Süßkind von Trimberg

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(Bild 1)
Süßkind von Trimberg (erkennbar am spitzen Judenhut) in einer Abbildung des Codex Manesse
Süßkind von Trimberg (Sŭſskint d’ Jude von Trimperg) war ein deutscher Spruchdichter und evtl. Minnesänger der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Unter seinem Namen sind im Codex Manesse zwölf Sangsprüche in sechs Tönen überliefert. Obwohl über ihn historisch kaum etwas sicher ausgesagt werden, kann wurde von der Forschung und der Populärwissenschaft in den letzten 150 Jahren viel über ihn und besonders über seine eventuell jüdische Herkunft spekuliert.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die dünne Quellenlage

Biographische Daten von ihm sind nicht erhalten. Ein urkundlicher Nachweis für seine Existenz ist nicht gefunden worden. Wie umstritten die Forschungslage ist, zeigen folgende exemplarische Beispiele:

Neben den Texten und der Bildminiatur gibt es keine historisch überlieferten Lebenszeugnisse des Sängers. Sein Leben kann also nur hypothetisch aus dem Werk, den unter seinem Namen im Codex Manesse überlieferten Sangsprüchen, erschlossen werden. [4] Burghardt Wachinger datiert die Texte Süßkinds auf das dritte bzw. frühestens zweite Drittel des 13. Jahrhunderts. [5] Dietrich Gerhardt hält eine genaue Datierung des Werkes aufgrund des Quellenmaterials für nicht durchführbar.

[Bearbeiten] War Süßkind ein Jude?

(Bild 2)
Anfang der Sprüche Süßkinds im Codex Manesse
Die Vermutung dass er Jude gewesen sei, kann nicht endgültig verifiziert oder falsifiziert werden. [6] Im Codex Manesse wird er ausdrücklich als Jude benannt (siehe Bild 2) und mit einem gelben Judenhut dargestellt. In Ton V besingt er seine Absage an die höfische Dichtung und kündigt an, fortan mit langem Bart und Mantel nach alter jüdischer Sitte leben zu wollen: [7]
...
und wil mir einen langen bart
lân wachsen grîser hâre:
ich wil in alter juden leben
mich hinnân fürwert ziehen.
mîn mantel der sol wesen lanc,
tief under einem huote,
dêmüeteclich sol sîn mîn ganc
und selten mê ich singe in hovelîchen sanc,
sîd mich die herren scheiden von ir guote.

