Jericho

Aus PlusPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eroberung Jerichos nach Berichten der Bibel

Jericho (hebräisch יְרִיחוֹ) ist eine Stadt mit mehrheitlich arabischer Bevölkerung am Westufer des Jordans im Grenzbereich der Provinzen Judäa und Samaria östlich von Jerusalem. Die seit biblischen Zeiten israelitische Siedlung ist die tiefstgelegene Stadt der Welt; die Stadtmitte liegt rund 250 Meter unter dem Meeresspiegel. Sie ist etwa sieben Kilometer von der jordanischen Grenze im Osten entfernt und etwa zehn Kilometer nördlich vom Toten Meer. Sie liegt heute in den Palästinensischen Autonomiegebieten

1 Geschichte

Der Ort, dessen Name sich vom Mondgott Jarich ableitet, liegt an einer alten Handels- bzw. Karawanenstraße. Die heutige Einwohnerzahl beträgt etwa 22.000. Archäologischen Erkenntnissen zufolge ist Jericho mehrmals zerstört worden, zwischenzeitlich zu einer Ruinenstätte verfallen und nach längeren Unterbrechungen neu aufgebaut worden. Zuletzt wurde um 1550 v. Chr. eine Zerstörung Jerichos durch eine Feuersbrunst nachgewiesen. Verantwortlich waren für die Zerstörungen auch Erdbeben. Nach Berichten in der Bibel wurde Jericho bei der Landnahme Kanaans als erste Stadt westlich des Jordan von den Israeliten erobert und zerstört. Dabei soll durch den Klang von Trompeten, genauer sieben Schofaroth, der Einsturz der Stadtmauern verursacht worden sein (Bibel. Jos,6,4–20). Einige Forscher bestreiten den historische Einzelheiten dieses Ereignisses, da es zu jener Zeit keine Stadtmauer gab.[1]

1.1 Einzelnachweise

  1. Israel Finkelstein, Neil Asher Silberman: Keine Posaunen vor Jericho S.90