Kastell Theilenhofen

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Kastell Theilenhofen
Alternativname Iciniacum
Limes ORL 71a (RLK)
Strecke (RLK) Rätischer Limes,
Strecke 14
Datierung (Belegung) um 100 n. Chr. bzw. nach 100/101 n. Chr.
bis spätestens um 260 n. Chr.
Typ Kohortenkastell
Einheit Cohors III Bracaraugustanorum equitata
Größe 196 × 144 m = ca. 2,7 ha
Bauweise a) Holz-Erde
b) Steinkastell
Erhaltungszustand Kastell durch Wege und Umpflanzung markiert; Kastellbad konserviert
Ort Theilenhofen
Höhe 499 m ü. NHN
Vorhergehend Kastell Gnotzheim (südwestlich)
Anschließend Kastell Ellingen (ostsüdöstlich)
Kastell Weißenburg (südöstlich)
Rückwärtig Kastell Munningen (südwestlich)
Vorgelagert Kleinkastell am Hinteren Schloßbuck (nordwestlich)
Kastell Gunzenhausen (nordwestlich)
Kleinkastell Gündersbach (östlich)

Das Kastell Theilenhofen, in der Antike Iciniacum genannt, war ein römisches Militärlager nahe am Obergermanisch-Raetischen Limes, einem UNESCO-Weltkulturerbe und nordwestlich des Dorfes Theilenhofen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in Bayern. Die wahrscheinlich für rund 480 Infanteristen und 128 Reiter (Cohors equitata) zur Grenzsicherung errichtete Befestigung ging mit dem Limesfall um 260 n. Chr. unter.

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1 Lage

Lage des Kastells zur Zeit der Reichs-Limes-Kommission.
Theilenhofen nach den Befunden der Reichs-Limes-Kommission, sowie den Magnetometerabtastungen von 2007 und Herbst 2008.
Die Porta decumana mit dem seltenen eingewölbten Torzugang sowie den zeichnerisch ergänzten Befunden zur Holzbrücke

Das für die Bewachung des Grenzgebietes zuständige Kastell lag in der flachen Mulde eines rund 90 Meter über dem Tal der Altmühl stehenden Hochplateaus, am oberen Ende des kleinen, von Westen kommenden Echerbachtales. Seine Reste befinden sich rund 600 Meter nordwestlich des Dorfes Theilenhofen in der Flur „Die Weil“. Die rätische Mauer ist dort rund 2,2 Kilometer entfernt. Am Rand der nicht mehr sichtbaren Umwehrung des Kastells verlaufen Feldwege; Bäume markieren die Ecken der Befestigungsanlage. Die Lage war so günstig gewählt, dass man von einem Turm der Anlage Signale von neun bis zehn Wachtürmen am Limes erfassen konnte und auch sonst einen weiten Rundumblick auf das angrenzende Land hatte.

2 Forschungsgeschichte

Wie der Flurname „Die Weil“ (von lateinisch Villa) zum Ausdruck bringt, verlor sich das Wissen um die Existenz einer antiken Stätte wohl nie vollständig, zumal noch im 17. Jahrhundert mehrere Schuh hohe Überreste sichtbar in der Landschaft standen, die später von den Bauern im Zuge ihrer Feldarbeiten eingeebnet wurden. Aus dem 18. Jahrhundert berichten die Quellen, dass in der Gegend „römische Begräbnisse“ gefunden worden sind. 1820 wurde ein Schwitzbad, heute als Militärbad bekannt, 250 Meter westlich der Fortifikation in der Talsenke „Echterbach“ entdeckt. Der Theologe und Historiker Andreas Buchner war der erste, der Theilenhofen mit dem antiken Iciniacum gleichsetzte,[1] auch wenn er später wieder von dieser Theorie Abstand nahm. Dieser römische Name ist auf der Tabula Peutingeriana verzeichnet, die mittelalterliche Abschrift einer römischen Straßenkarte. Im Zweiten Jahresbericht des historischen Vereins im Rezat-Kreis (1832) wird Buchners Überlegung positiv aufgenommen und der Ort beschrieben: „Hier aber finden sich die Ruinen einer weitläufigen Colonie und in derselben fortwährend römische Münzen und sonstige Alterthümer in bedeutender Zahl.“[2] Und in den Abhandlungen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften heißt es 1838:

„Man stösst nicht selten auf altes Mauerwerk und hin und wieder auf abgerissene Stücke Römischer Strassen. Ueberall wurden und werden alte Waffen, Hausräthe, Götzenbilder, Ziegelsteine mit zierlichen Gesimsen, Glasfragmente, samische Geschirre, Eisenblech, oxidirtes Eisen und Blei ausgegraben. Kaisermünzen traten in dieser Gegend in so reichlicher Anzahl an das Tageslicht hervor, dass die Bauern ihr Bier in den Schenken oft mit Römergeld bezahlten.“[3]

1879 untersuchte der Arzt und Hobbyforscher Heinrich Eidam (1849–1934) ein 87 Meter langes Stück der westlichen Umfassungsmauer. In den darauffolgenden Jahren zwischen 1879 bis 1887 legte er den größten Teil der Westmauer, die vollständige Ostmauer sowie einen weiten Abschnitt der Nordmauer mit dem westlichen Flankenturm der Porta praetoria, dem nördlichen Haupttor des Kastells, auf.[4] Erst nach diesen Entdeckungen sowie der Auffindung eines Ziegelstempels mit der Abkürzung der einst hier stationierten Einheit CIIBR, war sich die frühe Forschung sicher, dass ein Kastell unter dem Boden lag. In den Jahren dieser Grabungen zog das Bodendenkmal Bewohner des Dorfes Theilenhofen an. So trug der Wagner Meier die Erde um das Osttor ab und 1884 grub der Bauer Karg selbst an der Porta praetoria. Dabei legte er auf eigene Faust ebenfalls längere Stücke der Nordmauer frei.[5] Von 1892 bis 1895 untersuchte Eidam in seiner Funktion als Streckenkommissar der die Reichs-Limes-Kommission (RLK) den Lagerplatz kontinuierlich weiter, wobei er sich 1894 bei der Grabung im Kastellinneren mit dem Gymnasialprofessor Josef Fink (1850–1929) sowie den Archäologen Felix Hettner (1851–1902) und Friedrich Winkelmann (1852–1934) abwechselte.[6]

Im Rahmen der Flurbereinigung wurde bei der Anlage von Fischteichen das Kastellbad wiederentdeckt und von Fritz-Rudolf Herrmann zwischen 1968 bis 1970 mit modernen Methoden erforscht. Nach der Bestandsaufnahme ist die Anlage für die Öffentlichkeit erschlossen worden. Durch Baumbeflanzungen wurden die Dimensionen des Kastells im Gelande nachgezeichnet.