Süßkind von Trimberg könnte damit der erste nachweisbare jüdische Dichter der deutschen Literaturgeschichte gewesen sein. [8] Als Argumente für die jüdische Identität Süßkinds werden die Miniatur und die Bezeichnung Süßkinds als Jude im Codex Manesse, der für einen Nichtjuden eher ungewöhnliche Name Süßkind, sowie sein oben zitierter fünfter Liedspruch angeführt. Dem ist entgegengehalten worden, dass der fünfte Spruch nicht zwingend biographisch, sondern auch metaphorisch als Anspielung eines Nichtjuden verstanden werden könne und der Redaktor der Liedersammlung sich in der Bezeichnung Süßkinds als Jude geirrt haben könne bzw. auch nur gemeint sein könne dass Süßkind mit Juden engen Kontakt gehabt habe. Albrecht Hausmann vertritt die Ansicht, dass die Miniatur des Codex nicht Süßkind, den Verfasser der nachstehenden sechs Lieder abbilde, da es einen reich gekleideten Juden und keinen mittellosen und fahrenden Sänger zeige. [9] Ferner wurde inzwischen mittels genauer Bestimmung von Fahne und Gestik die Lokalität der Miniatur auf das mindestens 250 Kilometer Luftlinie von Oberfranken entfernte Köln bestimmt. [10] [11] Der Literaturwissenschaftler Martin Przybilski gibt zu bedenken dass in Süßkinds Fall vieles darauf hindeute, dass "das Bild vom jüdischen Spruchdichter eine Machination (Anm.: ) aus dem Rollenspiel des historischen Dichters und den verschiedenen Rezeptionshaltungen des 14. Jahrhunderts darstellt, die sich in Form des Dichterbildes in der Manessischen Liederhandschrift auch illustratorisch niedergeschlagen hat." [12] Manche Stellen in Süßkinds Liedsprüchen wurden auch als Hinweise auf eine jüdische Identität und gar als "Anklänge an biblisch-rabbinische Literatur" gedeutet. [13] [14] So meinte Bertha Badt-Strauß, dass bei ihm die zeittypische Marienverehrung und der Glaube an ein Leben nach dem Tode [15] fehle. Auch erinnerten sie manche Passagen wie z.B. die Bezeichnung einer Ehefrau als "ihres Gatten Krone" an das Buch Salomon und jüdische Gebetsworte. [16] Auch der Verzicht auf die zeittypische Klage über den angeblichen "jüdischen Wucherzins" in Süßkinds Liedsprüchen wird als Hinweis auf eine jüdische Herkunft Süßkinds interpretiert. [17] So meinte Gustav Roethe in der Parabel des klagenden Wolfes in Ton VI eine Parallele zum Dilemma manches mittelalterlichem Juden zu erkennen, der aufgrund der damaligen Berufsbeschränkungen für Juden oft auf die naturgemäß in der Bevölkerung nie beliebte Tätigkeit des Geldverleihs eingeschränkt war. [18] Es wurde auch argumentiert, dass in Spruch I über die fünf Tugenden das Lied Salomo und das jüdische Ritual beim Pessachfest durchscheine. Im alleinigen Lob Gottes ohne jeglichen Bezug auf Jesus Christus oder die Jungfrau Maria in Spruch III wurde ferner ein Bezug auf den Psalm 104 vermutet. Im Memento-Mori-Motiv von Spruch I, 3 wurde eine auffallende Nähe zum 33. Selichot, Psalm 88 und den Sprüchen der Väter aus dem babylonischen Talmud verortet. [19] Diese Deutungen wurden allerdings durch Dietrich Gerhard zum Teil in Detailanalyse widerlegt. Der deutsche Mediävist Gustav Rothe war sich in seiner Schrift von 1894 sicher dass Süßkind Jude war. [20] Der deutsch-jüdische Historiker Raphael Straus dagegen verwarf eine jüdische Identität Süßkinds. Nach seinen Worten läge in der Zuordnung von Süßkind zum Judentum ein Fall von "ästhetischem Interesse ohne historische Genauigkeit" vor. Die Zuschreibung Süßkinds zum Judentum sei gedankenlos und willkürlich vorgenommen worden. [21] Auch Helmut de Boor sieht Süßkind nicht als Jude und benennt ihn als "Wanderdichter aus der Gegend von Bamberg" der "wohl fälschlich als Jude bezeichnet wurde." In zeitgenössischen jüdischen Quellen wird Süßkind nie erwähnt. [22]

[Bearbeiten] Weitere Vermutungen zu Süßkinds Leben

Aus einem seiner Sprüche ergibt sich die Vermutung dass er ein armer Fahrender (Ich var ûf der tôren vart mit mîner künste zwâre, daz mir die herren nicht went geben.) gewesen sein könnte. Seine unterfränkische Herkunft lässt der Zusatz von Trimberg (wohl bei Bad Kissingen) und die sprachliche Gestaltung mancher Reime von ihm vermuten. Auch ein Aufenthalt Süßkinds am Hofe des Bischofs von Würzburg ist angenommen worden. [23] Die These dass Süßkind in Würzburg gelebt habe geht auf Friedrich von Hagen zurück, der eine Urkunde und einen Rechtsstreit aus dem Jahr 1218 ins Spiel brachte in denen ein judaeo sŭzkint als Käufer eines Hauses in Würzburg auftritt. [24] Die These von Hagens wurde allerdings später von Dietrich Gerhardt überzeugend widerlegt. Auch sind Spekulationen über Süßkinds Geburtsort angestellt worden. So soll er z.B angeblich auf Burg Trimberg bei Hammelburg oder in dem ebenfalls bis zum Ende des 14. Jahrhunderts urkundlich belegten Herren von Trimberg gehörendem Elfershausen im heutigen Unterfranken geboren sein. [25] [26] Auch ist - unter Berufung auf Spruch V, 1 (der ist mir vil gevære des weinent dicke mîniu kint) - spekuliert worden, dass Süßkind Frau und zwei Kinder gehabt habe mit denen er in damals absolut unüblicher Weise fahrend von Hof zu Hof gezogen sei. [27] [28] Siegfried Obermeier meint z.B. dass Süßkind ab 1218 als Arzt am Spital St. Egid in Würzburg wirkte und dieses wegen einem Streit mit der Spitalsleitung in dem er aus Hygienegründen die Anlage eines unterirdischen Wasserkanals forderte 1226 verlassen musste. Außerdem habe er wahrscheinlich auch den berühmten Minnesänger Walther von der Vogelweide gekannt. [29] Diese Theorie wurde schon vor Siegfried Obermeier von anderen Autoren aufgestellt und beruht auf einer Urkunde aus dem Jahr 1218 in dem ein jüdischer Arzt mit Namen Süßkind in Würzburg genannt wird. Von der modernen Forschung wird dies nicht als zwingender Beweis eines Aufenthalts von Süßkind von Trimberg gewertet. [30] Die angebliche Bekanntschaft Süßkinds mit Walther von der Voegelweide ist rein spekulativ.

