Islamophobie

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Moschee in Köln - Projektionsfläche islamophober Vorurteile oder berechtiger Stein des Anstoßes besorgter Bürger?

Islamophobie bedeutet wörtlich „Angst vor dem Islam“. Es ist ein umstrittener Begriff, der sowohl in der politischen als auch in der inter-religiösen Diskussion verwendet wird. Der Wortbestandteil -phobie (von griechisch φόβος, „Furcht, Angst“) kann dabei verschieden interpretiert werden.

  • Die einen sehen den Begriff als einen nur von Islam-Apologeten und Muslimen geschaffenen Kampfbegriff zum Zweck der Diffamierung jeglicher Kritik am Islam, wobei die Existenz einer nicht vorhandenen, krankhaft-irrationalen Angst vor dem Islam und Muslimen zugestanden wird.
  • Die anderen sehen Islamophobie als reales gesellschaftliches Phänomen, das von irrationalen Vorurteilen und/oder Hass gegen Muslime und ihre Religion gekennzeichnet ist. Diese Islamophobie äußere sich durch generell ablehnende Einstellungen gegenüber und Angst vor Muslimen, eine pauschale Abwertung und distanzierendes Verhalten.
  • Weiterhin kann Islamophobie die mehr oder weniger begründete Angst vor der Intoleranz und Gewalt des Islam als (fremde) Religion sein, was teilweise mit historischen Entwicklungen, aber auch einzelnen Ereignissen begründet wird.

Die unterschiedlichen Sichtweisen werden im Artikel getrennt als Sichtweise 1 bis Sichtweise 3 dargestellt.

1 Sichtweise 1 - Islamophobie als reines Konstrukt[Bearbeiten]

Islamophobie ist ein von Islamverteidigern und Muslimen erfundener und geprägter Kampfbegriff, der eine sachlich nicht gerechtfertigte, krankhaft-irrationale Angst (siehe Phobie) vor dem Islam als weit verbreitetes Phänomen beschreibt. Vor allem im Zuge der Auseinandersetzung um die Ausbreitung des Islam in Europa und die Einwanderung von Personen islamischer Religionzugehörigkeit fand der Begriff Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch. Dabei wird betont, dass aus islamisch geprägten Ländern auch Menschen anderer Religionen kommen. Integrationprobleme seien nicht auf den Islam als Religion zurückzufüühren. Der Begriff ist zudem Gegenstand teilweise kontroverser Diskussionen, sowohl innerhalb der Wissenschaft wie auch in der Öffentlichkeit.

Der Ausdruck findet seit langem umfangreiche Verwendung als politisches Schlagwort, um jedwede Form von, insbesondere begründete und in fortschrittlicher Absicht vertretene Kritik am Islam, zu sabotieren und gegebenenfalls zu diffamieren. In einer wissenschaftlichen Analyse heißt es dazu u.a.:

"Zugleich ist aber auch festzustellen, dass der Begriff der Islamophobie als politischer Kampfbegriff eingesetzt wird, insbesondere von Organisationen, die dem politischen Islam zuzurechnen sind, und die versuchen, ihre eigene, oftmals antidemokratische Haltung und politische Praxis über diesen Umweg gegen Kritik zu imunisieren." [1]

Aufgrund der mit dem Begriff verbundenen Problematik erfolgt eine Gleichsetzung mit dem Begriff Islamfeindlichkeit. Muslimische Propagandisten wie Yasemin Shooman, die die Existenz einer spezifisch gegen Muslime gerichteten Aversion behaupten, möchten die Begriffe Islamophobie und Islamfeindlichkeit durch Begriffe wie „anti-muslimischer Rassismus“ ersetzen. Die unter anderem von Shooman verfolgte manipulative Strategie ist eine Form der Islam-Apologetik. Trotz aller Bemühungen von Seiten der Islam-Apologeten, den Begriff aufgrund seiner Problematik umzubenennen oder im Sinne einer Perfektionierung der islamophilen Verwirrungsstrategie durch andere Begriffe zu ersetzen, findet er immer noch allgemeine Verwendung.

