Kastell Künzing

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Kastell Künzing
Alternativname Quintanis/Quintana
Limes ORL NN (RLK)
Strecke (RLK) Rätischer Limes und
Donau-Iller-Rhein-Limes/DIRL
der Raetia II (Strecke 4)
Datierung (Belegung) domitianisch, um 90 n. Chr.
bis 5. Jahrhundert
Typ a) mittelkaiserzeitliches Kohorten- und Alenkastell
b) unbekannte spätantike Anlage
Einheit a) Cohors III Thracum equitata civium Romanorum,
b) Cohors V Bracaraugustanorum,
c) Ala prima Flavia Raetorum
Größe max. 132,5 × 165,5 m = 2,25 ha
Bauweise a) Holz-Erde-,
b) Steinbauweise
Erhaltungszustand Keine Baureste in situ erhalten. Fahnenheiligtum versetzt wiederaufgemauert.
Ort Künzing
Geographische Lage: 48° 40′ 6,69″ N, 13° 4′ 47,65″ O7
Region-ISO DE-BY
Höhe 309 m ü. NHN
Vorhergehend Kleinkastell Haardorf (nordwestlich)
Anschließend Kastell Batavis (südöstlich)
Die Künzinger Garnison am rätischen Donaulimes.

Das Kastell Künzing, (lat. Quintanis, Quintana) war ein römisches Militärlager, dessen Besatzung für Sicherungs- und Überwachungsaufgaben am rätischen Donaulimes zuständig war. Der Strom bildete in weiten Abschnitten die römische Reichsgrenze. Die Überreste der Fortifikation liegen heute auf dem Gemeindegebiet von Künzing im niederbayerischen Landkreis Deggendorf. Bekannt wurde der Kastellplatz vor allem durch seine Erwähnung in der Vita des Severin von Noricum und einen großen Metallhortfund, der eine gute Vorstellung von Bewaffnung und Ausrüstung der mittelkaiserzeitlichen Hilfstruppen (Auxilia) am rätischen Limes vermittelt.

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1 Lage

Die mittelkaiserzeitliche Grenzbefestigung wurde in sicherer Entfernung zur damals wesentlich näher gelegenen Donau errichtet. Diese griff vor ihrer Regulierung mit weiten Schleifen und Altarmen in das Umland ein. Quintana lag mit einer Vielzahl von anderen Kastellen an einer wichtigen Heer- und Handelsstraße, die dem Flusslauf bis in den Balkan folgte. Südwestlich und südlich des Kastells erstreckt sich das Molassebecken des durch den eiszeitlichen Gletscherschub gebildeten Alpenvorlands, das durch hügelige Landschaften und teils tief einschneidende Gewässer geprägt wird. Vom Kastell aus konnten die Besatzung am anderen Ufer die Höhenzüge des im Barbaricum liegenden Bayerischen Waldes beobachten. Der sich entlang der Donau erstreckende Dungau, in dem sich das Kastell befand, ist durch seine ertragreichen Lössböden bekannt. Der Geschichtsschreiber Johannes Aventinus (1477–1534) erwähnt bei Künzing auch eine Salzquelle.

2 Forschungsgeschichte

Der älteste Detailplan zum Kastell aus dem Jahr 1874.

Die älteste Kunde über römische Funde aus Künzing stammt von Philipp Apian (1531–1589): „römische Münzen, goldene, silberne, auch sehr viele eherne Gegenstände bezeugen, dass an dieser Stelle Quintiana, eine Niederlassung der Römer bestanden hat.“ Die Übereinstimmung von Künzing mit dem antiken Quintiana hatte bereits Johannes Aventinus erkannt. Später dokumentierte der Arzt und Philologe Thomas Reinesius (1587–1667) eine – später verloren gegangene – Grabinschrift für den 50-jährigen Caesius Jarsa, die dessen Frau Julia Successa in Auftrag gegeben hatte.[1] 1788 war Lorenz von Westenrieder (1748–1829) vor Ort. Er konnte aus eigener Anschauung jedoch nicht die geringsten Anzeichen einer römischen Anwesenheit in Künzing bestätigen, obwohl ihm der Pfarrer berichtete, dass nach Aussage einiger Bauern unter der Erde „viele Steine von alten Zeiten her“ lägen.[2]

Der letzte Prior von Kloster Niederaltaich vor der Säkularisation, Emmeram Spielhofer (1746–1810), der sich gleichfalls mit römischen Altertümern beschäftigte, erwähnt gegenüber dem geschichtskundigen Juristen Joseph Anton von Mussinan (1766–1837) zwei „kupferne Handhaben“ aus der Gegend von Osterhofen, rund sechs Kilometer nordwestlich von Künzing entfernt.[3] Der Prior berichtete zudem, dass die in der Gegend von Hirten und Bauern gefundenen antiken Münzen und Ringe mit Edelsteinen sogleich in die Hände von Goldschmieden und Gürtlern gelangt waren. Das wertvolle Metall wurde damals in der Regel eingeschmolzen und die Steine neu verarbeitet. Spielhofer berichtet weiter von einem römischen Grabstein aus Künzen, den er selber fand. Er konnte noch die bruchstückhaft erhaltene Inschrift „Miles leg. dec: II.“ notieren: „Gerne hätte ich diesen Stein mit ins Kloster genommen, allein feindselige Hände raubten mir den aufgefundenen Stein.“