2007 begann eine Magnetometerprospektion des Kastellplatzes.[7] Im Herbst 2008 wurde die Untersuchung mit der Begehung des südlichen Kastellendes abgeschlossen. Das prospektierte Areal umfasste auch das westlich liegende Holz-Erde-Lager, das 1976 erstmals mit Hilfe der Luftbildarchäologie erkannt wurde.[8] Im Frühjahr 2010 und 2011 schloß sich die geophysikalische Untersuchung des Lagerdorfs (Vicus) im weiteren Umfeld der beiden Fortifikationen an.[9]

3 Steinkastell

3.1 Baugeschichte

Ziegelstempel der Cohors III Bracaraugustanorum aus dem Kastellareal von Theilenhofen, Archäologisches Museum Gunzenhausen

Es wird angenommen, dass um 100 n. Chr. ein älteres Holz-Erde-Kastell errichtet worden ist, von dem die ältere Forschung noch nichts feststellen konnte. Ein 1976 mit Hilfe der Luftbildarchäologie entdecktes einfaches Holzkastell, das direkt vor der westlichen Längsseite des späteren Steinkastells in den Maßen 155 × 130 Meter (1,9 Hektar) aufgeworfen worden war, könnte als Arbeits- oder Baulager aus dieser frühen Phase stammen. Probeschnitte im Grabenbereich noch im Jahr der Entdeckung 1976 durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege durchgeführt, konnten die Flüchtigkeit des Lagers auch aufgrund der schwachen Umwallung als gesichert feststellen.

Dietwulf Baatz nahm an, dass die Besatzung des frühen Theilenhofener Lagers aus dem gleich großen, im Ries gelegenen Kastell Munningen stammen könnte, das in etwa zur gleichen Zeit aufgegeben worden ist.

Als gesichert gilt, dass spätestens in der ersten Hälfte der Regierungszeit des Kaisers Antoninus Pius (138–161 n. Chr.) die einst in Braga in Nordportugal[10] aufgestellte Cohors III Bracaraugustanorum Stammeinheit in Iciniacum wurde und bis zum Untergang blieb. In diese Zeit gehört auch der Steinausbau des Lagers. Zu welchem Zeitpunkt(en) die mehrmals zwischen Rätien und anderen Provinzen wechselnde Truppe in Theilenhofen stationiert war, ist bisher ungeklärt. Zeugnisse für die Existenz der Cohors III Bracaraugustanorum dort geben neben Ziegelstempeln ein Altar für die Göttin Fortuna balnearis[11] sowie ein aufgefundener prachtvoller Offiziershelm. Da der Helm der Kavallerie zuzuordnen ist, Inschriften von Turmae (Schwadrone) sprechen und das Steinkastell besondere Maße aufweist (196 × 144 Metern[5] = ca. 2,7 Hektar), gilt es als sicher, dass die für Theilenhofen überlieferte Kohorte eine gemischte Einheit mit Kavallerie und Infanterie (Cohors equitata) gewesen sein muss, wie dies auch im östlich gelegenen Kastell Pfünz der Fall gewesen ist. Sowohl die Grabungen Eidams als auch die Magnetfeldmessungen kommen zu dem Ergebnis, dass das Kastell abgebrannt ist.[12]

3.2 Umwehrung

Die Forschung vermutet anhand von Untersuchungen, dass der römische Kastellausbau in Stein einem allgemeingültigen Norm-Plan folgte, der den örtlichen Gegebenheiten sowie der vorgesehenen Mannschaftsstärke angepasst wurde. Die Geometer legten das rechteckige Steinkastell mit seinen vier Toren an den Flanken fast exakt in Nord-Südrichtung an, wobei die Prätorialfront, also die zum Feind gelagerte Lagerseite, nach Norden zum Limes ausgerichtet ist. Theilenhofen war von einem umlaufenden Dreifachspitzgraben umgeben. Lediglich die beiden inneren Gräben setzen jeweils vor der Porta principalis sinistra (Westtor) und der Porta principalis dextra (Osttor) aus. Alle anderen Grabenhindernisse waren mit hölzernen Brücken zu überqueren.[13] Als Besonderheit wurden vor dem rückwärtigen Südtor, der Porta decumana, noch Reste der einstigen Bohlenbrücke aufgefunden, die über den ersten Graben reichte. Hinter dem Südtor begann der Vicus, das zur Befestigung gehörende Lagerdorf. Die Porta decumana von Theilenhofen, zeigt architektonisch eine für Kastelle am Obergermanisch-Rätischen Limes sehr seltene Bauweise, da sich der dort vorhandenen eintorige Einlass halbkreisförmig nach innen wölbt („Nischentor“). Ein solcher sich trichterförmig zum Torverschluss verengender Zugang wurde auch beim Tor des bayerischen Kleinkastells „In der Harlach“, beim Kastell Faimingen, aber auch im niederösterreichischen Legionslager Carnuntum entdeckt. Vor allem aber konnte er bei nordafrikanischen Militärplätzen wie dem algerischen Legionslager Lambaesis und dem Kastell Bu Njem (222 n. Chr.) auf heute libyschem Boden nachgewiesen werden. Die bauhistorische Zuordnung dieses Tortyps fällt in die Zeit des späten 2. Jahrhunderts.[14]

In den vier Kastellecken errichteten die römischen Bautrupps je einen Turm. Zwei zusätzliche Zwischentürme an der 1,5 Meter starken Wehrmauer konnten die Archäologen nur im Bereich der Retentura, der rückwärtigen Lagerzone, entdecken.

Während der Grabungen im 19. Jahrhundert wurde ein Abzugsgraben festgestellt, der unmittelbar südlich des Westtors in einem Winkel von rund 70 Grad zur Umwehrung nach Südwesten zieht und unter den drei Kastellgräben hindurchläuft. Durch die Magnetometerprospektion ließ sich sein weiterer Verlauf nachvollziehen. Es zeigte sich, dass der Kanal Rücksicht auf das unmittelbar westlich liegende Holz-Erde-Lager nimmt, denn er führt im weiteren Verlauf vom Tor des Steinkastells nach rund 140 Metern um die Südostecke des Erdlagers und hält sich anschließend exakt in westlicher Richtung parallel zur südseitigen Flanke dieser Befestigung. In der Antike ging der Kanal bis zum Militärbad,[8] das sich vor der Südwestecke des Holz-Erde-Lagers befindet.

3.3 Innenbebauung

Wie bei diesem Bautyp üblich, kreuzten sich die beiden Lagerstraßen, die von den vier Toren kamen, an der Stelle, wo die Principia, das Stabsgebäude der Garnison, errichtet wurden. Diese ebenfalls einem Normschema folgenden Principia waren in Theilenhofen 40 × 40 Metern groß und fast quadratisch. Über der Via principalis, die bei dieser Anlage fast in West-Ostrichtung lag, lag die dem eigentlichen Stabsgebäude vorgelagerte 60 × 19 Meter[12] große Mehrzweckhalle. Die Principia von Iciniacum besaßen aufgrund ihres Alters noch keine halbrund ausgebildete Apsis für das Fahnenheiligtum (Aedes). Die Ausgestaltung des Heiligtums mit Apsiden wurde in den Kastellen speziell im germanischen Raum erst ab der Mitte des 2. Jahrhunderts üblich.[15] Ebenso fehlt eine zumindest teilweise Unterkellerung des Aedes völlig.[16] In diesen Kellern verwahrten die Einheiten normalerweise ihre Truppenkasse. Die Mehrzweckhalle barg noch Bruchstücke einer Bronzestatue, die von dem einst dort aufgestellten Kaiserstandbild stammen könnte. Sie datiert in die erste Hälfte des 3. Jahrhunderts.[17]

Das Horreum, der Speicherbau des Lagers mit seinen gegliederten Wandvorlagen, lag im rückwärtigen Lagerbereich (Retentura) hinter den Principia. Links des Stabsgebäudes wurde von der RLK ein kleiner Raum mit Hypokaustum aufgedeckt. Wie die geophysikalische Erkundung 2007 zeigte, gehört dieser Raum zu einem rund 41 × 32 Meter großem Gebäudekomplex, dessen Grundriss und Funktion ohne moderne Grabungen unklar bleibt. Er wurde von Eidam als Haus des Kommandanten (Praetorium) gedeutet. Für Jörg Faßbinder sind es die 26 × 32 Meter große Strukturen an der Ostflanke der Principia, welche zu einem Praetorium gehören könnten. Nach den Magnetogramm-Messungen scheinen sich hier ein umbauter Innenhof sowie massive Keller abzuzeichnen.[16]

Die gemessenen Strukturen links und rechts des Horreums könnten zu Werkstätten (Fabricae) und/oder einem Krankenbau (Valetudarium) gehört haben. Außerdem erkannte Faßbinder im Vorderlager (Praetentura) an der von Norden einfallenden Lagerstraße (Via praetoria) hölzerne Mannschaftsbaracken und Pferdeställe. Ihre Anordnung ist der des Kastells Pförring sehr ähnlich. Längs der nördlichen Lagerringstraße zogen sich links und rechts der Via praetoria zwei rund 60 Meter lange Doppelbaracken hin, in denen Ross und Reiter untergebracht waren.[18] In den nach Westen beziehungsweise Osten weisenden Kopfbauten befanden sich die Wohnräume des Centurios und eventuell noch weiterer Offiziere, Unteroffiziere sowie des Personals.[19] Südlich dieser Doppelbaracken waren im Anschluss einfache Mannschaftsbaracken errichtet worden, die ebenfalls eine zellenartige Struktur aufwiesen, wie sie für dieses Lagerbauten typisch ist. Auch aus der Retentura sind heute zwei Baracken des gleichen Bautyps bekannt. Allerdings wurde der südlichste Teil des Lagers bisher nicht mit dem Magnetometer vermessen.

Die Lagerhauptstraßen waren gepflastert. Diese Pflasterung wurde bei der geophysikalischen Erkundung 2007 noch deutlich wahrgenommen.[18]

Die Forschung nimmt an, dass das Kastell mit dem Limesfall um 260 n. Chr. untergegangen ist. Oberirdisch ist heute nichts mehr sichtbar. Das gesamte Areal wird landwirtschaftlich genutzt.

4 Holz-Erde-Lager

Lage des Steinkastells und des Holz-Erde-Lagers nach den Magnetometermessungen 2007 und 2008.

Unmittelbar westlich des Steinkastells liegt ein rechteckiges, nur leicht bewehrtes Holz-Erde-Lager, dessen Größe von Grabenmitte zu Grabenmitte gemessen 160 × 142 Meter beträgt. Es besitzt abgerundete Ecken. Im Gegensatz zu dem mit seinen Längsseiten nordsüdlich orientierten Steinkastell ist das kleinere Erdlager westöstlich ausgerichtet. Die von Westen nach Osten verlaufende Hauptstraße dieses Lagers knickte unmittelbar nach Verlassen des Osttores Richtung Nordosten ab und führt direkt auf das nahe Westtor des Steinkastell zu. Wie schon der zum Bad führende Abzugsgraben des Steinkastells zeigt, bildete das Holz-Erde-Lager für einen bestimmten Zeitpunkt möglicherweise eine integrative Einheit mit dem Kohortenkastell. Eine ebenfalls aus dem Westtor des Steinkastells kommende Straße, die in weitem Bogen über die Nordostecke des Holz-Erde-Lagers führte, schneidet dessen Graben in seiner Nordwestecke und gehört damit offensichtlich einer Phase nach Auflösung des Erdlagers an. Die Magnetbildaufnahme zeigt insbesondere im östlichen Teil dieses Lagers Strukturen, die wahrscheinlich zu Mannschaftsbaracken gehörten. Eine genauere Eingrenzung des Zwecks oder der Zeitstellung dieses Holz-Erde-Lagers läßt sich ohne weitere Forschungen nicht näher vornehmen. Die geophysikalische Prospektion machte deutlich, dass das Lagerareal später wohl aufgelassen und in das sich auch im Westen des Steinkastells ausdehnende Lagerdorf integriert wurde.[20]

