Griesheim

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Griesheim ist eine südhessische Stadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg mit 27.275 Einwohnern[1] und ist damit die größte Stadt des Kreises. Sie liegt etwa 6 km westlich von Darmstadt und ca. 35 km südlich von Frankfurt.

Der Dagger-Komplex[2] [3] [4] [5], der sich im Zuge der Globalen Überwachungs- und Spionageaffäre als wichtigstes NSA-Quartier Europas[6] [7] entpuppte, machte Griesheim im Jahr 2013 bekannt. Der erste Flugplatz Deutschlands wurde in Griesheim 1908 gegründet. Das Wahrzeichen des in der Region auch als "Zwiebelstadt" bekannten Griesheims ist die sogenannte "Zwewwelfraa" auf dem Griesheimer Marktplatz.


1 Stadtgliederung[Bearbeiten]

Griesheim besteht aus einem Stadtkern, der 1977 durch die Rückgliederung des für 40 Jahre zwangsweise nach Darmstadt ausgemeindenden Gebiets der Sankt Stephans-Siedlung erweitert wurde. Diese fügt sich jedoch übergangslos an die restliche Bebauung an.

Bis 1937 gehörte zu Griesheim auch der Stadtteil "Siedlung Tann", bis dieser zusammen mit fast einem Drittel der Griesheimer Gemarkung (damit auch das Gebiet des heutigen St. Stephan) unter der NS-Diktatur gegen den Willen der Kommune nach Darmstadt ausgemeindet wurde.



2 Weinbau und Tannensamen-Sammlung[Bearbeiten]

Eine wichtige Einnahmequelle Griesheims war in früheren Zeiten der Weinanbau. Durch den Dreißigjährigen Krieg litt dieser jedoch heftig, und wurde im 18. Jahrhundert letztmals erwähnt. Die Kriege im Mittelalter hinterließen in Griesheim ihre Spuren ebenso wie die Pest. Dies führte schließlich fast zur Ausrottung Griesheims. 1635 wurden nur noch 37 Einwohner gezählt.

Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelten sich die Gewinnung von und der Handel mit Tannensamen zu einem wichtigen Gewerbe in Griesheim. Zudem wurde der Ort ein Zentrum des Formstecher-Handwerks.


3 Teilweise Eingemeindung nach Darmstadt[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu Eberstadt und Arheilgen entging Griesheim 1937 einer Zwangseingemeindung nach Darmstadt, da sich ein Griesheimer Landesbauernführer für die Selbstständigkeit des Ortes einsetzte.[8] Allerdings wurden mit 800 Hektar, einschließlich des Geländes des Truppenübungsplatzes, 27,6 % der Gemarkung gegen den Widerstand von Griesheims Bevölkerung und Lokalpolitikern laut Reichsstatthalter-Beschluss nach Darmstadt eingemeindet. Dies wurde mit der Wiedererhebung Darmstadts zur Garnisonsstadt und der Ausdehnung der Siedlungstätigkeit im Sinne der nationalsozialistischen Forderungen begründet[9] und fand auf Betreiben des Darmstädter Stadtrates Holtz und des NSDAP-Kreisleiters und Darmstädter Oberbürgermeisters Wamboldt statt, der sehr gute Beziehungen zum NSDAP-Gauleiter Sprenger hatte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte die Griesheimer Politik vergeblich die Abtrennung der Gemarkungsteile rückgängig zu machen, auch mit Verweis auf die Flächen des Truppenübungsplatzes, den man für eine Ausweitung der Äcker und damit eine drastische Erhöhung der Gemüseproduktion nutzen wolle. Griesheim war damals mit seiner Agrarwirtschaft wichtig für die Versorgung der umliegenden Städte. Der damalige Landrat Wink stellte sich hinter die Gemeinde und forderte die Wiederherstellung der ursprünglichen Gemeindegrenzen, wobei er unter anderem bezweifelte, dass zum damaligen Zeitpunkt noch militärische Notwendigkeit bestand.[10]

Die Stadt Darmstadt bezweifelte, dass die Eingemeindung aus militärischen Gründen erfolgt sei. Auf Darmstädter Seite agierte wieder der Stadtrat Holtz, der eine Wiederherstellung der alten Gemeindegrenzen zu verhindern suchte.