Dieser vor allem durch die örtliche Bevölkerung verursachte Fundverlust, mit dem sie sich teilweise zusätzliche Verdienstquellen erschloß, kann vielleicht erklären, warum neben der von Westenrieder auch die Nachforschungen der Professoren Andreas Buchner (1776–1854) und Kaspar Pütter in den Jahren 1819 und 1820 keinerlei Hinweise auf die römische Vergangenheit von Künzing erbrachten.[4] Merkwürdigerweise blieb auch die von den ehemaligen Kastellgräben vor der Ostfront des Lagers gebildete, gut sichtbare Mulde unerkannt. Sie verschwand erst nach dem Kanalbau 1984.[5] Der Generalkreiskommissar und Regierungspräsident Adam Joseph Freiherr von Mulzer, der 1829–1831 hier graben ließ, fand zunächst nur einige Münzen, bevor er 1830 auf eine „mächtige Grundfeste von Gebäuden“ mit hypokaustierten Räumen stieß, die im April 1831 freigelegt wurden. Er vermutete, daß der für die damalige Zeit relativ gut dokumentierte Bau aufgrund seiner vielen Aschespuren gewaltsam zerstört worden war. Wegen des zu hohen Kostendrucks mußten die Untersuchungen jedoch bald wieder eingestellt werden.[6] Der Gebäudefund wird später in den Publikationen mehrfach als „Sage von einem Römerbade“, erwähnt,[7] da u. a. auch Nachforschungen im Sommer 1883 keine greifbaren Ergebnisse zu diesem Bad mehr brachten.[4] Erst 1976 wurde die Therme erneut angeschnitten und 1978 teilweise ausgegraben.

Es blieb dem Künzinger Kooperator Johann Michael Schmid überlassen, das Kastell selbst am 3. Juli 1874 zu entdecken.[8] 1898 folgten dort die ersten umfassenden Ausgrabungen durch den Münchener Gymnasiallehrer Franz Pichlmayr.

1914 bis 1928 wurden westlich des mittelkaiserzeitlichen Kastells spätantike Gräber aufgedeckt.[9] Zu diesem Kastell selbst lieferten besonders die umfassenden Untersuchungen der Römisch-Germanischen Kommission wertvolle Hinweise. Die in mehreren Kampagnen von 1962 bis 1964 durchgeführten Ausgrabungsarbeiten unter Hans Schönberger (1916–2005) erbrachten für das mittelkaiserzeitliche Lager den Nachweis von insgesamt vier Bauperioden. 1978/1979 wurde am mutmaßlichen spätantiken Standort des Kastells geforscht.[10] In den folgenden Jahrzehnten konzentrierte sich die Forschung in teilweise großflächigen Grabungskampagnen besonders auf den Bereich des Lagerdorfes. 2003 fanden Mitarbeiter der Kreisarchäologie Deggendorf dort die Spuren eines aus Holz erbauten römischen Amphitheaters, das bis 2004 teilweise freigelegt wurde. 2009 konnten im östlichen Sektor weitere Gräber aufgedeckt werden.

Vom Kastell blieb nach den Grabungen die neu aufgemauerte Apsis des steinernen Fahnenheiligtums erhalten. Sie wurden von ihrem Standort versetzt und kann im Hof der Künzinger Schule besichtigt werden. Um den originalen Fundplatz des Kastellbades sichtbar zu machen, wurde das Caldarium (Warmbad) und Tepidarium (Laubad) mit Platten im Grünbereich hinter der Sparkasse an der Osterhofener Straße 4 angedeutet.[11]

3 Name

Der unter anderem im Itinerarium Antonini, einem Reisehandbuch des 2. Jahrhunderts n. Chr., überlieferte Kastellnamen Quintana leitet sich, nach der heute in der archäologischen Forschung vorherrschenden Meinung, von einer hier im 2. Jahrhundert stationierten lusitanischen Kohorte her (siehe weiter unten). Wahrscheinlich liegt ihm die Wendung „ad quintanos“ – d. h. „beim Lager der Fünften“ – zugrunde. Auch in der Notitia Dignitatum wird der Standort Künzing in der Spätantike als Quintanis geführt;[12] diese Namensform geht auf einen Ortsablativ („in Quintana“) zurück. Der römische Ortsname wurde später über die mittelalterliche Form Quinzen über Künzen zum heutigen Künzing, wobei die altertümlich wirkende Endung –ing erst eine Hinzufügung des 19. Jahrhunderts ist.[13]

4 Kastell

Das Künzinger Kastell besitzt einen rechteckigen Grundriß mit abgerundeten Ecken (Spielkartenform), wie er für Garnisonen des Prinzipats typisch ist. Seine Überreste befinden sich im Süden des Ortsgebietes. Das Kastellareal erstreckte sich an beiden Seiten der Bundesstraße in einem gleichmäßigen Rechteck von 132,5 × 165,5 m und grenzt im Norden an die Pfarrkirche Sankt Laurentius und im Südosten an das Schulgebäude. Es bot mit einer Fläche von knapp 2,25 Hektar Platz für eine Besatzung von rund 500 Mann. Das Innere des Kastells wurde standardmäßig durch ein rechtwinkliges, auf die vier Tore ausgerichtetes Kreuz der beiden Lagerhauptstraßen aufgeteilt. Das Haupttor war feindwärts angelegt, von ihm aus führte die Via principalis zu dem in der Lagermitte gelegenen Stabsgebäude (Principia), um diese gruppierten sich auch die übrigen Gebäude.

4.1 Holz-Erde-Lager

Die Principia des Holz-Erde-Lagers um 90 n. Chr.

Während seiner ersten Bauperiode war das Kastell zwischen ca. 90 bis 120 n. Chr. zunächst lediglich als temporäre Anlage konzipiert worden. Die Umwehrung bestand aus einer Palisadenwand an die im Inneren ein Erdwall angeschüttet worden war, der zur Verstärkung und als Wehrgang diente. Als Annäherungshindernis besaß dieser Befestigung einen vorgelagerten Spitzgraben. Während einer zweiten Ausbaustufe erfolgte eine umfangreiche Verstärkung und Veränderung der Umwehrung. Diese in etwa von 120 bis 135 n. Chr. anzusetzende zweite Phase wies eine Holz-Erde-Mauer mit senkrechter Vorder- und Rückfront (Kastenbauweise) von 4,80 Metern Breite auf, vor der zwei Wehrgräben ausgehoben wurden.[14] Für diese beiden Bauperioden konnten auch die Innenbauten mit einiger Sicherheit ihrer Funktion zugewiesen werden. Im nördlichen Abschnitt des Lagerareals (Praetentura) befanden sich lang gestreckte Gebäude die als Kasernen mit jeweils zehn Wohneinheiten (Contuberniae) für sechs bis acht Mann identifiziert wurden. Im rückwärtigen, südlichen Kastellbereich (Retentura) lag am Schnittpunkt der mit nur geringer Abweichung Nord-Süd und West-Ost orientierten beiden Hauptstraßenachsen das Stabs- und Verwaltungsgebäude (Principia) des Kastells, westlich daneben das Wohnhaus des Kommandanten (Praetorium). Östlich der Principia wurden ein Speichergebäude (Horreum) und das Lagerlazarett (Valetudinarium) aufgedeckt. Diese Gebäude grenzten im Süden an zwei größere Doppelbaracken an, die als Pferdeställe (Stabulum) und Mannschaftsunterkünfte gedeutet werden.

In Künzing konnte auch eine Gemeinschaftslatrine nachgewiesen werden. Sie bestand aus einer länglichen Grube, einem einfachen Holzbau mit Sitzgelegenheiten und Überdachung (Pfostenlöcher). Nachdem die Grube verfüllt war, musste eine neue ausgehoben und die alte zugeschüttet werden. Diese Art von Latrinen standen vorzugsweise dicht hinter den Umwehrungen an der Wallstraße (Via sagularis). Ihr Nachweis gelang beispielsweise auch anhand der vertorften Grubenfüllung. Der Abtritt in Künzing war 1,4 Meter tief, 14 Meter lang und zwei Meter breit. Das Ausmaß des Grubeninhaltes zeigt, dass er viele Jahre lang in Betrieb gewesen sein musste.

4.2 Steinkastell

Die Principia in ihrer letzten Ausbauperiode nach 200 n. Chr.

In der dritten Bauphase, etwa um 150/160 n. Chr., wurde das Kastell vermutlich durch die 5. Kohorte aus Bracara Augusta vollkommenen neu in Stein erbaut, während die Innenbauten wiederum nur in Holz ausgeführt wurden. Eine steinerne Ringmauer ersetzte den bisherigen Holz-Erde-Wall, bis zu fünf Gräben bildeten die Annäherungshindernisse, deren äußerster rund 42 m vor der Mauer lag. Von der einstigen Steinmauer hatten sich nur mehr einige Bruchsteine und die Kiesschüttungen der Fundamente erhalten, nur an einer einzigen Stelle konnte noch eine Steinlage des aufgehenden Mauerwerks dokumentiert werden; die anderen Steine der Kastellmauer dürften nach der endgültigen Aufgabe der Festung als wertvolles Baumaterial für andere Gebäude wiederverwendet worden sein. In den Jahren um 200 n. Chr. scheint das Kastell erstmals gewaltsam zerstört worden zu sein.

Beim nachfolgenden Wiederaufbau, der vierten Bauperiode des Künzinger Kastells, wurde es nur noch mit einem Graben umgeben. Wie auch bei seinem Vorgänger ist von der Innenbebauung der letzten Bauphase des Kastells wenig bekannt. Nachweislich der rückwärtige Teil der Principia wurde teilweise in Stein neu errichtet. Dieser Ausbau betraf sowohl das unterkellerte Fahnenheiligtum mit seiner halbrunden Apsis, als auch zwei Räume an den beiden Außenflanken, die ein Hypokaustum bzw. eine Kanalheizung erhielten. Die gleichfalls neu errichtete Vorhalle bestand weiterhin in Holzbauweise und stand mit ihren Schmalseiten offenbar genau in einer Flucht mit den dahinterliegenden Dienst- und Verwaltungsräumen.

Während der Perserkriege in den Jahren um 242/244 n. Chr. erfolgte – nach 233 – ein zweiter großangelegter Alamanneneinfall gegen den rätischen und obergermanischen Limes, der an vielen Orten des Limes zu seinem Zusammenbruch führten und auch für Künzing verheerende Folgen gehabt haben muss.[15] Der Archäologe und Numismatiker Hans-Jörg Kellner ermittelte diesen Einfall anhand von vielen Münzfunden. So fand sich im Kastell Gunzenhausen als zeitlich jüngste Münze ein Antoninian aus dem Jahr 242,[16] und im Kastell Kösching konnte die Schlussmünze auf den Sommer 241 festgelegt werden.[17] 242/243 wurde auch das Regensburger Kastell Großprüfening[18] sowie die ausgedehnte römische Siedlung bei Pöcking, Landkreis Passau, und andere Plätze überrannt.[19] In Pöcking barg die abschließende Brandschicht einen nur kurze Zeit im Umlauf gewesenen Antoninian von 241/243 bzw. 240. In Künzing selbst fand sich – ein fast stempelfrisches – As aus den Jahren 243/244 in der Nähe des weiter unten erwähnten Waffen- und Metallhortes. Für die Zeit des Wiederaufbaus nach dem Alamannensturm steht die Bauinschrift aus dem kleinen Bad des Kastells Jagsthausen, die in den Jahren zwischen 244 bis 247 entstand.[20]

Spätestens mit dem darauffolgenden mutmaßlichen Alamannenangriff im Zuge des Limesfalls um 259/260 wurde das Kastell endgültig niedergebrannt. Anschließend wurde der bisherige Standort endgültig aufgegeben.[21]

Aus den Principia stammt ein bedeutender Waffenhort, insbesondere Dolche (Pugiones), Bruchstücke von Bronzestatuen und Pferdegeschirr, die zu den bedeutendsten Funden dieser Art am rätischen Limes zählen (siehe unten).[22]

4.3 Spätantike

Die aus der Porta praetoria führende Straße des mittelkaiserzeitlichen Kastells bog nach Verlassen des Tores nach Nordwesten ab und führte offenbar zu einem Donauhafen, in dessen Nähe das spätrömische Kastell gelegen haben muss. Diese durch die Notitia Dignitatum und die Vita Severini belegte Fortifikation war Teil des Donau-Iller-Rhein-Limes in der Provinz Raetia II. Anhand der zwischen 1978 und 1979 durchgeführten Ausgrabungen, die eine große Zahl an Kleinfunden des 4. bis 5. Jahrhunderts mit sich brachten, gilt die Standortbestimmung des Kastells für diesen Bereich als hinreichend gesichert, obwohl die Anlage selbst nicht mehr existiert.[21]

Eugippius hat die Lage des spätantiken Kastells in der Vita beschrieben. Quintanis lag auf einer Ebene unmittelbar am Flußufer, was bei Flutkatastrophen zu Überschwemmungen führte, da sich der Fluß Buscina bei Donauhochwasser weit zurückstaute. Westlich der angenommenen Lage des Kastells mündete der Ohe- oder Angerbach in einen Altarm des Stromes. In dieser Zone brachen auch die spätantiken Kleinfunde ab. Es wird angenommen, daß der in der Vita erwähnte Fluß Buscina mit dem Ohebach identisch ist, da er das einzige Gewässer in der Nähe ist und in das damalige Donaubett mündete. Die häufigen Flutkatastrophen bargen bereits den Keim für den Untergang des spätrömischen Kastells in sich. Wahrscheinlich wurde es von dem Altarm oder einer südlich ausgreifenden Donauschlinge bis zum Mittelalter vollständig abgetragen.[23]

Mit dem Neubau der Befestigung entstand auch ein neues Gräberfeld, das abschnittsweise archäologisch untersucht worden ist. Es befand sich im hochwasserfreien Bereich südlich der spätantiken Garnison und erstreckte sich in ost-westlicher Richtung.[21] Offenbar flüchtete sich die Zivilbevölkerung aufgrund von anhaltend marodierende Barbaren in das Kastell. Die spätantike Garnison wandelte sich damit in ein befestigtes Oppidum und verlor ihre ursprünglich rein militärische Funktion. Ein Szenario, das auch an zahlreichen anderen Militärstandorten entlang des Donaulimes zu beobachten ist.

5 Truppe

Hinweise darauf, welche Abteilungen des in Rätien stehenden römischen Heeres im Künzinger Kastell stationiert waren, liefern vor allem die hier gefundenen Fragmente von Militärdiplomen und Ziegelstempeln. 1983 wurde im östlichen Vicus-Bereich das Fragment eines Militärdiploms[24] entdeckt, das wie das unten genannte, 1996 entdeckte, aus der Regierungszeit des Kaisers Antoninus Pius stammte und am 7. September 144 ausgestellt worden war.[25] Wie in dem wesentlich besser erhaltenen Diplom von 160 erhielt dort eine nicht mehr identifizierbare Person vom Volk der keltischen Runicaten, das im rätisch-vindelikischen Raum lebte, am Ende der 25-jährigen Dienstzeit das römische Bürgerrecht. Auch Ziegelstempel mit dem Kürzel der 3. italischen Legion wurden in Künzing gefunden, sie war allerdings nicht hier, sondern im Legionslager von Regensburg stationiert. Die Stempel belegen jedoch, daß Künzing sein Baumaterial, wie die anderen osträtischen Kastelle auch, aus den großen Legionsziegeleien in Bad Abbach bei Regensburg bezog.

Als erste in Künzing stationierte Truppe kann die Cohors III Thracum equitata civium Romanorum (= 3. teilberittene Thraker-Kohorte römischer Bürger) angesprochen werden, eine aus dem heutigen Bulgarien kommende Einheit, deren Kürzel COH III THR CR auf mehreren Ziegelstempeln erhalten ist. Eine solche Truppe (Cohors quingenaria equitata) bestand in ihrer Sollstärke aus 360 Infanteristen (sechs Centurien - Centuriae - mit je 60 Mann) und 120 Reitern (vier Turmen - Turmae - mit je 30 Mann).

Als die in der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. neu einziehende Truppe wird die cohors V Bracaraugustanorum, eine von Spanien nach Rätien versetzte Einheit vermutet, wie sie die in den Fragmenten des Militärdiploms vom 18. Dezember 160 (s.u.) erhaltene Buchstabenfolge ACARAUG, die als cohors Bracaraugustanorum gelesen werden muß, mit einiger Sicherheit belegt. Zwar fehlt die numerische Bezeichnung V (quinta = fünf); die Anwesenheit dieser Einheit in Rätien ist jedoch durch andere Belege gesichert.

