Corpus Inscriptionum Latinarum

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Das Corpus Inscriptionum Latinarum (abgekürzt CIL) ist eine umfassende Sammlung antiker lateinischer Inschriften. Es bildet als Dokumentation erhaltener öffentlicher und privater Inschriften eine unverzichtbare Quelle für das Leben im Römischen Reich und die römische Geschichte. Das CIL hat das Ziel, alle lateinischen Inschriften aus dem gesamten Territorium des Reichs geographisch und systematisch sortiert zusammenzufassen. Das Corpus wird laufend in neuen Ausgaben und Ergänzungen aufbereitet. Die Sprache des CIL ist traditionell Latein. Seine Fortführung obliegt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW).

Federführend bei der Entstehung des „Corpus“ war der Altertumswissenschaftler Theodor Mommsen (1817–1903). Im Jahre 1853 wurde das Werk ins Leben gerufen. Der erste Band erschien zehn Jahre später. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs hatten Mommsen – und später hauptsächlich seine Schüler – den Großteil der damals bekannten lateinischen Inschriften antiker Herkunft veröffentlicht. Großen Anteil an dieser Leistung hatten auch die Wissenschaftler, die in den Herkunftsländern der Inschriften arbeiteten. Das „Corpus“ wurde somit sehr früh zu einem Musterbeispiel internationaler Zusammenarbeit und fand entsprechend hohe Anerkennung im In- und Ausland.

1 Literatur

  • Corpus inscriptionum latinarum (CIL). Consilio et auctoritate Academiae Litterarum Regiae Borussicae editum. 17 Bände in zahlreichen Teilbänden. de Gruyter (bis 1925: Reimer), Berlin 1862 ff.
  • Corpus inscriptionum Latinarum. Auctarium. Series nova. Index numerorum. 2 u. 3 Bde. de Gruyter, Berlin 2003. ISBN 3-11-017936-9, ISBN 3-11-015244-4.

2 Weblinks

Commons Commons: Corpus Inscriptionum Latinarum – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien