León Schidlowsky

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Profil.png Profil: Schidlowsky, León
Persönliche Daten
21. Juli 1931
Santiago de Chile


León Schidlowsky (* 21. Juli 1931 in Santiago de Chile) ist ein bekannter jüdischer Komponist.

1 Vita[Bearbeiten]

  • In Chile studierte er von 1948 bis 1952 Musik, Psychologie und Philosophie. Von 1952 bis 1955 studierte er dann in Europa. Danach kehrte er nach Chile zurück und lehrte von 1955 bis 1961 am Hebräischen Institut in Santiago de Chile. In Chile trat Leon Schidlowsky der zeitgenössischen Musikgruppe Grupo Tonus bei, deren Leiter er zwischen 1958 und 1961 war. Diese Musikgruppe hatte es sich zur Aufgabe gemacht, avantgardistische und zeitgenössische Musik in Chile bekannt zu machen.
  • Er übernahm 1961 die Leitung des Archivs des Instituto de Extension musical. Von 1962 bis 1968 lehrte er an der Universität von Chile und am Nationalkonservatorium.
  • 1968 migrierte er nach Deutschland. 1970 ging er nach Israel, wo er an der Rubin-Akademie in Tel Aviv lehrte.
  • Seine frühen Kompositionen sind freitonal. Später wandete er sich dem Serialismus zu und baute auch aleatorische Elemente in seine Kompositionen ein.
  • Er wurde mit einer Reihe von Stipendien, Einladungen, Ehrungen und Preisen in Chile, Israel, Deutschland, Italien, Venezuela, England und den USA ausgezeichnet. Sein umfangreiches Opus umfasst Orchester-, Kammer- und Chormusik, sowie Vokal- und Klaviermusik und graphisch-multimediale Werke, die in vielen Ländern der Welt aufgeführt wurden. [1]
  • In vielen seiner Kompositionen, wie z.B. in Babi Yar aus dem Jahr 1970, Invokation aus dem Jahr 1964 oder der Sinfonie La noche de cristal aus dem Jahr 1961 nimmt er Bezug auf den Holocaust. [2]
  • Über seine Musik meint er u.a.:
"Viele Komponisten haben graphische Musik geschrieben. Für sie hat die Musik keine Bedeutung außerhalb ihrer selbst. Diese Idee der "Absoluten Musik" ("non-meaning") hat sich als ihre endgültige Definition entwickelt. Für mich dagegen wird musikalische Kunst vom Menschen geschaffen, vom Menschen belebt, mit dem Ziel, andere Menschen zu erreichen. Kunst an sich hat nicht nur eine Bedeutung; in ihr liegen aller Sinn, alle Fragen, alle Antworten. Seit ich komponiere, verfolge ich das gleiche Ziel, in aller Variation der Techniken, die ich in vierzig Jahren meines Komponistenlebens angewandt habe. Ich glaube, daß Kunst ein Weg zu uns selbst ist; schöpfend habe ich gelernt, die Welt in mir auszudrücken, ohne Angst und ohne Kompromisse. Ich betrachte die Welt in ständigem Erstaunen, trachtend, das Unzugängliche und Unerreichbare zu erreichen." [3]

2 Literatur[Bearbeiten]

3 Weblinks[Bearbeiten]

3.1 Videos[Bearbeiten]

4 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Don Michael Randel: The Harvard Biographical Dictionary of Music, 1996, S. 797
  2. Habakuk Traber: Holocaust-Kompositionen in Israel - Identitätsstifung und Ritualisierung; in Eckhard John und Heidy Zimmermann (Hrsg.): Jüdische Musik? - Fremdbilder, Eigenbilder, Böhlau Verlag, Köln, 2004, Seite 216
  3. Der Komponist Leon Schidlowsky

5 Hinweis zur Verwendung[Bearbeiten]

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6 Andere Lexika[Bearbeiten]

Wikipedia kennt dieses Lemma (León Schidlowsky) vermutlich nicht.