Laut der Notitia Dignitatum war in der Spätantike ein Praefectus alae primae Flaviae Raetorum (1. Schwadron der flavischen Raeter), in Quintanis stationiert. Diese noch in der mittleren Kaiserzeit aufgestellte Reitertruppe zählte zu den Limitanei und unterstand dem Oberbefehl des Dux Raetiae.

6 Vicus

Die Gebäude (Streifenhäuser) des umfangreichen zivilen Vicus umgaben das Lager in einem Halbkreis von Nordwest nach Ost. Als bedeutender lokaler Wirtschaftsfaktor zog auch das Künzinger Kastell Händler, Schankwirte und Handwerker zur Versorgung der hier stationierten Soldaten an. Im Laufe der Zeit entwickelte sich um das Kastell eine Zivilsiedlung, in der sich die o. g. und vor allem die Familien der Soldaten niederließen. Zahlreiche Kleinfunde an Werkzeugen zeugten vom Aufenthalt verschiedenster Berufsgruppen wie Maurer, Zimmerleute, Schmiede und Gerber im Künzinger Lagerdorf. Vom Mobiliar der Wohnhäuser kamen, da das verwendete Holz im Boden längst vergangen ist, nur metallische Kleinteile wie z. B. Ziergriffe, Kästchenbeschläge und -griffe sowie Möbelfüßchen aus Bronze zum Vorschein. Auch eine große Anzahl an Schlüsseln aus Bronze, Bein und Eisen, Schlossbolzen und Schlossbeschläge gehören zu diesem Fundrepertoire. An Essbesteck haben sich vor allem eiserne Messer – teilweise mit verzierten Griffen aus Bein – und kleine Bronze- oder Silberlöffel erhalten.

6.1 Militärbad

1830 und 1978 wurde in Künzing bei Ausgrabungen westlich des Kastellareals die Überreste einer Therme teilweise aufgedeckt. Es handelte sich hier um einen aus Ziegelsteinen und in Fachwerktechnik aufgemauerten Bau des am nördlichen Limes häufig vorkommenden "Reihentyps" mit einem wahrscheinlich aus Tuffsteinen errichteten tonnenförmigen Dach. Das rund 50 Meter lange und 13 Meter breite Gebäude erstreckte sich von der heutigen Bundesstraße in nördlicher Richtung bis zur ehemaligen Römerstraße. Reihentypus bedeutet, dass seine Räume sich entsprechend dem Badeablauf aneinanderreihten. Aus einem Umkleideraum gelangte der Besucher zunächst ins Kaltbad (Frigidarium); danach schlossen sich einzelne Becken mit unterschiedlich temperiertem Wasser an, auch ein Schwitzbad (Tepidarium) war hier vorhanden. Das Wasser wurde durch eine Heizanlage (Praefurnium) im Südteil des Gebäudes durch unterhalb der Böden liegende Heizkanäle (Hypokaustum) erwärmt. Die Funde lassen auch weiters annehmen, dass die Künzinger Therme für das Bad eines Kohortenkastells wohl ungewöhnlich gut ausgestattet war, unter anderem anscheinend mit Glasfenstern und bemalten Wänden. Ein Ziegelstempel deutet an, dass das Bad von einer Vexillation der 3. Legion erbaut worden sein könnte. Seine Ziegel wurden allerdings nicht importiert, sondern scheinen vor Ort selbst gebrannt worden zu sein.

6.2 Amphitheater

2003 fanden Mitarbeiter der Kreisarchäologie Deggendorf östlich des Kastells Pfostengruben, die in gerundeter Form angeordnet waren. Bei den anschließenden Ausgrabungen im Herbst desselben Jahres wurde ein schwarz-humoses Bodensegment freigelegt, das sich innerhalb des durch die Gruben gebildeten Ovals befand. Dies ließ die Schlussfolgerung zu, dass zum Kastell und Vicus von Künzing auch ein aus Holz erbautes Amphitheater gehört haben musste. Der Befund der archäologischen Ausgrabungen des Amphitheaters bis 2004 ergab, dass die Arena ein Ausmaß von 35 x 30 Metern, insgesamt 46 x 40 Metern hatte. Für die außerstädtischen Amphitheater nördlich der Alpen wurde in der Regel zuerst eine Mulde ausgehoben und der Abraum anschließend als Untergrund für die Zuschauertribüne aufgeschüttet. Von den darauf aus Holz errichteten Tribünen fanden die Archäologen Spuren von drei im Oval um die Arena angelegten Kreisen mit jeweils 30 Pfostenlöchern der Stützkonstruktion.