Letztlich scheiterten die jahrelangen Bemühungen. 1977 wurden im Rahmen der Gebietsreform in Hessen mit der Sankt Stephans-Siedlung 47,30 Hektar wieder nach Griesheim zurückgegliedert. 2006 wurde ein Flächenaustausch mit Darmstadt vereinbart, bei dem im Wege einer Grenzänderung weitere 40 Hektar gegen den Tausch von 24 Hektar Ackerland wieder Griesheimer Gemarkung wurden.[11]


4 Die jüdische Gemeinde in Griesheim[Bearbeiten]

Der erste jüdische Mitbewohner ("Hertz der Jude") wurde 1656 erwähnt. Er war Krämer und Viehhändler. Der zweite jüdische Gläubige ("Jud Mosche", Vieh- und Warenhändler) wird 1683 verzeichnet. Von da an entwickelte sich die jüdische Gemeinde kontinuierlich weiter. Seit etwa 1748 gab es den sogenannten "Judenhof", der die jüdische Schule und Räumlichkeiten für den Sabbat beherbergte. Die Gemeinde wuchs und sie verlegte Synagoge und Judenschule in die Hintergasse, der erste schriftliche Beleg hierfür entspringt dem Jahre 1812. Die größte Mitgliederzahl verzeichnete man 1853: 195 von 3048 Einwohnern waren Juden. Infolge der Auswanderungswellen des 19. Jahrhunderts verließen auch viele Juden Griesheim.

1933, im Jahr der nationalsozialistischen Machtübernahme, lebten in Griesheim 84 Juden. Auch in Griesheim verübten die Nationalsozialisten Gräueltaten. Beispielsweise ist belegt, dass ein Jude im März 1933 von NSDAP-Mitgliedern ins Rathaus bestellt wurde und dort von ihnen unter anderem mit Gummiknüppeln und Stahlruten so geschlagen wurde, dass sein Gesicht beinahe nicht mehr zu erkennen war und sein Rücken sich in eine einzige undefinierbare, blutige Masse verwandelte. Dieser Griesheimer Mitbürger wurde später im Konzentrationslager Dachau ermordet.

1938 wurden während der "Reichspogromnacht" auch in Griesheim jüdische Geschäfte geplündert. SA-Mitglieder schändeten die Synagoge, zerstörten und verbrannten die Inneneinrichtung und zerschlugen das Denkmal zu Ehren im Ersten Weltkrieg gefallener jüdischer Ortsbürger. Eine Menschenmenge stürmte das Kaufhaus Löb, die Türen wurden aufgebrochen und das Kaufhaus geplündert. Den hochbetagten Besitzer Otto Löb fand man daraufhin unter ungeklärten Umständen erhängt in den Büttelborner Hecken. 27 Juden gelang es rechtzeitig ins Ausland zu fliehen, sieben verstarben bis 1940 in Griesheim. Die Übrigen 50 jüdischen Mitbürger wurden deportiert und ermordet.[12]

In Griesheim wurden 2010 die ersten Stolpersteine verlegt; zwei Stück und zwar vor dem ehemaligen Kaufhaus Löb (für Ludwig und Otto Löb). Ende 2012 wurden die Stolpersteine von Unbekannten aus dem Bürgersteig herausgebrochen und gestohlen. Im März 2013 konnten die neuen Stolpersteine zusammen mit dem Künstler Gunter Demnig erneut verlegt werden. Derzeit (Stand: 2013) beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe des Museumsvereins mit dem Schicksal der Juden in Griesheim und die Verlegung weiterer Stolpersteine ist geplant.

5 Politik[Bearbeiten]

5.1 Bürgermeister(innen)[Bearbeiten]

Die derzeitige Bürgermeisterin ist Gabriele Winter (SPD). Sie wurde in der Bürgermeisterdirektwahl am 3. Oktober 2010 mit 57,1 % der Stimmen im ersten Wahlgang gewählt. Zuvor war Gabriele Winter Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Griesheimer Stadtverordnetenversammlung.


Ergebnisse der BürgermeisterIn-Wahlen
Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
2010 Gabriele Winter SPD 57,1
Thomas Höhl 41,2
Uwe Bauer REP 1,7
Wahlbeteiligung in % 53,3
2004 Norbert Leber SPD 92,9
Wahlbeteiligung in % 39,5
1998 Norbert Leber SPD 83,0
Günther Jacob CDU 13,7
Maja Werner GRÜNE 3,3
Wahlbeteiligung in % 60,0
BürgermeisterInnen seit 1822
Amtszeit Name Partei
seit 2011 Gabriele Winter SPD
1987–2011 Norbert Leber SPD
1968–1987 Hans Karl SPD
1953–1967 Georg Bohl SPD
1945–1952 Daniel Müller SPD
1938–1945 Friedrich Seibert NSDAP
1930–1938 Philipp Feldmann
1920–1929 Georg Schüler
1919–1920 Heinrich Hofmann
1917–1919 Heinrich Phillip Feldmann
1909–1917 Philipp Kunz
1901–1909 Heinrich Zöller
1882–1900 Johannes Massing
1849–1880 Jakob Leber
1838–1848 Daniel Funk
1836–1837 Nicolaus Merker
1831–1835 Valentin Massing
1825–1830 Valentin Göbel
1822–1824 August Heinrich Keller [13]


6 Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

6.1 Einige Unternehmen[Bearbeiten]

6.1.1 mit Sitz in Griesheim[Bearbeiten]

6.1.2 mit Niederlassungen in Griesheim[Bearbeiten]

6.2 Bildungswesen[Bearbeiten]

6.2.1 Grundschulen[Bearbeiten]

  • Friedrich-Ebert-Schule
  • Schiller-Schule
  • Carlo-Mierendorff-Schule

6.2.2 Weiterführende Schulen[Bearbeiten]

  • Gerhart-Hauptmann-Schule (kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe)

6.2.3 Förderschulen[Bearbeiten]

  • Schule am Kiefernwäldchen
  • Albert-Schweitzer-Schule

6.2.4 Berufliche Schulen[Bearbeiten]

  • Friedrich-Aereboe-Schule (Fachschule: Richtung Agrarwirtschaft) [18]

6.2.5 Erwachsenenbildung[Bearbeiten]

Die Volkshochschule Darmstadt-Dieburg bietet an ihrem Standort Griesheim Kurse an.

6.3 Verkehr[Bearbeiten]

6.3.1 Bundesstraße[Bearbeiten]

Die Bundesstraße B26 durchquert Griesheim der Länge nach. Sie bildet die verkehrstechnische Hauptachse der Stadt und verbindet sie insbesondere mit Darmstadt.




6.3.2 Eisenbahn[Bearbeiten]

Die Bahnstrecke von Goddelau-Erfelden über Griesheim nach Darmstadt (ein Teil der Riedbahn) wurde 1869 eröffnet und 1901 zweigleisig ausgebaut. Der Personenverkehr wurde Ende 1970 eingestellt und danach hat die Deutsche Bundesbahn die Gleise nach Goddelau-Erfelden abgebaut. Die Gleise Richtung Darmstadt folgten bis 1991. [19]

7 Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

7.1 Denkmäler[Bearbeiten]

7.1.1 Stolpersteine[Bearbeiten]

Zwei Stolpersteine für Ludwig und Otto Löb befinden sich vor dem ehemaligen Kaufhaus Löb, Groß-Gerauer Straße. Drei Stolpersteine in der Oberndorferstraße für Joseph, Isaak und Martin Mendel. Vier Stolpersteine in der Hintergasse für Martha, Gustav und Ludwig Löb und für Leopold Posnansky. Fünf Stolpersteine in der Wilhelm-Leuschner-Straße für Johanna, Lotte, Samuel, Walter und Ludwig Sternfels.

