Mladen Schwartz

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Profil.png Profil: Schwartz, Mladen
Beruf Politiker
Persönliche Daten
17. April 1947
Zagreb, Kroatien


Mladen Schwartz (* 1947 in Zagreb) ist ein kroatischer Philosoph, Politiker, Gründer und Führer der Neuen Kroatischen Rechten und nationalistischer Schriftsteller.

1 Leben

Schwartz absolvierte ein Philosophiestudium in Belgrad. Zunächst studierte er bei Vertretern der neomarxistischen Praxis-Schule, fiel bei diesen später wegen seines Kontakts zu Milovan Djilas in Ungnade. Daraufhin reiste Schwartz 1973 zunächst in die Bundesrepublik Deutschland aus. In Deutschland arbeitete er mit Vertretern der kroatischen Exil-Politik zusammen (u.a. mit Bruno Bušić). Schwartz war in dieser Zeit Mitarbeiter einer großen Anzahl von kroatischen Exilzeitungen und -zeitschriften, z.B. Hrvatski list (Kroatisches Blatt). Zeitgleich publizierte er auch in mehreren nichtkroatischen Medien (z.B. Criticon). 1981 war Schwartz an der Gründung der Kroatischen Staatlichkeitsbewegung (HDP) in New York beteiligt. Er leitete die jüdische Sektion für ein freies Kroatien. Als Publikationsorgan dienten ihm dabei u.a. jüdische Zeitschriften.[1]

Nach seiner Rückkehr nach Kroatien zur Zeit des „nationalen Aufbruchs“ 1990 schloss sich Schwartz zunächst wieder der HDP an, mit der er allerdings schnell erneut brach. Es folgte eine kurze Zusammenarbeit mit der Kroatischen Rechtspartei (Hrvatska stranka prava – HSP). Dort wurde er zunächst Chefredakteur des Parteiorgans Hrvatsko pravo (Kroatisches Recht), bevor er 1994 seine eigene Partei, die Neue Kroatische Rechte (Nova hrvatska desnica), gründete. Diese wird als rechtsextrem eingestuft. Er wirkt seit 1999 als Chefredakteur der von ihm gegründeten Zeitschrift Ultimatum!. Außerdem war er im nationalkroatischen Rundfunk in Chicago sowie 1999 als Mitmoderator der Fernsehsendung Zemlja-Zrak (Erde-Luft) tätig, die nach 21 Sendungen eingestellt wurde.

2 Politischer Standort

Mladen Schwartz vertritt eine der Konservativen Revolution sowie der Neuen Rechten und dem Neofaschismus nahestehende Position. Im Endeffekt setzt er sich für eine nationale Revolution und nationale Diktatur ein. Dabei betont er Werte wie Hierarchie, Autorität und Aristokratie. Als Feindbilder dienen ihm kommunistische Ideen und ein liberal-demokratischer Parlamentarismus. Schwartz lehnt den Multikulturalismus im Rahmen eines einzelnen Staates ab und propagiert verschiedene Verschwörungstheorien.

3 Philosophische Ansichten

Schwartz hält an einer traditionellen Metaphysik als notwendig für die Philosophie fest. Nur so unterscheide sie sich auch von den empirischen Einzelwissenschaften. Er kombiniert Ideen des Pantheismus, Monismus und Dualismus. Zwei ontologische Grundprinzipien, das All und das Nichts, bestimmen in verschiedenem Maße die einzelnen Dinge der Welt. Dem Metaphysischen wird die Idee der Transzendenz zugeordnet, dem Diesseitigen die Idee der Hierarchie. Einen Egalitarismus hält er für falsch und nennt seine eigene praktisch-philosophische Position „Diversismus“.

4 Werke

Mladen Schwartz ist Verfasser zahlreicher Aufsätze, Abhandlungen und Essays. In deutscher Sprache sind von ihm an Buchpublikationen lediglich erschienen "Menschenrechte und Religionsfreiheit in Jugoslawien" (1986) und "Das kroatische Trauma – Kulturpsychologisches über ein Volk am Rande der Vernichtung" (1991).

5 Einzelnachweise

  1. Christian Buric: Nationalismus, ethnischer Konflikt und Parteiidentität. Ein vergleichender und ideologiekritischer Beitrag zum Phänomen des Nationalen in Kroatien. Programmier-Service, 2001S. 84

6 Literatur

  • Christian Buric: Nationalismus, ethnischer Konflikt und Parteiidentität: Ein vergleichender und ideologiekritischer Beitrag zum Phänomen des Nationalen in Kroatien. Books on Demand 2001, ISBN 3831127549, S. 84 (Online).

7 Andere Lexika

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