Die Zuschauertribünen besaßen einen Neigungswinkel von geschätzten 30 bis 35 Grad, eine durchschnittliche Sitzhöhe von knapp 50 Zentimetern und eine Tiefe von mindestens 75 Zentimetern. Als Mindesthöhe der Sitzplätze, ausgehend vom Niveau des Arenabodens, wurden in etwa drei Meter angenommen. Die Haupteingänge befanden sich wahrscheinlich in der Mitte der Schmalseiten. Bei der Rekonstruktion des Modells für das Museum bediente man sich an den steinernen Vorbildern, in denen die Eingänge ein Joch zwischen den sie umgebenden Pfostenreihen einnahmen.[26] Die Arena von Quintanis bot Platz für etwa 800 Zuschauer, es war daher vermutlich auch für die im Umkreis des Lagers lebenden Zivilisten zugänglich.[27] Als die Ausgrabungen 2004 eingestellt wurden, war rund ein Viertel seiner Gesamtfläche freigelegt worden.[A 1]

6.3 Mithräum

1998 entdeckte man nur wenige Meter von der östlichen Bebauungsgrenze der Zivilsiedlung einen aus Holz erbauten mehrphasigen Mithrastempel. In der ersten Bauphase gelangte man von einem kleinen Vorraum in den Kultraum, der für ca. 17 Personen Platz bot. Er war mit dem für Mithrasheiligtümer üblichen breiten Mittelgang und seitlichen Liegebänken ausgestattet. Eine rechteckige Nische an der Stirnwand des Mittelgangs nahm ursprünglich wohl ein Kultbild oder einen Altar der Gottheit auf. Nach einer Zerstörung des Mithräums durch eine Brandkatastrophe wurde das Heiligtum an derselben Stelle wieder neu aufgebaut. Es war nun etwas größer als der Vorgängerbau und bot bis zu 23 Personen Platz. An seiner Stirnseite wurden zwei Weihealtäre gefunden, die wohl während der zweiten Bauperiode hier aufgestellt wurden. Einer von ihnen trug noch eine vollständig erhaltene Weihinschrift. Die Kleinfunde (z. B. Öllämpchen, ein Kurzschwert und ein Messer) stammen aus dem Inventar für die Kultzeremonien. Trinkbecher und Kultgefäße mit Schlangenornamenten wurden wahrscheinlich bei den gemeinsamen Kultmahlen verwendet.

6.4 Gräberfelder

In Künzing konnten Grabfunde an zwei Stellen südlich und östlich des mittelkaiserzeitlichen Vicus aufgedeckt werden. Die Urnen- und Brandschüttungsgräber am Ostrand sind typisch für die in den nördlichen Donauprovinzen übliche Sitte der Brandbestattung. Das Gräberfeld im Osten ist aufgrund seiner Größe und außergewöhnlich langen Belegungszeit von über 600 Jahren (seit der Bronzezeit) für Süddeutschland einmalig. Im Zuge von Bauarbeiten entdeckten Archäologen 2009 im Osten von Künzing weitere römische 30 Brandbestattungen. Grabungsleiterin Sabine Watzlawik fand u. a. Keramikscherben, verbrannte Knochen, Glasfragmente, Eisengegenstände, Brunnen, Keller, Reste von Grubenhäusern und noch weitere römerzeitliche Siedlungsbefunde. Nach dem damaligen Bestattungsritus wurden die Toten zuerst auf einem Scheiterhaufen verbrannt. Die gefundenen Keramikscherben lassen darauf schließen, dass die Asche der Toten anschließend teils auf dem Gräberfeld verstreut wurde. Dennoch konnten auch Urnenbeisetzungen festgestellt werden. Die Funde wurden gereinigt und dann dem Museum im Künzing zur Aufbewahrung übergeben.[28]

Neben dem spätrömischen Kastellneubaus nordwestlich der alten Garnison nahe der Donau, entstand auch ein neues Gräberfeld.[21] Grabungen, die zwischen 1914 und 1928 in diesem Bereich stattgefunden haben, brachten Körpergräber aus der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts zutage.[29]

7 Nachrömische Siedlungskontinuität

Für Künzing, das westlichste in der Severinsvita erwähnte Oppidum, waren die Voraussetzungen für ein Fortbestehen wesentlich ungünstiger als beispielsweise für Passau. Seine Lage auf der großen Donauebene machte es im 5. Jahrhundert zu einem Vorposten des ständig schwindenden römischen Einflussgebietes, um dessen Bevölkerung sich Severin im Speziellen bemühte.

Severin hielt sich zwischen 455 und seinem Tod 482 vorzugsweise im Gebiet zwischen Quintanis, Iuvavum und Asturis auf.[30] Diese Passage der Vita Sancti Severini gewährt einen Einblick in die Lebensumstände der Spätzeit des römischen Donaulimes und den schwierigen Überlebenskampf einiger Christengemeinden in den Wirren der Völkerwanderungen des 5. und 6. Jahrhunderts. Als Severin um 455 bei einer seiner Wanderungen auch in Batavis/Boiotro (in loco nomine Boiotro) eintraf, luden ihn die Bewohner des Oppidums Quintanis ein, sie ebenfalls zu besuchen. Die Vita berichtet dabei auch von einem Presbyter namens Sylvanus, der der dortigen Gemeinde als geistliches Oberhaupt vorstand. Erwähnt wird auch sein Diakon mit Namen Maternus und eine kleine Holzkirche die, etwas abseits des Kastells, nahe an einem Bach lag und deswegen oft überflutet wurde. Durch die ständige Bedrohung der Alamannen sah sich Severin veranlasst, 476 die romanische Bevölkerung von Quintanis, Batavis (Passau-Niedernburg), Batavis (Passau-Innstadt) und Ioviaco (Schlögen) zunächst nach Lauriacum in Sicherheit zu bringen, um diese dann später unter dem Schutz der Rugier weiter nach Favianis zu evakuieren, von wo aus schließlich ein Großteil der Romanen 488 n. Chr. auf Befehl Odoakers nach Italien umgesiedelt wurde.