5 Kastellbad

Das in zwei Bauphasen errichtete Bad
Heißluftzulass in der Kastelltherme
Blick auf das teilrekonstruierte Kastellbad

250 Meter westlich des Kastells, von der Südwestecke des kurzfristigen Lagers nur durch eine moderne Straße getrennt, liegen neben einem Fischweiher die heute restaurierten Mauerstümpfe des Militärbades (Balineum).[21] Es wurde vermutet, dass sich die ungewöhnlich große Entfernung zur Garnison aus den lokalen Wasserverhältnissen ergab. Von den beiden ergrabenen Bauphasen der Therme wurde die letzte konserviert. Man geht davon aus, dass das erste Badehaus an diesem Platz der Holz-Erde-Zeit des Kastells Iciniacum um 100 n. Chr. zuzuordnen ist. Mit der gesamten Ansiedlung und Wehranlage ist auch die Therme mit dem Limesfall wohl um 260 zerstört worden.

Die 1820 erstmals als „Schwitzbad“ beschriebene Therme geriet später wieder aus dem Blickfeld. Ihr ungefährer Standort neben einem Weiher am oberen Ende des Echerbachtälchens wurde jedoch von der Reichs-Limes-Kommission noch im Übersichtsplan zum Kastell als „Bad“ erwähnt. Im 20. Jahrhundert geriet die Stelle zu einer wilden Müllkippe, die erst im Zuge der Flurbereinigung saniert wurde. Bei der damaligen Neuanlage von Weihern für den Wasserrückhalt fand die „Wiederentdeckung“ des anschließend restaurierten und teilrekonstruiertem Kastellbades statt, das seitdem zu einem bekannten Besucherziel wurde.

Die heute sichtbaren, 16,5 × 28,5 Meter großen Überreste sind in der Art römischer Reihenbäder ausgeführt. Es lassen sich sieben Räume ausmachen. Betreten wurde die Therme, deren Boden mit ansprechendem Solnhofener Plattenkalk[22] ausgestattet war, von der Nordseite. Dort befand sich ein Korridor, der gleichzeitig ein Auskleideraum (Apodyterium) gewesen ist. Hier fand man 1970 einen Weihestein an die Göttin Fortuna.

Fortun(ae)
Aug(ustae)
sacrum
coh(ors) III Br(acaraugustanorum)
cui prae(e)st
Vetelli(us)
v(otum) s(olvit) l(ibens) l(aetus) m(erito)

Übersetzung:

Für die heilige Fortuna Augusta hat die 3. Bragaer Kohorte, welche Vetellius befehligt, ihr Gelübde gern, freudig und nach Gebühr eingelöst.

Vielleicht ebenfalls aus dem Bad stammte ein 1820 „auf der Weil“ entdecktes Relief, das einen Flussgott zeigte. Dieser Stein, der sich einst im Kreis- und Stadtmuseum von Ansbach befand, ist heute verschollen.[23]

Die während der Auffindung teilweise noch gut erhaltenen Träger der Hypokaustheizung aus Stein und Ziegeln wurden vor der Renovierung ausgebaut, um sie vor Witterung und Vandalismus zu schützen. Im Burgmuseum Grünwald, einer Zweigstelle der Archäologischen Staatssammlung in München, wurden sie wiederaufgestellt und dokumentieren in einer Teilrekonstruktion die Funktionsweise einer römischen Heizung.[24]

6 Truppe und Offiziere

Die in Theilenhofen stationierte Truppe, die Cohors III Bracaraugustanorum (equitata) bis torquata, (3. teilberittene Kohorte aus Bracara Augusta) der war eine 500 Mann starke Einheit. Faßbinder geht nach Auswertung des Magnetogramms davon aus, dass diese Einheit aus zehn Unterabteilungen bestand, davon sechs Infanterieeinheiten (Centurien) sowie vier Kavallerieschwadrone (Turmae).[18] Die in den Militärdiplomen des Jahres 116 n. Chr. erscheinende Bezeichnung sagittaria (Bogenschützen), trägt sie zuvor noch nicht. Die Einheit hat daher zumindest zeitweilig wenigstens einige Kontingente an Bogenschützen besessen.

Der Weg der ursprünglich in Braga in Nordportugal rekrutierten Cohors III Bracaraugustanorum lässt sich auch außerhalb von Theilenhofen verfolgen. Ein 2007 veröffentlichtes Militärdiplom zeigt, dass die Einheit bereits unter Domitian im Jahr 86 n. Chr. zur Besatzung der römischen Provinz Raetia gehörte.[25] Es ist unklar, ob die Kohorte mit der Cohors III Callaecorum Bracaraugustanorum zu identifizieren ist, die einige Jahre später unter den Einheiten in Iudaea genannt wird[26] und dort auch später noch als separate Einheit erscheint. Nach einer möglichen Zwischenstation in Pannonia[27] erscheint die Cohors III Bracaraugustanorum dann im Jahr 103 n. Chr. in Britannia.[28] Zu unterschiedlichen Zeitstellungen war die Einheit sowohl in Castleshaw als auch in Manchester und auf anderen Militärplätzen stationiert.