[Bearbeiten] Süßkinds dichterisches Werk

(Bild 3) Burg Trimberg bei Elfershausen - Einer der diskutierten Geburtsorte Süßkind von Trimbergs
Die dem Dichter und Sänger gewidmete Aufmerksamkeit der Forschung ist eher dem seltenen Fall eines eventuell jüdischen Minnesängers zu verdanken als seinen Sangsprüchen selber. Diese bewegen sich inhaltlich und formal völlig im Rahmen des damaligen Repertoires und der gattungstypischen Themenkreise und zeichnen sich kaum durch besondere Originalität aus. [31]

"Gar mancher wird nur sittsam durch den Zwang, / Und nur vor den Gesetzen ist ihm bang. / Aus Angst lässt er die bösen Pläne ruhn. (...) Der Esel, wenn er Hörner hätte, / Er spießte einen jeden auf. / Das Krokodil im schlammigen Bette, / Es fräße Menschen wohl zuhauf." [33]
"Der Esel hat nur wenig Wert / In seinem grauen Felle, / Doch wenn man seinen Dienst begehrt, / Dann ist er stets zur Stelle. / Der Reichtum fiel den Reichen schwer, / Gäb´s plötzlich keine Armen mehr. / Die lassen sich das Dienen nicht verdrießen. / Man braucht den Bast, die Säcke zu verschließen."
"Kein Weinen hilft, muss nah und fern / An harte Türen klopfen, / Möcht meinen Kindern gar so gern / Die Hungerschnäbel stopfen. (...) Da bin ich als ein rechter Tor / Mit meiner Kunst durchs Land gezogen, / Und niemand rettet mich davor, / Dass mir die Herren nicht gewogen."

[Bearbeiten] Rezeption und Deutung

Der Schweizer Philologe Johann Jacob Bodmer hat im Jahr 1758 Süßkinds lange vollkommen in Vergessenheit geratene Liedsprüche erstmalig veröffentlicht. Später legte Friedrich von Hagen im Jahr 1838 eine Veröffentlichung der Liedsprüche vor. [34]

Der Minnesänger und sein Werk wurde oft als Beleg einer angeblichen mittelalterlichen kreativen Verbindung zwischen Juden und Christen bzw. Deutschen, für gelungene Assimilation oder auch als Beispiel für eine Ausgrenzung der Juden und mittelalterlichen Antijudaismus interpretiert.

Gustav Roethe meinte im Jahr 1894 in einem Beitrag der Allgemeinen Deutschen Biographie mit nicht zu überhörendem zeitgemäßen antisemitischen Unterton, dass er Süßkinds jüdische Identität an der "nivellierenden sozialen Tendenz" seiner Lieder die den "emancipationslustigen Juden verraten" erkennen könne. Außerdem bemerkte er in der Miniatur des Codex deutlich eine angeblich "ausgeprägt jüdische Physiognomie". [35]

(Bild 4) „Das ellend iamerig und trostlose volck der iuden … hat das allerhailigst sacrament vilfeltiglich gestochen … do warden die iuden … mit gepürlicher peen des tods gestraft.“ (aus der Schedelschen Weltchronik von 1493) - Ein Beispiel von vielen für spätmittelalterlichen Antijudaismus auch 200 Jahre nach Süßkind von Trimbergs Zeit
Der deutsch-jüdische Historiker Heinrich Graetz feiert Süßkind in seiner 1853-1875 erschienenen Publikation Geschichte der Juden - Von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart überschwenglich als großen Dichter und diskriminierten Juden und flicht auch einige unhaltbare und lyrische Darstellungen zu Süßkinds angeblichem Geburtsort und Lebenswandel ein:
"Es klingt kaum glaublich, daß das gegen Juden nicht sehr liebevolle Deutschland in dieser Zeit einen jüdischen Dichter in der Landessprache, einen jüdischen Minnesänger erzeugt hat, der in schönen Weisen zu singen, Reim, Versmaß und Strophenbau zu behandeln verstand und so viel Anerkennung fand, daß er in den Dichterkreis ebenbürtig aufgenommen wurde. (...) Auf der Burg seiner Heimat, auf dem Vorsprung eines rebenbepflanzten Berges, der sich in den Schlangenwindungen der Saale spiegelt, wo die Herren von Trimberg hausten, oder auf der nahen Burg Bodenlaube hat er wohl im Kreise edler Ritter und schöner Frauen beim schäumenden Becher, die Laute in der Hand, seine kunstgerechten Verse vorgetragen und von Geschenken sein Leben gefristet. (...) Einst scheinen es ihm die Edelleute, deren Brot er aß, bitter empfinden gelassen zu haben, daß er als Jude nicht zu ihrem auserwählten Kreise gehörte." [36]