Zweifel an dem durch Severin angekündigten vollständigen Untergang der Romanengemeinde in Künzing dürften hier dennoch angebracht sein. Das spätmittelalterliche Quinzina spielte damals immer noch eine bedeutende Rolle als Verwaltungsmittelpunkt und war Namensgeber für den Künzinggau. Seine Bedeutung wird auch durch die Aufwertung der romanischen Pfarrkirche St. Laurentius zur Basilika noch zusätzlich unterstrichen. Im Zuge der Renovierung der Kirche in den 1970er Jahren konnte W. Haas Keramikscherben einer einglättverzierten Schale bergen, die aus dem Carnuntum des späten 5. Jahrhunderts stammte. Die Handelsverbindungen Künzings zu den anderen, weiterhin bestehenden romanischen Siedlungszentren im Osten dürften also nicht vollkommen abgerissen sein, ebenso wenig wie auch das romanische Volkstum an der oberen Donau nicht plötzlich und spurlos verschwand. Dennoch ist aus den Befunden abzulesen, dass die damaligen Bewohner von Quintanis nur mehr einen sehr eingeschränkten Wirtschaftsraum zur Verfügung hatten. Die Bürger dieser epi-urbanen Siedlung müssen sich auch noch auf andere Nahrungs- und Erwerbsquellen als nur die Landwirtschaft gestützt haben. Die ertragreichen Lößböden rund um Quintanis waren für landsuchende Stämme eine große Verlockung, hier sesshaft zu werden. Das Übergewicht der germanischen Neueinwanderer lässt sich auch besonders gut anhand der Ausbreitung ihrer Reihengräberfelder ablesen.[31] Wann die germanische Landnahme einsetzte, war lange umstritten, bis man 1980 das Reihengräberfeld von Straubing-Alburg entdeckte, das ab dem späten 5. Jahrhundert belegt wurde und jenen von Eugippius erwähnten Alamannen unter ihrem König Gibauld zugewiesen werden konnte, die vermutlich die Quintanier so hart unter Druck gesetzt hatten.[32]

Die Besiedlungsfunde aus dem 6. und 7. Jahrhundert sind als solche zwar nicht mehr als „rein romanisch“ erkennbar (Ausgrabungen südlich des Kastells am Ohebach), die Bestattungen dieser Zeit tragen jedoch eindeutig noch romanischen Charakter.[33]

8 Museum Quintana

Künzing gehört zu den archäologisch ergiebigsten Orten im Landkreis Deggendorf. Das Museum Quintana zeigt bedeutende Funde zur Ur- und Frühgeschichte der Region sowie Druckgrafiken zum Heiligen Severin von Noricum.

9 Denkmalschutz

Das Kastell Künzing ist als Bestandteil des Obergermanisch-Rätischen Limes seit 2005 Teil des UNESCO-Welterbes. Es ist damit auch ein eingetragenes Bodendenkmal im Sinne des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes (BayDSchG). Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind erlaubnispflichtig, Zufallsfunde sind den Denkmalbehörden anzuzeigen.

10 Siehe auch

11 Literatur

  • Dieter Planck, Andreas Thiel: Das Limes-Lexikon, Roms Grenzen von A bis Z. C.H. Beck, München 2009. ISBN 978 3 406 568169. S. 73,
  • Hans Schönberger: Kastell Künzing-Quintana‎. Die Grabungen von 1958 bis 1966. Mann Verlag, Berlin 1975, ISBN 3786122253
  • Thomas Fischer: Das römische Kastellbad von Künzing. In: Bayerische Vorgeschichtsblätter. Bd. 50 (1985) S. 247–286.
  • Thomas Fischer: Ein neues mittelkaiserzeitliches Brandgräberfeld aus Künzing. In: Archäologische Denkmalpflege in Niederbayern. (1985) S. 174–178.
  • Robert Ganslmeier, Karl Schmotz: Das mittelkaiserzeitliche Kastell Künzing. In: Archäologische Denkmäler im Landkreis Deggendorf. Deggendorf 1993.
  • Anna Sybille Hannibal-Deraniyagala: Das Bajuwarische Gräberfeld von Künzing-Bruck, Lkr. Deggendorf. In: Bonner Beiträge zur Vor- und frühgeschichtlichen Archäologie. Nr. 8 (2007)
  • Fritz-Rudolf Herrmann: Die Ausgrabungen im Kastell Künzing-Quintana. Stuttgart 1972
  • Sabine Rieckhoff-Pauli: Römische Siedlungs- und Grabfunde aus Künzing, Ldkr. Deggendorf. In: Bayerische Vorgeschichtsblätter. Bd. 44 (1979) S. 79–122.
  • Karl Schmotz: Das hölzerne Amphitheater von Künzing, Lkr. Deggendorf. Kenntnisstand und erste Rekonstruktionsansätze nach Abschluß der Geländearbeiten im Jahr 2004. In: Vorträge des 24. Niederbayerischen Archäologentages. Rhaden/Westfalen 2006. S. 95–118.
  • Karl Schmotz: Der Mithrastempel von Künzing, Lkr. Deggendorf. In: Vorträge des 18. Niederbayerischen Archäologentages. Rhaden/Westfalen 2000. S. 111–143.
  • Sebastian C. Sommer: Die Römer in Künzing – Wege zu einer virtuellen Rekonstruktion des Kastellvicus. In: Bericht der Bayerischen Bodendenkmalpflege. Nr. 49, 2008, S. 107ff.

