Astrologie

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Die Astrologie (griechisch: ástron = Stern und logos = Lehre) ist eine Lehre, die davon ausgeht, dass viele Himmelskörper Einfluss auf das Verhalten von Menschen haben. Sie war in der Antike ein Vorläufer der heutigen Astronomie, galt aber teilweise noch bis ins 17. Jahrhundert als ernst zu nehmende Wissenschaft.

Durch den Erkenntnisfortschritt sind ihre Theorien im Sinne der Naturwissenschaft heute weitgehend widerlegt. Erste Kritik an - aus heutiger Sicht - astrologischen Deutungen übten bereits die griechischen Philosophen. Dabei wurden sowohl astrologische Zusammenhänge als auch der Einfluss von Himmelskörpern auf irdisches Geschehen grundsätzlich in Frage gestellt. Der griechische Astronom Geminos von Rhodos schrieb bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. von „unwissenschaftlichen“ Verfahren und „Aberglauben“ bei Wettervorhersagen - vergleichbar etwa den Bauernregeln aus neuerer Zeit.

Es gilt inzwischen zum Beispiel als erwiesen, dass die Planeten Venus, Mars und Jupiter entgegen den Behauptungen von Astrologen nur einen denkbar geringen Einfluss auf den Menschen ausüben - im Gegensatz etwa zur Sonne und zum Mond. Gleichwohl wird in der Astrologie heute immer noch von dem mittelalterlichen geozentrischen Weltbild ausgegangen, bei dem die Erde der Mittelpunkt des Universums ist. Auch die sogenannten Tierkreiszeichen, die als maßgebend in der Astrologie gelten, entspringen nur der menschlichen Phantasie angesichts der nachts sichtbaren Sterne (siehe auch den volkstümlichen Begriff Sternzeichen) und haben erwiesenermaßen keinen Einfluss auf den Menschen oder auf irgendwelche irdischen Ereignisse. Seit den späten 1960er Jahren spielt die Astrologie in den Industrieländern im Rahmen der aufkommenden Esoterik wieder eine populäre Rolle.