1.1 Begriffsgeschichte[Bearbeiten]

Die Herkunft des Begriffs ist nicht abschließend geklärt, zumal es auch verschiedene Ansichten dazu gibt. Nach Ansicht einiger, sei der Begriff von Ayatollah Khomeini erfunden worden, um Frauen die es ablehnten den Hijab zu tragen, zu verunglimpfen. Andere hingegen verweisen darauf dass griechische Begriffe im Iran weitestgehend unbekannt und deshalb selten in Gebrauch gewesen seien. Und Frauen die sich den repressiven Bekleidungsvorschriften widersetzten als "islamfeindlich", "gegen den Islam" oder gegen die (islamische) Revolution gerichtet" bezeichnet worden wären. Die Gleichsetzung mit dem Begriff Islamfeindlichkeit hat auch politisch-ideologische Gründe, die nicht immer nachvollziehbar sind. In der Wikipedia wurden die beiden Begriffe nach etwa sechs Jahren im September 2011 zusammengelegt, wobei als Grund die Interpretation des britischen Soziologen Chris Allen angegeben wurde.[2]

1.2 Kritik am Begriff[Bearbeiten]

Von Befürwortern des Begriffs Islamophobie wird häufig versucht den Begriff auf eine Stufe mit Begriffen wie Rassismus und Antisemitismus zu stellen. Einen solchen Geichstellungversuch von Islamphobie und Antisemitismus unternahm zum Beispiel Georg Kreis in einer Diskussionsrunde im Schweizer Fernsehen.[3] Von der Forschung werden solche Gleichstellungen mehrheitlich abgelehnt, da hier kaum vergleichbare Dinge in eins gesetzt würden und der Versuch zutiefst ahistorisch sei. Auch wird am Begriff Islamophobie die mangelnde Trennschärfe zwischen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und bloßer Ablehnung religiöser Symbole und Praktiken, wie sie etwa Atheisten mitunter gegenüber allen Religionen praktizieren, bemängelt. Der Begriff vermische unsauber und unwissenschaftlich Einstellungen gegenüber Menschen mit Haltungen gegenüber einer Religion.[4] Der Leiter des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung, Wolfgang Benz, hatte die Gleichsetzung von Antisemitismus und Islamophobie populär gemacht. Er meinte u.a.:

"Es handelt sich um Überfremdungs- und Verschwörungstheorien wie die Vorstellung, Minderheiten wollten unser Land in Besitz nehmen oder eben heute: islamisieren. Im 19. Jahrhundert waren es die Juden, jetzt ist es die angebliche islamische Gefahr, die das Abendland bedroht. Man schreibt der jeweiligen Minderheit die Eigenschaft des Fremdseins zu, die ihr nicht genommen werden darf. Das sind gemeinsame Merkmale, an die das Vorurteil andocken kann." [5]
Kann man "Islamophobie" und Antisemitismus gleichsetzen? - Österreichische Juden werden während der NS-Zeit zu erniedrigender Zwangsarbeit gezwungen

Dies rief heftige Kritik von nicht nur jüdischer Seite hervor. Die Sprecherin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Maya Zehden, meinte:

"Benz’ Haltung ist unverändert. Es ist nicht förderlich, wenn man Antisemitismus mit Islamophobie vergleicht."

Arno Hamburger, der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg und ein Überlebender des Holocaust, sagte:

"Von Juden geht keine akute Gefahr aus – im Unterschied zum radikalen Islam." [6]

Die Welt meint zum Vergleich von Islamophobie und Antisemitismus:

"Antisemitismus und Islamfeindschaft oder "Islamophobie" kann man nicht gleichsetzen. Niemand will Muslime in allen Ländern angreifen und ausrotten oder ein muslimisches Land auslöschen. Niemand macht Muslime und den Islam für alle möglichen globalen Übel verantwortlich. Wenn man wahrnimmt, was dazu demgegenüber in vielen Medien islamischer Länder über Israel und die Juden tagtäglich geschrieben und auf andere Weise verbreitet wird, erkennt man den fundamentalen Unterschied." [7]