12 Einzelnachweise

  1. Gelehrte Anzeigen. Herausgegeben von Mitgliedern der königl. bayr. Akademie der Wissenschaften. Bd. 25. (Jul.–Dez.). k. Central-Schulbuchdruckerey, München 1847, S. 726.
  2. Karl Schmotz: Die Erforschung der Frühgeschichte Künzings von den Anfängen bis zum Ende des 19.Jahrhunderts. In: Deggendorfer Geschichtsblätter. Heft 7, 1986, S. 160.
  3. Mittheilungen über Niederbayern zur Römerzeit. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Niederbayern. Bd. 9. Josef Thomann’sche Buchhandlung, Landshut 1863. S. 357.
  4. 4,0 4,1 Abhandlungen der philosophisch-philologischen Classe der königl. bayr. Akademie der Wissenschaften. Bd. 17. München 1884. S. 237.
  5. Karl Schmotz: Die Erforschung der Frühgeschichte Künzings von den Anfängen bis zum Ende des 19.Jahrhunderts. In: Deggendorfer Geschichtsblätter. Heft 7, 1986. S. 161.
  6. Über die castra quintana; aus dem Tagebuche des k. Generalcommisärs und Regierungs-Präsidenten Frhrn. v. Mulzer ect. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Niederbayern. Bd. 2 u. 3. Josef Thomann’sche Buchhandlung, Landshut 1847. S. 1–6.
  7. Gelehrte Anzeigen. Herausgegeben von Mitgliedern der königl. bayr. Akademie der Wissenschaften. Bd. 25. (Jul.–Dez.). k. Central-Schulbuchdruckerey, München 1847. S. 717–718.
  8. Karl Schmotz: Die Erforschung der Frühgeschichte Künzings von den Anfängen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. In: Deggendorfer Geschichtsblätter. Heft 7, 1986. S. 165.
  9. Ursula Koch: Die Grabfunde der Merowingerzeit aus dem Donautal um Regensburg. Walter de Gruyter. Berlin 1968. S. 237.
  10. Thomas Fischer, Erika Riedmeier Fischer: Der römische Limes in Bayern. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2008, ISBN 978-3-7917-2120-0, S. 179–180.
  11. Thomas Fischer, Erika Riedmeier Fischer: Der römische Limes in Bayern. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2008, ISBN 978-3-7917-2120-0, S. 181.
  12. ND occ. XXXV, 10.
  13. Eva Bayer-Niemeier: Das römische Kastell In: Museum Quintana - Archäologie in Künzing. Führer durch alle Abteilungen 2004.
  14. Peter Connolly: Die Römische Armee. Hamburg 1975, S. 39.
  15. Max Spindler: Handbuch der bayerischen Geschichte. Band I: Das alte Bayern des Stammesherzogtums bis zum Ausgang des 12. Jh. C. H. Beck, 1981.
  16. Dietwulf Baatz: Römerstraßen im Ries. In: Führer zu den vorgeschichtlichen Denkmälern 41. Band 2. Nördlingen, Bopfingen, Oettingen, Harburg. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1979. S. 264.
  17. Robert Roeren: Zur Archäologie und Geschichte Südwestdeutschlands im 3. bis 5. Jahrhundert n. Chr. In: Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz. 7. Jahrgang. Verlag Rudolf Habelt, Bonn 1960. S. 217.
  18. Thomas Fischer, Michael Altjohann: Die römischen Provinzen. Eine Einführung in ihre Archäologie. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2001. ISBN 380621591X. S. 132.
  19. Hans-Jörg Kellner: Die römische Ansiedlung bei Pöcking (Niederbayern) und ihr Ende. In: Bayerische Vorgeschichtsblätter 25, 1960, S. 132–164.
  20. CIL 13, 6562 (Abbildung).
  21. 21,0 21,1 21,2 21,3 Thomas Fischer, Erika Riedmeier Fischer: Der römische Limes in Bayern. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2008, ISBN 978-3-7917-2120-0, S. 180.
  22. Fritz-Rudolf Herrmann: Der Eisenhortfund aus dem Kastell Künzing In: Saalburg-Jahrbuch 26, 1969, S. 129–141.
  23. Rainer Christlein, 1982, S. 240.
  24. AE 2004, 1065.
  25. Karlheinz Dietz In: Ostbairische Grenzmarken. Passauer Jahrbuch für Geschichte, Kunst und Volkskunde. Band 46, Verlag des Vereins für Ostbairische Heimatforschung, 2004, S. 14–15.
  26. Vera Romeu: Römermuseum Ennetach. Nicht leicht, das Gladiatorenleben… In: Schwäbische Zeitung vom 8. April 2009; K. Schmotz, Erste Arbeitsergebnisse zum Amphitheater in Künzing. In: Vorträge des 23. Niederbayer. Archäologentages 2005.
  27. Das archäologische Jahr in Bayern 2003. Theiss Verlag GmbH, Stuttgart 2004, ISBN 3-8062-1899-4. S. 5 (Umschlagseite).
  28. Andreas Windpassinger: Über 30 Gräber in Künzing entdeckt. In: Vilshofener Anzeiger vom 26. Oktober 2009, S. 27.
  29. Ursula Koch: Die Grabfunde der Merowingerzeit aus dem Donautal um Regensburg. Walter de Gruyter. Berlin 1968. S. 237.
  30. Thomas Fischer: Bemerkungen zur Archäologie der Severinszeit in Künzing und Passau. In: Egon Boshof, Hartmut Wolff (Hrsg.): Das Christentum im bairischen Raum. Von den Anfängen bis ins 11. Jh. Köln/Weimar/Wien 1994, ISBN 3-412-13993-9, S. 93.
  31. Ursula Koch, 1968.
  32. Rainer Christlein, 1982, S. 244–245.
  33. Rainer Christlein, 1982, S. 242.


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