Ein in Weißenburg gefundenes Militärdiplom vom 30. Juni 107 zeigt, dass die Kohorte zu diesem Zeitpunkt wieder nach Rätien verlegt worden war,[29] wo sie auch in den folgenden Jahren mehrmals erwähnt wird.[30] Einige Jahre nach dem Herrschaftsantritt Hadrians war die Kohorte wieder in Britannien stationiert.[31] Am Ende der hadrianischen Zeit und zu Beginn der Herrschaft des Antoninus Pius nahm die Kohorte für einige Jahre an der Niederschlagung des Bar-Kochba-Aufstandes in Judäa, nunmehr offiziell Syria Palaestina, teil.[32] Eine cohors III Callaecorum Bracaraugustanorum ist auch in den folgenden Jahren noch in Syria Palaestina bezeugt,[33] während die cohors III Bracaraugustanorum zunächst nach Rätien zurückkehrte, wo sie im Jahr 140 n. Chr. bezeugt ist,[34] bevor sie wiederum nach Britannien wechselte.[35] Am Ende der Herrschaft des Pius zeigen zahlreiche Militärdiplome die Rückkehr der Kohorte nach Rätien an,[36] wo sie auch noch während der gemeinsamen Regierungszeit der Kaiser Mark Aurel (161–180) und Lucius Verus (161–169) bezeugt ist.[37] Spätere datierbare inschriftliche Zeugnisse gibt es nicht. Vielleicht ging die Kohorte mit dem Kastell Theilenhofen um 260 n. Chr. unter.

Auf dem weiter oben genannten Weihestein aus dem Bad hat sich auch der Name eines Kommandeurs der Cohors III Bracaraugustanorum in Theilenhofen erhalten: Vetellius.

7 Vicus

Das Lagerdorf (Vicus) des Kastells erstreckte sich längs der aus dem Südtor kommenden Straße bis an den Rand des heutigen Dorfes Theilenhofen. Seine Ausdehnung kann aufgrund von Einzelfunden nur erahnt werden, da bisher keine Ausgrabungen stattgefunden haben. Zu den bedeutendsten Fundobjekten aus dem heute landwirtschaftlich genutztem Boden des Vicus zählen zwei römische Helme – ein Infanteriehelm und ein Kavalleriehelm –, die 1974 bei einem Wettpflügen zufällig aus dem Boden kamen. Bei einer Nachuntersuchung stellte sich heraus, dass die Helme inmitten eines Raumes auf dem Estrich gelegen hatten. Das dazugehörige Gebäude war nach 189 n. Chr., vielleicht auch erst im 3. Jahrhundert während eines Brandes zerstört worden. Möglicherweise wurden die Helme auch erst nach dem Band in dem Haus abgelegt.[38]

8 Fundgut

8.1 Militaria

Zumeist militärisches Fundgut von den Grabungen der RLK

8.1.1 Reiterhelme

Datei:Kastell Theilenhofen - pseudoattische Kavalleriehelm.jpg
Der in Theilenhofen gefundene pseudoattische Kavalleriehelm vom Typus Guisborough/Theilenhofen

Einer der beiden im Kastellvicus aufgefundenen Helme ist mit Treibarbeiten überreich verziert und in seiner Art äußerst selten und gehört zum maskenlosen Typus Guisborough/Theilenhofen. Stücke von geringer Materialstärke wie der aus Iciniacum werden in der Forschung vorwiegend als reine, sogenannte Paradehelme angesehen, die eigentlich nicht für den militärischen Einsatz bestimmt waren, sondern bei den regelmäßig abgehaltenen, normierten Reiterübungen („Turnieren“) der Kavallerie getragen wurden, die den jeweiligen Stand der Ausbildung deutlich machen sollten. Zu diesen Übungen ist heute der „Reitertraktat des Flavius Arrianus“ aus dem Jahr 136 n. Chr. die erste Quelle.[39]

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Die bereits im ORL publizierte – damals noch wesentlich besser erhaltene – Wangenklappe aus Theilenhofen im heutigen Zustand

Die verzierte Wangenklappe eines weiteren Reiterhelmes wurde bereits im Limeswerk publiziert und befindet sich heute im Heimatmuseum Gunzenhausen. Das auf der Klappe sichtbare Relief zeigt einen stehenden Bacchant, dessen linke Hand eine Schale hält, während er in der rechten einen Stab trägt.[40] Im Vergleich mit dem historischen Foto aus dem ORL war die Klappe bei der Auffindung noch fast vollständig erhalten.

8.1.2 Infanteriehelm

Der gemeinsam mit dem aus der hellenistischen Tradition stammende Reiterhelm Typ Koblenz-Bubenheim/Weiler aufgefundene zweite Helm gehört der weitverzweigten Gattung des Typs Weisenau an. Dieser Helmtyp, einst aus keltischen Vorbildern weiterentwickelt, wurde in der römischen Armee seit den Tagen der späten Republik[41] getragen, wobei er vielfachen Wandlungen unterlag, bis seine Entwicklung im späten 2. oder frühen 3. Jahrhundert mit dem schwergepanzerten Typ Niederbieber ausklingt.

Seine einfache Ausführung in Bronze erlaubt es, ihn als Helm für Auxiliartruppen zu identifizieren. Dieser Truppengattung gehörte auch die in Theilenhofen stationierte Kohorte an. Wie die noch sehr filigran angebrachte kreuzförmige Verstärkung auf der Kalotte zeigt, wurde der Helm in der 1. Hälfte des 2. Jahrhunderts gefertigt. Ein datierbares frühes Vergleichsstück dieser Bauweise, das allerdings einem Legionär gehörte (Kaiserlich-Italisch Typ Hebron), ging während des Bar-Kochba-Aufstandes (132–135) verloren.[42] Mit Aufkommen der kreuzförmigen Verstärkungen wurde auch der traditionelle Helmbusch für Legionäre und – wo vorhanden – Hilfstruppen abgeschafft.

8.1.3 Weitere militärische Funde

Zu den Ausgrabungsfunden gehören auch Überreste von Pferdegeschirrgarnituren wie halbmondförmige Anhänger, aber auch Metallplättchen von Schuppenpanzern. Wie Befunde zeigen, wurden Schuppenpanzer nicht nur von Infanteristen und Kavalleristen getragen. In Dura-Europos in Syrien fanden sich drei römische Kataphraktenpferdepanzer, welche die Übernahme dieses Reitertyps durch die Römer bestätigten.[43] Die kleinteiligen Schuppen aus Theilenhofen gehörten jedoch sicher zur Ausrüstung eines Soldaten. Zum Gepäck auf Märschen gehörten auch Häringe, welche ebenfalls in Theilenhofen aus dem Boden kamen.