Der deutsche Sozialwissenschaftler und Politologe Manfred Kleine-Hartlage kritisiert den Begriff Islamophobie und sozialwissenschaftliche Methoden zum Aufspüren angeblicher Islamophobie mit folgenden Worten:

"Das Schlagwort "Islamophobie" ist rein demagogisch. Das Wort Phobie stammt aus einem psychatrischen Zusammenhang. Sozialwissenschaftler können aber normalerweise nicht wissen, ob die Abneigung gegen wen auch immer auf einer Phobie basiert oder auf einer durchaus realistischen Welteinschätzung. Sie können nur die Abneigung als solche feststellen. Man kann also durchaus von "Islamfeindschaft" oder "Islamgegnerschaft" sprechen, das ist nicht unwissenschaftlich. Aber das Wort "Islamophobie" sollte sich für seriöse Sozialwissenschaftler von selbst verbieten." [8]

Auch von jüdischer Seite verwahrt man sich, speziell angesichts des Holocaust, gegen eine simple Gleichsetzung von Islamophobie und Antisemitismus. Der israelische Journalist Benjamin Weinthal schreibt dazu u.a.:

"It is now a commonplace in Europe to regard antisemitism and the more recent phenomenon, `Islamophobia`, as much of a muchness. Yet there are important historical distinctions between the hatred of Jews and anti-Muslim prejudice. While European Muslims are without question subject of discrimination and violence, no reasonable observer could claim that they face the prospect of a Final Solution-style extermination plan." [9]

1.3 Funktion[Bearbeiten]

Die Funktion des Begriffs besteht darin, Kritik am Islam zu pathologisieren und zu kriminalisieren. Die Angst vor dem Islam sei Ausdruck von Fehlwahrnehmung, Vorurteilen, Unwissenheit oder schlimmstenfalls Folge einer psychopathologischen Störung.

Der Begriff wird nicht nur zwecks Abwehr vor Kritik am Islam, sondern auch zur Diffamierung von Islamkritikern verwendet.[10]

Über den Vergleich von Islamophobie mit dem Antisemitismus - eine Methode, die angesichts der Sensibilität der Öffentlichkeit für die nationalsozialistische Vergangenheit erfolgversprechend erscheint - soll eine Dramatisierung der Bedrohung von deutschen Muslimen erreicht werden, die eher der Werbung für einen salafitischen Islam als dem Schutz von Muslimen vor gesellschaftlicher Diskriminierung dient.[11] Der Begriff Islamophobie stellt z.T. auch ein Mittel der antiwestlichen und israelfeindlichen Agitation islamischer Staaten dar.[12]

Jackson Doughart und Faisal Said al-Mutar meinen in der National Post vom 26. September 2012, dass der Begriff Islamophobie auch reflexhaft benutzt werde, um Islamkritiker zu denunzieren, die eine wertvolle und fortgeführte Diskussion zur Beziehung zwischen dem Westen und der weltweiten islamischen Gemeinde leisten. Sie schreiben u.a.:

"Doch alle Gegner des Islam zu beschuldigen, sie hegten tief sitzenden Hass, der in irrationaler Angst wurzelt, ist ein schwerer Fehler, veranschaulicht durch die dramatischen und freien Gebrauch der „Islamophobie“. (...) Es [13] ist in erster Linie dazu gestaltet, um freiwilligen religiösen Glauben mit unfreiwilliger Hautfarbe in Verbindung zu bringen, an weit verbreitete und legitime Abscheu gegen Rassenvorurteile zu appellieren und weiterhin Fanatismus gegen Muslime mit Kritik am Islam gleichzusetzen, womit jede Unterscheidung zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Funktionen zu verwischen." [14]