7.2 Der Umgang mit Griesheims Baudenkmälern[Bearbeiten]

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das 1454 zum ersten Mal erwähnte alte Backhaus abgerissen. Der im selben Schriftstück erstgenannte Gemeindebackofen blieb noch einige Jahre erhalten. Ebenfalls um die Jahrhundertwende wurde die Anlage des „Gesundbrunnens“ aus dem späten 17. und frühen 18. Jahrhundert, einer ehemaligen Heilquelle, von den Ortsansässigen abgebrochen. An sie erinnert heute nur noch ein verwitterter Gedenkstein. Als dann im Zweiten Weltkrieg der alte Ortskern bis auf wenige Gebäude vernichtet wurde, baute man die Wahrzeichen Griesheims nicht wieder auf. An das alte Rathaus, den Bahnhof, das Reifenrath'sche Haus und das Stark'sche Haus erinnern teilweise noch Hinweistafeln. In der Folgezeit wurden die meisten der wenigen noch vorhandenen Baudenkmäler abgerissen und so kann Griesheim heute nur noch eine Handvoll historischer Gebäude vorweisen. Doch auch die Qualität dieser Bauwerke wurde gemindert; z. B. wurden in der Lutherkirche die meisten Teile der historischen Einbauten entfernt und die um das Jahr 1600 von Johann Grorock gebaute Orgel eingeschmolzen (die hölzernen Pfeifen wurden verbrannt). Auch wurde die Anlage der Alten Schule großteils abgerissen. Das noch bestehende ehemalige Kochschulhaus wurde stark vereinfacht.

7.3 Bespielbare und Besitzbare Stadt[Bearbeiten]

Griesheim ist die erste bespielbare Stadt Deutschlands. In einem mit Professor Bernhard Meyer entwickelten Projekt wurden in der ganzen Stadt über 100 Spielstationen aufgestellt, die den öffentlichen Raum, der normalerweise wenig Rücksicht auf Kinder nehme, für die Kinder wieder attraktiv machen sollen. Dem Trend, dass Spielplätze für Kinder zu Inseln inmitten einer für sie langweiligen Umgebung werden, wurde in Griesheim so entgegengewirkt. Zudem besteht das Projekt "Spielstraße auf Zeit", bei dem Anlieger von speziell ausgewiesenen Straßen von Frühjahr bis Herbst die nachmittägliche Sperrung ihrer Straße an einem Werktag beantragen können. [20] Der sogenannte "Griesheimer" zeigt außerdem auf von Kinder häufig frequentierten Wegen gefahrenarme Möglichkeiten zur Straßenüberquerung an.

Griesheim ist auch die erste besitzbare Stadt Deutschlands. In einem bundesweit einzigartigen Projekt wurden vor allem an und zwischen für alte Menschen wichtige Orte im ganzen Stadtgebiet 161 spezielle Sitzgelegenheiten aufgestellt, beispielsweise an und zwischen: Metzgern, Bäckern, anderen Geschäften, öffentlichen Einrichtungen, Kirchen, Altersheimen, dem Friedhof, etc., die zum Verschnaufen einladen und die Altersmobilität fördern. Durch die speziell entwickelten Geräte ist ein selbstständiges Aufstehen gewährleistet. Viele ältere Menschen würden vorher abwägen, ob sie einen bestimmten Weg bewältigen können und würden durch die Sitzgelegenheiten ermutigt, ihr Vorhaben auch in die Tat umzusetzen. Weiterhin dienen sie als Treffpunkt und ermöglichen Senioren, sich an einem interessanten Ort niederzulassen und die Umgebung zu beobachten. [21] [22] [23] Zudem gibt es in Griesheim kostengünstige Anruf-Sammel-Taxis (AST), die man innerhalb des Stadtgebietes nutzen kann.

Mit diesen beiden Projekten hat die Stadt Griesheim mehrere nationale und internationale Auszeichnungen errungen[24] [25] [26] und ist weltweit beispielhaft für die Integration von im öffentlichen Raum benachteiligten Gruppen, nämlich der Jüngsten und Ältesten. Behinderte Menschen werden in Griesheim zusätzlich durch rollstuhlfreundliche Bürgersteige und öffentliche Behindertentoiletten unterstützt.