8.2 Terra Sigillata

Neben den Altfunden aus den Grabungen der RLK werden bis heute immer wieder Feldbegehungen durchgeführten, bei denen sich auch Sigillatascherben finden. Es konnte festgestellt werden, dass 50 Prozent des Gesamtanteils der Theilenhofener Sigillata südgallische Ware aus dem französischen Banassac im Département Lozère ist.[44] Banassac lieferte seit der Zeit um 100 n. Chr. in viele Provinzen. Besonders in Süddeutschland sowie der Donau folgend sind Stücke dieser Töpferei bekannt geworden. Während der Regierungszeit des Kaisers Hadrian (117–138) ist diese Manufaktur zum Erliegen gekommen.[45] Ein älteres bedeutendes südgallisches Herstellungszentrum war auch das seit tiberianischer Zeit arbeitende La Graufesenque. Von dort sind fast 300 Töpfer namentlich bekannt. In der Spätphase gegen Ende des 1. Jahrhunderts, versuchten sich die Betriebe dieses Ortes mit immer billigeren und damit qualitativ schlechteren Erzeugnissen gegen die aufkommende Konkurrenz aus Banassac durchzusetzen, was nicht gelang.[46] Die in Theilenhofen geborgene Terra Sigillata von La Graufesenque stammt hauptsächlich aus den Manufakturen der Hersteller Mercato und Mascuus.[44] Die frühe Zeitstellung der aufgefundenen Sigillata bekräftigt die Annahme, dass dem Steinkastell eine Vorgängeranlage vorausgegangen sein muss. Nach einer Auswertung der damals bekannten Lesefunde stellte Hans-Günther Simon 1978 fest, dass die ältesten Theilenhofener Sigillata-Scherben jünger waren, als das aus den Kastellen Gnotzheim (gegr. 81/96 n. Chr.) und Weißenburg (gegr. um 90 n. Chr.) bekannte Material, aber älter als die Funde aus Pförring (gegr. Anfang des 2. Jahrhunderts), weshalb sich das Theilenhofener Gründungsdatum um das Jahr 100 n. Chr. festlegen lasse.[47] Da südgallische Drag.-29-Bilderschüssel in Theilenhofen nicht gefunden wurden, hat Barbara Pferdehirt den Gründungsansatz auf die Zeit „nach 100/101 n. Chr.“ verschoben.[48]

8.3 Münzen

Das reiche Vorkommen an Münzen wurde schon sehr früh wahrgenommen. So wurden 1837 folgende auf der „Weil“ gefundene, silberne und bronzene Münzen einiger Herrscher und Persönlichkeiten genannt: Agrippa, Nero, Vespasian, Titus, Trajan, Hadrian, Aelius, Antoninus Pius, Septimius Severus, Caracalla, Julia Maesa, Maximinus Thrax und Valerian.[49]

8.4 Gefäße

Von ausgesprochener Schönheit war der Fund eines bronzenen Kannenhenkels. Dieser schloss mit Vogelprotomen an das nicht mehr vorhandene Gefäß an. Seine Attasche bildet ein Medusenhaupt, dessen Augen mit Silber eingelegt sind. Das Stück kam 1840 als Schenkung in das Königliche Antiquarium und befindet sich heute in den Staatlichen Antikensammlungen in München.[50]

9 Fundverbleib

Das Fundmaterial aus Theilenhofen befindet sich heute im Museum für Vor- und Frühgeschichte Gunzenhausen, in der Archäologischen Staatssammlung München, und im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.

10 Denkmalschutz

Das Kastell Theilenhofen und die erwähnten Anlagen sind als Abschnitt des Obergermanisch-Rätischen Limes seit 2005 Teil des UNESCO-Welterbes. Außerdem sind sie geschützt als eingetragene Bodendenkmale im Sinne des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes (BayDSchG). Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind erlaubnispflichtig, Zufallsfunde sind den Denkmalbehörden anzuzeigen.

11 Siehe auch

12 Literatur

12.1 Allgemein

  • Johann Schrenk, Werner Mühlhäußer: Land am Limes. Auf den Spuren der Römer in der Region Hesselberg - Gunzenhausen - Weißenburg. Schrenk, Gunzenhausen 2009, ISBN 978-3-924270-57-5, insbes. S. 102–104.
  • Thomas Fischer, Erika Riedmeier-Fischer: Der römische Limes in Bayern. Pustet, Regensburg 2008, ISBN 978-3-7917-2120-0.
  • Thomas Fischer, in: Wolfgang Czysz u. a.: Die Römer in Bayern. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-11-6, S. 522 f.
  • Dietwulf Baatz: Der Römische Limes. Archäologische Ausflüge zwischen Rhein und Donau. 4. Auflage. Gebr. Mann, Berlin 2000, ISBN 3-7861-2347-0, S. 284 ff.
  • Britta Rabold, Egon Schallmayer, Andreas Thiel: Der Limes. Theiss, Stuttgart 2000, ISBN 3-8062-1461-1.
  • Thomas Fischer: Kastelle Ruffenhofen, Dambach, Unterschwaningen, Gnotzheim, Gunzenhausen, Theilenhofen, Böhming, Pfünz, Eining. In: Jochen Garbsch (Hrsg.): Der römische Limes in Bayern. 100 Jahre Limesforschung in Bayern. Ausstellungskataloge der Prähistorischen Staatssammlung 22, 1992, S. 37 ff.
  • Günter Ulbert, Thomas Fischer: Der Limes in Bayern. Theiss, Stuttgart 1983, ISBN 3-8062-0351-2.