1.4 Zitate[Bearbeiten]

  • „Der Islam versucht, Europa seine Regeln aufzuzwingen: In den öffentlichen Badeanstalten Schwimmzeiten nur für Frauen, das Verbot, diese Religion zu karikieren, der Anspruch auf einen Sonderspeiseplan für muslimische Kinder in den Schulkantinen, der Kampf für das islamische Kopftuch an den Schulen und der Vorwurf der Islamophobie gegen alle freien Denker.“ Der französische Philosoph Robert Redeker in einer Kritik, in der er eine schleichende „Islamisierung des Denkens“ beklagt[15]
  • „Wenn es neuerdings Animositäten gegen Muslime gibt, so hat das nichts mit ihrer Religion zu tun, sondern hauptsächlich mit der Tatsache, daß die meisten terroristischen Anschläge von Muslimen ausgeführt werden. Insofern wäre der korrektere Begriff ‚Terrorphobie‘.“ [16]

2 Sichtweise 2 - Islamophobie als reales gesellschaftliches Phänomen[Bearbeiten]

Verschleierte Muslima - Leiden sie unter "islamophoben" Vorurteilen der deutschen Mehrheitsbevölkerung oder verstößt die Verschleierungspflicht gegen die Menschenrechte?

Islamophobie und Islamfeindlichkeit umfassen irrationale Vorurteile oder Hass gegen Muslime und ihre Religion.[17][18][19][20][21] Dies zeigt sich durch „generell ablehnende Einstellungen gegenüber und Angst vor Muslimen, pauschale Abwertungen der islamischen Kultur, seiner Symbole und religiösen Praktiken sowie distanzierendes Verhalten gegenüber Muslimen.“[22] Im Gegensatz zu einer sachlich begründeten Islamkritik hat die Islamophobie irrationale Hintergründe, die sich in einer allgemeinen Feindseligkeit gegenüber dem Islam und seinen Angehörigen äußern können. Islamophobe verallgemeinern die Verfehlungen einzelner Muslime als für die gesamte islamische Religion und ihre Angehörigen typisch. Aus einigen Einzelfällen wird gefolgert, dass diese für den gesamten Islam und die Muslime typisch sind. Die Übertreibung soll dazu dienen, „Muslime von der eigenen Gruppe abzugrenzen und als minderwertiger einzustufen.“[22] Dies äußert sich beispielsweise in der Behauptung, dass der gesamte Islam irrational, primitiv und barbarisch sei.[22] Außerdem wird behauptet, dass der Islam keine Religion, sondern eine „politische Ideologie“ sei.[22][23] Ob Islamophobie als Form des Rassismus oder als eine nahe verwandte Form gruppenbezogener Ausgrenzung betrachtet werden sollte, ist in den Sozialwissenschaften umstritten.[24]

Von Islamophoben selber wird behauptet, dass der Begriff Islamophobie ein von „Islamverteidigern“ und Muslimen erfundener und geprägter „Kampfbegriff“ sei. Laut den Islamophoben gebe es daher gar keine Islamophobie, weil der Gedanke, dass der gesamte Islam und alle seine Angehörigen eine „Bedrohung“ seien, nicht irrational, sondern „wissenschaftlich“ fundiert sei.

Bei der Islamophobie handelt es sich um ein Phänomen, das sich vor allem seit den Anschlägen vom 11. September 2001 verstärkt hat.[25]

2.1 "Islamophobe Medienberichterstattung"[Bearbeiten]

Der deutsche Medienwissenschaftler Kai Hafez beklagte eine zunehmend „islamophobe“ Berichterstattung, selbst in als seriös geltenden Medien wie Der Spiegel. Er meinte u.a.:

"Zwar ist der Begriff der Islamophobie umstritten, da nicht jede Form einer Fehldeutung der islamischen Welt auf einer psychologischen Abwehrhaltung begründet sein muss, sondern auch nicht-intendierte Fehlinformationen eine Rolle spielen. Dennoch lassen sich viele Strukturmerkmale der Medienberichterstattung in unterschiedlichen westlichen Mediensystemen nachweisen, die darauf schließen lassen, dass eine selektive Wahrnehmung negativer Ereignisse und Entwicklungen vorherrscht. (...) Das Gesamt der Medienberichterstattung verkörpert jedoch eher eine Form der „aufgeklärten Islamophobie“ als eine Trendwende zur echten Aufklärung des über Jahrhunderte einseitig negativ geprägten Islambildes, das im Westen nach wie vor das internationale und das innenpolitische Klima vergiftet." [26]

