkammer alten Judenhasses"

  7. "Schroefl.com: Ignaz Briess (1833 - 19..) - Schilderungen des Lebens und der Gebräuche der jüdischen Familien in einer kleinen mährischen Gemeinde (Prerau) in dem Jahrzehnt vor der Revolution 1848."; ebd. 18. Kapitel, 8. Absatz, Fußnote 32
  8. 8,0 8,1 8,2 Michael Kühntopf: "Juden, Juden, Juden Band I - Jüdische Chronik - bis 07. November 1862"; ISBN 978-3-8334-8628-9; S. 225
  9. "Freiburger Rundbrief: Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung - Clemens Thoma: Vorbemerkungen zum Aufsatz über Edith Stein"
  10. Patricia Skinner: The Jews in medieval Britain - Historical, literary, and archaeological perspectives, The Boydell Press, Woodbridge, 2003, S. 52 und 53
  11. "heinrich-toppler.de: JÜDISCHES ROTHENBURG OB DER TAUBER"
  12. Michael Kühntopf: "Juden, Juden, Juden Band I - Jüdische Chronik - bis 07. November 1862"; ISBN 978-3-8334-8628-9; S. 227
  13. "BR-Online: Juden in München Vom Mittelalter zur Emanzipation"
  14. 14,0 14,1 14,2 14,3 Michael Kühntopf: "Juden, Juden, Juden Band I - Jüdische Chronik - bis 07. November 1862"; ISBN 978-3-8334-8628-9; S. 228
  15. "hagalil.com: Jüdisches Bayern: "Zur Geschichte der Juden in München" von Eduard Schöpflich (1926)"
  16. "Ökumenisches Heiligenlexikon: Werner von Oberwesel (von Bacharach)"
  17. "Lessing-Gymnasium Döbeln - Jüdische Geschichte und Kultur": "Gerüchte und Legenden: Ritualmordlegende"
  18. "hagalil.com: Heinrich Heine: Der Rabbi von Bacherach, (1840)"
  19. "Volkstümliche Geschichte der Juden in drei Bänden von Dr. H. Graetz weiland Prof. an der Universität Breslau - Zweiter Band. Von der zweitmaligen Zerstörung Jerusalems unter Kaiser Vespasian bis zu den massenhaften Zwangstaufen der Juden in Spanien. Fünfte Auflage, Leipzig 1914"; ebd. Seite 514f.
  20. 20,0 20,1 Hostienfrevel:
    Juden sollen angeblich geweihte Hostien gestohlen und mit Nadeln durchstochen haben. Ihre (angebliche) Überlegung: Wenn die Hostie tatsächlich der Leib Jesus von Nazareth sei, so müsse er ja bluten.
    Johannes von Tilrode (gest. 1298), berichtet von einem Fall, der sich in Paris abgespielt haben soll:
    Ein Jude habe einer christlichen Magd für 10 Pfund Silber eine geweihte Hostie gekauft. Die Judengemeinde habe diese Hostie dann mit Messer bearbeitet. Sie ließ sich nicht zerstören. Erst mit einem großen Messer konnte die Hostie zerteilt werden. Dabei sei Blut geflossen. Anschließend seien die Stücke in heißes Wasser geworfen worden, worauf sie sich in ein Stück Fleisch verwandelten. Johannes berichtete, daß durch dieses Wunder viele Augenzeugen sich zum Christentum bekehrt haben.
    Quelle: "Judentum.org: Heiliges Blut: Hinter- und Abgründiges zum "Hostienfrevel""
  21. "Universität Konstanz: Judenfeindschaft. Eine öffentliche Vortragsreihe an der Universität Konstanz 1988/89 mit Beiträgen von Detlev Claussen u.a., hg. von Erhard R. WIEHN (Konstanz 1989) S. 47-71."
  22. "Judentum.org: Heiliges Blut: Hinter- und Abgründiges zum "Hostienfrevel""
  23. "Historisches Lexikon Bayerns: Rintfleisch - der Anführer der Verfolgung"
  24. "Historisches Lexikon Bayerns: Schulden bei Juden als Anlass der Verfolgung"
  25. Nachum Tim Gidal: "Die Juden in Deutschland von der Römerzeit bis zur Weimarer Republik"; ISBN 3-89508-540-5; S. 50f.
  26. "Historisches Lexikon Bayerns: Quellenlage"
  27. "Franken-Wiki/ Nürnberger Zeitung: Rintfleisch-Pogrom"
  28. "hagalil.com: Rintfleisch-Pogrom"

