Atombombe

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Die Atombombe (auch Atomwaffe oder Nuklearwaffe oder Kernwaffe genannt) ist ein Sprengsatz, der die Kernenergie als Waffe benutzt. Am 16. Juli 1945 wurde die erste Atombombe "Trinity" in der Nähe von Alamogordo im US-Bundesstaat New Mexico gezündet. Die ersten beiden und bisher einzigen Atombomben, die jemals in einem Krieg eingesetzt wurden, waren Anfang August 1945 die Uranbombe in Hiroshima und die Plutoniumbombe in Nagasaki. Im Zuge des Wettrüstens nach dem Zweiten Weltkrieg haben viele Staaten Atombomben als mögliche Einsatzwaffen bereitgestellt. Die stärkste je getestete Atombombe war die von Andrej Sacharow entwickelte "Zar-Bombe", eine Wasserstoffbombe (siehe Kernfusion). Nach diesem Versuch einigten sich die Großmächte 1963 aufgrund der in der Erdatmosphäre wie auch in Bodennähe durch die vielen Tests entstandenen Radioaktivität auf einen Stopp überirdischer Versuche. Die Waffen wurden seitdem nur noch unterirdisch gezündet, wobei sich einige Staaten wie China lange nicht an das Verbot hielten.

Die Zahl der insgesamt weltweit vorhanden Atomwaffen beruhen auf Schätzungen. Das wahrscheinlich größte Atomwaffenarsenal hat Russland. Die Federation of American Scientists gab folgende Zahlen bekannt:[1]

Diese fünf Staaten haben im Atomwaffensperrvertrag vereinbart, die Technologie nicht an andere Länder weiterzugeben. Dennoch haben inzwischen auch Pakistan, Indien, Israel und 2017 relativ sicher neu auch Nordkorea entsprechende Waffen. Weltweit wurde 1985 ein Höchststand von 70.000 nuklearen Sprengsätzen ermittelt. Während die USA und Russland die Zahl der aktiven bzw. einsatzbereiten Sprengsätze nach dem kalten Krieg erheblich verringert haben, hat China die Zahl seiner Atomwaffen erhöht.

Einzelnachweise

  1. Hans M. Kristensen, Robert S. Norris: Status of World Nuclear Forces. Abgerufen am 14. März 2017