Demgegenüber kam der neomarxistische Islamkritiker und Erziehungswissenschaftler Hartmut Krauss zur Feststellung, dass der Berichterstattung über islambezogene Themen angesichts des Vorhandenseins einer großen Anzahl muslimischer Konflikt- und Gewaltakteure, z.B. repressiver islamistischer Diktatorialregime wie im Iran oder im Sudan oder Terror-Organisationen wie Islamischer Staat und al-Qaida, real-objektive Tatsachen zu Grunde lägen und diese dementsprechend auf einer angemessenen Darstellungsweise basiere. Ferner verwies Krauss auf folgende in der Berichterstattung der Massenmedien dominierende und miteinander korrespondierende Stereotypen: „Der Islam ist eine Religion“, „der Islam ist friedlich und tolerant“, „den Islam gibt es nicht“, die einer objektiven und neutralen Berichterstattung abträglich sind.[27][28]

2.2 Zitate[Bearbeiten]

Siehe: Islamfeindliche Zitate von Prominenten

3 Sichtweise 3 - Islamangst als begründete Angst vor der Gewalt des Islams[Bearbeiten]

Das Gemälde Nine / Eleven des deutschen Malers Hans-Georg Pfitzner zeigt die gewalttätige Komponente des Islam, welche seit den Anschlägen auf das World Trade Center besonders deutlich wird

Die begründete Islamangst beruht teilweise auf historischer Erfahrung, entsteht aber auch als Reaktion auf islamisch begründete und motivierte Gewalt (Ehrenmorde, schariatische Exekutionspratiken) oder die Verbrechen Mohammeds, der Gründergestalt des Islam. Bei Muslimen und Nicht-Muslimen gibt es unterschiedliche Reaktionen.

Als Mohammed anfing, seine Ideologie mit Gewalt durchzusetzen, begann auch die begründete Islamangst. Es gibt frühe Beispiele für Judenmorde und ethnische Säuberungen durch Mohammed (etwa 622 n.Chr.):[29]

"In der Oase von Yathrib wohnten zu jener Zeit noch zahlreiche Juden, insbesondere die drei Stämme Banu Qainuqa, Banu Nadir und Banu Quraiza. Diese wurden innerhalb der nächsten Jahre aus Yathrib vertrieben bzw. ermordet. Damit wurde Yathrib, bzw. Medina, wie die Stadt bald genannt wurde, zu einer ausschließlich von Muslimen bewohnten Stadt."

3.1 Reaktionen von Muslimen[Bearbeiten]

  • Angstreaktionen gibt es bei Muslimen, wenn diese Mohammed oder den Koran kritisch hinterfragen. Was als Apostasie eingestuft und mit dem Tode bestraft werden kann[30]
  • Angst vor Gesetzen (Scharia) des Islams und bei Zuwiderhandlung vor den Konsequenzen der Missachtung derselben: Steinigung, "Ehrenmord", usw.
  • Bei der Beschneidung sowohl bei Jungen als bei Mädchen besteht zum einen die Angst vor dem eigentlichen (häufig unter mangelnden hygienischen Bedingungen und ohne Betäubung durchgeführten) Eingriff, als auch die Angst vor den Konsequenzen für Kinder und Eltern, wenn ein Kind/Jugendlicher/Elternteil die Beschneidung ablehnt.
  • Angst muslimischer Mädchen und Frauen: Zwangsheirat, Vergewaltigung durch Ehemann oder fremde Männer, Steinigung, Zwang zur Verschleierung, usw. Diese Angst ist eine Angst vor den Konsequenzen im Falle der Nichteinhaltung der islamischen Verhaltensmaßregeln für Mädchen und Frauen.
  • Angst bei Nichtzahlung der Zakat (Dschihad-Steuern, Schutzgelder).[31]
  • Angst von Muslimen gegenüber der Begegnung mit Vertretern unterschiedlicher Konfessionen (Salafisten, Sunniten und Schiiten)[32]
  • Angst bei Austritt aus der Umma oder Konversion zu einer anderen Religion.[33]