7.4 Feste und Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Januar/Februar: Fasching mit Gardetag
  • Mai: Museumsfest
  • Juni: SPD-Fest am "Kalten Eck"
  • Juli: Firmenlauf
  • August: Kerb
  • September: Zwiebelmarkt, Jazzbrunch, American Steels Sommerfest(Marktplatz), Berliner Straßenfest
  • Oktober: Kelterfest
  • Dezember: Weihnachtsmarkt(am Kreuz), Weihnachtsmarkt(Wagenhalle)

7.5 Sport[Bearbeiten]

7.5.1 Fußball[Bearbeiten]

Die erste Fußball-Mannschaft des SC Viktoria 06 Griesheim (SCV) spielt derzeit in der Hessenliga.
Der andere reine Fußballverein der Stadt ist der SV Croatia Griesheim. Der SV St. Stephan 1953 Griesheim e. V. (SVS) kann ebenfalls eine große Fußballabteilung vorweisen; im TuS Griesheim 1899 e. V. (TUS) wird, wenn auch in kleinerem Umfang, ebenfalls Fußball gespielt.

7.5.2 Handball[Bearbeiten]

Die erste Männermannschaft des TuS Griesheim spielt in der Saison 2014/15 in der hessischen Oberliga.

7.5.3 Leichtathletik[Bearbeiten]

Griesheim ist für seine Leichtathleten bekannt, allen voran für die Sportler des TuS Griesheim 1899 e.V.; unter anderem ist die Triathlon-Abteilung mit jeweils einer Herren-Mannschaft in der 1. und in der 2. Bundesliga sowie mit einer Damen-Mannschaft in der 1. Bundesliga vertreten. Zusätzlich gibt es viele Einzelerfolge, besonders der (Marathon-)Läufer.
Jedes Jahr finden in Griesheim diverse Stadtläufe statt: Merck-Straßenlauf, Firmen-Lauf, Zwiebelmeile, Silvesterlauf und der Griesheimer Stunden-Lauf, der auf dem TuS-Gelände stattfindet.

7.5.4 Triathlon[Bearbeiten]

Die Triathlon-Abteilung des TuS Griesheim 1899 e.V. ist mit je einem Männer- und einem Frauen-Team in der 1. Triathlon-Bundesliga vertreten.

7.5.5 Kegeln[Bearbeiten]

Im Juli 2013 wurde die B-Senioren-Mannschaft der Kegelabteilung des SV St. Stephan 1953 Griesheim e.V. (SVS) in Sandhausen mit 1748 Zählern überraschend Deutscher Meister in den Mannschaftswettkämpfen.

7.5.6 Judo[Bearbeiten]

Der Judoverein Tamanégi Judo Griesheim e. V. wurde im Juli 2013 in seiner ersten Regionalligasaison überraschend Südwestdeutscher Vizemeister. Somit hat er sich für den Kampf um den direkten Einzug in die 2. Bundesliga qualifiziert und könnte noch in dieser Saison die Sensation perfekt machen.

7.5.7 Schach[Bearbeiten]

Die erste Mannschaft des Schachverein Griesheim 1976 e. V. spielt in der 1. Bundesliga und die zweite Mannschaft in der Hessenliga. Der Club hat sein Spiellokal im Georg-August-Zinn-Haus in Griesheim, der 1. Vorsitzende ist Joaquin Diaz.