3 Verwendete Literatur (über das gesamte Artikelthema "Geschichte der Judenverfolgung im Mittelalter")[Bearbeiten]

  • "Wach auf mein Herz und denke!" - Zur Geschichte der Beziehungen zwischen Schlesien und Berlin-Brandenburg - "Przebudz się, serce moje, i pomyśl" - Przyczynek do historii stosunków między Śląskiem a Berlinem-Brandenburgia; Hrsg.: Gesellschaft für interregionalen Kulturaustausch - Berlin / Stowarzyszenie Instytut Śląskie - Opole; Berlin-Oppeln 1995, ISBN 3-87466-248-9 sowie ISBN 83-85716-36-X
  • Dr. H. Kottek s.A.: Geschichte der Juden - Verlag der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft 1915
  • Dr. Hermann Vogelstein und Dr. Paul Rieger: Geschichte der Juden in Rom - Zweiter Band - Berlin Mayer&Müller, 1895
  • Geschichte der Juden in Köln am Rhein von den Römerzeiten bis auf die Gegenwart, Köln 1887
  • Gottlieb Bondy: Zur Geschichte der Juden in Böhmen, Mähren und Schlesien von 906 bis 1620, HG: Gottlieb Bondy, Prag 1906
  • Hugo Barbeck: Geschichte der Juden in Nürnberg und Fürth; Nürnberg 1878
  • Michael Kühntopf: "Juden, Juden, Juden Band I - Jüdische Chronik - bis 07. November 1862"; ISBN 978-3-8334-8628-9;
  • Nachum Tim Gidal: "Die Juden in Deutschland von der Römerzeit bis zur Weimarer Republik"; ISBN 3-89508-540-5
  • Oskar Schwebel: "Geschichte der Stadt Berlin - Erster Band - Berlin - Verlag von Brachvogel & Ranst 1888"
  • PROF. DR. HANS-JOACHIM BARTMUß: Ascher gegen Jahn. Ein Freiheitskrieg? - Antisemitismus und Nationalismus im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. (Vortrag im Rahmen einer Ringvorlesung zur Verabschiedung von Prof. Dr. Harald Braun aus dem Hochschuldienst an der Universität Bremen. Erstveröffentlichung in: Streifzug durch die Sportgeschichte. Festschrift für Prof. Dr. Harald Braun, Red. Klaus Achilles, Bremen 2004)
  • Schweizerische Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Band 16; ebd. ab S. 93: HANS-JÖRG GILOMEN: Aufnahme und Vertreibung von Juden in Schweizer Städten im Spätmittelalter
  • Studien zur Geschichte der Juden in der Schweiz während des Mittelalters von Augusta Steinberg Dr. phil., Zürich 1902
  • Volkstümliche Geschichte der Juden in drei Bänden von Dr. H. Graetz weiland Prof. an der Universität Breslau - Zweiter Band. Von der zweitmaligen Zerstörung Jerusalems unter Kaiser Vespasian bis zu den massenhaften Zwangstaufen der Juden in Spanien. Fünfte Auflage, Leipzig 1914
  • Vortrag von Dr. Max Grunwald, gehalten am 26. März im "Zentralverein Deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" in Berlin W. und am 2. Mai 1906 in der Greneral Versammlung des „Vereines zur Abwehr des Antisemitismus" in Wien. Druckschrift: Verlag von. Calvary & Gomp. in- Berlin NW./ Druck: Wien 1906