12.2 Einzelstudien

  • Heinrich Eidam: Das Kastell Theilenhofen. In: Ernst Fabricius, Felix Hettner, Oscar von Sarwey (Hrsg.): Der obergermanisch-raetische Limes des Roemerreiches B VII Nr 71a, Petters, Heidelberg, 1905
  • Jörg Faßbinder: Neue Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion am Obergermanisch-Raetischen Limes. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes. 4. Fachkolloquium der Deutschen Limeskommission 27./28. Februar 2007 in Osterburken. Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2251-7, (= Beiträge zum Welterbe Limes, 3), S. 153–171, insbesondere S. 156–161.
  • Markus Gschwind: Reflexbogenversteifungen und Schleudergeschosse aus Iciniacum/Theilenhofen, Gunzenhausen, Mediana/Gnotzheim und Ruffenhofen. Zur Bewaffnung raetischer Auxiliareinheiten in der mittleren Kaiserzeit. In: Beiträge zur Archäologie in Mittelfranken. Band 5. Faustus, Büchenbach 1999, S. 157 ff.
  • Eveline Grönke: Eine römerzeitliche Zikadenfibel aus Theilenhofen. Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen. In: Beiträge zur Archäologie in Mittelfranken. Band 4. Faustus, Büchenbach 1998, S. 138 ff.
  • Hans Klumbach, Ludwig Wamser: Ein Neufund zweier außergewöhnlicher Helme der römischen Kaiserzeit aus Theilenhofen, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Ein Vorbericht. In: Jahresbericht der Bayerischen Bodendenkmalpflege 17/18, 1978, S. 41–61.
  • Carsten Mischka, Jürgen Obmann, Peter Henrich: Forum, Basilika und ein szenisches Theater am raetischen Limes? In: Der Limes. Nachrichtenblatt der Deutschen Limeskommission. 4, 2010/Heft 1. S. 10–13.
  • Carsten Mischka, Peter Henrich: Forum oder Campus? Theater und Platzanlage in Theilenhofen. In: Der Limes.Nachrichtenblatt der Deutschen Limeskommission 2, 2012/Heft 2, S. 4–7. (online-pdf)
  • Hans-Günther Simon: Römische Funde aus Theilenhofen. In: Bayerische Vorgeschichtsblätter 43, 1978, S. 25–56.