3.2 Islamangst bei Nicht-Muslimen[Bearbeiten]

  • Islamangst aufgrund der weit überwiegend gewalttätigen Verbreitung des Islams in den Jahrhunderten nach Mohammed.[34]
  • Islamangst aufgrund der durch strenggläubige Muslime ausgeübten Gewalt, insbesondere derjenigen terroristischer Art.[35]

4 Videos auf Youtube[Bearbeiten]

5 Literatur[Bearbeiten]

  • Chris Allen: Justifying Islamophobia: A Post-9/11 Consideration of the European Union and British Contexts. In: The American Journal of Islamic Social Sciences 21 (3), 2004. S. 1–14. (Volltext)
  • Chris Allen: A Brief History of Islamophobia. In: Arches Quarterly 4 (7), 2010. S. 14–23.
  • Chris Allen: Islamophobia. Ashgate Publishing, London 2010. ISBN 978-0-7546-5139-0.
  • Jaya Gopal: Gabriels Einflüsterungen- Eine historisch-kritische Bestandsaufnahme des Islam. Freiburg, Br. : Ahriman-Verl. ISBN 978-3-89484-601-5 kart.
  • Peter Gottschalk, Gabriel Greenberg: Islamophobia. Making Muslims the Enemy. Rowman & Littlefield, Lanham 2008. ISBN 0-7425-5286-1.
  • Farid Hafez (Hg.): Jahrbuch für Islamophobieforschung 2012. Wien, new academic press, 2012, ISBN 978-3-99036-001-9
  • Farid Hafez (Hg.): Jahrbuch für Islamophobieforschung 2013. Wien, new academic press, 2013, ISBN 978-3-7003-1859-0
  • Hartmut Krauss: Islam, Islamismus, muslimische Gegengesellschaft- Eine kritische Bestandsaufnahme. Osnabrück : Hintergrund ISBN 978-3-00-024512-1 Pp.
  • Sabine Schiffer: Die Darstellung des Islam in der Presse. Sprache, Bilder, Suggestionen. Eine Auswahl von Techniken und Beispielen. Würzburg 2005. ISBN 3-89913-421-4.
  • Thorsten Gerald Schneiders (Hrsg.): Islamverherrlichung - Wenn die Kritik zum Tabu wird, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2010
  • Ingrid Thurner: Die dunkle Seite des Postens. Diskursmuster und Diskursstrategien bei Islamthemen. In: Jahrbuch für Islamophobieforschung 2012, S. 154-176. ISBN 978-3-99036-001-9.
  • Ibn Warraq: Warum ich kein Muslim bin. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2004, ISBN 3-88221-838-X.

