William Weiner

Aus PlusPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Dieser Artikel wurde exklusiv für das Fernbacher Jewish Music Research Center geschrieben und darf ausdrücklich und unter Strafandrohung nicht in anderen Projekten/Wikis verwandt werden.


Icon tools.svg Übrigens: Die PlusPedia ist NICHT die Wikipedia. Dein Wissen zählt!
Hast du Informationen zu "William Weiner" (Auch kleine?) Hilf uns, diesen Artikel zu ergänzen, auszubauen und mitzugestalten!
... Lies hier nach wie es geht - Teile Dein Wissen mit uns!

Wir können zudem auch Spenden gebrauchen.

Profil.png Profil: Weiner, William
Namen Willy Weiner
Persönliche Daten
25. November 1955
Eriwan


William Weiner (* 25. November 1955 im armenischen Eriwan), bekannter als Willy Weiner, ist ein erfolgreicher jüdischer Violinist, Sänger und Komponist.

1 Vita[Bearbeiten]

Der jüdische Violinist, Sänger und Komponist William Weiner.
  • Sein Vater Mordkha Weiner wanderte 1927 aus der Ukraine in die USA aus. Später ging er in die Niederlande. Von den Nazis wurde er samt seiner Familie deportiert. 1941 geriet er nach Armenien. In der Sowjetunion wurde die Familie wegen "politischer Unzuverlässigkeit" oft "umgesiedelt" und auch in Lager gezwungen. In Armenien lernte er 1953 seine Frau Ida Yerusalimskaya kennen. William Weiner hatte zwei Schwestern.
  • Seine Mutter machte ihn mit klassischer Musik und sein Vater mit Jazzmusik vertraut. Er wuchs in einer multikulturellen und toleranten Umgebung auf, wo Juden, Christen, Muslime, Armenier, Griechen, Kurden, Polen, Russen und Deutsche zusammenlebten. [1]
  • Von 1963 bis 1974 besuchte er eine Musikschule für besonders talentierte Kinder. Danach gaing er an das Staatliche Konservatorium von Eriwan, wo er u.a. bei Jean Ter-Merguerian von 1974 bis 1979 Violine lernte.
  • Nach dem Studium arbeitete er drei Jahrzehnte lang als Violinist und tourte viel durch Armenien und andere Gegenden der ehemaligen Sowjetunion. Auch gab er Violinunterricht für Kinder und Erwachsene an verschiedenen Musikschulen.
  • Von 1977 bis 1989 sang er auch im Männergesangsverein GAYANE, mit dem er u.a. in Frankreich tourte. [2]
  • Danach wandte er sich der Komposition zu. Sein erstes Werk war im Jahr 1997 die Komposition Chassidic Dance. Er schrieb viele Orchesterwerke, Kammermusik und Werke für Klavier Solo. In Kompositionen wie z.B. Exodus für Sinfonieorchester, Jewish Tango für Klarinette, Akkordion und Orchester oder Hassidic Dance für Klarinette und Orchester hat er jüdische Musik mit Volksmusiktraditionen Armeneins verbunden. Auch Jazz fließt in seine Kompositionen ein. Dazu meinte er u.a.:
"I never decided to compose Jewish-themed music, it all happened on its own. Since I was a child, my parents gave me an appreciation for the culture, traditions and music of my people. Jewish music could always be heard in our house. Naturally, this reflected itself in my work." [3]
  • In den 1990er-Jahren migrierte er kurz nach Israel, kehrte aber bald wieder nach Armenien zurück, weil das Leben in Israel in kompositorisch nicht inspirierte. Er meinte dazu u.a.:
"I drew great inspiration from Israel, but I could not write music there. When I was in Israel, I did not write a single note, but as soon as I came back to Armenia, the music began to flow." [4]
  • Schon in den 1970er-Jahren engagierte er sich für das jüdische Leben in Armenien. Während der Unruhen in Armenien nach Zusammenbruch der Sowjetunion war er eine wichtige Person der jüdischen Gemeinschaft, deren Vorsitzender er ab 1994 war. Er gründete u.a. das jüdische Kulturzentrum Menora und veranstaltete viele Konzerte und Festivals mit jüdischer Musik. Daneben betätigte er sich in der humanitären Hilfe auch für Nichtjuden. Für seine Verdienste wurde er u.a. vom Staat Armenien und der Knesset ausgezeichnet. [5]
  • Er ist Versuchen von türkischer und aserbaidschanischer Seite vehement entgegengetreten, eine Feindschaft zwischen Juden und Christen in Armenien zu konstatieren bzw. zu schüren. [6] Auch gegen das Leugnen des Völkermordes der Türken an den christlichen Armeniern hat er Stellung bezogen. Zusammen mit anderen Vertretern des Judentums aus Armeninen hat er in einem Statement u.a. geschrieben:
"The deplorable example of non-condemnation and non-recognition of the fact of Armenian Genocide by some states led to the Holocaust, and new acts of genocide. (...) The remembrance days of any crime against humanity – the Shoah (Holocaust), the Armenian Genocide (Mets Yeghern), remembrance days in Cambodia, Rwanda, Darfur and remembrance days of victims of violence and terror should be days of mourning not only for the descendents of victims, but for the descendents of the perpetrators." [7]
  • Willy Weiners Kompositionen wurden u.a. in Armenien, Russland, Israel, den USA, Deutschland und anderen Ländern mit großem Erfolg aufgeführt.

2 Literatur[Bearbeiten]

3 Weblinks[Bearbeiten]

3.1 Videos[Bearbeiten]

4 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aus dem Film Exodus von Willy Weiner
  2. Biografie auf www.israelcomposers.org
  3. Jewish composer stands tall in Armenia
  4. Jewish composer stands tall in Armenia
  5. Biografie auf www.israelcomposers.org
  6. WILLY WEINER: NO PROPAGANDA BLUFF CAN CAST SHADOW ON THE CENTURIES-OLD RELATIONS OF JEWISH AND ARMENIAN PEOPLES
  7. Non-recognition of Armenian Genocide led to Holocaust – statement

5 Hinweis zur Verwendung[Bearbeiten]

Dieser Artikel wurde exklusiv für die Pluspedia geschrieben und darf ausdrücklich und unter Strafandrohung nicht in anderen Projekten/Wikis verwandt werden.

6 Andere Lexika[Bearbeiten]

Wikipedia kennt dieses Lemma (William Weiner) vermutlich nicht.