8 Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Daniel Dell (* 1. November 1868 in Griesheim; † 23. Januar 1941 in Griesheim), Jugendstilkünstler
  • August Euler (* 20. November 1868 in Oelde; † 1. Juli 1957 in Feldberg (Schwarzwald)), deutscher Flugpionier und Flugzeugtechniker, eröffnete 1907 den ersten Flugplatz Deutschlands in Griesheim.
  • August Liebmann Mayer (* 27. Oktober 1885 in Griesheim; † wahrscheinlich 12. März 1944 im KZ Auschwitz), deutscher Kunsthistoriker, führender Experte für spanische Malerei
  • Walter Georgii (* 12. August 1888 in Meiningen; † 24. Juli 1968 in München), Luftfahrtpionier, Leiter der DFS in Griesheim
  • Elisabeth Langgässer (* 23. Februar 1899 in Alzey; † 25. Juli 1950 in Karlsruhe), Schriftstellerin, unterrichtete von 1920 bis 1928 an der (früheren) Schillerschule.
  • Fritz von Opel (* 4. Mai 1899 in Rüsselsheim; † 8. März 1971 in Samedan, Schweiz), Industrieller u. Raketenpionier, entwickelte in Griesheim einen der ersten flüssigkeitsbetriebenen Raketenmotoren der Welt [27][28][29]
  • Maxim Ziese, (* 26. Juni 1901 in Griesheim; † 16. Juli 1954 in Köln), Schriftsteller und Dramatiker
  • Hans Jacobs(* 30. April 1907; † 24. Oktober 1994), Luftfahrtpionier und ehemaliger Abteilungsleiter bei der DFS in Griesheim
  • Ludwig Wedel (* 9. März 1909 in Griesheim; † 30. März 1993), war 1954–1969 Bürgermeister von Groß-Umstadt, ehemaliges Mitglied des Hessischen Landtags und 1959 Mitglied der 3. Bundesversammlung.
  • Hanna Reitsch(* 29. März 1912 in Hirschberg, Schlesien; † 24. August 1979 in Frankfurt/Main), bekannte Fliegerin, arbeitete bei der DFS in Griesheim als Testfliegerin
  • Heinrich Keller (* 25. August 1918 in Griesheim; † 23. August 1990 in Hamburg), Hornist und Hochschullehrer
  • Hans Karl (* 5. Januar 1922 in Griesheim; † 6. Juli 1996), Griesheimer Bürgermeister, hessischer Landtagsabgeordneter, Mitglied der 4. Bundesversammlung und Namensgeber des Griesheimer Marktplatzes
  • Richard M. Buxbaum (* 1930 in Griesheim), Rechtswissenschaftler
  • Karl Knapp, (*1933 in Griesheim), Lokalhistoriker, Träger der silbernen Ehrenplakette der Stadt Griesheim und des Landesverdienstordens
  • Gottfried Milde senior (* 14. April 1934 in Breslau), Politiker, lebt und wirkte in Griesheim
  • Lutz Ludwig Kramer (* 14. Januar 1954 in Potsdam), ehemaliger Sänger und Gitarrist der deutschen Rock-Gruppe Agitation Free aus Berlin und ehemaliges Mitglied der Kommune 1, lebt und wirkt in Griesheim.
  • Régis Bossu, Fotograf ("Bruderkuss")
  • Jürgen Schupp (* 12. Januar 1956 in Griesheim), Sozialwissenschaftler
  • Gabriele Winter, (* 1959), Griesheimer Bürgermeisterin von 2011 bis 2016
  • Nosie Katzmann[30] (* 1959 in Bad Neustadt an der Saale), Musikproduzent, lebte in seiner Jugend in Griesheim, viele seiner Lieder gehen auf Griesheim zurück[31]
  • Gottfried Milde junior (* 11. April 1963 in Darmstadt), Politiker; aufgewachsen, lebend und wirkend in Griesheim
  • Katja Bornschein (* 16. März 1972 in Jugenheim), Fußballnationalspielerin, Karrierestart bei TuS Griesheim und SV St. Stephan; lebt in Griesheim
  • Sebastian Dehmer (* 14. Februar 1982 in Darmstadt, Hessen), Olympiateilnehmer und Weltmeister im Triathlon, Botschafter der Stadt Griesheim, wohnt in Griesheim.
  • Florian Mania (* 30. Juli 1984 in Darmstadt, Hessen), Schauspieler, wohnte bis zu seinem 20. Lebensjahr in Griesheim.
  • Andrea Petković (* 9. September 1987 in Tuzla, Jugoslawien, heute Bosnien und Herzegowina), Tennisspielerin, wohnte in Griesheim, mittlerweile mit Ihrer Schwester zusammen in Darmstadt-Eberstadt
  • Olexesh (* 25. Februar 1988 in Kiew), Rapper, lebt in Griesheim
  • Sebastian Rode (* 11. Oktober 1990 in Seeheim-Jugenheim), Fußballbundesligaspieler, spielte bei Viktoria Griesheim
  • Niko Opper (* 4. Februar 1992), Fußball-U17-Europameister, spielte bei SC Viktoria Griesheim
  • Okta Logue (Musikband), wurde 2008 in Griesheim gegründet