Der Verband Nationaldeutscher Juden pries Süßkind im Jahr 1929 als "national-deutschen Jude des frühen Mittelalters" und als frühes Vorbild für gelungene Integration.

Der deutsch-jüdische und zionistische Schriftsteller und Historiker Josef Kastein deutete in seinem Essay Süsskind von Trimberg oder Die Träödie der Heimatlosigleit von 1934 Süßkind zur Chiffre für die "Heimatlosigkeit der Juden in einer christlichen Welt" und zum Symbol des "tausendjährigen und niemals ausgeglichenen Widerspruchs zwischen dem Juden und dem Deutschen".

Yehiel Ilsar bezeichnet in der Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung Süßkind, obwohl über dessen Leben historisch gar nichts bekannt ist, beispielsweise als "tragische Figur" [37] und die Internetseite www.minnesang.com folgert trotz der mangelnden Quellenlage sogar dass sich in Süßkinds Werk "die Tradition der moralischen und gesellschaftspolitischen Dichtung, wie sie Walther von der Vogelweide zur vollen Blüte gebracht hat, auf einzigartige Weise mit Motiven aus der jüdischen Tradition" verbinde, und dass sich in seinem Werk "Schilderungen einer kargen Existenz am Rande der Gesellschaft finden" die in einem "Eingeständnis des eigenen Scheiterns beim Versuch, als Jude bei Hofe Fuß zu fassen kulminieren". [38] Auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum wird Süßkind von Trimberg gar zum Rabbi Isaak alias Süßkind von Trimberg (R. Isaak hamachuna Süßkind me Trimberg) erhoben, von dem man meint sogar die genauen Lebensdaten zu wissen. [39]

Ein weiteres Beispiel für diese sehr freien Interpretationen ist folgende Deutung des Altgermanisten Peter Wapnewski:

"Die Interpretation dieses kleinen Spruchdichters aus dem fränkisch-mitteldeutschen Lande, der in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gelebt hat, ist ein Kapitel aus der großen und dunklen, endlich furchtbaren Geschichte der Beziehungen zwischen den Deutschen und den Juden." [40]

Diese Interpretationsschienen bleiben allerdings letzlich alle rein spekulativ da die historische Forschung zu Süßkind von Trimberg kein Material für diese Deutungen hergibt. Ulrich Gerhard schrieb zum historischen Erkenntnisstand über Süßkind folgende Worte:

""Aus solchen Mutmaßungen ist aber nichts an historischer Wahrheit zu holen; ein dichter Schleier liegt über dem Antlitz des Trimbergers und bedeckt diese merkwürdige Gestalt eines Juden im XIII. Jahrhundert mit geheimnisvoller Ferne. Er ist im Laufe der jüdischen Geschichte vorübergeglitten und hat kaum eine schwache Spur hinterlassen. Jüdische Quellen haben keine Notiz von ihm genommen." [41]

Dennoch gibt Martin Przybilski unabhängig nach der Frage nach Süßkinds Zugehörigkeit zum Judentum zu bedenken:

"Mit Süßkind von Trimberg gab es in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts entweder den ersten jüdischen Dichter deutscher Sprache, oder ein nichtjüdischer Spruchdichter konnte in seinen Werken zu dieser Zeit sich selbst als jüdisches Ich stilisieren, was in beiden Fällen in Bedeutung und Tragweite enorm ist." [42]

[Bearbeiten] Künstlerische Verarbeitung von Süßkinds Leben

Süßkind von Trimbergs Leben hat einige Schriftsteller und Musiker dazu inspiriert sein Leben in ihren Werken fiktiv auszugestalten. Dabei liegt der Schwerpunkt meist auf einer Darstellung seines Lebens im Spannungsfeld zwischen den Polen von jüdischen Assimilationsanstrengungen und der Bewahrung der eigenen jüdischen Kultur und Identität sowie im Spektrum von teilweiser Aktzeptanz einerseits sowie Ausgrenzung, Diskriminierung und Verfolgung durch die christliche Mehrheitsgesellschaft im Kontext des mittelalterlichen Antijudaismus andererseits.

