Alexander Gauland

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Profil.png Profil: Gauland, Alexander
Namen Gauland, Alexander Eberhardt (vollständiger Name)
Beruf Publizist und Politiker
Persönliche Daten
20. Februar 1941
Chemnitz


Alexander Eberhardt Gauland (* 20. Februar 1941 in Chemnitz) ist ein deutscher Jurist, politisch-historischer Publizist und Politiker. Er ist einer der beiden Spitzenkandidaten der AfD bei der Bundestagswahl 2017.

1 Werdegang[Bearbeiten]

Gauland flüchtete nach dem Abitur 1959 aus der DDR und studierte ab 1960 Geschichte und Politik sowie Rechtswissenschaften an der Philipps-Universität Marburg/Lahn und der Justus-Liebig-Universität Gießen.

2 Politik[Bearbeiten]

Er war über 40 Jahre lang Mitglied der CDU und leitete von 1987 bis 1991 die Hessische Staatskanzlei. Er war Gründungsmitglied der Wahlalternative 2013. Bei der AfD war er zunächst Landesvorsitzender in Brandenburg und zur Bundestagswahl 2013 dort Spitzenkandidat. In den Landtag Brandenburg wurde er 2014 gewählt

3 Affäre Gauland[Bearbeiten]

Als Staatssekretär versetzte Gauland den Ministerialrat Rudolf Wirtz (SPD), Leiter der Verbindungsstelle zwischen der Hessischen Landesregierung und den Kirchen, gegen dessen Willen.[1] Als Begründung nannte er Kritik seitens der Kirchen, ohne jedoch Namen zu nennen. Die Opposition von SPD und Grünen forderte daraufhin die Entlassung Gaulands. Besonders pikant war an der Affäre, dass als Nachfolger von Wirtz das CDU-Mitglied Wolfgang Egerter berufen werden sollte. Nach der Landtagswahl in Hessen 1991 wurde Wirtz wieder in sein Amt eingesetzt.[2]

4 Privates[Bearbeiten]

5 Politische Positionen[Bearbeiten]

Gauland gilt als konservativ.[4]


Im Jahr 2016 hat er nach der Meinung vieler Berichterstatter den deutschen Fussballweltmeister und Nationalhelden Jérôme Boateng als Schwarzen beleidigt. Er sagte gegenüber der FAZ: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“ DFB-Präsident Reinhard Grindel fand die Äußerung Gaulands „einfach geschmacklos“.[5] Obwohl am 29. Mai 2016 rund 700 Menschen bei Fluchtversuchen im Mittelmeer ertrunken sind, erfolgte die erste Meldung der Tagesschau am Abend dieses Tages zu der zitierten Aussage von Gauland. Allerdings ist trotz großer Empörung von Grünen, SPD und vielen Fernsehdiskussionen zur Causa Boateng immer noch nicht klar, was an Gaulands Aussage fremdenfeindlich oder rassistisch sein soll. Gauland beschrieb nur die Tatsache, dass viele Deutsche Menschen schwarzer Hautfarbe ungern in ihrer Nachbarschaft haben wollen, was unzählige in Deutschland lebende Schwarze seit Jahren bestätigen können und was Günter Wallraff bereits im Jahr 2009 in seinem Film Schwarz auf Weiß eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatte, indem er sich als Schwarzer schminkte und u.a. erfolglos auf Wohnungssuche ging.[6] Wie in vielen anderen Fällen heißt es auch bei der Causa Boateng: „Der Überbringer der schlechten Nachricht muss medial geköpft werden weil wir die unangenehme Wahrheit nicht hören wollen und ertragen können.“

5.1 Zitate[Bearbeiten]

Interview:[7]

    • Gauland: Die zweite Chance gilt für alle - warum nicht für diese Menschen.
    • Moderatorin: Weil dieser Mensch anderen keine zweite Chance geben will. Der sagt Ausländer haben keine zweite Chance verdient. Er schon.
    • Gauland: Moment das ist was völlig anderes! Der Ausländer ist kein Mensch zweiter Klasse - aber es gelten logischerweise - dafür ist er ja Ausländer - andere Regeln als für Deutsche.

Als Brandstifter sieht er sich nicht: „Man muss politische Auseinandersetzungen führen dürfen, ohne für kriminelle Handlungen verantwortlich gemacht zu werden.“[8]

6 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Günter Mick: Der „Fall“ Gauland. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. April 1992, S. 42.
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Aff%C3%A4re_Gauland#Politische_Auseinandersetzung
  3. Foto von Gauland mit Hundekrawatte
  4. Sven-Uwe Schmitz: Konservativismus. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-15303-2, S. 146.
  5. Markus Wehner, Eckart Lohse: „Nicht als Nachbarn“: Gauland beleidigt Boateng. in: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 29. Mai 2016
  6. "Schwarzer" (Günther Wallraff) auf erfolgloser Wohnungssuche (ab 11`30 Minuten)
  7. http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2308506/Alles%252C-was-rechts-ist#/beitrag/video/2308506/Alles%252C-was-rechts-ist ab Sekunde 45
  8. http://www.bild.de/politik/inland/alternative-fuer-deutschland/wir-koennen-uns-nicht-von-kinderaugen-erpressen-lassen-44683956.bild.html