9 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.griesheim.de/Griesheim-in-Zahlen.91.0.html z b a 4.8.2015
  2. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/spaziergang-zum-dagger-complex-interessiert-die-polizei-a-911215.html zuletzt aufgerufen am 23. Juli 2014
  3. http://www.t-online.de/computer/sicherheit/id_64510018/nsa-ueberwacht-deutsche-spaziergaenger-am-dagger-complex-in-griesheim.html zuletzt aufgerufen am 23. Juli 2014
  4. http://www.sueddeutsche.de/politik/auftraege-in-deutschland-die-top-der-mietspione-1.1819844-3 zuletzt aufgerufen am 23. Juli 2014
  5. http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/gegen-dagger-komplex-bei-darmstadt-geheimdienst-gegner-demonstrieren-gegen-us-militaergelaende-12870208.html zuletzt aufgerufen am 23. Juli 2014
  6. http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&key=standard_document_52132067 Z. 14-15, zuletzt aufgerufen am 23. Juli 2014
  7. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/griesheim-dagger-komplex-nsa-standorte-in-deutschland-a-974979.html Z. 25- 37, Bildunterschrift; zuletzt aufgerufen am 23. Juli 2014
  8. Erich Kraft: Die Eingemeindung Eberstadts nach Darmstadt 1937
  9. Ursula Eckstein: August-Euler-Flugplatz Darmstadt. Justus von Liebig Verlag Darmstadt 2008, S. 145
  10. A. Göller/A. Holtmann (Hgg.): Ein Jahrhundert Luftfahrtgeschichte zwischen Tradition, Forschung und Landschaftspflege. Der August-Euler-Flugplatz in Darmstadt-Griesheim, Darmstadt 2008.
  11. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 14. März 2006: Aus 53 Darmstädtern werden Griesheimer. Beiden Kommunen einigten sich auf einen Geländetausch in St. Stephan.
  12. Alemannia Judaica abgerufen am 12. Juli 2013
  13. Karl Knapp: "Griesheim: von der steinzeitlichen Siedlung zur lebendigen Stadt", Bassenauer, Griesheim 1991, ohne ISBN, S.370
  14. Wartelisten für Grabstätten unter Bäumen (Frankfurter allgemeine Zeitung vom 25. November 2009)
  15. Polaris Industries, siehe Register (abgerufen am 7. März 2014)
  16. Turbomach GmbH (abgerufen am 7. März 2014)
  17. GMA Garnet Europe GmbH (abgerufen am 7. März 2014)
  18. http://www.llh.hessen.de/bildungs-u-beratungszentrum-griesheim.html abgerufen am 23. März 2014
  19. Private Chronik zur Riedbahn, abgerufen am 25. März 2014
  20. http://www.griesheim.de/Singleview.389.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1009&cHash=b1a32165e30372ffcd41e7d1b26d817c abgerufen am 29. März 2014
  21. http://bespielbare-stadt.efhd.de/besitzbare_Stadt.php besucht am 29. März 2014
  22. http://www.bdb-darmstadt.de/index.php?id=1206 aufgerufen am 29. März 2014
  23. http://bespielbare-stadt.efhd.de/download/bespielbare_Stadt/besitzbare_stadt_projekt.pdf abgerufen am 29. März 2014
  24. http://www.griesheim.de/Bespielbare-Stadt.1029.0.html abgerufen am 29. März 2014
  25. http://bespielbare-stadt.efhd.de/download/bespielbare_Stadt/land_der_ideen.pdf Z. 18 - 19, abgerufen am 29. März 2014
  26. http://www.lebendige-stadt.de/web/template2neu.asp?sid=229&nid=&cof=227 abgerufen am 29. März 2014
  27. Karl Knapp: "Griesheimer Geschichten", Bassenauer, Griesheim 2006, 3-9806629-2-6, S.82-83
  28. Karl Knapp: "Griesheim: von der steinzeitlichen Siedlung zur lebendigen Stadt", Bassenauer, Griesheim 1991, ISBN nicht vorhanden, S.306, Z.3-6
  29. Karl Knapp: Rundgang Griesheim (Seite 4, Zeile 20-22) (abgerufen am 6. März 2014)
  30. http://www.katzmann.de/presse/NosieKatzmannGriesheimerAnzeiger21.2.14.pdf abgerufen am 30. März 2014
  31. http://www.katzmann.de/presse/NosieKatzmannGriesheimerAnzeiger21.2.14.pdf Überschrift, Z. 8 abgerufen am 30. März 2013