6 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Luzie H. Kahlweiß und Samuel Salzborn: "Islampophobie" - Zur konzeptionellen und empirischen Fragwürdigkeit einer umstrittenen Kategorie; in Gideon Botsch, Olaf Glöckner, Christoph Kopke und Michael Spieker (Hrsg.): Islamophobie und Antisemitismus – ein umstrittener Vergleich, Walther de Gruyter GmbH, Berlin, 2012, Seite 52
  2. https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Spezial:Logbuch&page=Islamophobie
  3. Anti-Minarett-Initiative - Anti-Verjudungsinitiative Vergleich Prof. Georg Kreis Christoph Mörgeli; Video auf Youtube
  4. Armin Pfahl-Traughber: Die fehlende Trennschärfe des "islamophobie"-Konzepts für die Vorurteilsforschung; in Gideon Botsch, Olaf Glöckner, Christoph Kopke, Michael Spieker (Hrsg.): Islamophobie und Antisemitismus – ein umstrittener Vergleich, Walter de Gruyter GmbH, Berlin, 2012, Seite 11 bis 28
  5. Interview mit Wolfgang Benz - Aufklärung statt Ausgrenzung
  6. Benjamin Weinthal: Wolfgang Benz - Debatte um Antisemitismus und Islamophobie
  7. http://www.welt.de/welt_print/article2908127/Ein-schiefer-Vergleich.html
  8. Manfred Kleine-Hartlage: Der Islam ist ein Dschihadsystem; in Felix Strüning (Hrsg.): Der Islam und der Westen, Gustav Stresemann Stiftung e.V., Jena/Berlin, 2012, Seite 70
  9. Benjamin Weinthal: Dangers of ignoring, in The Jewish Chronicle, 13.01.2011
  10. Humanistischer Pressdienst: Interview mit Klaus Blees
  11. http://www.bpb.de/themen/EUUZ53,0,Die_Islamophobie_und_was_sie_vom_Antisemitismus_unterscheidet.html
  12. http://www.welt.de/welt_print/article2908127/Ein-schiefer-Vergleich.html
  13. Anm.: Gemeint ist hier der Begriff "Islamophobie"
  14. Zitiert nach www.haolam.de
  15. Frankreich: Ein Philosophielehrer auf der Flucht, Frankfurter Allgemeine Zeitung am 6. Oktober 2006
  16. Walter Laqueur, Die letzten Tage von Europa, 2006.
  17. Fredman, Sandra: Discrimination and human rights: the case of racism. Oxford [Oxfordshire]: Oxford University Press 2001, ISBN 0-19-924603-3
  18. Haddad, Yvonne Yazbeck: Muslims in the West: from sojourners to citizens. Oxford [Oxfordshire]: Oxford University Press 2002, ISBN 0-19-514806-1
  19. Islamophobia: A Challenge for Us All, Runnymede Trust, 1997, p. 1, cited in Quraishi, Muzammil: Muslims and crime: a comparative study. Aldershot, Hants, England: Ashgate 2005, ISBN 0-7546-4233-X . Early in 1997, the Commission on British Muslims and Islamophobia, at that time part of the Runnymede Trust, issued a consultative document on Islamophobia under the chairmanship of Professor Gordon Conway, Vice-Chancellor of the University of Sussex. The final report, Islamophobia: A Challenge for Us All, was launched in November 1997 by Home Secretary Jack Straw
  20. Holden, Cathie; Hicks, David V.: Teaching the global dimension: key principles and effective practice. New York: Routledge 2007, ISBN 0-415-40448-7
  21. Islamofobi - en studie av begreppet, ungdomars attityder och unga muslimers utsatthet, published by Forum för levande historia
  22. 22,0 22,1 22,2 22,3 BIK Netz. Präventionsnetz gegen Rechtsextremismus
  23. Runnymede 1997, p. 5, cited in Quraishi 2005, p. 60.
  24. Chris Allen: Islamophobia. Ashgate Publishing, London 2010. ISBN 978-0-7546-5139-0.
  25. Poynting & Mason: "Tolerance, Freedom, Justice and Peace?: Britain, Australia and Anti-Muslim Racism since 11 September 2001", Journal of Intercultural Studies, Vol. 27, No. 4 (2006), pp.365-391, http://dx.doi.org/10.1080/07256860600934973
  26. Kai Hafetz: Mediengesellschaft – Wissensgesellschaft? - Wie das Islambild deutscher Medien entsteht; auf der Internetseite des Goethe-Instituts
  27. Hintergrund-Verlag: Kritische Analyse der Islamdebatte
  28. http://www.unique-online.de/%e2%80%9edie-substanz-aus-der-ganze-feindbildlandschaften-entstehen%e2%80%9c/1173
  29. Siehe Wikipedia vom 30.05.2014
  30. Wikipedia: Apostasie im Islam
  31. Ridda-Kriege
  32. http://thereligionofpeace.com
  33. Wikipedia: Apostasie im Islam
  34. Wikipedia: Islamische Expansion
  35. http://thereligionofpeace.com

7 Siehe auch[Bearbeiten]

8 Links[Bearbeiten]