Amnon Shiloah

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Profil.png Profil: Shiloah, Amnon
Persönliche Daten
1928
Partido Lanús in Argentinien
Juli 2014
Jerusalem


Amnon Shiloah (* 1928 in Partido Lanús in Argentinien; gest. Juli 2014 in Jerusalem) war ein jüdischer Musikwissenschaftler.

1 Vita[Bearbeiten]

  • Er wurde in Argentinien als Sohn syrischer Juden geboren. Im Jahr 1931 kehrte seine Familie nach Syrien zurück.
  • 1942 ging Amnon Shiloah nach Palästina. Er besuchte dort die Meir Shfeya-Schule in Aliyat Hano’ar im Norden Israels.
  • Ab 1947 studierte er an der Hebräischen Universität Jerusalem hebräische und arabische Literatur. 1951 schloss er sein Studium ab.
  • An der Jerusalem Music Academy (damals noch Rubin Academy of Music) studierte er bis 1953 Musik. Sein Hauptfach war Flöte.
  • Von 1953 bis 1955 spielte er im Jerusalem Symphony Orchestra, dem späteren Kol Israel Orchestra. Daneben arbeitete er als Journalist und produzierte Musiksendungen für das Radio. Er schrieb außerdem Musikkritiken für das Journal Masa. Für Masa interviewte er u.a. 13 israelische Komponisten über ihr Verständnis nationaler Identität und ihre Musikwerke.
  • Ab 1955 studierte er in Paris Flöte und Musikwissenschaften. 1963 wurde er in Paris promoviert.
  • Von 1965 bis 1968 war er Direktor der Abteilung für Folklore beim Sender Kol Israel.
  • Ab 1969 war er dann in der neu gegründeten musikwissenschaftlichen Abteilung der Hebräischen Universität Jerusalem. [1] Von 1971 bis 1974 war er deren Direktor. 1972 erschien seine Arbeit La perfection des connaissances musicales über die mittelalterliche Schrift Kamāl adab al-ghinā’ von al-Ḥasan al-Kātib. Von 1978 bis 1997 war er an der Hebräischen Universität Jerusalem Professor.
  • Von 2001 bis 2003 war er Präsident der Israel Musicological Society.
  • Seine Spezialgebiete waren die oral überlieferten jüdischen Musiktraditionen und die arabische Musiktheorie. Für sein Buch Theory of Music in Arabic Writings forschte er fast drei Jahrzehnte in Quellen aus Europa, Ägypten, Marokko, Israel, Tunesien, Russland und Usbekistan. Das Buch, welches auch linguistische, philosophische, alchemistische, asttrologische und mathematische Aspekte des damaligen Denkens mitberücksichtigt, ist ein Standardwerk zum Thema Arabische Musik. Es wird nach anfänglicher Ablehnung als Werk eines Juden inzwischen sogar in der arabischen Welt anerkannt. Im Jahr 1995 erschien sein Buch Music in the World of Islam - A Socio-Cultural Study. [2] Shiloah hat auch Feldaufnahmen arabischer Musik, wie z.B. der Musik der Beduinen des Sinai für die US-amerikanische Smithsonian Institution, gemacht. [3]
  • Im Bereich Jüdische Musik befasste er sich vor allem mit sephardischen Musiktraditionen in Nordafrika und dem Nahen Osten. Dabei untersucht er die Musik speziell im rituellen Kontext und in Verbindung mit ethnografischen Studien zur aktuellen Musikpraxis der Juden in der arabisch sprechenden Welt. Seine Forschungen dazu sind in seinem Werk Jewish Musical Traditions zusammengefasst.
  • Insgesamt hat Amnon Shiloah 20 Bücher veröffentlicht. Daneben wurden viele Fachaufsätze von ihm in Journalen wie z.B. Cahiers de civilisation médiévale, Ethnomusicology, Acta Musicologica oder Yuval publiziert. Auch hat er an Standardwerken, wie z.B. der Encyclopedia Judaica, der Encyclopedia Britannica, Musik in in Geschichte und Gegenwart sowie The New Oxford History of Music mitgearbeitet.

2 Literatur[Bearbeiten]

3 Weblinks[Bearbeiten]

3.1 Videos[Bearbeiten]

4 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biografie über Amnon Shiloah in der Jewish Virtual Library
  2. Edwin Seroussi: Amnon Shiloah; in Jewish Music Research Center
  3. Amnon Shiloah: Beduin Music of Southern Sinai, Ethnic Folkways Records FE 4204, 1978

5 Hinweis zur Verwendung[Bearbeiten]

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6 Andere Lexika[Bearbeiten]

Wikipedia kennt dieses Lemma (Amnon Shiloah) vermutlich nicht.