Die im Artikel dargestellten historischen Interpretationen und fiktiven Darstellungen zu Süßkind von Trimbergs Leben und Werk spiegeln häufig eher die Gedankenwelt ihrer jeweiligen Erforscher bzw. Interpreten als die historische Figur Süßkinds selber - die oft zu einer Projektionsfläche des vorherrschenden Zeitgeistes degradiert erscheint - wieder.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Friedrich Lotter: Süßkind von Trimberg; in Julius H. Schoeps (Hrsg.): Neues Lexikon des Judentums, München, 1998, S. 788
  2. Brian Murdoch in Yale Companion to Jewish Writing and Thought in German Culture 1096-1996, London, 1997, S. 21-26
  3. Ulrich Gerhardt: Süßkind von Trimberg - Berichtigung zu einer Erinnerung, Verlag Lang, Frankfurt a. M., 1997
  4. "Neben den Texten und der Miniatur gibt es keine historisch überlieferten Lebenszeugnisse des Sängers. Man muss also sein Leben aus dem Werk erschließen, was notgedrungen hypothetisch bleibt, was aber im Minnesang fast schon die Regel ist."; nach Minnesang.com: SÜSSKIND, JUDE VON TRIMBERG
  5. Burghart Wachinger: Artikel Süßkind von Trimberg; in Wolfgang Stammler, Karl Langosch und Kurt Ruh: Die deutsche Literatur des Mittelalters - Verfasserlexikon, Band IX, 1995, Sp. 550
  6. Mordechai Breuer: Prolog, in Mordechai Breuer und Michael Graetz: Deutsch-jüdische Geschichte der Neuzeit, Band I 1600-1780, C.H. Beck, 1. Aufl., München, 2000, Seite 41
  7. Trimbergs Lied zitiert nach Ludwig Rosenthal: Süßkind von Trimberg - Der jüdische Spruchdichter aus der Gruppe der deutschen Minnesänger des Mittelalters (13. Jahrhundert); in Hanauer Geschichtsblätter 24, 1969, Seite 6
  8. Shao-Ji Yao: Der Exempelgebrauch in der Sangspruchdichtung vom späten 12. Jahrhundert bis zum Anfang des 14. Jahrhunderts, Königshausen & Neumann, Würzburg, 2006, S. 51
  9. Albrecht Hausmann: Das Bild zu Süßkind von Trimberg in der Manessischen Liederhandschrift; in Arthur Groos und Hans-Jochen Schiewer (Hrsg.): Kulturen des Manuskriptzeitalters, V&R unipress GmbH, Göttingen, 2004, S. 109; Hier online nachzulesen
  10. [1]
  11. Anm. des Pluspedia-Autors: Wenn man der These der obigen Referenz der Darstellung einer Gerichtsverhandlung zwischen einem Juden und Christen in Köln folgt, stellt sich die Frage, warum ein vermutlich im 250 Kilometer entfernten oberfränkischen Gebiet geborener Jude dort in Köln in einen Prozess verwickelt gewesen sein sollte.
  12. Martin Przybilski: Kulturtransfer zwischen Juden und Christen in der deutschen Literatur des Mittelalters, de Gruyter, Berlin, 2010, S. 267
  13. Nachum Tim Gidal: Die Juden in Deutschland von der Römerzeit bis zur Weimarer Republik, S. 49
  14. Der deutsche Kultur- und Religionswissenschaftler, Publizist, Sach- und Fachbuchautor zum Thema Jüdische Geschichte, Michael Kühntopf, spricht in seinem Buch "Juden, Juden, Juden", Band I - Jüdische Chronik auf Seite 224ff. von "biblisch-rabbinischen Anklängen" in Süßkinds Liedsprüchen.
  15. Anm.: Z.B. in der Textzeile "daz nieman weiz nu wa din sele kumet hin"
  16. Nach Martina Steer: Bertha Badt-Strauss (1885-1970) - Eine jüdische Publizistin, Campus Verlag, Frankfurt a. M., 2005, S. 134 und 135; Online nachzulesen
  17. Gerhard Armanski: Weisheit und Tugendarznei - Der mittelalterliche Spruchdichter Süßkind von Trimberg besang jüdische Ethik und das Leiden der Außenseiter
  18. [2]
  19. [3]
  20. ADB:Süßkind von Trimberg auf Wikisource
