Heiliger Gral

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Trinkgefäß aus dem 14. Jahrhundert, für das Abendmahl, gilt auch als Gralskelch, heute im Victoria and Albert Museum

Der Heilige Gral ist eine Legende, die etwa seit dem 12. Jahrhundert in vielgestaltiger Form, zum Beispiel auch in der mittelalterlichen Artus-Sage erscheint. Im Gralsmythos laufen verschiedene Traditionen zusammen. Es handelt sich um eine Mischung aus keltischen, christlichen und orientalischen Sagen und Mythen. Im hochmittelalterlichen Gralsmythos vermischen sich Anliegen des Christentums und des Feudaladels sowie Versatzstücke des Blutmystizismus aus der christlichen Liturgie (Kelch) und des Reliquienkultes (Heilige Lanze) mit den archetypischen Bildern und mündlichen Überlieferungen keltischer und orientalischer Herkunft.

Nordfrankreich war über mehrere Jahrhunderte hin ein Sammelbecken gallisch-keltischer, romanischer, fränkischer und normannischer Bevölkerungsgruppen und ihrer Traditionen. In diesem Umfeld entstand auch die Sage um den englischen König Artus.

Die Pilger- und Kriegszüge ins „Heilige Land“ Palästina, die dort gesuchten Reliquien und Orte der Passionsgeschichte, die ständige Gefährdung der christlichen Herrschaft in Jerusalem sowie die Enstehungsgeschichten von Ritterorden wie den Templern trugen Stoff zu der Legende bei. Religionsgeschichtlich ist die Legende dem Blutmystizismus zuzuordnen.

Die älteste bekannte Gralserzählung ist der unvollendete mystisch-religiöse Perceval-Versroman (Le Conte du Graal) des französischen Dichters Chrétien de Troyes. Otto Wilhelm Rahn, der den Rang eines SS-Obersturmführer einnahm, wurde von SS-Reichsführer Heinrich Himmler mit der Gralssuche beauftragt. Rahn schloss aus Recherchen in den Archiven, dass er die Gralsburg gefunden hat. Diese wurde nach den Worten von Wolfram von Eschenbachs erstmals von einem Dichter namens Kyôt im 12. Jahrhundert erwähnt, der dies einem Buch des Astrologen Flegetanis entnommen haben will. Rahn behauptete, dass Montségur mit der Gralsburg Montsalvatge (Montsalvatsch) aus Wolfram von Eschenbachs Parzival identisch ist. Er stellte die These auf, dass die Albigenser die Hüter des Grals waren und dass die von Papst Innozenz III. initiierten Albigenserkriege ein Kreuzzug gegen die letzte Gralsburg gewesen sind.[1][2][3] Der Gral ist Legenden zufolge 1244 bei der Einnahme von Burg Montségur, der Festung der Katharer, in den Besitz der Templer gelangt.

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1 Gralskelch

Inzwischen wird alleine in Europa für rund zweihundert Objekte die Behauptung erhoben, dass sie der wahre Gralskelch sind. So gilt vom Abendmahl der Becher Jesu als Gral bzw. Heiliger Kelch (span. Santo Cáliz), der in der Kathedrale von Valencia aufbewahrt wird. In ihrer Dissertation behauptet die spanische Kunsthistorikerin Ana Mafé García, dass dieses Gefäß „mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,9%“ authentisch ist.[4] Gleiches gilt für den in der Basilika San Isidoro in der nordspanischen Stadt León ausgestellten Kelch der Doña Urraca, der nach Untersuchungen der Historiker Margarita Torres und José Miguel Ortega del Rio der echte Gral sein soll. Er sei vor seiner Verbringung nach Spanien über einen Zeitraum von siebenhundert Jahren in der Grabeskirche in Jerusalem aufbewahrt worden.[5][6] Ein weiteres Objekt mit ähnlicher Legende ist der Nanteos Cup.

2 Einzelnachweise

  1. Verschwörer, Merowinger und die Blutlinie Jesu[1] Interview mit dem Historiker Dr. Jan Rüdiger, Terra X. ZDF.de, abgerufen am 13. Mai. 2017
  2. Quelle Wikipedia: Otto Wilhelm Rahn, textliche Übernahmen
  3. Die Suche nach dem Heiligen Gral: Dokumentation 2014, auf Youtube, abgerufen am 13. Mai 2017
  4. Kunsthistorikerin: Heiliger Gral in Valencia ist echt In: Katholisch.de. 1. März 2019, abgerufen am 8. März 2019
  5. Ist das der Heilige Gral? In: Merkur-online.de. 31. März 2014, abgerufen am 1. April 2014.
  6. Touristenansturm: Neuer Platz für angeblichen Kelch Jesu gesucht. In: Spiegel online. 1. April 2014, abgerufen am gleichen Tage

3 Weblinks

 Commons: Heiliger Gral – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

4 Andere Lexika




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