13 Weblinks

 Commons: Kastell Theilenhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

14 Anmerkungen

  1. Andreas Buchner: Reise auf der Teufelsmauer. Eine Untersuchung über die Überbleibsel der römischen Schutzanstalten etc. Montag-Weissische Buchhandlung, Regensburg, 1818. S. 73.
  2. (Ohnen Nennung des Autors): Zweiten Jahresbericht des historischen Vereins im Rezat-Kreis. Für das Jahr 1831. Riegel und Wießner, Nürnberg 1832. S. 16.
  3. Franz Anton Mayer: Genaue Beschreibung der unter dem Namen der Teufelsmauer bekannten Römischen Landmarkung. In: Abhandlungen der Philosophisch-Philologische Classe der königlich bayerischen Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 2. Band. 2. Abt. Lindauersche Hofbuchdruckerei, München 1837, S. 280.
  4. Heinrich Eidam: Theilenhofen. (Kastell.) In: Limesblatt. Mitteilungen der Streckenkommissare bei der Reichslimeskommission. Nr. 15 (19. Juni 1895). S. 421–424; hier: S. 421–422.
  5. 5,0 5,1 Jörg Faßbinder: Neue Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion am Obergermanisch-Raetischen Limes. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes, Band 3. Kommissionsverlag – Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2251-7, S. 157.
  6. Heinrich Eidam: Theilenhofen. (Kastell.) In: Limesblatt. Mitteilungen der Streckenkommissare bei der Reichslimeskommission. Nr. 15 (19. Juni 1895). S. 421–424; hier: S. 422.
  7. Jörg Faßbinder: Magnetometerprospektion am Kastell Iciniacum bei Theilenhofen, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Mittelfranken. In: Das archäologische Jahr in Bayern 2007. Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2156-5, S. 73–77.
  8. 8,0 8,1 Jörg Faßbinder: Von Eining bis Ruffenhofen. Auf dem Weg zu einem Magnetogramm-Atlas der raetischen Limeskastelle – Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion in Bayern. In: Peter Henrich (Hrsg.): Perspektiven der Limesforschung. 5. Kolloquium der Deutschen Limeskommission. Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2465-8, (= Beiträge zum Welterbe Limes, 5), S. 89–103; hier: S. 97.
  9. Carsten Mischka, Cecilia Moneta: Neue geomagnetische Prospektionen in den Kastellvici des Raetischen Limes. In: Peter Henrich (Hrsg.): Der Limes vom Niederrhein bis an die Donau. 6. Kolloquium der Deutschen Limeskommission. Theiss, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8062-2466-5 (= Beiträge zum Welterbe Limes, 6), S. 123–135; hier: S. 124.
  10. Jochen Garbsch: Theilenhofen/Iciniacum. In: Walter Sölter (Hrsg.): Das römische Germanien aus der Luft. 2. Auflage. Lübbe, Bergisch Gladbach 1983, ISBN 3-7857-0298-1, S. 38.
  11. Fortun(ae) / Aug(ustae) / sacrum / coh(ors) III Br(acaraugustanorum) / cui prae(e)st / Vetelli(us) / v(otum) s(olvit) l(ibens) l(aeta) m(erito) (Ubi erat lupa, Nr. 8887).
  12. 12,0 12,1 Jörg Faßbinder: Neue Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion am Obergermanisch-Raetischen Limes. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes, Band 3. Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2251-7, S. 159. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Fassbinder159“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  13. Jörg Faßbinder: Neue Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion am Obergermanisch-Raetischen Limes. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes, Band 3. Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2251-7, S. 158.
  14. Anne Johnson: Römische Kastelle. von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 112.
  15. Anne Johnson (dt. Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle. von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 152.
  16. 16,0 16,1 Jörg Faßbinder: Neue Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion am Obergermanisch-Raetischen Limes. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes, Band 3. Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2251-7. S. 160.
  17. Martin Kemkes: Das Bild des Kaisers an der Grenze – Ein neues Großbronzenfragment vom Raetischen Limes. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Forschungen zur Funktion des Limes, Band 2. Theiss, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-2117-6, S. 144.
  18. 18,0 18,1 18,2 Jörg Faßbinder: Neue Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion am Obergermanisch-Raetischen Limes. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes, Band 3. Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2251-7. S. 161. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Fassbinder161“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  19. Anne Johnson (dt. Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle. von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 188 ff.
  20. Carsten Mischka, Cecilia Moneta: Neue geomagnetische Prospektionen in den Kastellvici des Raetischen Limes. In: Peter Henrich (Hrsg.): Der Limes vom Niederrhein bis an die Donau. 6. Kolloquium der Deutschen Limeskommission. Theiss, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8062-2466-5, (= Beiträge zum Welterbe Limes, 6), S. 123–135; hier: S. 98.
  21. Kastellbad bei 49° 5′ 17,63″ N, 10° 50′ 34,92″ O7.
  22. Britta Rabold, Egon Schallmayer, Andreas Thiel: Der Limes. Theiss, Stuttgart 2000, ISBN 3-8062-1461-1, S. 120.
  23. Corpus Signorum Imperii Romani. Deutschland I,1. Raetia (Bayern südlich des Limes) und Noricum (Chiemseegebiet). Aus dem Nachlaß von Friedrich Wagner. Habelt, Bonn 1973, S. 81.
  24. Peter Kolb: Die Römer bei uns. Museums-Pädagogisches Zentrum München, München 2006, ISBN 3-934554-02-4, Abb. S. 116.
  25. Peter Weiß: Weitere Militärdiplome für Soldaten in Mauretania Tingitana aus dem Balkanraum. In: Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik. Band 162, 2007, S. 250.
  26. AE 2003, 2062.
  27. So John Walker: Castleshaw: The Archaeology of a Roman Fortlet. Greater Manchester Archaeological Unit, 1989, ISBN 0-946126-08-9, S. 78.
  28. CIL 16, 48.
  29. CIL 16, 55 (p 215).
  30. AE 1993, 1240 und AE 1995, 1185 (116 n. Chr.), AE 2005, 1149 und AE 2005, 1150 (unter Hadrian).
  31. CIL 16, 69 (als Cohors III Bracarorum, 122 n. Chr.), CIL 16, 70 (124 n. Chr.), AE 1997, 1779 (127 n. Chr.; aus demselben Jahr auch ein neu veröffentlichtes Militärdiplom: Werner Eck, Andreas Pangerl: Neue Diplome für die Hilfstruppen von Britannia. In: Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik. Band 162, 2007, S. 225).
  32. AE 2005, 1535 (136 oder 137 n. Chr., siehe Addenda zur Prosopographia Imperii Romani), CIL 16, 87 (139 n. Chr.).
  33. Barbara Pferdehirt: Römische Militärdiplome und Entlassungsurkunden in der Sammlung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums. Mainz 2004, Nr. 29 (142 n. Chr.); Werner Eck, A. Pangerl: Eine Konstitution für die Truppen von Syria Palaestina aus dem Jahr 158. In: Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik, Band 157, 2006, S. 190 (158 n. Chr.); dies.: Eine Konstitution für die Hilfstruppen von Syria Palaestina vom 6. Februar 158 n. Chr. In: Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik, Band 157, 2006, S. 283–290 (158 n. Chr.).
  34. AE 1984, 706; AE 1998, 1004.
  35. CIL 16, 93 (145/146 n. Chr.); AE 1997, 1001 (158 n. Chr.)
  36. CIL 16, 183, AE 1988, 905, AE 1995, 1182, Barbara Pferdehirt: Römische Militärdiplome und Entlassungsurkunden in der Sammlung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Mainz 2004, Nr. 38 (alle datiert auf 157 n. Chr., was dem zitierten britannischen Militärdiplom von 158 n. Chr. widerspricht); AE 1922, 80, CIL 16, 117 (unter demselben Prokurator wie die vorigen Diplome); AE 2001, 1568 (158 n. Chr. oder später); AE 2005, 1153, AE 1999, 1190 (160 n. Chr.) sowie vier weitere nicht genau datierte Militärdiplome.
  37. CIL 16, 117 und drei weitere Militärdiplome.
  38. Fasti archaeologici. Annual Bulletin of Classical Archaeology, 34–35, Bd. 2. 1979–1980 Florenz 1987. S. 1125.
  39. Marcus Junkelmann: Reiter wie Statuen aus Erz. von Zabern, Mainz 1996, ISBN 3-8053-1819-7, S. 88.
  40. Heinz Menzel: Römische Bronzen aus Bayern. Römisches Museum Augsburg. Augsburg 1969. S. 46.
  41. Marcus Junkelmann: Die Legionen des Augustus. von Zabern, Mainz 1986, ISBN 3-8053-0886-8, S. 172.
  42. Daniel Peterson: Die römischen Legionen. Barett Verlag, Solingen 1994, ISBN 3-924753-42-3, S. 32.
  43. Marcus Junkelmann: Die Reiter Roms.' Teil III. von Zabern, Mainz 1992, ISBN 3-8053-1288-1, S. 161 u. 213.
  44. 44,0 44,1 Stefan Groh: Die Insula XLI von Flavia Solva: Ergebnisse der Grabungen 1952 und 1989 bis 1992. Verlag des Österreichischen Archaeologischen Instituts, Wien 1996, ISBN 3-900305-20-X, S. 158.
  45. Barbara Pferdehirt: Die römischen Terra-Sigillata-Töpfereien in Südgallien. Kleine Schriften zur Kenntnis der römischen Besetzungsgeschichte Südwestdeutschlands 18. Aalen 1978, S. 15.
  46. Barbara Pferdehirt: Die römischen Terra-Sigillata-Töpfereien in Südgallien. Kleine Schriften zur Kenntnis der römischen Besetzungsgeschichte Südwestdeutschlands 18. Aalen 1978, S. 14.
  47. Hans-Günther Simon: Römische Funde aus Theilenhofen. In: Bayerische Vorgeschichtsblätter Nr. 43, Beck, München 1978. S. 25–56.
  48. Barbara Pferdehirt: Die römische Okkupation Germaniens und Rätiens von der Zeit des Tiberius bis zum Tode Trajans. Untersuchungen zur Chronologie südgallischer Reliefsigillata. In: Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums 33,1986. S. 291.
  49. Franz Anton Mayer: Genaue Beschreibung der unter dem Namen der Teufelsmauer bekannten Römischen Landmarkung. In: Abhandlungen der Philosophisch-Philologische Classe der königlich bayerischen Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 2. Band. 2. Abt. Lindauersche Hofbuchdruckerei, München 1837. S. 281.
  50. Heinz Menzel: Römische Bronzen aus Bayern. Römisches Museum Augsburg. Augsburg 1969. S. 41–42.

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