  21. Nach Gerhard Armanski: Weisheit und Tugendarznei - Der mittelalterliche Spruchdichter Süßkind von Trimberg besang jüdische Ethik und das Leiden der Außenseiter, S. 76
  22. Nach Ulrich Gerhard, zitiert nach "Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon: SÜSSKIND VON TRIMBERG"
  23. Carl Kraus: Deutsche Liederdichter des 13. Jahrhunderts, 2. Aufl., Tübingen, 1978, S. 513–516
  24. [4]
  25. Wilhelm Heinrich von Riehl: Bavaria / Landes- und Volkskunde des königreichs Bayern, Band IV, J. W. Cotta, München, 1866, S. 474 und 475
  26. Dr. Lehmann: Der Israelit - Ein Centralorgan für das orthodoxe Judenthum, Mainz, 1864, S. 640; Online hier nachzulesen
  27. Leo Sievers: Juden in Deutschland - Geschichte einer 2000jährigen Tragödie, München, 1979, S. 31
  28. Ludwig Rosenthal: Süßkind von Trimberg - Der jüdische Spruchdichter des Mittelalters; in den Hanauer Geschichtsblättern 24, 1973, S. 85
  29. Siegfried Obermeier: Walther von der Vogelweide, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg, 1992, S. 189 und 190
  30. Roland Flade und Ursula Gehring-Münzel: Die Würzburger Juden - Ihre Geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Verlag Stürtz, 1987, S. 11
  31. Edith Wenzel: Süßkind von Trimberg, ein deutsch-jüdischer Autor im europäischen Kontext; in Hartmut Kugler (Hrsg.): Interregionalität der deutschen Literatur im europäischen Mittelalter, de Gruyter, Berlin, 1995, S. 143 ff.
  32. Edith Wenzel: Süßkind von Trimberg, ein deutsch-jüdischer Autor im europäischen Kontext; in Hartmut Kugler (Hrsg.): Interregionalität der deutschen Literatur im europäischen Mittelalter, de Gruyter, Berlin, 1995, S. 143 ff.
  33. Diese und die folgende Übersetzungen in heutiges Deutsch nach der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden e.V. (ZWST) unter dem Unterpunkt 30. Kapitel: Jüdische Persönlichkeiten IX: Die Sprüche Süßkinds II
  34. Ulrich Gerhardt: Süßkind von Trimberg - Berichtigung zu einer Erinnerung, Verlag Lang, Frankfurt a. M., 1997, S. 225 und 226
  35. [5]
  36. Heinrich Graetz: Geschichte der Juden - Von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart, Kapitel IX; Online auf www.zeno.org
  37. Freiburger Rundbrief - Zeitschrift für christlich-jüdische Begegnung
  38. [6]
  39. [7]
  40. Peter Wapnewski: Der fünfte Ton des Juden Süsskind von Trimberg; in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 2/1989, S. 270
  41. Nach dem "Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon: SÜSSKIND VON TRIMBERG"
  42. Martin Przybilski: Kulturtransfer zwischen Juden und Christen in der deutschen Literatur des Mittelalters, de Gruyter, Berlin, 2010, S. 267
  43. Jascha Nemtsov: Enzyklopädisches Findbuch zum Archiv der "Neuen Jüdischen Schule", Harrassowitz Verlag, Wiesbaden, 2008, S. 233
  44. Gerhard Armanski: Weisheit und Tugendarznei - Der mittelalterliche Spruchdichter Süßkind von Trimberg besang jüdische Ethik und das Leiden der Außenseiter
  45. [8]
  46. Gerhard Armanski: Weisheit und Tugendarznei - Der mittelalterliche Spruchdichter Süßkind von Trimberg besang jüdische Ethik und das Leiden der Außenseiter, S. 90
  47. Peter Wapnewski über Friedrich Torberg: Süßkind von Trimberg im Spiegel 29/1972
  48. Reich-Ranicki: Über Ruhestörer - Juden in der deutschen Literatur, Frankfurt a. M., 1973, S. 76-78

[Bearbeiten] Andere Lexika





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