Konzentrationslager

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Schrift an der Eingangstür zum Konzentrationslager Buchenwald

Konzentrationslager (kurz KL oder KZ) bezeichnet in der Zeit des Nationalsozialismus einen Ort der Zwangsarbeit, politischen Unterdrückung und Massenvernichtung von Menschen. In Konzentrationslagern kamen zwischen 1933 bis 1945 mehrere Millionen Menschen ums Leben. Neben Juden, die hier systematisch vernichtet werden sollten, wurden in Konzentrationslagern unter anderem politische Gegner, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, sowie Sinti und Roma umgebracht. Am 3. März 1933 wurde in Nohra das erste Konzentrationslager errichtet. Bekannt wurde vor allem das zweite in Dachau.

Die größten Lager befanden sich in Osteuropa, vor allem in Polen; die Opfer wurden meist mit der Eisenbahn in die Lager gebracht. Mit Abstand die meisten von ihnen wurden wahrscheinlich in Auschwitz-Birkenau ermordet. Weitere dieser Lager befanden sich in Chelmno, Belzec, Sobibor und Treblinka.

Als erste Konzentrationslager und Vernichtungslager der Weltgeschichte können die antiken Latomien auf Sizilien angesehen werden.[1] Im Unabhängigkeitskrieg Kubas wurden von der spanischen Kolonialmacht erstmals Internierungslager für Zivilisten eingerichtet, die dem späteren Begriff Konzentrationslager teilweise entsprechen. Solche Lager wurden auch von der britischen Kolonialmacht im Krieg gegen die niederländischstämmigen Buren in Südafrika um 1900 eingesetzt, wobei nur Frauen und Kinder dort gefangen gehalten wurden. In den Jahren 1904/05 wurde der Begriff von der militärischen Führung in Berlin verwendet, um Internierungs- und Sammellager für gefangene Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika zu bezeichnen.[2] Der Völkermord an den Armeniern war mit einer Verhaftung der Elite dieses Volkes verbunden, wobei über 2000 Menschen in Konzentrationslager gebracht und teilweise dort auch getötet wurden.[3][4]

Der Begriff Konzentrationslager in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts unterscheidet sich von den Arbeits- und Vernichtungslagern des Nationalsozialismus oder des Kommunismus; er diente europaweit als Bezeichnung für Gefangenensammellager und ist daher zu relativieren. Die Lager hatten vor der Vereinnahmung durch diktatorische Systeme dabei einen eher provisorischen Charakter im Krieg. In neuerer Zeit betrieb zum Beispiel Nordkorea bis 2012 ein Konzentrationslager nördlich der Stadt Hoeryŏng.[5]

1 Weblinks

 Commons: Konzentrationslager im Nationalsozialismus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

2 Einzelnachweis

  1. Das Goldene Buch von Syrakus, Casa Editrice Bonechi, Florenz, 2006, S. 16 und 17
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Konzentrationslager_in_Deutsch-S%C3%BCdwestafrika
  3. Vahakn N. Dadrian: The history of the Armenian genocide: ethnic conflict from the Balkans to Anatolia to the Caucasus, 6th rev., New York: Berghahn Books 2003, ISBN 1-57181-666-6
  4. John Horne (Hrsg.): A companion to World War I. Chichester, U.K.: John Wiley & Sons 2012, ISBN 1119968704
  5. https://en.wikipedia.org/wiki/Hoeryong_concentration_camp

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